AT118137B - Fernsprechanlage für Gesellschaftsanschlüsse. - Google Patents

Fernsprechanlage für Gesellschaftsanschlüsse.

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AT118137B
AT118137B AT118137DA AT118137B AT 118137 B AT118137 B AT 118137B AT 118137D A AT118137D A AT 118137DA AT 118137 B AT118137 B AT 118137B
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relay
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Hasler Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Fernsprechanlage   für   Gesellschaftsanschlüsse.   



   Die Erfindung betrifft eine Fernsprechanlage für Gesellschaftsanschlüsse mit Wahrung des Gesprächsgeheimnisses, d. h. eine solche, bei welcher mehrere Teilnehmer an eine gemeinschaftliche Leitung angeschlossen sind, derart, dass sie von der Zentrale aus wahlweise gerufen werden können, wobei als Sperrmittel ein Differentialrelais vorhanden ist, um ausser den speziell gewünschten Teilnehmern alle anderen vom Gespräch auszuschalten, insofern nicht ein Teilnehmer der gleichen Linie vom Anrufeden gewünscht wird. 



   Die   vorliegende Fernsprechanlage   ist dadurch gekennzeichnet, dass bei Anruf von einer Teilnehmerstation aus ein Differentialrelais über die eine Wicklung erregt wird und'das Anrufsignal sowie ein zweites Relais einschaltet, das einerseits die Sperrung der andern Teilnehmerstationen bewirkt und anderseits auch die zweite Wicklung des Differentialrelais einschaltet, die vom Strom in der umgekehrten Richtung wie die erste Wicklung durchflossen wird, wodurch das Differentialrelais durch die symmetrische Erregung so lange unwirksam bleibt, bis es bei Gesprächsende durch die vom Teilnehmer hervorgerufene Erdung der einen Linienleitung unsymmetrisch erregt wird und hiedurch das Gesprächsschlusssignal zum Ansprechen bringt. 



   Auf der Zeichnung ist beispielsweise und schematisch eine Fernsprechanlage für Gesellschaftanschlüsse nach der vorliegenden Erfindung dargestellt. 



   In dieser Zeichnung bezeichnen   I   und 11 zwei Teilnehmerstationen, welche mit der Zentrale Z durch eine gemeinschaftliche Leitung a-b verbunden sind. Die Ausrüstung dieser Teilnehmerstationen besteht ausser den Apparaten, die bei Teilnehmern mit   Ortsbatterie üblich   sind, aus einem Selektor S bekannter Konstruktion, bei welchem Stromschlussorgane vorhanden sind, deren Stellung, von einer Anfangs-oder Nullstellung gezählt, bei jedem Teilnehmer um'einen Schritt weiter entfernt ist, einem Anrufrelais RA, welches durch den Arbeitskontakt des Selektors   S   betätigt wird, einer Ruftaste RT und einem Besetztsignal Bz. 



   Will der Teilnehmer der Station I sich mit einem Teilnehmer des Netzes verbinden lassen, so hebt er seinen Hörer ab und drückt auf die Ruftaste RT. Dann entsteht folgender Stromkreis : Erde E, Kontakte der Ruftaste RT, Klemme p, Ruhekontakt 1 des Selektors, Klemme o, Wicklung des Anrufrelais RA, Draht a der gemeinschaftichen Leitung, Wicklungen 1 und 2 des Differentialrelais DR, Selbstinduktionsspule Ds, Batterie und Erde. 



   Das Differentialrelais DR schliesst seinen Arbeitskontakt und damit folgenden Stromkreis : Pluspol der Batterie, Abzweigungspunkt y, Kontakt 5 des   Linienrelais W, Wicklung w   des Relais B, Minuspol der Batterie. Eine Abzweigung dieses Stromkreises geht vom Abzweigungspunkt y durch Kontakt   4   des Relais Cl, die Ruflampe-AL, Wicklung w zur Speisung der Überwachungslampe PL, Minuspol der Batterie. 



   Das Schliessen der Kontakte des Relais B stellt'einen ersten Stromkreis her : Vom Pluspol der Batterie über Kontakt 2 des Relais B, Selbstinduktionsspule Ds', Wicklungen 3 und 4 des Differential- 
 EMI1.1 
 Wicklungen 1 und 2 des Differentialrelais DR, Selbstinduktionsspule Ds zum Minuspol der Batterie. 



   Die Selektoren aller Stationen werden erregt, ziehen ihre Anker an und unterbrechen an den Kontakten 1 die Stromkreise der Anrufrelais RA. Es besteht so für alle Teilnehmer, die nicht gerufen haben, keine Möglichkeit mehr, sich in die bereits begonnene Verbindung einzuschalten, weil die Stromkreise ihrer Relais RA durch die Kontakte 1 der Selektoren unterbrochen sind. Es ist nun ersichtlich, dass die Wicklungen des Differentialrelais DR gleichzeitig von Strömen entgegengesetzter Richtung durchflossen sind. Die erzeugten magnetischen Felder heben sich gegenseitig auf und der Anker von DR nimmt wieder seine Ruhestellung ein. Der Stromkreis, der den Abzweigungspunkt y mit der Batterie verbindet, wird unterbrochen.

   Das Relais B fällt nicht ab, da es einen zweiten Stromkreis (Haltestromkreis) geschlossen hat über : Pluspol der Batterie, Kontakt 3 des Relais   Ci, Kontakt 4   des Relais B, Abzweigungspunkt y, Kontakt 5 des Relais W, Wicklung w des Relais B und Batterie. 



   Das Relais B hat über seinen Kontakt 1 noch einen dritten Stromkreis zur Speisung der Besetztlampen BL geschlossen. die neben jeder   Multipelklinke MX angeordnet sind.   



   Beim Leuchten der Signallampe AL wird von der Beamtin der Stöpsel As einer üblichen Verbindungsschnur in die Klinke   AK   gesteckt und folgender Stromkreis geschlossen : Pluspol der Batterie. 



  Wicldung w des Relais   Ci.   Draht c   der Klinke AE. Schnur   und zurück zur Batterie. 



   Das Relais Ci zieht seinen Anker an und unterbricht bei   4   den Stromkreis der Rufsignal und bei. 3 den Haltestromkreis des Relais B. Die andern Kontakte dieses Relais schliessen andere Stromkreise, deren Bedeutung später erläutert werden soll. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    Jetzt ist die Zentrale mit derruf enden Teilnehmerstation verbunden. Eine Verbindung zwischen dieser Station und einem Teilnehmer des Netzes kann durch die üblichen Schnüre hergestellt werden. 



  Wünscht aber die Teilnehmerstation I eine Verbindung mit einem ebenfalls an die Schleife a, b angeschlossenen Teilnehmer, beispielsweise mit der Station 11, so geschieht folgendes : Nach Anruf der Zentrale wird beim Aufleuchten der Signallampe AL von der Beamtin der Wählstöpsel Ws, welcher am Ende einer Dreileiterschnur sitzt, von der ein Draht mit dem Minuspol der Batterie und die zwei andern mit den Kontakten einer Wählscheibe J verbunden sind, in eine Wählklinke WK gesteckt. Das Relais W ist dann von einem Strom durehflossen, welcher vom Pluspol der Batterie zum Minuspol derselben im Wählstöpsel durch die Feder a'der Klinke WK hindurehgeht. Die Kontakte 1 und 3 des Relais W sind geschlossen, während die Kontakte 2,4 und 5 offen sind.

   Die Wicklungen der Selektoren aller Stationen sind jetzt durch die Linie a, b über einen Stromkreis gespeist, welcher den Draht c'der Klinke WK und   
 EMI2.1 
 2 von Ci, Pluspol. 



   Die Drehung der Wählscheibe J verursacht eine Anzahl von Unterbrechungen und Stromstössen, welche der zu erreichenden Station entspricht. 



   Die Selektoren S aller Stationen bewegen sich um den gleichen Winkel und beim gewünschten Teilnehmer wird der Kontakt 2 des Selektors geschlossen und das Einschalterelais RA erregt und seine Kontakte geschlossen. Beim rufenden Teilnehmer hat diese Bewegung des Selektors keinen Einfluss, weil durch das Abheben des Hörers ein Haltestromkreis für das Relais RA geschlossen wurde. Draht b, Punkt n, Kontakt 2 von RA, Wicklung von RA, Draht a. Beim'Herausziehen des Stöpsels Ws wird das Linienrelais W stromlos. Ein Rufstrom wird dann mit dem Stöpsel AS auf die Linie gesandt ; Draht b, 
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 umschalter, Kontakt 3 von RA, Kondensator K, Draht a. Während des Gespräches bleiben alle Selektoren und alle Besetztzeichen der Stationen erregt. 



   Am Ende des Gespräches hängen die beiden Teilnehmer ihre Hörer auf. Dadurch werden die vorgenannten inneren Verbindungen der Zentrale wieder unterbrochen und der Weckerstromkreis zum nächsten Ruf vorbereitet ; ausserdem werden 4 und 6 geschlossen, 3 und 5 geöffnet und der Draht a der gemeinsamen Leitung geerdet : Erde E, Kontakt 6 am   Hakenumsehalter,   Kontakte 1 und 2 und Wicklung des Relais RA, Draht a, Wicklungen 1 und 2 des Relais DR, Drosselspule Ds, Batterie und Erde. Durch diese Erdung sind die Wicklungen, 1 und 2 des Differentialrelais DR, welche vorher in Serie mit den Wicklungen 3, 4 gespeist wurden, jetzt direkt durch die Erde und die Batterie gespeist. Hiedurch ist eine Asymmetrie in der Erregung des Relais DR entstanden und sein Anker schliesst einen Stromkreis über die Spule w des Relais B durch den Kontakt 5 von W.

   Das Relais B öffnet den Kontakt 3, den Strom in der Schnur unterbrechend, was das Erscheinen des Gesprächsschlusssignals zur Folge hat. Wird der Stöpsel AS herausgezogen, so wird der Erregerstromkreis des Relais   C,   unterbrochen, sein Anker fällt ab und unterbricht den Erregerstromkreis von   O2,   Letzteres ist ein Verzögerungsrelais ; seine Kontakte bleiben auch ohne Erregung der Spule eine gewisse Zeit geschlossen, so dass folgender Stromkreis sich schliesst : Pluspol der Batterie, Linienrelais W, Punkt z, Kontakt 2 des Relais   C2, Kontakt S   von   Ci,   Minuspol der Batterie. 



   Das Relais W öffnet den Stromkreis des Relais B, dessen Anker nun fällt, was die Abschaltung   des Differentialrelais DR von der Linie a, b zur Folge hat, In den Teilnehmerstationen kehren die Selektoren   automatisch zum Nullpunkt   zurück.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernsprechanlage für   Gesellschaftsanschlüsse,   bei der jede Teilnehmerstation ein durch die Kontakte eines Selektors betätigtes Anrufrelais besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anruf von einer Teilnehmerstation aus ein Differentialrelais (DR) über die eine Wicklung (1, 2) erregt wird und das Anrufsignal (AL) sowie ein zweites Relais (B) einschaltet, das einerseits die Sperrung der andern Teilnehmerstationen bewirkt und anderseits auch die zweite Wicklung (3, 4) des Differentialrelais (DR) einschaltet, die vom Strom in der umgekehrten Richtung wie die erste Wicklung (1, 2) durchflossen wird, wodurch das Differentialrelais durch die symmetrische Erregung so lange unwirksam bleibt,

   bis es bei Gesprächsende durch die vom Teilnehmer hervorgerufene Erdung der einen Linienleitung unsymmetrisch erregt wird und hiedurch das Gesprächsschlusssignal zum Ansprechen bringt. 
 EMI2.3 
 parallel an die gemeinschaftliche Leitunggeschaltetsindunddie Selektorensowohlinder Ruhestellung, wie in der Rufstellung der betreffenden Teilnehmerstation den Stromkreis des Anrufrelais (RA) kontrollieren. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 3. Fernsprechanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zentrale eine Wählscheibe mit einer Wählklinke in Verbindung gebracht werden kann, wobei zum Anruf des gewählten Teilnehmers der in die Wählklinke ein, zuführende Stöpsel mit einer Stromquelle verbunden ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT118137D 1927-07-16 1927-12-19 Fernsprechanlage für Gesellschaftsanschlüsse. AT118137B (de)

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