DE1109933B - Anbauvorrichtung zum Ankuppeln von Anbaugeraeten an mit einem Kraftheber ausgeruestete Ackerschlepper - Google Patents
Anbauvorrichtung zum Ankuppeln von Anbaugeraeten an mit einem Kraftheber ausgeruestete AckerschlepperInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dreipunktanbauvorrichtung zum Ankuppeln von Anbaugeräten
an mit einem Kraftheber ausgerüstete Ackerschlepper.
In dem Hauptpatent 1065 647 wird eine Dreipunktanbauvorrichtung
beschrieben, die sich dadurch auszeichnet, daß eine unmittelbare Verbindung von einem der unteren Lenker über die Hubarme des
Krafthebers zum anderen unteren Lenker besteht, so daß sich die unteren Lenker durch die Betätigung des
Krafthebers heben und senken, wobei sich aber auch jeder der unteren Lenker unabhängig von dieser Bewegung
gegenüber dem anderen unteren Lenker um ein begrenztes Maß heben oder senken kann. Die Anbauvorrichtung
nach dem Hauptpatent ist also mit einer Aufhängung für die unteren Lenker ausgerüstet,
die eine Differentialbewegung der unteren Lenker gestattet.
Der Gegenstand der Erfindung stellt eine Weiterentwicklung der Anbauvorrichtung nach dem Hauptpatent
dar. Der Weiterentwicklung lag die Aufgabe zugrunde, eine Anbauvorrichtung zu schaffen, die für
verschiedene Gebrauchszwecke benutzt werden kann. Sie soll sowohl für schmale Anbaugeräte, z. B. für
Pflüge, bei denen die unteren Lenker durch das normale Gestänge, als auch für breite Anbaugeräte, bei
denen die unteren Lenker durch ein Differentialgestänge unterstützt werden, verwendbar sein.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Konstruktion,
die ein einfaches und schnelles Umsehalten von einem Gebrauchszweck zum anderen gestattet.
Gemäß der Erfindung wird eine Dreipunktanbauvorrichtung zum Ankuppeln von Anbaugeräten an
mit einem Kraftheber ausgerüstete Ackerschlepper, welche Vorrichtung eine von dem Kraftheber getragene
Differentialaufhängung für die unteren Lenker
des Kupplungsgestänges aufweist, nach Patent 1 065 647 vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet,
daß die Aufhängung mit aus- und einfahrbaren Hubstangen ausgestattet ist, die über eine Verriegelung
zur Unterbindung des Aus- und Einfahrens festlegbar sind, so daß die Hubstangen als Streben
wirksam und die Differentialteile ausgeschaltet werden.
Weitere Kennzeichen und Merkmale des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der folgenden Beschreibung einer vorteilhaften, beispielsweisen Ausführungsform. Es
zeigt
Fig. 1 in Seitenansicht einen Schlepper, der mit einem Kupphingsgestänge und einem Anbaugerät
ausgerüstet ist,
Anbauvorrichtung
zum Ankuppeln von Anbaugeräten
zum Ankuppeln von Anbaugeräten
an mit einem Kraftheber
ausgerüstete Ackerschlepper
ausgerüstete Ackerschlepper
Zusatz zum Patent 1 065 647
Anmelder:
Massey-Ferguson Inc.,
Baltimore, Md. (V. St. A.)
Baltimore, Md. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Thieleke, Patentanwalt,
Braunschweig, Wendentorwall 1 a
Braunschweig, Wendentorwall 1 a
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. April 1959
V. St. v. Amerika vom 16. April 1959
Ernest Virden Bunting, Detroit, Mich. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des hinteren Schlepperendes und des Kupplungsgestänges,
Fig. 3 eine Teilansicht des Kupplungsgestänges,
Fig. 3 eine Teilansicht des Kupplungsgestänges,
Fig. 4 eine Einzelheit.
Der Kraftheber ist mit einer Querwelle 12 ausgerüstet und wird über Handhebel 13 gesteuert. Das
Schleppergehäuse weist Zapfen 15,16. auf, an denen die Seitenteile des Kupplungsgestänges, nämlich die
üblichen unteren Lenker 21, 22 angelenkt sind. Ein breites Anbaugerät ist bei 27 mit den Lenkern 21, 22
verbunden und weist einen Bodenbearbeitungskörper 24 und eine aufrecht stehende Säule 25 auf, die mit
der üblichen Zugkraftsteuerung über einen oberen Lenker 26 verbunden ist. Der Kraftheber enthält ein
Paar Hubarme 31, 32, die an der Welle 12 angeordnet sind und die Lenker 21, 22 über eine Aufhängung
tragen, die aus Hubstangen 41, 42 besteht. Die Hubstangen sind bei 33, 34 mit den Armen 31, 32 und
bei 43, 44 mit den unteren Lenkern verbunden.
Im normalen Betrieb, in dem die Hubstangen 41 aus- und eingefahren werden können, strebt infolge
der Einziehkraft des Bodens das Anbaugerät danach, um die Achse 27 zu verschwenken, so daß eine
Druckkraft über den oberen Lenker 26 der Zugkraftsteuerung aufgegeben wird, um die Arbeitstiefe des
Gerätes in dem Boden einzustellen.
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Für den Fall, daß breite Anbaugeräte benutzt werden, ist es vorteilhaft, wenn das Gerät seitlich schwenken
kann (z. B. um eine Längsachse), um der Bodenkontur zu folgen, während das Gewicht des Gerätes
trotzdem vom Schlepper getragen wird. Zu diesem Zweck ist eine Differentialaufhängung mit einer
Hilfsunterstützung vorgesehen, die eine Differentialbewegung der unteren Lenker gestattet. Die Hubstangen
41, 42 sind derart ausgebildet, daß sie ein- und ausgefahren werden können, während die Hilfsunterstützung
in Betrieb ist.
Die Hilfsunterstützung 50 weist ein Paar Glieder 51, 52 auf, die an Zapfen 33, 34 aufgehängt sind und
an ihren unteren Enden über ein Querhaupt 53 verbunden sind. Die Teile 51 bis 53 bilden zusammen
einen angenähert U-förmigen Seilträger. An den Enden des Querhauptes 53 sind um Zapfen 57, 58
drehbare Rollen 55, 56 angeordnet. Ein Seil 60 ist um die Rollen 55, 56 gezogen. An seinen Enden sind
Gabelstücke 61, 62 für die Verbindung mit den unteren Lenkern vorgesehen.
Sofern die Hubstangen 41, 42 verstellbar sind, können sich die unteren Lenker 21, 22 in einem begrenzten
Bereich frei auf-und abwärts zueinander bewegen. In diesem Betriebszustand wird das Gerät vom
Schlepper getragen, während es dennoch frei ist, seitlich in die eine oder die andere Richtung zu schwenken.
Die Bodenräder 59, die vorzugsweise an beiden Seiten des Gerätes angeordnet sind, laufen auf dem
Boden.
Wie im vorhergehenden schon ausgeführt wurde, können die Hubstangen ein- und ausfahrbar gestaltet
werden. Zu diesem Zweck ist jede Hubstange aus zwei Teilen zusammengesetzt, die teleskopartig gegeneinander
frei bewegt oder aber gegeneinander verriegelt werden können. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, besteht
die Hubstange 42 aus einer Stange 71 und einem zylindrischen Rohr 72. Eine Überschiebhülse
73 bildet einen Ausläufer der Stange 71 und ist in dem Rohr 72 gleitbar gelagert. Die Teile 71, 73 sind
über ein Gewinde bei 74 miteinander verbunden. Bei der anderen Hubstange 41 können die Teile 71 und
73 zusammengeschraubt oder aber einstückig sein. Jede Hubstange kann infolge der Teleskopverbindung
zwischen den Teilen 72 und 73 um einen begrenzten Betrag ein- oder ausgefahren werden, um den sich der
zugeordnete Lenker 22 hebt oder senkt. Um das Ausfahren der zwei Teleskopteile 71, 72 zu begrenzen, ist
die Hülse 73 mit einem Querbolzen 75 und das Rohr 72 mit einem Schlitz 76 ausgerüstet, in dem der Bolzen
hin- und herbewegt werden kann.
An dem oberen Teil des Schlitzes 76 sind Widerlager 77 vorgesehen, mit denen der Bolzen zusammenarbeitet,
sofern die Koppel eine vorher bestimmte Länge aufweist. In dieser Betriebslage können die
Koppeln Zugkräfte aufnehmen.
In dem Ausführungsbeispiel ist ein entfernbarer Verriegelungsbolzen vorgesehen, der in jede Hülse 73
eingeführt werden kann, so daß er den Schlitz 76 überspannt, damit die Teile 71, 72, wenn sie vollständig
ausgefahren sind, auch als Strebe dienen und Druckkräfte aufnehmen können. Der Verriegelungsbolzen dient sozusagen zur Versteifung der Hubstangen.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, wird der Verriegelungsbolzen 80 in fluchtende Bohrungen 81, die
in der Gabel 76 angebracht sind, eingeführt. Nach dem Einführen des Verriegelungsbolzens ist eine
Relativbewegung zwischen den Teilen 71, 72 in irgendeine Richtung nicht mehr möglich. Infolge der
teleskopartigen Überlappung des Rohres 72 sind die Hubstangen biegungssteif. Der Verriegelungsbolzen 80
kann klein dimensioniert sein, da die Hubstangen in der Hauptsache auf Zug beansprucht werden.
Zum Einführen des Verriegelungsbolzens 80 wird das Seil 60 zeitweise an einem Ende gelöst, und die
Hubarme werden angehoben, bis die Teleskopteile 71, 72 vollständig ausgefahren sind. In diesem Betriebszustand
werden die fluchtenden Bohrungen 81 nicht durch die Hülse 73 versperrt, so daß der Bolzen
von Hand aus eingeführt werden kann. Der Verriegelungsbolzen kann eng in die Bohrungen 81 eingepaßt
werden, da das Bolzenende die Bohrungen überragt, so daß er nach außen getrieben werden kann, wenn
eine Entriegelung notwendig ist.
Der Anschlagbolzen 75 ist derart konstruiert, daß er den Verriegelungsbolzen, sofern dieser aus den
Bohrungen 81 entfernt ist, aufnehmen kann. Zu diesem Zweck ist der Anschlagbolzen 75 hohl ausgebildet
und weist eine Bohrung 82 auf, die ein wenig größer ist als der Außendurchmesser des Verriegelungsbolzens.
Der Bolzen 80 ist mit einem Kopf 83 und einer kurzen Kette ausgerüstet, die dazu dient,
den Bolzen mit der Koppel zu verbinden.
Sofern ein Anbaugerät mittlerer Breite, z. B. ein Pflug, verwendet wird, wird der Verriegelungsbolzen
80 dem Anschlagbolzen 75 entnommen und in die Bohrungen 81 eingeführt. Sofern ein breites Anbaugerät,
z. B. ein Kultivator, verwendet wird, werden die Hubarme 31, 32 angehoben, so daß der Druck
von den Verriegelungsbolzen genommen wird und sie entfernt werden können.
Eine übliche Vorrichtung zur Einstellung der Höhenlage ist am oberen Ende der Hubstange 42 vorgesehen.
Diese Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 90, das ein Paar Kegelräder 91, 92, die von
Hand aus über einen Hebel 93 betätigt werden, umschließt. Bei der Betätigung des Hebels rotiert die
Stange, so daß sie verschraubt oder gelöst wird in bezug auf die Hülse 73. Hierdurch wird die Länge der
Hubstange geändert. Die Hubstange 41 braucht nicht einstellbar ausgebildet zu sein. Die Teile 71, 73 können
einstückig sein und die Teile 90 bis 93 fehlen.
Das Ausführungsbeispiel weist folgende Merkmale auf: Die Hubstangen 41, 42 sind unmittelbar mit den
äußeren Enden der üblichen Hubarme 31, 32 verbunden. Der Seilträger ist an denselben Zapfen 33,34 wie
die Hubstangen angelenkt. Um den Seilträger in Betrieb zu setzen, werden die Verriegelungsbolzen 80
einfach aus den Hubstangen entfernt. Die Seilträger brauchen nicht entfernt zu werden. Beide Aufhängungsmöglichkeiten
stehen dem Landarbeiter immer zur Verfügung. Da die Teile 41, 51 und 42, 52 dicht
Seite an Seite nebeneinanderliegen, ist für den Seilträger nur ein geringfügiger zusätzlicher Raum erforderlich.
Die Zapfen und die Einrichtungen einschließlich der äußeren Teile der Zugkraftsteuerung sind
am oberen Teil des hinteren Schleppergehäuses frei zugänglich.
Claims (9)
1. Dreipunktanbauvorrichtung zum Ankuppeln von Anbaugeräten an mit einem Kraftheber ausgerüstete
Ackerschlepper, welche Vorrichtung eine von dem Kraftheber getragene Differentialaufhängung
für die unteren Lenker des Kupplungsgestänges aufweist, nach Patent 1 065 647, da-
durch gekennzeichnet, daß die Aufhängung mit aus- und einfahrbaren Hubstangen (41, 42) ausgestattet
ist, die über eine Verriegelung (80, 81) zur Unterbindung des Aus- und Einfahrens festlegbar
sind, so daß die Hubstangen als Streben wirksam und die Differentialteile (51 bis 60) ausgeschaltet
werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubstangen (41, 42) teleskopartige
Teile (71,72) aufweisen. ίο
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung einen Bolzen
(80) aufweist, der in die Teleskopteile (71, 72) eingeführt werden kann.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubstangen (41, 42) bis zu einem durch hubstangenfeste Anschläge (75) begrenzten Maß ausfahrbar
sind, so daß im Betrieb der Differentialaufhängung (51 bis 60) die Relativbewegung der
unteren Lenker (21, 22) des Kupplungsgestänges entsprechend begrenzt ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der das Ausfahren
jeder Hubstange begrenzende Anschlag (75) ein durch ein Teleskopteil gezogener Bolzen ist, der
mit einem Widerlager (77) des anderen Teleskopteiles zusammenarbeitet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Hubstange bis zu einem
durch einen in einem Teleskopteil angeordneten Anschlag (75), der mit einem Widerlager des anderen
Teleskopteiles zusammenarbeitet, begrenzten Maß ausfahrbar ist, und daß die Verriegelung
aus einem derart durch die Teleskopteile (71, 72) legbaren Bolzen (80) besteht, daß der Anschlag
(75) gegen das Widerlager (77) gehalten wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagbolzen (75) hohl
ausgebildet und der Verriegelungsbolzen (80) derart dimensioniert ist, daß er bei Nichtgebrauch in
dem Bolzen (75) gelagert werden kann.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge
(41, 42) mit dem Kraftheber dieselben Schwenkverbindungen (33, 34) wie die Differentialaufhängung
(51 bis 60) hat.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Differentialaufhängung einen Rahmen aufweist, der aus schwenkbar mit dem Kraftheber (31, 32)
verbundenen Seitengliedern an gegenüberliegenden Enden der Seitenglieder gelagerten Seilrollen
(55, 56) und einem über die Rollen gezogenen Seil besteht, das an den Enden mit den Lenkern
(21, 22) des Kupplungsgestänges verbindbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 619/136 6.61
Applications Claiming Priority (1)
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| US616512A US2970654A (en) | 1956-10-17 | 1956-10-17 | Mounting mechanism for implements |
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