DE104673C - - Google Patents
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- DE104673C DE104673C DENDAT104673D DE104673DA DE104673C DE 104673 C DE104673 C DE 104673C DE NDAT104673 D DENDAT104673 D DE NDAT104673D DE 104673D A DE104673D A DE 104673DA DE 104673 C DE104673 C DE 104673C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
- B28B3/02—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
- B28B3/027—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form using a bottom press ram actuated upwardly towards mould covers
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thonwaaren-, Stein-, Cementindüstrie.
ED. de SAINT-HUBERT in ORP-LE-GRAND. Ziegelpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Juni 1898 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Neuerung in der Handhabung von
Ziegelpressen zur Herstellung von Ziegeln gewöhnlicher Gestalt. Bevor diese Neuerung beschrieben
wird, sollen einige Worte über den Zweck derartiger Pressen gesagt werden. Die Herstellung von Ziegeln vermittelst Pressen hat
in den letzten Jahren einen grofsen Aufschwung genommen, was sich durch die zahlreichen
Vortheile dieses Verfahrens erklärt. Diese Vortheile sind im wesentlichen Raumersparnifs,
indem die Ziegel direct beim Hinaustreten aus der Presse in Reihen aufgestellt werden, was
eine grofse Ersparnifs an Handarbeit bewirkt;
aufserdem wird Wasser und Sand gespart. Die Gestalt der Ziegel ist eine sehr regelmä'fsige,
die Ziegel sind fester, hart wie Stein, besitzen keine Poren und widerstehen besser der Feuchtigkeit
und dem Frost. Diese Vortheile wurden jedoch zum Theil wieder ausgeglichen durch
die Mangel, welche die bisher im Gebrauch befindlichen Pressen aufwiesen, da dieselben
verwickelter Bauart und nicht in Gang zu bringen waren, ohne wiederholte Stöfse zu
erzeugen, welche häufige Reparaturen nöthig machten, die besonders wegen des dann
eintretenden Stillstandes der Maschine lästig fielen.
Vorliegende Neuerung ist nun einfacher und erzeugt bedeutenden Druck unter Vermeidung
von Stöfsen und Beseitigung der Unannehmlichkeiten alter Pressen.
Beiliegende Zeichnung stellt eine beispielsweise Anwendung der Vorrichtung an einer
Presse dar, und zwar ist
Fig. ι eine Vorderansicht der Presse,
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt durch dieselbe,
Fig. 3 ein senkrechter Längsschnitt durch dieselbe.
Die Presse selbst besteht aus einem Gestell A mit Formkasten B und Stempel C, welcher in
Stahlplatten D ausläuft. Die Bewegung dieses Stempels geschieht mit Hülfe eines hölzernen
Hebels E, welcher unten mit einem gabelförmigen Eisenbeschlag E1 verbunden ist,
welcher zwischen seinen beiden Armen eine Stahlrolle F trägt, auf der eine Büchse Q ruht,
durch die es möglich ist, die Dicke der Ziegel abzuändern, indem man lose Platten Q1 einlegt,
und welche den Druck durch ein Hebelspiel auf C überträgt. Die Arbeitsweise der
Presse ist folgende:
Nachdem der Arbeiter die Formmasse in die Formen eingefüllt und letztere geschlossen hat,
drückt er den Hebel E herab. Dieser dreht sich um die Welle G, und die Rolle F geht
in die Höhe, bis der runde Ausschnitt H1 des Hebels E E1 sich gegen die Welle H anlehnt,
welche fest auf einer Lagerschale liegt, die auf dem Gestell A befestigt ist. Die bis zu
diesem Augenblick hervorgebrachte Wirkung auf das in den Formen befindliche Material
ist genügend, um die fertigen Ziegel zu erzeugen. Der Arbeiter giebt nunmehr den
oberen Verschlufs der Formen frei; indem nun der Hebel E noch weiter hinuntergedrückt
wird, hebt sich die Welle G innerhalb der Büchse G1, deren Abmessung die Bewegung
bis in die Stellung G2 gestattet, womit die Bewegung des Hebels beendet ist. Gleichzeitig
sind die fertigen Ziegel hiermit aus den Formen
hinausgetreten und können fortgenommen werden. Die Lage der festen Welle H und der
beweglichen Welle G wird so gewählt, dafs der Druck genügt, welcher in dem Augenblick
erreicht ist, wenn der Hebel E die feste Welle if
berührt. Um eine einfache und leichte Regulirung der Dicke der Ziegel möglich zu
machen, können, wie oben erwähnt, in Büchse Q einzelne Platten eingeführt werden.
Eine besondere Auslösevorrichtung W hält den herabgedrückten Hebel E fest, indem sich
der Haken E2 einhakt, während der Arbeiter
die Ziegel herausnimmt. Ist dies geschehen, so löst der Arbeiter die Auslösung W mit
Hilfe des Handgriffes W1 aus und der Hebel E geht hinunter mit Hülfe des Gegengewichtes,
welches am Ende E2 angebracht ist.
Der Deckel wird von neuem herabgedrückt und die Formen können eine neue Ladung
mit Formmasse erhalten. Um den Stempel bei seiner auf- und absteigenden Bewegung
zu führen, sind zwei Führungen / und J1 am Gestell befestigt, welche sich in entsprechenden
Schlitzen führen. Die Formen werden geschlossen durch einen mit einem Balancier versehenen Deckel, der aus zwei Stahlplatten K
besteht, die durch das Verbindungsstück L aus schmiedbarem Gufs zusammengehalten
werden, welches seinerseits durch zwei eiserne Querstreben mit der Lagerschale M in Verbindung
steht. Die Streben L1 tragen in ihrer Verlängerung das Gegengewicht N. Die Deckel
legen sich scharf auf die Formen C2 auf, welche sie während des Druckes hermetisch
abschliefsen. Ein Gabelhebel O hält die Formen indessen geschlossen und verhindert sie, dem
Druck nachzugeben. Um die Ziegel herauszunehmen und neue Erde einzuführen, wird der Gabelhebel O herumgeschlagen und der
Balancier' L gelüftet.
Claims (2)
1. Eine Ziegelpresse, gekennzeichnet durch einen Hebel (E) mit zwei Drehpunkten —
einem beweglichen (G) und einem festen (H) —, welcher Hebel dazu dient, die Druckwirkung
auf die Steinmasse vermittelst des kurzen Hebelarmes (G F) hervorzubringen,
worauf der bisher feste Drehpunkt (F) zum beweglichen wird und dem Hebel gestattet,
sich um den Drehpunkt (H) zu drehen, so dafs der Hebelarm, welcher
nunmehr das Hinausdrücken' der fertigen Ziegel aus den Formen besorgt, verlängert
ist.
2. Bei einer Ziegelpresse nach Anspruch ι die Anwendung eines Hebels mit Gegengewichten
(EE1E"1), dessen äufserstes
Ende (E2) sich bei der Handhabung in eine Auslösevorrichtung (W) einschaltet, um
bei Beendigung des Hochganges des Stempels (C) diesen in seiner Lage zu halten,
bis die hingestellten Ziegel weggenommen sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE104673C true DE104673C (de) |
Family
ID=375022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT104673D Active DE104673C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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