DE1237999B - Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische - Google Patents

Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische

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DE1237999B
DE1237999B DEM58867A DEM0058867A DE1237999B DE 1237999 B DE1237999 B DE 1237999B DE M58867 A DEM58867 A DE M58867A DE M0058867 A DEM0058867 A DE M0058867A DE 1237999 B DE1237999 B DE 1237999B
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cobalt
acids
acid
oxo synthesis
mixture
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Harry Endler
Silvio Pappada
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/49Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide
    • C07C45/50Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide by oxo-reactions

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Description

  • Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische. Insbesondere ist es Ziel der Erfindung, die Metalle bei der Entmetallisierung wieder in Form aktiver Katalysatoren zu erhalten, um sie der Oxosynthese neu zuführen zu können.
  • Bekanntlich verwendet man bei der Oxosynthese (auch Hydroformylierung genannt) Schwermetallverbindungen als Katalysatoren, insbesondere der Gruppe VIII des Periodischen Systems, die entweder löslich oder unlöslich in der Reaktionsmischung sind und von denen man annimmt, daß sie unter den Reaktionsbedingungen in Metallcarbonyle oder Carbonylwasserstoffe übergeführt werden, die als eigentliche Katalysatoren für die Oxosynthese auch in dieser Form am Anfang zugegeben werden können.
  • Das Reaktionsgemisch der Oxosynthese enthält daher (zusätzlich zu einem Teil des Olefins, nicht umgesetzten CO und H2 und eventuell Lösungsmittel) die Hydroformylierungsprodukte (vorwiegend Aldehyde mit geringen Mengen Alkoholen, Säuren, Estern und Acetalen), die Metallcarbonyle, einen Teil der am Anfang zugegebenen Metallverbindungen und deren Reaktionsprodukte aus Sekundärreaktionen mit einigen der Hydroformylierungsprodukte (in besonderen Säuren) und der Mischungen CO+H2 (Metallformiate, Acetate usw.).
  • Diese in verschiedenen Formen vorliegenden Metallverbindungen sollen aus der Reaktionsmischung entfernt werden, bevor diese weiterbehandelt wird (z. B. Hydrierung zu Alkoholen), und zwar vor allem deshalb, weil sie dazu neigen, unter den neuen Reaktionsbedingungen unter Bildung freier Metalle zu zerfallen, die die Hydrierungskatalysatoren inaktivieren oder vergiften oder sich an den Vländen, Rohren, Ventilen usw. absetzen und diese verstopfen; auch das Kohlenmonoxyd soll entfernt werden, da es die Hydrierungsstufe merklich stört. In zweiter Linie katalysieren die Metallverbindungen Nebenreaktionen der Aldehyde auch bei den normalerweise zu ihrer Abtrennung angewendeten Temperaturen.
  • In einigen Fällen schließlich erfordern Art und Preis der Metallverbindungen ihre Wiedergewinnung und ihr erneutes Einführen nach Aktivierung in die Oxosynthesereaktion.
  • Für die sogenannte Entmetallisierung (gewöhnlich eine Entfernung von Kobalt) der Hydroformylierungsprodukte sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden. Danach werden beispielsweise die Oxosynthesegemische in Gegenwart oder Abwesenheit von Wasserstoff bei hohen Temperaturen behandelt, um den thermischen Zerfall der Metallcarbonyle zu begünstigen.
  • Es ist weiter bekannt, die Mischung mit Wasser oder Wasserdampf in Berührung zu bringen, um die Metallverbindungen in der wäßrigen Phase zu extrahieren. Ferner wurde vorgeschlagen, die Auflösung in der wäßrigen Phase durch Zusatz von Mineralsäuren (HCl, H2SOg) oder organischen Säuren (Essig-, Ameisen-, Oxalsäuren usw.) bei Temperaturen zwischen 80 und 160"C zu erleichtern. Und schließlich wurde empfohlen, die Hydroformylierungsmischungen mit metallischem Kupfer in Berührung zu bringen, um ein Niederschlagen der Metalle des Katalysatorrückstandes zu bewirken.
  • Diese verschiedenen Verfahren sind von Nachteilen nicht frei, insbesondere, wenn es darum geht, die Metallverbindungen in einer Form wiederzugewinnen, in der sie leicht oder unmittelbar der Oxosynthese wieder zugeführt werden können, d. h. in Form von Verbindungen, die leicht carbonyliert werden können.
  • Hier sei bemerkt, daß beim Ausfällen als Metalle durch das Abtrennen und das Reinigen des Entmetallisierungsreaktors zusätzlicher Aufwand entsteht.
  • Die Extraktion mit wäßrigen Lösungen führt allgemein zu sehr verdünnten Produkten und ergibt die Schwierigkeit der Konzentrierung usw.
  • Die Erfindung ist darauf gerichtet, die geschilderten Nachteile zu vermeiden. Sie betrifft danach ein Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische mittels thermischer Behandlung bei Temperaturen zwischen 80 und 160 C in Gegenwart organischer aliphatischer Säuren und ist dadurch gekennzeichnet, daß man in Abwesenheit von Wasser arbeitet.
  • Auf diese Weise wird eine Umsetzung der Carbonyle und der eventuell anderen Metallverbindungen größtenteils zu fettsauren Salzen erreicht, die für die Carbonylierung aktiv sind.
  • Besonders vorteilhaft ist dieses Verfahren beim Entfernen des Kobalts aus der durch Hydroformylierung von Propylen oder Buten erhaltenen Reaktionsmischung, da die Entfernung des Kobalts in diesem Fall gleichzeitig mit der Abtrennung der nicht umgesetzten Gase (Olefin, CO und H2) und der relativ flüchtigen Aldehyde durch Destillation unter Expansion der rohen Reaktionsmischung erfolgen kann, wenn die erforderlichen Fettsäuremengen vor Öffnen des Expansionsventils und vorzugsweise vor der dem Übergehen vorhergehenden Heizzone zugesetzt werden.
  • An geeigneten nicht wäßrigen, aliphatischen Säuren seien Monocarbonsäuren mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, sowohl gerade- wie verzweigtkettige genannt, insbesondere Essig-, Propion-, Butter-, Isobutter-, Valerian-, 2-Äthylhexansäure usw.
  • Die Fettsäurekonzentration soll in der Mischung ausreichend sein, um die gesamte Bildung der entsprechenden organischen Salze der vorhandenen Metalle zu gewährleisten, nämlich mindestens in stöchiometrischer Menge; vornehmlich wird man einen Überschuß von 100 bis 3000/o in bezug auf die stöchiometrische Menge anwenden.
  • Einen besonderen Vorteil der Erfindung stellt die Tatsache dar, daß im allgemeinen eine gegebene Menge an Monocarbonsäuren stets vorhanden ist, meist in einer geringeren Konzentration, als sie für die vollständige Auflösung aller Metallrückstände in der rohen Oxosynthesemischung erforderlich ist, weswegen für den Zweck der Erfindung eine geringere Menge dieser Säuren zugesetzt werden kann.
  • In Abhängigkeit von der Art der verwendeten Säuren werden die Metallverbindungen in die entsprechenden organischen Salze übergeführt, die entweder unlöslich (z. B. Salze der Essig-, Propion- oder Buttersäure) oder löslich (z. B. die Salze der 2-Äthylhexansäure) in der nach Abtrennung der Aldehyde erhaltenen organischen Phase sind: In jedem Fall liegen die organischen Salze in einer bequemen Form vor, die praktisch vollständig in die katalytisch aktiven Komponenten durch Recarbonylierung umgewandelt und der Oxosynthese ohne eine andere Behandlung wieder zugeführt werden können.
  • Die Verwendung von Buttersäuren ist bei der Entfernung des Kobalts aus der durch Hydroformylierung von Propylen erhaltenen rohen Mischung besonders geeignet, da eine merkliche Menge dieser Säuren (der Bildung während der Synthese auf Nebenreaktionen zurückgeführt werden kann) stets in der Reaktionsflüssigkeit vorliegt.
  • In diesem Fall wird das Kobalt hauptsächlich in Form von Kobaltbutyrat gewonnen, das in den Oxoverbindungen unlöslich ist und so wie es ist, erneut zugeführt werden kann.
  • Die Verwendung von Säuren mit 8 Kohlenstoffatomen bei der thermischen Entfernung des Kobalts ermöglicht die Entfernung des Kobalts in Form des Kobaltoctoats, das in den Oxoverbindungen löslich ist.
  • Im besonderen ist es auf der Grundlage der Löslichkeit des Kobaltoctoats in organischen Flüssigkeiten und speziell in den Nebenprodukten der Oxosynthese bis zu einem Gewichtsverhältnis von 2:1 möglich, eine Kobaltoctoatlösung von dem gesamten Syntheserohprodukt abzutrennen und unmittelbar der Oxosynthese wieder zuzuführen.
  • Hinsichtlich der Zusammensetzung der Oxosynthesemischung mit Kobaltkatalysator wurde festgestellt, daß der thermische Zerfall des in der Flüssigkeit gelösten Kobaltcarbonyls, die von der Hydroformylierung des Propylens stammt, wegen des Vorhandenseins verschiedener organischer Säuren als Nebenprodukte im wesentlichen zur Bildung der entsprechenden Kobaltsalze führt.
  • Von diesen Säuren sind Ameisensäure und Buttersäuren (iso- und normal) im allgemeinen in Konzentrationen von 2 bis 3 g/l bzw. 10 bis 15 g/l vorhanden.
  • Die eventuell im Rohprodukt vorhandenen anderen Säuren bestimmen sich nach dem Anion, das dem bei der Synthese als Promotor der Carbonyle verwendeten Kobaltsalze entspricht.
  • Beispielsweise wird bei der thermischen Entfernung des Kobalts aus einem Ameisensäure und Buttersäure enthaltenden Syntheserohprodukt eine Salzmischung erhalten, die aus Kobaltformiat, Kobaltbutyrat und geringen Mengen metallischem Kobalt besteht.
  • Die Bildung des metallischen Kobalts wird nicht durch die Zersetzungstemperatur und eine hohe Konzentration an Kobaltcarbonylen beeinflußt; die Bildung von Formiat wird im Gegenteil bei hohen Temperaturen begünstigt, verbunden mit einer entsprechenden Verringerung an Kobaltbutyrat.
  • Es ist klar, daß die Zusammensetzung der gesamten, durch thermische Zersetzung der Carbonyle erhaltene Salzmischung von ausschlaggebender Wichtigkeit auf die Umsetzbarkeit jeder Komponente dieser Mischung zur Carbonylen ist.
  • Die inaktiven Komponenten sind mit Bezug auf die Carbonylierung das metallische Kobalt und das Kobaltformiat, während die aktiven Komponenten aus Kobaltbutyraten bestehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der thermischen Entfernung des Kobalts eine Salzmischung erhalten werden kann, die stets völlig aus Kobaltbutyrat besteht, wenn bei der Enfernung des Kobalts eine größere Menge Buttersäure zusätzlich zu der immer schon in der von der Hydroformylierung des Propylens stammenden Flüssigkeit verwendet wird.
  • Im besonderen wurde gefunden, daß bei Zusatz einer Buttersäuremenge von 30 gil zu der Reaktionsflüssigkeit die Bildung von Kobaltformiat auf nur kleine Mengen von nicht mehr als 3 0/o verringert wird.
  • Analog mit dieser Entfernung des Kobalts wurde außerdem festgestellt, daß es möglich ist, das in Form von Carbonylen in der Reaktionsflüssigkeit enthaltene Kobalt zurückzugewinnen, indem dieses völlig in das in den Oxoverbindungen lösliche 2-Äthylhexanat übergeführt wird, und zwar durch Einwirkung von 8 Kohlenstoffatome enthaltenden Säuren, die am thermischen Zerfall der Carbonyle teilnehmen.
  • Auch in diesem Fall soll die Menge der 8 Kohlenstoffatome enthaltenden Säuren beim Zugeben zu der Reaktionsflüssigkeit am Ende der Hydroformylierung mindestens 30 g/l betragen, um 98 0/o Kobalt in löslicher Form zurückzugewinnen.
  • Bei Mengen an C8-Säuren, die unter dieser Grenzkonzentration von 30 gel liegen, wird Kobalt nur teilweise zu löslichen Salzen umgesetzt, da wesentliche Mengen von festen Stoffen, wie Kobaltbutyrat, Kobalt formiat und geringe Mengen metallisches Kobalt, gleichzeitig gebildet werden.
  • Die Temperatur, bei der das Kobaltcarbonyl im löslichen Zustand im Rohprodukt, das von der Hydroformylierung kommt, mit den Fettsäuren behandelt wird, liegt zwischen 80 und 160"C; die thermische Behandlung erfolgt vorzugsweise 30 Minuten bei Atmosphärendruck.
  • Im Anschluß daran wurde gefunden, daß das Verfahren zur Entfernung von Kobalt durch Einwirkung von Säuren mit 4 Kohlenstoffatomen zur Rückgewinnung von Kobalt in Form einer Salzmischung führt, die aus 95°l0 Kobaltbutyrat und für den Rest aus kleinen Mengen Kobaltformiat sowie metallischem Kobalt besteht, während das Verfahren zur Entfernung von Kobalt mit C8-Säuren es ermöglicht, Kobalt zu 97,2 01o in Form von Kobaltoctoat zurückzugewinnen, das in den Oxosyntheseprodukten löslich ist; die Bildung einer festen Phase fehlt praktisch.
  • Beispiel 1 700 ccm Oxoverbindung aus der Hydroformylierung von Propylen mit 5,79 g Kobalt im löslichen Zustand als Kobaltcarbonyl werden in einen 1-l-Stahlautoklav gegeben. In dieser Mischung von Oxoverbindungen sind neben Butyraldehyden und Nebenprodukten der Synthese (Estern, Alkoholen, Acetalen und höheren Aldehyden) auch kleine Mengen Ameisensäure und Buttersäure in Konzentrationen aus 3 g/l bzw. 12 g/l vorhanden.
  • Zur gleichen Zeit werden 21 g Buttersäure zugegeben. Nach Entfernen der in dem freien Raum des Autoklavs enthaltenen Luft durch sorgfältiges Spülen mit einem Gas der Zusammensetzung CO : H2 = 1:1 wird der Druck auf 180 kg/cm2 erhöht, wobei das Gas folgende Zusammensetzung aufweist: CO2 = 1,6°/o, CO , V0, H2 47 47°/0, inerte +N2 = 6,00/,.
  • Der Inhalt des Autoklav wird dann mittels eines elektrischen, automatisch geregelten Ofens auf 1200C erwärmt; die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit wird mit einem Wärmefühler gemessen (i2°C).
  • Sobald diese Temperatur erreicht ist, wird der Druck auf Atmosphärendruck herabgesetzt und die Temperatur von 120"C 30 Minuten beibehalten.
  • Nach Abkühlen des Autoklavs wird der Inhalt entfernt, um quantitativ die feste Phase und die Reaktionsflüssigkeit zurückzugewinnen.
  • Die erhaltenen festen Produkte enthalten 950/, Kobaltbutyrat, 30/, Kobaltformiat und eine sehr geringe Menge von weniger als 20/0 metallisches Kobalt.
  • Beispiel 2 Entsprechend wie in Beispiell werden 700 ccm derselben Mischung von Oxoverbindungen, die 3,15 g Kobalt in löslicher Form als Kobaltcarbonyl und 10,5 g C8-Säuren (größtenteils 2-Äthylhexansäure) in den Autoklav gegeben.
  • Nach Entfernung des Kobalts, das bei 120"C in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise durchgeführt wurde, wurden die organische Phase und die gebildeten festen Produkte aus dem Autoklav entfernt.
  • Das in der organischen Phase als Kobaltoctoat gelöste Kobalt betrug 2,59 g entsprechend einer Rückgewinnung von 82,20% des in den Autoklav eingeführten Kobalts.
  • Das Kobalt, das in den gesamten Festsubstanzen enthalten war, betrug 0,54 g entsprechend einer Rückgewinnung von 140/0 des in den Autoklav eingeführten Kobalts.
  • Dieses Festprodukt hatte folgende Zusammensetzung: Kobaltbutyrat 660/,, Kobaltformiat 140/,, metallisches Kobalt 100/,.
  • Beispiel 3 Entsprechend wie in Beispiel 1 werden 700 com derselben Mischung von Oxoverbindungen, die 3,15 g Kobalt als Carbonyl und 21 g C8-Säuren enthalten, in den Autoklav gegeben.
  • Nach Entfernung des Kobalts, das bei 120°C in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise durchgeführt wurde, betrug die Menge des im löslichen Zustand in der organischen Phase als Kobaltoctoat enthaltenen Kobalts 3,06 g, entsprechend einer Rückgewinnung von 97,10/0 des in den Autoklav eingeführten Kobalts.
  • In diesem Fall war die Bildung von festen Substanzen auf vernachlässigbare Spuren verringert.
  • Beispiel 4 Die Aktivität der Carbonylierung der bei der thermischen Zersetzung der Kobaltcarbonyle gebildeten Kobaltsalze wurde wegen der Einwirkung von C4- oder C8-Säuren in der nachfolgenden Weise geprüft.
  • 9 g Kobalt als Kobaltsalz und 3 g vorgebildetes Kobaltoctocarbonyl, gelöst in einer kleinen Menge Toluol, wurden in einen 1-l-Schüttelautoklav gegeben, der durch einen automatisch geregelten elektrischen Ofen erhitzt wurde. Die Temperatur wurde mit einem Thermofühler (+2° C) und der Druck mit einem Präzisionsmanometer gemessen.
  • Das bei den folgenden Arbeitsgängen verwendete Gas hatte folgende Zusammensetzung: CO2 = 1,60/,, CO = 45,40/,, H2 470%, inerte + N2 = 6 60%.
  • Nach Zugabe von 500 ccm Toluol wurde der Autoklav geschlossen, wobei mehrere Spülungen mit dem Gas durchgeführt wurden, um die in dem freien Raum des Autoklav befindliche Luft zu entfernen.
  • Dann wurden 1 at Gas eingeleitet und die Temperatur auf 150"C erhöht. Bei dieser Temperatur wurde der Druck auf 200 at eingestellt, um die Carbonylierungsreaktion zu starten, während der der Druck konstant auf 200 at gehalten wurde, indem das Gas ersetzt wurde, sobald es sich verbrauchte.
  • Nach einer Stunde wurde die Reaktion abgebrochen.
  • Der Inhalt des Autoklav wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und das Gas entfernt.
  • Die Bestimmung der gebildeten Carbonyle (Dikobaltoctacarbonyle und Kobaltcarbonylwasserstoffe) erfolgte nach der gasvolumetrischen Methode von Stern b er g, H. W., Wand er, 1. und 0 r c h im, M., Annal. Chem., 24 (1952), S. 174.
  • Bei der Carbonylierung von Kobaltoctoat betrug die Umwandlung des Kobalts in Carbonyle 900/0; im Fall des Butyrats wurde gleichfalls eine Umwandlung in Carbonyle von 90 0/, erzielt.
  • Wasserfreies Kobaltformiat oder Monohydrat hat im Gegensatz dazu nur geringe Aktivität bei der Carbonylierung mit Umwandlung in das Carbonyl von 8 bis 10 0/,.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische mittels thermischer Behandlung bei Temperaturen zwischen 80 und 160"C in Gegenwart organischer aliphatischer Säuren, dadurch gekennz e i c h n e t, daß man in Abwesenheit von Wasser arbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die organische aliphatische Säure eine Säure mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen ist.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die organische allphatische Säure Buttersäure ist.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die organische aliphatische Säure 2-Äthylhexansäure ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die organische Säure der Mischung, aus der das Metall entfernt werden soll, in Mengen zugesetzt wird, die zwischen der stöchiometrischen Menge und einem Überschuß von 30001,, bezogen auf das in der Mischung vorhandene Metall, liegen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren innerhalb einer Zeit von nicht mehr als 60 Minuten durchgeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 879 985, 944 728.
    938 668, 1 048 271, 879 837.
DEM58867A 1962-11-15 1963-11-09 Verfahren zur Entmetallisierung der aus der Oxosynthese stammenden Reaktionsgemische Pending DE1237999B (de)

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