DE11269C - -Regulator - Google Patents
-RegulatorInfo
- Publication number
- DE11269C DE11269C DENDAT11269D DE11269DA DE11269C DE 11269 C DE11269 C DE 11269C DE NDAT11269 D DENDAT11269 D DE NDAT11269D DE 11269D A DE11269D A DE 11269DA DE 11269 C DE11269 C DE 11269C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- weights
- regulator
- parallelogram
- lever
- construction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
Description
1880.
Klasse 60.
EHRHARDT & SEHMER in MALSTATT-SAARBRÜCKEN.
Regulator.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1880 ab.
Eine schematische Darstellung des Regulators in seinen beiden äufsersten Stellungen geben
die Fig. 1 und 2.
Die Bezeichnungen haben folgende Bedeutung: A Dampfmaschinenaxe, S Scheibe auf derselben,
e e verschiebbares Excenter, h Kurbelzapfen zu demselben, h b0 Drehaxen des Gestänges, d d0 g
Hebel auf denselben, d dof Verbindungsstangen des Parallelogramms,, gg Gewichte auf den
Hebeln, G G Hauptgewichte mit den Blattfedern F, auf den Stangen d dof reitend,
ζ ζ Zugstangen zwischen den Blattfedern, CFliehkräfte der Gewichte G, c Fliehkräfte der Gewichte
g, 9ΐ und Q Halbmesser der umlaufenden
Gewichtsmassen, r und q theoretische Hebelarme, w Wirkung der Fliehkraft c auf den Gelenkpunkt
da im Sinne parallel mit der Richtung
der Fliehkraft C.
Auf der Dampfmaschinenaxe festgekeilt sitzt die Scheibe S. Diese trägt auf der Rückseite
ein Kreisexcenter e e, welches in der Richtung e e verschiebbar ist. Die Verschiebung geschieht
durch den Regulator, und zwar durch die Drehaxe b mittelst des Kurbelzapfens h. Sowohl
die Drehaxe b als auch die zugehörige Leeraxe b0 durchdringen die Scheibe S und tragen
auf der vorderen Seite derselben die Hebelarme d d0 g. Die Gelenkpunkte d d0 und d d0
derselben sind verbunden durch die gebogenen, aber in sich starren Verbindungsstangen dd0/,
welche über die Gelenkpunkte d0 hinaus verlängert
sind und mittelst der Endgelenke / die Gewichte G tragen.
Diese Gewichte G sind durchsetzt und fest verbunden mit den zusammengesetzten Blattfedern
F, deren Enden durch Gelenke mittelst der Zugstangen ζ mit einander in Verbindung
stehen. Die Längen der Zugstangen 2 sind durch Gewindevorrichtungen veränderbar.
Die Hebel d d0 g sind über den Gelenkpunkt d0
hinaus bogenförmig verlängert und tragen die Gewichte g.
Die Hebel dbda und dbd0 in Verbindung
mit den Stangen dd0 f bilden ein Parallelogramm,
welches als solches die wesentliche Eigenschaft hat, dafs die Wirkung einer Kraft auf die, Gelenkpunkte.
oder vielmehr auf das ganze System unverändert bleibt, gleichviel an welchem Punkt
der starren Verbindungsstangen dieselbe anfafst.
Alle Kräfte, die auf den Endpunkt / einwirken, kann man nach Gröfse und Richtung
ohne weiteres nach d0 versetzt denken, ohne dafs dadurch in der Einwirkung dieser Kräfte
auf das Parallelogramm etwas geändert wird.
Die Erfinder bezeichnen dieses als eine wesentliche Eigenschaft ihrer Construction, indem sie
gestattet, dem Angriffspunkt/ des Gewichts G und der Blattfedern F innerhalb weiter Grenzen
beliebige Stellung zu den Gelenkpunkten d d0 zu geben, während die Wirkung doch dieselbe
bleibt, wie wenn der Angriff in d0 erfolgte.
Als fernere wichtige Eigentümlichkeit bezeichnen
dieselben die Verlängerung der Hebel d b d0 und d b0 d0 über :d0 hinaus nach g
hin und die Anordnung des Gewichts g auf dieser Hebelverlängerung. Diese Hebelverlängerungen
haben solche Form, dafs in der Ruhelage des Regulators, Fig. 1, das Gewicht g den
Gegengelenkpunkt d des Parallelogramms beinahe berührt. ■ '...-..
Diese Anordnungen haben den Zweck, dem Regulator einen beliebigen Grad von Energie
in Verbindung mit einem beliebigen Grad von Empfindlichkeit oder Beweglichkeit geben zu
können. .
Die Energie hängt ab von der Gröfse der Spannungen in den Blattfedern und von der
Gröfse der Gewichte G'und g bezw. von der Gröfse der wirksamen Fliehkräfte.
Die Beweglichkeit wird regulirt durch die Stellung der Gewichte g; hauptsächlich wird
dieselbe jedoch bestimmt durch die Wahl eines bestimmten Massenverhältnisses zwischen den
Gewichten G und ^g.
Die Federspannungen greifen an in den Gelenkpunkten f in der radialen Richtung f A
oder auch im Gelenkpunkt v/0 in paralleler
Richtung zu f A wirkend.
Die Summe der Wirkungen der Fliehkräfte von G und g mufs nun stets mit dieser Federspannung
im Gleichgewicht sein.
Die Fliehkraft C des Gewichts G einschliefs-'
lieh des Federgewichts greift' gleichfalls radial
in/ an, der Federspannung direct entgegengesetzt. ■" '■' ;' '
Für η Umdrehungen pro Minute ist diese Fliehkraft
C= 0,11185
IOO
G (s. Fig. 1).
Die Fliehkraft von g ist:
C = O.11185 O
1 ΤΛ/
g-
Die Wirkung w dieser Fliehkraft c auf den
Punkt da oder f in der Richtimg f A, also direct
der Federspannung entgegen, ist:
X
w = c — (s. Fig. 1) oder
«2 r
W = 0,11185 P g
.
100 q
Es mufs nun die Federspannimg S= C+w oder
"I. S= Ο,··ΐΐΐ85 I 9Ϊ ö + ^ „
■ ■ . loo V q
Mit wachsender Umlaufzahl nehmen nun die Fliehkräfte zu, und die Blattfedern werden stärker
gebogen, wodurch ihre Spannung zunimmt. Zugleich wachsen 9Ϊ und Q sowohl als auch —.
Fig. 2 stellt den gröfsten Ausschlag des Regulators für die Umlaufzahl n' dar. Die Federspannung
S' ist gröfser geworden als S, und die Gleichgewichtsbedingung heifst:
I sein.
Die Gröfsen der Federspannungen S und S' bestimmen die Energie des Regulators und
hängen ab von der Stärke und Construction der Blattfedern. Jeder Verschiebung des Parallelogramms
entspricht aber eine bestimmte Veränderung der Gröfse dieser Federspannung.
Die Beweglichkeit hängt ab vom gröfseren oder geringeren Unterschied der Umdrehungszahlen
η und n' in den Gleichungen 1 und 2.
In Gleichung 1 ist die Federspannung S als bekannt zu betrachten. Dann ergiebt sich S'
als Function der Federconstruction und der Durchbiegungsgröfse, die der gröfsten Excenterverschiebung
entspricht. Beide Gröfsen S und S' können sowohl durch Rechnung als auch durch
Probiren an der Blattfeder bestimmt werden und sind sonach in den beiden Bedingungsgleichungen ι und .2 als bekannte Gröfsen zu
behandeln.
Die Umlaufzahlen η und n' werden nach Bedarf
und im Sinne des angestrebten Zweckes der Gonstruction angenommen. Sie können beliebig nahe zusammengerückt werden, doch
wird die Praxis mindestens 3 pCt. Unterschied für die extremen Regulatorlagen verlangen. 9t ρ χ
und q ergeben sich aus der Zeichnung, Fig. i> durch directes Abmessen, ebenso 9ΐ' ρ' r' und q'
aus Fig. 2.
Somit haben wir nur noch zwei Unbekannte in den beiden Gleichungen; es sind dieses g
und G.
Die beiden Gewichte g und G können also so berechnet werden, dafs die Gleichungen 1
und 2 jedem beliebigen η und n' entsprechen, dafs also der Regulator einen ganz beliebigen
Grad von Beweglichkeit erhält.
Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen die Construction des Regulators. Form und Construction der
Gewichte g und G sind unwesentlich. Dieselben können ihrer Masse nach veränderlich gemacht
sein durch Anschrauben oder Abnehmen einzelner Stücke oder durch Hohlräume, welche
mehr oder weniger mit schwerer Masse ausgefüllt werden. Ebenso kann ein Theil der
Masse G radial verschiebbar gemacht und g auf seinem Hebel verstellbar angeordnet werden.
Das letzte genaue Einstellen auf eine bestimmte Umlaufzahl erfolgt durch Verstellen der
Zugstangenlängen sz.
Es ist unwesentlich, ob die Verbindungsstangen d daf gebogene, gebrochene oder gerade
Form haben. Wesentlich ist nur die Möglichkeit der freien Verfügung über die Lage des
Punktes f, an welchem das Gewicht G und die Federspannungen angreifen.
Ebenso ist es unwesentlich, ob das Gewicht g auf einer Verlängerung des Hebels d b d0 sitzt
oder auf einem besonderen Hebel, welcher mit der Drehaxe b und somit auch mit den Parallelogrammgelenken
d d0 in starrem Zusammenhange steht.
Wesentlich ist nur die Anordnung dieses Gewichts in der Weise und in solcher Stellung
zu b b0 und den Punkten /, dafs dadurch beliebige
Beweglichkeitsgrade erzielt werdenkönnen.'
Claims (2)
1. Die Construction des Parallelogramms, welches die Eigenthümlichkeit hat, dafs jedesmal
ein Hebel verlängert und gebogen ist, und dafs die Verbindungsstangen auch jedesmal
an einem Ende über die Gelenkpunkte hinaus verlängert sind.
2. Die Anwendung und Anordnung der vier Schwunggewichte, von welchen zwei mit den
Federn verbunden auf den verlängerten Verbindungsstangen eingelenkt sind und zwei
auf den verlängerten Hebeln des Parallelogramms sitzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11269C true DE11269C (de) |
Family
ID=288538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11269D Active DE11269C (de) | -Regulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE11269C (de) |
-
0
- DE DENDAT11269D patent/DE11269C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2839300C2 (de) | Krafttrainingsgerät | |
| DE11269C (de) | -Regulator | |
| DE2417728B1 (de) | Federstütze mit gleichbleibender StUtzkraft | |
| CH620995A5 (de) | ||
| DE2053501A1 (de) | Fahrzeugsitz mit elastisch gelager ter Sitzflache | |
| DE2826412C2 (de) | Schaftzug für eine Webmaschine | |
| DE150632C (de) | ||
| DE54454C (de) | Präcisionssteuerung für Kraftmaschinen | |
| AT343180B (de) | Hubfederanordnung fur halbscherenstromabnehmer | |
| DE18317C (de) | Reibradergetriebe mit veränderlichem Uebertragungsverhältnifs | |
| DE107642C (de) | ||
| DE168862C (de) | ||
| DE36035C (de) | Einrichtungen an Dampfmaschinen-Steuerungen zur Erzielung gleicher Füllungen auf beiden Kolbenseiten | |
| DE46801C (de) | Dynamometrischer Dampfmaschinen-Regulator | |
| DE277656C (de) | ||
| DE59644C (de) | Achsenregulator | |
| DE65041C (de) | Achsenregulator | |
| DE57797C (de) | Einrichtung zum Anspannen der Kettenfäden in Webstühlen | |
| DE90090C (de) | ||
| DE86233C (de) | ||
| DE475670C (de) | Zwanglaeufige Kniegelenksteuerung fuer doppeltwirkende Dampfmaschinen | |
| DE7347C (de) | Präzisions - Ventil - Steuerung für Dampfmaschinen | |
| DE187500C (de) | ||
| DE58952C (de) | Direkt wirkende Dampfmaschine | |
| DE9918C (de) | Verbesserungen an einer Abstellvorrichtung zum gleichzeitigen Entlasten der Hebelachsen, wie zum Arretiren des Waagebalkens und der auf den vier Ecken festauflagernden Brücke, an Dezimai-Brückenwaagen |