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Druckvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Druckvorrichtung für
die Übertragung eines Aufzeichnungsmaterials von einem hierfür vorgesehenen Träger
auf ein Belegmaterial durch Andrücken gegen ein Typenglied und bezieht sich insbesondere
auf die Übertragung von in einem Bindemittel befindlichen magnetischen Material
von seinem Träger auf das Belegmaterial. Die Vorrichtung kann in oder in Verbindung
mit einer Buchungs- oder ähnlichen Maschine verwendet werden und dient zum Bedrucken
von Schecks und ähnlichen Belegen mit Magnetschrift in Form stilisierter Zeichen
und Symbole, die von einer magnetischen Lesevorrichtung gelesen werden können.
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Bekannte Einrichtungen, in welchen das Aufzeichnungsmaterial und das
Belegmaterial zwischen einem Typenglied und einem Hammer eingelegt werden, welch
letzterer dazu dient, den Abdruck durch Aufschlagen auf das eingelegte Material
zu bewirken, haben sich als ungeeignet erwiesen, da die Übertragung einer datendarstellenden
Ablagerung aus magnetischem Material auf dem Belegmaterial nicht ausreichend und
auch gleichmäßig genug wird, wie es erforderlich ist, um das richtige Steuern einer
magnetischen Ablesevorrichtung durch die entstandene Aufzeichnung sicherzustellen.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Druckvorrichtung
zu schaffen, in welcher eine gleichmäßige datendarstellende Ablagerung aus Aufzeichnungsmaterial
von dem Träger auf das Belegmaterial übertragen wird, welche anschließend eine magnetische
Ablesevorrichtung auch richtig zu steuern vermag.
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Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer Druckvorrichtung
zur Verwendung in oder in Verbindung mit einer Buchungs- oder ähnlichen Maschine
zur Übertragung eines magnetischen Aufzeichnungsstoffes von einem hierfür vorgesehenen
Träger auf ein Belegmaterial durch Andrücken mittels eines Druckanschlagsgliedes
gegen ein Typenglied.
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Druckanschlagsglied
vorgesehene Fläche, die das über dem Aufzeichnungsstoffträger und dem Typenglied
befindliche Belegmaterial während eines Druckvorganges berührt, derart ausgebildet
ist, daß das genannte Druckanschlagsglied seitlich zu seiner Antriebsbahn über das
Belegmaterial reibt, wenn es in Anlage mit dem Belegmaterial kommt.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels
und der Zeichnungen erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teiles
einer Druckvorrichtung, Fig.2 eine Teilansicht der in Fig.1 gezeigten Druckvorrichtung,
Fig. 3 eine Vorderansicht der in Fig. 1 gezeigten Druckvorrichtung, Fig.4 eine Seitenansicht
einer Vorrichtung zum Rückstellen der Druckvorrichtung in ihre Ausgangslage.
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Die Druckvorrichtung weist eine Anzahl von auf einer Welle
61 gelagerten Typenrädern 60 (Fig. 1, 3 und 4) auf. Die Typenzeichen
eines jeden Typenrades 60 können beliebig unter der Steuerung eines verschieden
einstellbaren Gliedes (nicht gezeigt) in Druckstellung gebracht werden. Dieses verschieden
einstellbare Glied kann seinerseits durch Drücken einer Taste einer Buchungs- oder
ähnlichen Rechenmaschine, welche mit der Druckvorrichtung elektrisch verbunden ist,
gesteuert werden.
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Nachdem die Typenräder 60 während eines Arbeitsspieles der
Druckvorrichtung, welches z. B. durch eine Buchungsmaschine oder auch unabhängig
von einer derartigen Maschine eingeleitet werden kann, eingestellt wurden, wird
ein Ausrichteglied (nicht gezeigt) mit einem jeden der genannten Typenräder
60 in Anlage gebracht, um letztere während des Arbeitsspieles der Druckvorrichtung
in genauer Einstellage zu arretieren.
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Ein aus einem Material von großer Festigkeit, wie z. B. Polyäthyleneterephthalat,
hergestelltes Band 180
(Fig. 4) wird in bekannter Weise mit einem Aufzeichnungsmaterial
überzogen. Der Überzug aus Aufzeichnungsmaterial, im weiteren Verlauf der Beschreibung
auch als magnetischer Farbstoff bezeichnet, besteht aus einer Vielzahl dicht nebeneinanderliegender
Teilchen
von in einem Bindemittel befindlichen magnetischen Material,
welche mit bloßem Auge infolge ihrer Kleinheit und dichten Ablagerung praktisch
nicht zu sehen sind. Die genanten Teilchen lösen sich bei Druckanwendung sauber
für die Übertragung auf ein Belegmaterial von dem Band 180 ab.
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Das Band 180 (Fig. 4) wird schrittweise von einer Vorratsrolle
(nicht gezeigt) durch einen Aufzeichnungsmaterialtisch- 183; über die Typenräder
60 gefördert und zu einer Aufwickelspule (nicht gezeigt) geführt. Dieser Vorgang-
findet während eines jeden Arbeitsganges der Druckvoirichtung statt, so daß stets
vor Ingangsetzüng der genannten Druckvorrichtung ein unbenutzter Abschnitt des Bandes
180 den Typenrädern 60 gegenübersteht.
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Die Druckvorrichtung ist derart ausgebildet, daß, sobald ein Druckglied
auf ein in dem Aufzeichnungsmaterialtisch 183 über dem Band 180 und dem Typenrad
60 fest aufliegendes Belegmaterial 50 aufschlägt, dem genannten Druckglied eine
leichte Querbewegung in bezug auf seine Antriebsbahn erteilt wird. Durch diese leichte
Verschiebung des Druckgliedes quer über das Aufzeichnungsmaterial, das darunterliegende
Magnetfarbband und das Typenzeichen wird erreicht, daß der magnetische Farbstoff
auf das Belegmaterial 50
unter Reibwirkung aufgetragen wird. Diese Reibbewegung
gewährleistet die Übertragung einer ausreichenden und jeweils einheitlichen Menge
vollmagnetischem Material auf die dem Typenzeichen entsprechende Fläche, ungeachtet
jeglicher leichter Unregelmäßigkeiten der Oberfläche der Type oder des Druckgliedes.
Ferner ist das genannte Druckglied derart ausgebildet, daß es nach dem Aufschlag
auf dem Typenrad 60 kurz auf diesem verbleibt, denn es hat sich herausgestellt,
daß durch einen gewöhnlichen Abdruck keine einheitliche Übertragung des von dem
Band 180 getragenen magnetischen Farbstoffes auf das Belegmaterial erreicht wird:
Für jedes Typenrad 60 ist ein Druckglied 210 (Fig. 1) vorgesehen. Die Druckglieder
210 sind in einem Rahmen 211 verschiebbar gelagert und werden durch eine obere Stange
51 und eine untere Stange 52 in diesem Rahmen geführt. Zwischen der unteren Stange
52 und der Vorderkante des Druckgliedes 210 ist ein ausreichendes Spiel vorhanden,
um die Querbewegung des letzteren zu ermöglichen. Eine zwischen einem Fortsatz des
Druckgliedes 210 und einem Haken der Stange 52 eingespannte Feder 215 legt eine
an einem jeden Druckglied 210 ausgebildete Schulter 212 gegen eine von einem Joch
214 getragene Stange 213. Das Joch 214 ist auf einer Welle 216 befestigt, besteht
aus zwei Armen, zwischen denen sich die Stange 213 erstreckt, und weist eine Stange
217 auf, welche sich in Anlage mit zwei lose auf der Welle 216 sitzenden Platten
218 befindet. Eine an jeder Platte 218 eingehängte Feder 219 drückt die genannten
Platten gegen die Stange 217. An den Platten 218 sind nach hinten gerichtete Finger
220 ausgebildet, zwischen denen eine Stange 221 angebracht ist. Die Stange 221 liegt
in einer Gabelung eines auf einer Welle 151 drehbar gelagerten nockengesteuerten
Armes 222. Am oberen Ende des Armes 222 ist eine Rolle 223 gelagert, welche durch
eine Feder 225 gegen einen Nocken 224 gelegt wird. Der Nocken 224 ist auf einer
Nockenwelle 56 verstiftet, welche bei jedem Arbeitsspiel der Druckvorrichtung im
Uhrzeigersinn gedreht wird. An dem Nockengesteuerten Arm 222 ist ferner eine Abbiegung
226 vorgesehen, die zu bestimmten Zeitpunkten, wie anschließend noch beschrieben
wird, den Umfang des Nockens 224 berührt.
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Jede Platte 218 besitzt einen nach oben gerichteten Finger 230. Auf
jedem dieser Finger 230 liegt ein auf einer Welle 232 drehbar gelagerter Arm 231.
Die Arme 231(vgl. Fig. 2) sind durch einen Bügel 233 miteinander verbunden. Eine
zwischen einem jeden Arm 231 und einem im Maschinenrahmen befestigten Bolzen 235
eingespannte Feder 234 legt die Arme 231 gegen die Finger 230. Auf der Welle 232
sitzen ferner drehbeweglich und in gleichem Abstand voneinander (s. Fig. 3) angeordnet
Hämmer 236, und zwar ist jeweils einer für ein Typenrad 60 vorgesehen. Jeder Hammer
236 weist eine Einlage 237 auf, welche ihrerseits in nachgiebigem Material 238,
z. B. Gummi, eingebettet ist. Der Gummi 238 hat die Aufgabe, die Andruckzeit zu
verlängern, um eine bessere Übertragung von magnetischem Farbstoff auf das Belegmaterial
50 zu erhalten. Versuche haben ergeben, daß durch einen kurzen Aufschlag des Hammers
nicht ausreichend magnetischer Farbstoff übertragen wird, um brauchbare Abdrücke
zu erhalten. Es sind vier Faktoren, die zur Erzielung eines zufriedenstellenden,
für Verwendung in einer Ablesevorrichtung geeigneten Druckes zu berücksichtigen
sind: 1. Das Hammergewicht als solches, welches durch richtige Dimensionierung des
Hammerkopfes 236 erzielt wird.
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2. Die durch die Feder 234 ausgeübte Kraft. 3. Die Geschwindigkeit
des Hammers 236. 4. Die Elastizität der Gummieinlage 238.
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Sobald diese vier Faktoren richtig ausgeglichen sind, findet ein zufriedenstellender
Abdruck statt.
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Wenn sich die Nockenwelle 56 im Uhrzeigersinn dreht, arbeitet der
Nocken 224 mit der Rolle 223 zusammen. Kurz vor dem Zeitpunkt des Abdruckes fällt
die Rolle 223 in einen tiefen Abschnitt 239 (Fig.1) des Nockens 224 ein. Zur gleichen
Zeit gleitet die Abbiegung 226 auf dem Umfang des Nockens 224, und sobald der tiefe
Abschnitt 239 der Abbiegung 226 gegenübersteht, zieht die Feder 225 den Arm 222
im Uhrzeigersinn. Der Arm 222 bewirkt nun über die zwei Platten 218 und die Stange
221, daß sich das Joch 214 im Gegenzeigersinn dreht, dadurch die Stange 213 abwärts
bewegt und die Druckglieder 210 dem Einfluß der Federn 215 aussetzt. Zur gleichen
Zeit werden die Finger 230 der Platten 218 von den Armen 231 des Hammerantriebsjoches
entfernt. Nun drehen die starken Federn 234 über den Bügel 233 die Hämmer 236 im
Gegenzeigersinn und schlagen die Einlagen 237 gegen die Druckglieder 210, so daß
sich letztere nach unten bewegen und auf die Typenräder 60 aufschlagen. Das untere
Ende eines jeden Druckgliedes 210 ist bei 240 etwas abgeschrägt. Wenn daher die
Druckglieder 210 auf das eingelegte Belegmaterial 50 treffen, wird das untere Ende
des Druckgliedes 210 infolge der Abschrägung 240 seitlich um ein kleines Ausmaß
im Rahmen 211 verschoben. Diese seitliche Bewegung bewirkt ein Reiben auf dem Belegmaterial
50, und ganz geringe Verschiebungen des Druckgliedes gegenüber der Type bzw.
dem Farbband, um den magnetischen Farbstoff von dem zwischen dem Belegmaterial 50
und den Typenrädern 60 eingelegten Band 180 in ausreichendem Maße auf das genannte
Belegmaterial 50 zu übertragen. Hinzu kommt noch, wie bereits erwähnt, daß die Zeitspanne
des Andruckes verzögert wird, wodurch eine gute Übertragung von magnetischemFarbstoff
erreichtwird.
Nachdem die Farbstoffübertragung stattgefunden hat,
werden die Hämmer 236 durch eine Stange 245 (Fig. 1 und 4), die ihrerseits im oberen
Ende zweier auf der Welle 232 befestigter Arme 246 angebracht ist, in ihre Normalstellung
zurückgestellt. Auf der Welle 232 ist ferner ein Ritzel247 befestigt, welches
mit einem auf einer Welle 251 verstifteten Zahnsegment 249 kämmt. Ein gleiches Ritzel,
welches im Eingriff mit einem Zahnsegment 250 steht, ist auf dem gegenüberliegenden
Ende der Welle 232 befestigt. Das Zahnsegment 250 ist ebenfalls auf der Welle 251
verstiftet. Eine Feder 252 sucht die Segmente 249 und 250 im Uhrzeigersinn zu drehen.
Diese Bewegung wird jedoch normalerweise durch eine an dem Zahnsegment 250 vorgesehene
Rolle 253, welche an dem oberen Ende eines Armes 254 anliegt, verhindert. Auf dem
Arm 254 ist eine mit einem Nocken 256 zusammenarbeitende Rolle 255 angebracht. Der
Nocken 256 ist auf der Nockenwelle 56 verstiftet, und der Arm 254 lagert drehbar
auf einer Welle 151. Die Feder 252 zieht den Stift 253 gegen das obere Ende des
Armes 254, wodurch die Rolle 255 in Anlage mit dem Nocken 256 gehalten wird. Bei
einer Drehbewegung des Nockens 256 können sich der Arm 254 und die Zahnsegmente
249 und 250 im Uhrzeigersinn drehen und die Ritzel 247 im Gegenzeigersinn antreiben,
wodurch auch die Stange 245 im Gegenzeigersinn verschwenkt wird und die Hämmer 236
freigegeben werden. Nachdem die Hämmer 236 ihren Druckarbeitsgang ausgeführt haben,
ändert der Nocken 256 die Drehrichtung des Armes 254, verschwenkt dadurch die Zahnsegmente
249 und 250 im Gegenzeigersinn und dreht die Arme 246 und die Stange 245 im Uhrzeigersinn
zurück in. ihre Ausgangslage. Hierbei legt sich die Stange 245 gegen die Arme der
Hämmer 236, stellt diese entgegen dem Zug der Federn 243 zurück. Zur gleichen Zeit
werden auch die Druckglieder 210 über das Joch 214 in ihre Ausgangslage zurückgebracht.
Bei der Rückkehrbewegung der Hämmer 236 schieben sich die Finger 230 der Platten
218 unter den Armen 231, um die genannten Hämmer 236 in ihren Ausgangsstellungen
zu halten.