DE583068C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer FernsprechanlagenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
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- H04M17/023—Circuit arrangements
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei welchen
während eines gewissen Zeitabschnittes des Verbindungsverlaufes eine oder mehrere der
in Verbindung gelangenden Sprechvorrichtungen wirkungslos werden sollen. Dies kommt insbesondere bei Fernsprechautomaten
(Münzapparaten) in Frage, und die Erfindung soll deshalb an Hand von für diesen Zweck bestimmten Schaltungsbeispielen
erläutert werden.
Die Fernsprechautomaten, für welche die Erfindung sich eignet, sind in solcher Weise
angeordnet, daß das Gespräch, einerlei ob die Verbindung durch Hand oder in selbsttätigem
Betrieb hergestellt wird, in derselben Weise erledigt werden kann wie bei einem Gespräch von einem gewöhnlichen
Teilnehmerapparat. Die Gebühr für das Gesprach soll von dem anrufenden Teilnehmer
selbst entrichtet werden, ohne daß eine Beamtin ihn dazu aufzufordern braucht. Der
Rufende kann nämlich, nachdem die Verbindung zum gewünschten Teilnehmer ausgeführt
worden ist, hören, wenn dieser antwortet, kann aber nicht mit ihm sprechen, ehe er die Kassiervorrichtung im Fernsprechautomaten
beeinflußt hat, erst dadurch erzielt er die vollständige Sprechverbindung.
Ehe die Schaltvorgänge ausgeführt sind, ist die Sprechanordnung des Fernsprechautomaten
nicht unwirksam, wenigstens nicht während der Zeit, in der der Teilnehmer mit einer Beamtin zu sprechen hat; der Teilnehmer
ist also imstande, seine Wünsche mitzuteilen. Die Sprechvorrichtung braucht erst
dann außer Tätigkeit gesetzt zu werden, wenn das Anrufsignal zum gewünschten Teilnehmer
ausgesandt wird.
Das Außerbetriebsetzen der Sprechvorrichtung im Fernsprechautomat wurde bisher
in der Weise bewirkt, daß das Mikrophon im gewünschten Zeitpunkte kurzgeschlossen wurde, oder daß in anderer Weise
verhindert wurde, daß Strom durch das Mikrophon fließt. Zu diesem Zweck hat man im allgemeinen ein oder mehrere Relais im
Automaten vorgesehen, die im gewünschten Zeitpunkt zur Wirkung kommen und die Erzeugung
von Sprechströmen im Mikrophon verhindern. Eines von den Relais war im allgemeinen "als polarisiertes Relais ausgeführt
und wurde durch Umkehrung des über die Leitung vom Amte zum Fernsprechautomaten fließenden Zentralbatteriestromes
zum Ansprechen gebracht. Wenn dabei der Anrufende am Fernsprechautomaten die Antwort
des gewünschten Teilnehmers hörte,
konnte er nicht mit ihm sprechen, ehe er nicht die Kassiervorrichtung beeinflußte, z. B. einen
Knopf gedrückt hatte, wodurch das vorher eingeworfene Geldstück in den Münzkasten
geleitet oder ein Gesprächszähler geschaltet wurde.
Solche Münzapparate sind mit mehreren praktischen Nachteilen behaftet. Sie sind mit
Relais und komplizierten mechanischen Einrichtungen versehen, von deren sicherem Arbeiten
der ganze Verbindungsverlauf abhängt und an welchen andererseits Fehler leicht entstehen, zumal die Apparate bisweilen im
Freien angebracht sind. Bei der Verwendung von polarisierten Relais dürfen die Leitungszweige
nicht gewechselt werden,'was jedoch leicht durch Versehen beim Umschalten
in einem Verteilungsschrank vorkommen kann. Ein anderer großer Nachteil bei den meisten der schon bekannten Fernsprechautomaten
besteht darin, daß der Hörer des Fernsprechautomaten in normaler Weise geschaltet
sein muß, damit die Antwort des angerufenen Teilnehmers gehört werden kann, • 25 und daß man darum sehr wohl in den Hörer
hineinsprechen kann, der bekanntlich als ein ganz guter Sender wirken kann. Man kann
also auf diese Art sehr wohl Sprechströme aussenden, obwohl das Mikrophon nicht arbeitsfähig ist.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, durch teilweisen Kurzschluß des Hörers das
Sprechen durch den Hörer zu erschweren. Um dabei eine vollständige Sperrung zu erzielen,
müßte der Hörer jedoch vollkommen unwirksam gemacht werden. Dann kann aber der Anrufende auch das Melden des verlangten
Teilnehmers nicht hören, was unerwünscht ist.
Alle diese Nachteile werden durch die nach der Erfindung ausgeführten Münzapparate
vermieden. Anstatt das Mikrophon im Apparat außer ■ Tätigkeit zu setzen, schaltet
man gemäß der Erfindung in die hergestellte Gesprächsverbindung auf dem Amte eine
Sperrvorrichtung für Sprechströme ein, durch welche ein Sprechen vom Fernsprechautomaten
zum angerufenen Apparat, aber nicht ein Sprechen in der entgegengesetzten Richtung
verhindert wird. Hierdurch werden alle Relais im Fernsprechautomaten unnötig gemacht
und jede Umkehrung des Stromes auf der Leitung vermieden. Ferner können keine Sprechströme zum angerufenen Apparat hinkommen,
mögen sie nun im Mikrophon oder mögen sie im Hörer erzeugt sein.
Die Sperrvorrichtung besteht aus einer
Elektronenröhre mit einem oder mehreren Gittern, welche in die Verbindung in solcher
Weise eingeschaltet ist, daß die Leitung des angerufenen Teilnehmers an den Steuergitterkreis
der Röhre angeschlossen ist, während die vom Fernsprechautomaten kommende Leitung
an den Anodenkreis angeschlossen ist. Die Sprechströme auf der erstgenannten Leitung
gehen dann verstärkt auf die zweite Leitung über, während die Sprechströme in der
zweiten Leitung nicht von der Anode zum Steuergitter hindurchgehen können, sondern
durch die Röhre wirksam gesperrt werden.
In Fig. ι bis 3 der Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι zeigt schematisch die Schaltungsanordnungen des Fernsprechautomaten im
Zentralbatteriesystem mit Handbetrieb von L. M. Ericsson. Der Fernsprechautomat A ist
in Anrufstellung dargestellt. Von ihm führt die Leitung L zum Amt; innerhalb der strichpunktierten
Umrahmung C sind die zu dieser Leitung L gehörenden, im Amt befindlichen
Schaltmittel eingezeichnet.
Der Fernsprechautomat A selbst enthält außer den Teilen eines gewöhnlichen Fernsprechapparates
eineKassiervorrichtungD, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mittels
eines Druckknopfes betätigt wird, durch dessen Eindrückung ein Geldstück, beispielsweise
10 Pfennig, in den Geldbehälter hineingeführt oder z. B. ein Gesprächszähler geschaltet
werden kann.. Das Geldstück wirkt . dabei auf einen Unterbrecherkontakt 13, welcher
im geschlossenen Zustand einen in den einen Zweig der Leitung L eingeschalteten
Widerstand r kurzschließt. Beim Einführen des Geldstückes in den Geldbehälter wird also
dieser Kurzschluß für einen Augenblick unterbrochen.
Die Leitung des Fernspreehautomaten endet im Amte an zwei Speiserelais SR1, SR2. Ferner
gehört dazu ein Trennrelais BR und ein Sperrrelais SBR. SJ ist die Abfragklinke der Leitung
mit zugehöriger Anruf lampe AL. SS ist die Abfrageschnur in einem Schnurpaar, mit
welchem die Beamtin den Anruf aufnimmt. Von dem Sprechumschalter EOR des Schnurpaars
ist nur diejenige Kontaktgruppe gezeigt, die für den vorliegenden Fall von Bedeutung
ist.
Zur Leitung gehört eine Elektronenröhre E, die als Zweigitterröhre dargestellt ist; sie erhält
Heizstrom und Anoden- und Gittervorspannung von einer nicht dargestellten Zentralbatterie
von z. B. 24 Volt. Der Steuergitterkreis der Röhre ist über die Kondensatoren C2 und C2" fest an die beiden Sprechleitungsfedern
der Abfrageklinke SJ angeschlossen. Der Anodenkreis der Röhre ist an die Arbeitskontakte 10, 11 des Relais SPR angeschaltet,
so daß er beim Erregen dieses Relais an die Leitung des Fernspreehautomaten
angeschlossen wird.
Die Schaltvorgänge bei einer Gesprächsverbindung sind die folgenden:
Sobald der Anrufende beim Fernsprechautomaten, z. B. nach Entrichtung der bestimmten
Gebühr, durch Abheben des Mikrotelephones anruft, werden die beiden Speiserelais
SR1, SR2 erregt. Die Anruflampe AL
wird beim Schließen des Kontaktes ι am Relais SR1 eingeschaltet. Wenn die Beamtin
ι ο durch Verbinden der Schnur 6"S mit der Abfrageklinke
SJ den Anruf aufnimmt, wird folgender Stromkreis geschlossen: Minuspol
der Amtsbatterie,. Schließungsrelais SSR, Kontakt 2 im Sprechumschalter E OR, dritter Leiter
c, linke niedrigohmige Wicklung eines Sperrelais SPR, Trennrelais BR, Pluspol.
Das Relais SPR ist so bemessen, daß es bei diesem Strom seinen Anker nicht anzieht; das
Relais BR aber zieht seinen Anker an, unter-
?.o bricht am Kontakt 3 den Stromfluß über die Anruf lampe AL und schließt am Kontakt 4
einen Haltestromkreis über den Kontakt 1 zum Minuspol.
Der anrufende Teilnehmer kann nun von der Beamtin die gewünschte Nummer verlangen.
Die Beamtin stellt die Gesprächsverbindung genau so her wie eine gewöhnliche
Ortsverbindung, und sie sendet Rufstrom zum gewünschten Teilnehmer durch Niederdrücken
des Umschalters BOR, über dessen Kontakt 5 folgender Stromkreis gebildet wird:
Positiver Batteriepol, WiderstandSRR, dritter
Leiter, niedrigohmige Erregerwicklung des Relais SPR, Kontakt 4, Kontakt 1, negativer
Pol. Der Widerstand SRR ist so niedrig, daß SPR genügend Strom zum Erregen erhält und
seinen Anker anzieht, wobei ein Haltestromkreis vom positiven Pol über Widerstand rv
Kontakt 6, rechte hoehohmige Haltewicklung
4-0 des Relais SPR und den Kontakt 7 zum negativen
Pol gebildet wird.
Das Relais SPR unterbricht beim Erregen an seinen Kontakten 8, 9 die unmittelbare Verbindung
zwischen der Leitung L des Fern-
+5 sprechautomaten und der Abfrageklinke SJ
und damit auch mit der verlangten Teilnehmerleitung. Statt dessen werden die Kontakte 10
und 11 geschlossen, wodurch die Leitung L
über die Kondensatoren C1, C1" an die Elektronenröhre
E angeschaltet wird, deren Anode an denjenigen Leitungszweig angeschlossen
wird, der mit dem nichtgeerdeten Pol (Minuspol) der Zentralbatterie verbunden ist. Das
Relais SPR schloß auch den Kontakt 12, wodurch
ein Fadenheizstromkreis für die Röhre gebildet wurde, und zwar vom Minuspol über
Kontakt 12, Widerstand r2, Faden k und den
Widerstand r3 zum Pluspol. Die Widerstände r2, r3 sind so bemessen, daß die Zentralbatterie
die richtige Heizstromstärke liefert; gleichzeitig erhält das Steuergitter g über den hohen
Widerstand j-g die richtige Vorspannung, und
das Hilf sgitter hg und die Anode α erhalten unmittelbar
bzw. über den Anodenwiderstand ra richtige Spannungen. Die Elektronenröhre ist
somit arbeitsfähig.
Im Fernsprechautomaten erzeugte Sprechströme können nun nicht zum gewünschten
Teilnehmer fließen, weil die Leitung L zwischen dem Glühfaden und der Anode der
Röhre eingeschaltet ist. Zwar entstehen den Sprechströmen entsprechende Spannungsschwankungen zwischen den Enden des Widerstandes
ra, aber diese erzeugen keine Spannungsänderungen
an der Leitung des angeruf enen Teilnehmers. Dagegen können Sprechströme von dieser Leitung über die Röhre zum
Fernsprechautomaten hinkommen. 'Sie erzeugen Spannungsänderungen über'den Widerstand
rg im Steuergitterkreis der Röhre, somit entsprechende Änderungen im Anodenstromkreis.
Diese Sprechströme gehen also etwas verstärkt auf den Anodenkreis über und pflanzen
sich auf der Leitung L zum Fernsprechautomaten
fort. Solange das Relais SPR erregt bleibt, ist also die Verbindung für vom
Fernsprechautomaten ausgehende Sprechschwingungen gesperrt, aber nicht für in der
entgegengesetzten Richtung verlaufende. Wenn der angerufene Teilnehmer sich meldet, kann
also der Anrufende am Fernsprechautomaten ihn hören, aber nicht mit ihm sprechen, ehe er
nicht den Druckknopf der Kassiervorrichtung gedrückt hat.
Beim Einwirken auf die Kassiervorrichtung im Fernsprechautomaten wird der Kontakt 13
kurzzeitig unterbrochen und der Widerstand r' in Reihe mit der Leitung eingeschaltet. Der
Strom durch die beim Anruf erregten Speiserelais SR1 und SR2 wird dann verringert. Die
Relais sind so bemessen und eingestellt, daß SR1 seinen Anker losläßt, während SRS seinen
Anker festhält. Es entsteht ein Strom vom Minuspol, Ruhekontakt 14 des Relais SR1,
Arbeitskontakt 15 von SR2, Kontakt 6, Widerstand
T1, Pluspol. Das Relais SPR wird durch
Kurzschließen seiner Haltewicklung aberregt. Hierbei wird die Elektronenröhre E aus der
Verbindung ausgeschaltet, und statt dessen wird' die unmittelbare Verbindung über die
Ruhekontakte 8 und· 9 hergestellt. Nun besteht vollständige Sprechmöglichkeit zwischen dem
Fernsprechautomaten und dem angerufenen Teilnehmer, und das Gespräch kann in gewöhnlicher
Weise stattfinden.
Fig. 2 ist das Schema für eine andere Ausführungsform der Erfindung, und zwar zeigt
sie eine vollendete Verbindung zum gewünschten Teilnehmer, die durch eine Beamtin
oder durch selbsttätige Wähler hergestellt worden ist. Die Einschaltung der sperrenden
Elektronenröhre findet hier statt,
wenn der verlangte Teilnehmer B antwortet, nicht schon beim Anrufen des Teilnehmers B.
Wenn der Teilnehmer B das Mikrotelephon abhebt, wird der folgende Stromkreis gebildet:
Pluspol, obere Wicklung des Speiserelais BSR, Leitungszweig a2, Fernsprechapparat
B, Leitungszweig b2, untere Wicklung des Speiserelais BSR, Minuspol. Das
Relais BSR zieht seinen Anker an und
ίο schließt den Kreis: Pluspol, Kontakt i, Relais
SPR, Kontakt 2, Minuspol, in dem das Relais SPR erregt wird, das an seinen Ruhekontakten
8, 9 die unmittelbare Verbindung zwischen dem Fernsprechautomaten A und dem Teilnehmer B unterbricht. An den Kontakten
10 und 11 wird statt dessen die Elektronenröhre
£ eingeschaltet. In der an Hand der Fig. 1 gezeigten Weise sperrt diese für
das vom Fernsprechautomaten ausgehende Gespräch, aber nicht für das Gespräch in entgegengesetzter
Richtung.
Wenn der rufende Teilnehmer die Kassiervorrichtung handhabt, wird der Kontakt 13
wie vorher kurz unterbrochen, das Relais SR1 läßt seinen Anker los, aber SR2 bleibt erregt.
Hierbei wird das Relais TR vom Pluspol über untere Wicklung in TR, Kontakt 15,
Kontakt 14 zum Minuspol erregt und erhält Haltestrom über seinen eigenen Kontakt 16
und den Kontakt 17 bzw. 18, bis die Mikrotelephone
sowohl des Fernsprechautomaten A als des Teilnehmerapparates B aufgelegt worden
sind. TR unterbricht auch den Kontakt 2 und damit den Strom für das Relais SPR,
so daß dieses aberregt wird. Hierdurch werden die Kontakte 10, 11 unterbrochen und die
Kontakte 8, 9 geschlossen. Die Elektronenröhre wird wieder ausgeschaltet, und die Leitungen
des Fernsprechautomaten und des anderen Teilnehmers sind wieder mit voller
Sprechmöglichkeit unmittelbar zusammengeschaltet.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung bei Fernsprechautomaten, welche
nicht vom Amt gespeist werden, z. B. bei Ortsbatteriesystemen, für welche die Erfindung
besonders geeignet ist. Die Anordnung wirkt in folgender Weise.
Wenn die Beamtin nach Empfang des Anrufes und nach dessen Beantwortung den
Sprechumschalter EOR niederdrückt, um Rufstrom auszusenden, wird in die Leitung des
Fernsprechautomaten ein Relais SR eingeschaltet, welches unmittelbar erregt wird und
die Röhre Zi zwischen die beiden Leitungen in ähnlicher Weise wie in Fig. 1 einschaltet.
Beim Niederdrücken des Umschalters BOR wird der Stromkreis: Pluspol, Widerstand
SSR, Kontakt 5 an EOR1 dritter Leiter c,
eine Wicklung des Relais SR, Minuspol für das Relais SR hergestellt, das anspricht und
Haltestrom über: Minuspol, untere Wicklung des Relais SR1 Kontakt 1, Leitungszweig α der Leitung L, Induktionsspule /
im Fernsprechautomaten, Hörer H, Kassiervorrichtung D, Leitungszweig b, Kontakt 2,
obere Wicklung des Relais SR, Pluspol bezieht. Die Kontakte 8, 9 am Relais 57? werden
unterbrochen und die Kontakte 10, 11 geschlossen,
die unmittelbare Verbindung unter- 7" brachen und die Elektronenröhre E eingeschaltet.
Wenn also der anrufende Teilnehmer antwortet, kann der Rufende am Fernsprechautomaten ihn hören, aber nicht
mit ihm sprechen, ehe er nicht die Kassiervorrichtung am Fernsprechautomaten in Tätigkeit
gesetzt hat. Geschieht dies, so wird der Haltestromkreis für das Relais SR für einen
Augenblick unterbrochen, das Relais SR läßt seinen Anker los, die Kontakte 10, 11 werden
geöffnet und die Kontakte 8, 9 geschlossen. Es ist wieder die vollständige Gesprächsverbindung
erreicht worden.
Wie aus den Ausführungsbeispielen hervorgeht, enthält der Teilnehmerapparat selbst
nach der Erfindung keinerlei Sperrvorrichtungen oder Relais, sondern nur eine einfache
Kontaktvorrichtung. Die Sperrvorrichtung mit zugehörigen Relais befindet sich statt
dessen auf dem Amte. Es leuchtet ein, daß dies vom Gesichtspunkte der Betriebssicherheit
sehr günstig ist. Wenn man aus irgendeinem Grunde die Elektronenröhre in den Apparat selbst einbauen will, so ist das
natürlich möglich und liegt im Rahmen der Erfindung.
In Fig. ι und 3 gehört die Elektronenröhre zur betreffenden Fernsprechautomatenleitung.
Dies ist nicht notwendigerweise der Fall. Man kann die Röhre auch dem Schnurpaar lou
zuordnen. Die Schaltungsanordnung ist in diesem Falle im großen und ganzen dieselbe.
Die Röhre kann dann in die Verbindung so eingeschaltet werden, daß beim Einschalten
des Sprechapparates der Beamtin zur Entgegennahme der Aufträge der Anrufenden der
Sprechapparat zwischen Elektronenröhre und Antwortschnur eingeschaltet wird, so daß
eine vollständige Sprechverbindung zwischen P'ernsprechautomaten und Beamtin vorhanden
ist, während Sperrung für das vom Automaten ausgehende Gespräch zur angerufenen Teilnehmerleitung
stattfindet.
Die Erfindung ist durch einige für Fernsprechautomaten geeignete Ausführungsfor- 1J5
men dargestellt, ist jedoch nicht auf diese Benutzung beschränkt. Sie kann auch für alle
solchen Fälle verwendet werden, bei denen von einem Apparat abgehende Gespräche in
iner Gesprächsverbindung zu sperren sind. 1^o
Dies ist beispielsweise der Fall bei Konferenztelephonen. Für diese und ähnliche
Zwecke können größere oder kleinere Abänderungen in den dargestellten Schaltanordnungen
innerhalb des Rahmens der Erfindung getroffen werden.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen
mit Münzfernsprechern, bei denen vor der Einkassierung der Münze Sprechmöglichkeit
nur für den angerufenen Teilnehmer besteht, gekennzeichnet durch eine auf der Vermittlungsstelle angeordnete
Elektronenröhre, welche zur Verhinderung des Sprechens zum angerufenen Teilnehmer vor Entrichtung der Gebühr
in die Sprechverbindung zum Münzfernsprecher eingeschaltet und bei Entrichtung der Gebühr selbsttätig wieder ausgeschaltet
wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektronenröhre an die Leitung des betreffenden Münzfernsprechers angeschlossen
ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektronenröhre an diejenige Leitung angeschlossen ist, durch welche die Gesprächsverbindung hergestellt wird, z. B.
eine Schnurleitung.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronenröhre Fadenheizstrom sowie Anoden- und Gittervorspannung von der Zentralbatterie des Amtes
erhält.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektronenröhre über Kondensatoren in die Verbindung eingeschaltet ist, die die Gleichstromkreise der Röhre von den
übrigen Gleichstromkreisen der Verbindung trennen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι oder den folgenden, gekennzeichnet
durch ein Relais, welches die Elektronenröhre in die vor Arbeiten des Relais normale Sprechverbindung einschaltet und
gleichzeitig den Speisestromkreis der Elektronenröhre schließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE355181X | 1930-03-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE583068C true DE583068C (de) | 1933-08-28 |
Family
ID=20308758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET38565D Expired DE583068C (de) | 1930-03-21 | 1931-03-19 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1855087A (de) |
| BE (1) | BE378410A (de) |
| DE (1) | DE583068C (de) |
| FR (1) | FR713494A (de) |
| GB (1) | GB355181A (de) |
| NL (1) | NL34614C (de) |
-
0
- NL NL34614D patent/NL34614C/xx active
- BE BE378410D patent/BE378410A/xx unknown
-
1931
- 1931-03-13 US US522461A patent/US1855087A/en not_active Expired - Lifetime
- 1931-03-18 FR FR713494D patent/FR713494A/fr not_active Expired
- 1931-03-19 GB GB8512/31A patent/GB355181A/en not_active Expired
- 1931-03-19 DE DET38565D patent/DE583068C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR713494A (fr) | 1931-10-28 |
| US1855087A (en) | 1932-04-19 |
| BE378410A (de) | |
| NL34614C (de) | |
| GB355181A (en) | 1931-08-20 |
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