DE1064809B - Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen - Google Patents

Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen

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Publication number
DE1064809B
DE1064809B DESCH15459A DESC015459A DE1064809B DE 1064809 B DE1064809 B DE 1064809B DE SCH15459 A DESCH15459 A DE SCH15459A DE SC015459 A DESC015459 A DE SC015459A DE 1064809 B DE1064809 B DE 1064809B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
retouching
procedure
color
slide
original copies
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Pending
Application number
DESCH15459A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Schumacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
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Publication of DE1064809B publication Critical patent/DE1064809B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/02Colour separation; Correction of tonal value by retouching

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen Die Retusche von Kopiervorlagen, insbesondere von Durchsichtsbildern für das Tiefdruckverfahren, wurde bis jetzt so vorgenommen, daß durch partielles Auftragen von Lasurfarben mit dem Pinsel bestimmte Stellen dunkler oder dichter gemacht wurden. Dazu wurden möglichst neutralschwarze Anilinfarben verwendet. (Für die Negativretusche gelegentlich auch Neucoccin.) Sachgemäßes Auftragen dieser Farbe erfordert jedoch viel Zeit und Übung. Schon ein gleichmäßiges Antonen von kleinen Flächen erfordert vielfach, daß die Grenzen durch Schutzlacke geschützt werden müssen, was sich dann sehr zeitraubend auswirkt. Ferner ist es bekannt, am Negativ die »Aufhellende Retusche« durch Auftragen von Farbe vorzunehmen, so daß die dichter gemachten Stellen beim Kopieren weniger Licht durchließen und dadurch eine weniger intensive Schwärzung auf dem Diapositiv bewirkten.
  • i Eine Beeinflussung nach der anderen Seite hin, nämlich im Diapositiv bestimmte Stellen dunkler zu bekommen, konnte nach diesem Verfahren nicht erzielt werden. Das Dunklermachen bestimmter Stellen auf dem Diapositiv wurde wiederum durch Auftragen von Lasurfarbe mit dem Pinsel auf diesem selbst vorgenommen. Die Retusche dieser Art erfordert viel Geschick und Zeitaufwand. Das Hauptmerkmal dieser Arbeitsweise ist, daß mit Pinsel und Lasurfarbe am Negativ und Diapositiv bestimmte Bildpartien übermalt werden.
  • Aus der deutschen Patentschrift 466 112 ist es bekannt, photographische Aufsichtsbilder mit einem durchsichtigen Überzug zu versehen, dann diesen Überzug mit einer farbigen Grundierung zu bedecken und in die Aufsichtsbilder Licht und Schatten einzuarbeiten, indem man die Grundierung an den betreffenden Stellen entfernt oder indem man einen Farbstoff, der die Farbe des Grundtones besitzt, aufträgt.
  • Ferner werden nach. der deutschen Patentschrift 589581 solche Farbstoffe für die photographische Retusche eingesetzt, die auf Gelatine eine in den üblichen photographischen Bädern nicht entfärbbare Anfärbung ergeben und die durch nachträgliche Behandlung mit anderen Mitteln, wie z. B. angesäuerter Natriumhydrosulfitlösung, leicht wieder aufgehellt oder entfernt werden können. Mit diesen Farbstoffen kann somit eine Retusche der photographischen Bilder nur in einer Richtung, nämlich durch Abschwächen des Farbstoffes, erzielt werden.
  • Die Retuscheschichten der deutschen Patentschrift 838 687 sind mit dem Träger für die lichtempfindlichen Schichten fest verbunden und können durch chemische Behandlung in beliebiger Abstufung transparent gemacht werden. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen, insbesondere von Durchsichtsbildern für drucktechnische Zwecke, nach welchem die Kopiervorlagen mit gleichmäßig eingefärbten Schichten kombiniert werden, die durch geeignete Behandlungsbäder in ihrer Farbintensität sowohl geschwächt als auch verstärkt bzw. in ihrem Farbton verändert werden können, wobei als Behandlungsbäder saure oder alkalische Lösungen verwendet werden.
  • Die erfindungsgemäßen Farbstoffschichten .Herden erst mit den fertig entwickelten Bildschichten in Kontakt gebracht, so daß sich hierbei der Vorteil ergibt, daß für die Herstellung dieser Retuschefolien auch solche Farbstoffe eingesetzt werden können, die gegenüber Entwicklungsbädern nicht beständig sind. Ferner können bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besondere Effekte dadurch erzielt werden, daß mehrere Retuschefolien mit den Kopiervorlagen kombiniert werden. Auch werden zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens solche Retuschefolien eingesetzt, deren Anfärbungen sowohl abgeschwächt als auch verstärkt werden können. Ein weiterer Vorteil, der mit der Anwendung der vorliegenden Retuschefolien verbunden ist, besteht darin, daß diese Folien nach der Retusche nicht gewässert zu werden brauchen. Hierdurch ergibt sich eine sehr einfache und zeitsparende Verarbeitungsweise für die Folien.
  • Zur Einfärbung der Retuschefolien eignen sich beispielsweise Nitrophenole. Die Retuschefolien können sowohl ein- als auch beidseitig auf die Kopiervorlagen aufgelegt werden, wobei in letzterem Falle auf der einen Seite auch zwei übereinandergelegte Folien zur Anwendung gelangen können. Dadurch weist das in ganz bestimmtem Kontrastumfang gehaltene Negativ nun auf der einen Seite einen und auf der anderen Seite zwei Tonwerte auf, die gleichmäßig das ganze Bild überziehen. Das Negativ ist jetzt ohne eine Gradationsveränderung etwas dichter geworden. Nun kann mit der Retuschearbeit begonnen werden, nur braucht man jetzt keine Farbe mehr, sondern zwei verschieden wirkende Reagenzien. Das Arbeiten mit diesen Reagenzien erfordert im Gegensatz zur Anilinfarbe kein besonderes Geschick in der Pinsel- und Farbführung. Mit einem alkalischen Reagenz, z. B. verdünntem Ammoniak, wird nun die Retusche vorgenommen, und zwar nach den bisher üblichen Gesichtspunkten. Durch einfaches Überstreichen dieser Lösung intensiviert sich- die schon vorhandene Farbe augenblicklich, dies auf der einen Seite um einen, auf der anderen Seite um zwei und zusammen um drei Tonwerte. Diese sich von selbst ergebende Intensivierung erfüllt den gleichen Zweck wie das Übermalen mit Anilinfarbe, nur geht es bedeutend rascher und leichter. Der Retuscheur kann also nach Wunsch Bildpartien bis zu drei Tonwerten aufhellen. Mit der gleichen Leichtigkeit ist er aber auch bei dieser Methode noch in der Lage, der Diaretusche vorzugreifen. Auch hier stehen ihm wiederum drei Tonwerte zur Verfügung. Ebenfalls nur durch bloßes Überstreichen mit einer sauren Reagenzlösung, z. B. verdünntem Eisessig, kann er die vorhandene Farbe augenblicklich ausbleichen. Dies bewirkt eine größere Lichtdurchlässigkeit, und dadurch werden im Diapositiv diese Stellen dunkler.
  • Der Retuscheur kann also mit diesen zwei Reagenzlösungen die Tonwerte um je drei nach oben oder unten differenzieren. Ebenso kann er dieses Verhältnis nach Belieben nach beiden Richtungen hin verschieben, wenn der Photograph bei der Diaherstellung diesem Umstand Rechnung trägt. Eventuell noch nötige Anilinretusche (Verläufe) kann mit einiger Vorsicht sogar auf die Farbschicht oder auf einen nicht oder nur einseitig mit einer Farbschicht versebenen Aufleger gemacht werden.
  • Die manuelle Leichtigkeit dieses Verfahrens ist l:estechend und benötigt zum Teil nur noch einen Bruchteil des bisherigen Zeitaufwandes. Die Qualität ist bei guten Vorlagen sogar noch besser. Mit wenigen Ausnahmen ist das Verfahren im Ein-. Zwei- und Mehrfarbentiefdruck anwendbar. Den autotypischen Tiefdruck dürfte diese Methode sogar noch wesentlich erleichtern, da bei diesem Verfahren die Diaretusche nur eine untergeordnete Rolle spielt. Beim normalen Tiefdruck können auch die Diapositive in der erfindungsgemäßen Weise retuschiert werden, was dann die weitgehendste Ausschaltung der Negativretusche bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen, insbesondere von Durchsichtsbildern für drucktechnische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopiervorlagen mit gleichmäßig eingefärbten Schichten kombiniert werden, die durch geeignete Behandlungsbäder in ihrer Farbintensität sowohl geschwächt als auch verstärkt bzw. in ihrem Farbton verändert werden können, und daß als Behandlungsbäder saure oder alkalische Lösungen verwendet werden
DESCH15459A 1954-05-29 1954-05-29 Verfahren zum Retuschieren von Kopiervorlagen Pending DE1064809B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3212891A (en) * 1963-01-21 1965-10-19 Western Electric Co Method of correcting a half-tone print for reproduction

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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