DE59644C - Achsenregulator - Google Patents

Achsenregulator

Info

Publication number
DE59644C
DE59644C DENDAT59644D DE59644DA DE59644C DE 59644 C DE59644 C DE 59644C DE NDAT59644 D DENDAT59644 D DE NDAT59644D DE 59644D A DE59644D A DE 59644DA DE 59644 C DE59644 C DE 59644C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
eccentric
pendulum
weight
regulator
flywheel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59644D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. DEISSLER in Treptow bei Berlin, Elsenstr
Publication of DE59644C publication Critical patent/DE59644C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/08Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENtAMt
Dieser in der · Zeichnung in mehreren Ausführungsformen dargestellte Regulator gehört zu der Klasse der Achsen bezw. Schwungradregulatoren und ist dadurch gekennzeichnet, dafs ein einarmiger, frei um seinen Drehpunkt schwingender Hebel an einem Ende durch Gewicht und Feder, welche nach entgegengesetzten Richtungen wirken, beeinflufst wird. Dieser nur an einem Punkte durch Federbezw. Gewichtswirkung beeinflufste Hebel gestattet eine directe Aufnahme der Gewichtskraft durch die Federkraft ohne jedes Zwischenglied; er ergiebt ferner eine äufserst einfache Anordnung der übrigen, den Regulator bildenden Elemente, und es wird bei demselben durch ein Excenter sowohl eine Veränderung in der Voreilung des Excenters wie eine Verkürzung bezw. Verlängerung des Excenters gleichzeitig herbeigeführt.
Gewöhnlich nimmt man, um beides, Voreilungs- und Hubveränderung, zu erzielen, zwei auf einander sitzende Excenter, wie z. B. bei dem bekannten Pro 11'sehen Schwungradregulator, von welchem sich die vorliegende Neuerung noch dadurch auszeichnet, dafs die zu Anfang erwähnte directe Aufnahme der Fliehkraft des Gewichtes (Pendel) durch die Federkraft bewirkt wird, eine Anordnung, welche den Gang des Regulators erleichtert und zu einem sicheren macht, weil sie vor allen Dingen eine Belastung des Pendeldrehpunktes, an welchem das Gewicht hängt, fast vollkommen ausschliefst und so die Empfindlichkeit des Regulators vermehrt.
Die verschiedenen in der Zeichnung dargestellten Formen unterscheiden sich in der Anordnung und Wirkungsweise der den Regulator bildenden Elemente in keiner Weise, sondern sollen nur zeigen, dafs man den Weg für diese Veränderung der Excentricität in Verbindung mit der Veränderung der Voreilung beliebig gerade oder im Bogen durch Umconstruirung bestimmen und vorschreiben kann, sowie dafs man mehrere solcher Pendel unter beliebigem Winkel mit einander verbinden kann.
Fig. ι zeigt die einfache Anordnung, s ist das auf der Achse f festgekeilte Schwungrad, an welchem im Punkte α das Pendelgewicht g mittelst des Armes b befestigt ist. Die Feder m stützt sich einerseits gegen dieses Gewicht, andererseits gegen das Schwungrad s. Mit dem Pendelarm b fest verbunden · ist die Gelenkstange c, an welcher im Zapfen e die Gelenkstange IdI1 hängt, die durch die im Punkt ν anfassende Gelenkstange cl wieder am Schwungrad s gelenkig drehbar befestigt ist. Auf dem Ring d der Gelenkstange IdI1, die mit der Welle f in keinem Zusammenhange steht, sitzt in bekannter Weise das Excenter yv, an dem die Excenterstange I anfafst; dies ist in der Zeichnung Fig. 1 nur punktirt angedeutet.
Wird beim Rotiren der Achse / und des Schwungrades s das mitrotirende Pendel b g durch die Fliehkraft nach auswärts bewegt und der Widerstand der Feder m überwunden, so bewegt sich die ,Gelenkstange c mit ihrem
Punkte e beispielsweise nach e1 und es wird gleichzeitig der Aufhängungspunkt ν die Stellung im Punkte v1 einnehmen müssen, wobei der Mittelpunkt ο des Ringes d, auf welchem das Excenter w mit Excenterstange t sitzt und angreift, nach dem Punkte o1 verlegt wird. Die Excentricität, welche bei der Ruhelage des Regulators die Gröfse von f-o besafs, ist durch diese Bewegung auf die Entfernung von f o1 vermindert worden und gleichzeitig hat eine Veränderung der Voreilung um einen Winkel stattgefunden, der durch die von o1 und ο nach dem Mittelpunkt' der Achse f gehenden Linien eingeschlossen wird.
Je nach Ausschlag des Pendels, also je nach der Tourenzahl der Maschine wird also Gröfse der Excentricität und Voreilung sich ändern, und das sind die Bedingungen für die Regelung des Dampfzutrittes zur Maschine, welche hier durch ein Excenter erfüllt werden können, und zwar ist der Weg, in welchem diese Excentriritäts- und Voreilungsveränderung stattfindet, in Fig. ι angenähert eine gerade Linie o-o1.
Erweist es sich wünschenswerth, diesen Weg als Bogen verlaufen zu lassen, so kann auch dies ohne Aenderung der Wirkungsweise des Regulators erfolgen, indem, wie in Fig. 2 dargestellt, die Zugstangen cc1 nicht nach entgegengesetzten Seiten, sondern nach derselben Seite hin zeigen und dort die Gelenkstange IdI1 angreifen. Es ist dies der Hauptunterschied der Modification 2, bei welcher nur noch durch eine geringe Winkelveränderung in der Lage des Pendels gezeigt ist, dafs es durchaus nicht Bedingung ist, dafs dieses Pendel senkrecht auf den an einem Ende frei schwingenden und an dem anderen Ende durch Gewicht und Feder beeinflufsten Körper Idf ausschwingt. Hier ist ο ο1 ebenfalls der Weg, auf welchem sich Excentricität und Voreilung ändern.
In der Modification Fig. 3 ist dargestellt, dafs man auch Pendel mit einander kuppeln kann. Die Wirkung dieser gekuppelten Pendel ist einzeln für sich und in ihrer Aufeinanderwirkung genau dieselbe, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Es sind die betreffenden Theile des zweiten federbelasteten Pendels mit den entsprechenden grofsen Buchstaben bezeichnet, und es ist. nur der Unterschied vorhanden, dafs der Hebelarm C durch Kuppelstange k mit einem besonderen Hebelarm ρ verbunden ist, welch letzterer fest mit dem Pendel g b in Verbindung steht. Hier ist der Weg 0 o1, auf dem die Verschiebung der Excentricität und Veränderung des Voreilungswinkels stattfindet, ein Kreisbogen von einem Radius, welcher bei gleicher Länge von c und c1 mit diesen gleich lang ist.
Dieselbe Kupplung und Verwendung zweier Federn und zweier Pendelgewichte zeigt Fig. 4; sie dienen aber hier zur Bewegung zweier gegen einander versetzter Excenter d D. Auch hier sind die Elemente der einen Regulatorha'lfte mit kleinen Buchstaben, die der anderen Hälfte mit grofsen Buchstaben bezeichnet; die Bezeichnung ist genau wie in Fig. 1. Hierzu kommen nur noch die eine Parallelogramm-Führung bildenden Kuppelstangen k1 k3 k2, von denen k1 fest mit Hebelarm c1 und k2 fest mit Hebelarm C verbunden ist. Ein solcher Doppelregulator kann durch seine zwei Excenter, die gleichzeitig im gleichen Sinne Excentricität und Voreilwinkel ändern, entweder die Dampfvertheilung zweier Cylinder oder die Dampfvertheilung zweier Seiten eines Cylinders oder blos den Dampfeinlafs für die beiden Seiten eines Cylinders besorgen.
In Fig.'5 ist eine Modification dargestellt, bei welcher der Angriffspunkt der Gelenkstange IdV- direct an den einarmigen Pendelarm b verlegt ist. Der Weg, auf welchem die Veränderung der Excentricität fortschreitet, ist für den punktirten Hebel c5 durch den nach auswärts gekehrten Bogen 0 ol gegeben. Wenn die in der Zeichnung Fig. 5 in ausgezogenen Linien dargestellte Einrichtung der Gelenkstange c1 benutzt wird, findet die Verschiebung des Excentermittelpunktes nahezu geradlinig statt, für punktirte jedoch auf dem nach einwärts gewölbten Bogen 0 o1. Der Weg des Excentermittelpunktes ist somit entweder eine angenäherte Gerade oder ein genauer oder angenäherter Kreisbogen, der seine convexe oder concave Seite dem Wellenmittel zukehrt.
In Fig. 6 ist dargestellt, dafs bei Verwendung zweier Pendelgewichte und zweier auf dieselben wirkender Federn auch die Federn geneigt zu einander stehen können; es ist dann nur das entsprechende Verbindungsglied /c4 zwischen Pendel g b und dem Hebelarm c, der fest mit Pendel bg verbunden ist, einzuschalten. An den Pendelarm b fafst direct der Körper IdP ebenso wie bei Fig. 5 an. Es können aber auch mehr als zwei Pendel in dieser Weise mit einander verbunden sein, wovon eines den Körper IdI1 angreift.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein auf der Schwungradwelle oder Steuerwelle sitzender Achsenregulator, gekenn-• zeichnet durch eine einerseits freischwingend aufgehängte Gelenkstange IdI1, die andererseits durch ein Gewichtspendel und eine letzterem entgegenwirkende Feder derart beeinflufst wird, dafs beim Ausschwingen des Gewichtspendels gleichzeitig eine Ver-
    kUrzung der excentrischen Stellung der als der Excenterscheibe dienenden Gelenkstange, wie eine Winkelverdrehung des Excentermittelpunktes zur Hauptachse stattfindet.
    2. Bei dem unter !.geschützten Achsenregulator: Die Verwendung zweier oder mehrerer, unter Federdruck stehenden Gewichtspendel, welche durch Verbindungsstange mit einander gekuppelt sind und beim Ausschwingen in demselben Sinne drehend und verschiebend auf die Excenterscheiben wirken.
    Die Verwendung zweier an demselben Schwungring s angehängten Achsenregulatoren von der unter i. geschützten Anordnung, welche derart mit einander gekuppelt sind, dafs beim Ausschwingen der beiden Gewichtspendel die beiden entsprechenden Excenterscheiben in demselben Sinne gedreht und verschoben werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59644D Achsenregulator Expired - Lifetime DE59644C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE59644C true DE59644C (de)

Family

ID=333846

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT59644D Expired - Lifetime DE59644C (de) Achsenregulator

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE59644C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE59644C (de) Achsenregulator
DE1005801B (de) Hubverstellung an Kurbeltriebwerken
DE868100C (de) Antriebsvorrichtung fuer den Stoffschieber
DE1058820B (de) Stichstelleinrichtung fuer Naehmaschinen
DE324970C (de) Verfahren zum Daempfen schwingender Bewegungen von Koerpern, insbesondere der Rollbewegungen von Schiffen
DE40350C (de) Zwangläufige Ventilsteuerung
DE11269C (de) -Regulator
DE425271C (de) Gewichtsausgleich fuer die Biegewange von Abkantmaschinen
DE118997C (de)
DE255577C (de)
DE268974C (de)
DE64364C (de) Vorrichtung zum Einstellen von Achsenregulatoren
DE117079C (de)
DE195782C (de)
DE681262C (de) Gewichtsausgleichvorrichtung an frei ausladenden Tragarmen fuer zahnaerztliche oder aehnliche Geraete
DE65041C (de) Achsenregulator
DE37755C (de) Coulissensteuerung mit nur einem Excenter, bezw. dessen Ersatz
DE181890C (de)
DE57993C (de) Stellvorrichtung für die Federn von Achsenregulatoren
DE57034C (de) Regulirvorrichtung mit Achsenregulator
DE51380C (de) Kurvenlokomotive ohne feste Treibachse
DE443398C (de) Vorrichtung zum Bewegen der Druckzylindergreifer bei Druckmaschinen
DE54454C (de) Präcisionssteuerung für Kraftmaschinen
DE123633C (de)
DE151456C (de)