DE518612C - Wendeformmaschine, bei welcher der die Pressvorrichtung und die Form tragende Rahmen um eine waagerechte Achse gewendet wird - Google Patents

Wendeformmaschine, bei welcher der die Pressvorrichtung und die Form tragende Rahmen um eine waagerechte Achse gewendet wird

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DE518612C
DE518612C DEZ17396D DEZ0017396D DE518612C DE 518612 C DE518612 C DE 518612C DE Z17396 D DEZ17396 D DE Z17396D DE Z0017396 D DEZ0017396 D DE Z0017396D DE 518612 C DE518612 C DE 518612C
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DEZ17396D
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MASCHINENFABRIK
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C17/00Moulding machines characterised by the mechanism for separating the pattern from the mould or for turning over the flask or the pattern plate
    • B22C17/08Moulding machines with mechanisms to turn over the pattern plate or the mould around a horizontal axis
    • B22C17/10Turning-over pattern plate and flask only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Wendeformmaschine, bei welcher der die Preßvorrichtung und die Form tragende Rahmen um eine waagerechte Achse gewendet wird. Sie besteht im wesentlichen darin, daß das Verdichten des Sandes sowohl durch Pressen als auch durch Rütteln erfolgen kann.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in beispielsweiser Ausführung dar-
xo gestellt. Es zeigen Abb. 1 eine Vorderansicht der Maschine, Abb. 2 eine Seitenansicht, Abb. 3 eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt, Abb. 4 eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt in gewendetem Zustand.
Es sind feststehende Formmaschinen bekannt, welche den Sand durch Pressen und durch Rütteln verdichten können. Für Wendeformmaschinen vorliegender Art wurde indessen diese Einrichtung nicht vorgeschlagen. Infolgedessen war es notwendig, daß der Preßtisch bzw. Preßkolben einen großen Hub ausführen mußte, weil durch diesen Hub allein die ganze Sandmasse so verdichtet werden muß, wie es für die Haltbarkeit der Form erforderlich ist.
Entsprechend dem großen Kolbenhub und -druck wird die Abmessung und Ausladung des Wendearmes und das Gewicht des langen Zylinders mit dem zugehörigen Kolben sehr groß, so daß der Wendearm in Anbetracht der großen, beim Wenden zu bewegenden Massen nicht mehr von Hand bewegt werden kann. Auch ist zu berücksichtigen, daß die unleugbare Gefahr, welche mit dem Wendevorgang verbunden ist, um so größer wird, je größer die Ausladung des Wendearmes und die an ihm hängenden Gewichte sind.
Dazu kommt noch, daß, je höher die zu pressende Sandschicht ist, auch der aufzuwendende Preßdruck um so bedeutender sein muß. Da der Druck der Preßluft festliegt und 6 bis 7 Atmosphären selten übersteigt, müssen, um den großen Druck hervorbringen zu können, Kolben von sehr beträchtlichem Querschnitt verwendet werden, welche wieder das Gewicht der zu bewegenden Massen erhöhen und der Verwendbarkeit der Wendeeinrichtung eine nahe Schranke setzen.
Die Erfindung vermeidet die Notwendigkeit des großen Preßhubes und des hohen Preßdruckes, indem sie das bei feststehenden Formmaschinen bekannte Rütteln auch auf Wendeformmaschinen dieser Art überträgt. Sie erreicht dadurch, daß die Arbeit des Verdichtens hoher Sandschichten hauptsächlich durch das Rütteln geschieht, also ein Preßkolbenweg hierfür nicht beansprucht wird und außerdem der Querschnitt für den Preßkolben nur entsprechend der geringen, durch das Rütteln nicht verdichtbaren oberen Sandschicht in Anspruch genommen wird. Solche Wendeformmaschinen können demnach mit Preßkolben arbeiten, welche nicht nur einen sehr kurzen Weg machen, sondern auch von kleinem Durchmesser sind, wodurch sowohl der Radius des Wendearmes wie auch die zu bewegenden Gewichte sehr verringert werden.
Ein weiterer Vorteil der erläuterten Anordnung besteht darin, daß dieselbe infolge des geringen Kolbenhubes wie des kleinen Kolbenquerschnittes sehr wenig an Betriebsmittel, wozu gewöhnlich Luft dient, verbraucht.
Es ist ferner die Einrichtung getroffen, daß die Gegenpreßplatte nur durch ihr Eigengewicht, gegebenenfalls im Zusammenwirken mit den auf ihr ruhenden Kästen usw., sich bewegt, ίο wodurch ebenfalls an Betriebsmittel gespart wird.
Durch den Wegfall des Fest- und Losklammerns des Formkastens wird weiter wesentlich an Arbeitszeit gespart, weil die Form während des Wendens unter Preßdruck steht.
Die Maschine ist also außerordentlich wirtschaftlich, da sie erstens infolge des kurzwegigen Preßkolbens von kleinem Durchmesser sehr leicht ausfällt, also billiger als andere Wendeforrnmaschinen gleicher Leistung ist, da zweitens das Wenden weniger Kraft erfordert, also auch schneller vor sich geht, drittens Betriebsgefahren vermieden sind und viertens an Betriebsmitteln nur ungefähr der dritte Teil der bisher erforderlichen Aufwendung beansprucht wird.
Nach der Zeichnung ist an einem Wendearm 1 der Preßzylinder 2 befestigt. In letzterem befindet sich der Preßkolben 3, auf welchem der Rüttelzylinder 4 befestigt ist, der den Rüttelkolben mit Rütteltisch 5 trägt. Auf dem oberen Ende des Wendearmes 1 sitzt der Gegenpreßkopf 6 drehbar um einen Zapfen 7 und gegen den Preßdruck durch einen kräftigen Widerlagervorsprung 8 abgestützt. An dem Wendearm ist die waagerechte Drehachse 9 angeschraubt, die in einem Bock 10 gelagert ist. Die Preßluft tritt durch die Leitung 11 in den Rüttelhahn 12 und in das Preß ventil 13. Von dem Rüttelhahn 12 aus führt eine Leitungi4 in das Rüttelventil 15, von dort durch einen Kanal 16 des Rüttelzylinders 4 in denselben ein. Von dem Preßventil 13 geht eine Rohrleitung 17 in den Preßzylinder 2. Auf dem Rütteltisch 5 ist die Modellplatte 18 befestigt, auf welche der Formkasten 19 aufgesetzt ist.
Der Gegenpreßkopf 6 läuft in einen Zylinder
21 aus, in welchem ein Kolben 22 sich mit etwas Spiel bewegen kann. Der Kolben kann, als Ersatz des genannten Spiels oder um weitere Luftdurchgänge zu schaffen, mit Bohrungen versehen sein, welche von der einen Stirnseite des Kolbens zu der anderen führen. Der Kolben ist mit Kolbenstangen 23, 24 versehen, welch letztere die Gegenpreßplatte 20 trägt. Das freie Ende der Kolbenstange 23 ist mit einer Rolle 25 versehen. Führungsstangen 26 sichern die Gegenpreßplatte gegen Verdrehung. Eine Stoffhose 27 verhindert das Eindringen von
fio Schmutz in den Zylinder 21. Auf demselben sitzt eine Haube 28, in welcher ein Schuh 29 mit der Achse 32 drehbar gelagert ist. Auf einer Verlängerung der Achse nach außen sitzt ein Handhebel 30, welchen eine Feder 31 stets in die aus den Abb. 1 und 3 ersichtliche Lage zu drücken strebt. Die Innenform des Schuhs 29, welche gegen die Rolle 25 gerichtet ist, besitzt die Gestalt eines Bogens, der gegen die Achse 32 so exzentrisch gerichtet ist, daß seine Entfernung von dieser nach außen hin zunimmt.
Der Rütteltisch 5 ist durch Stangen 33 in seinem Hub begrenzt und gleichzeitig gegen Verdrehung gesichert.
An die Druckluftleitung 11 ist ferner ein Hahn 34 angeschlossen, von welchem eine Leitung 35 an gezeichneter Stelle, Abb. 2 und 3, in den Zylinder 21 einmündet.
Der Gebrauch und die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende.
Nachdem in der durch Abb. 3 angedeuteten Weise der Formkasten mit Formsand gefüllt ist, wird durch Öffnen des Rüttelhahnes 12 der Rüttelkolben mit dem Rütteltisch 5 so lange in Rüttelbewegung gesetzt, als es zur genügenden Verdichtung des Sandes erforderlich ist. Die für die oberen Lagen des Sandes notwendige Nachverdichtung geschieht durch Öffnen des Preßventils 13, wodurch Druckluft in den Zylinder 2 unter den Preßkolben 3 tritt und dadurch den Rütteltisch mit dem auf ihm be- go findliehen Kasten anhebt, wodurch die obere Sandmasse gegen die Gegenpreßplatte 20 gedrückt wird. Die letztere ist durch den Schuh 29 unbeweglich gehalten. Nunmehr kann das Wenden des Armes 1 in bekannter Weise erfolgen. Die Wendelage ist durch Abb. 4 dargestellt. Wenn man jetzt den Hebel 30 in die aus Abb. 4 ersichtliche Lage bewegt, verliert die Rolle 25 und damit der Kolben mit der Preßplatte mit zunehmender Geschwindigkeit seine Stützung, wodurch sich die Gegenpreßplatte mit dem auf ihr ruhenden Kasten und der Form, langsam anfangend, senkt, bis der Schuh 29 vollständig zurückgetreten ist und nunmehr die Gegenpreßplatte frei sich nach abwärts bewegen kann, soweit es das in dem Zylinder 21 unter dem Kolben 22 sich bildende Luftkissen gestattet. Die Aushebebewegung * erfordert also keine Betriebskraft. Nach Erreichung der Endlage der Gegenpreßplatte kann der Formkasten von ihr abgenommen werden. Wenn man hierauf den Wendearm in seine durch die Abb. 1 bis 3 dargestellte Ausgangsstellung zurückschwenkt, senkt sich die Gegenpreßplatte infolge ihres Gewichtes nebst den mit ihr verbundenen Teilen 22, 23, 24, 26 in ihre unterste Lage, welche dadurch gesichert wird, daß der Schuh 29 unter dem Einfluß der Feder 31 in seine aus der Abb. 3 ersichtliche Arretierungsstellung zurückkehrt.
Wenn, wie es gelegentlich vorkommt, auf der Maschine mit zweiteiligen Kästen einer drei-
oder vierteiligen Form geformt werden soll, kann die Gegenpreßplatte 20 aus der Stellung nach den Abb. 1 bis 3 dadurch gehoben werden, daß man durch öffnen des Hahnes 34 Druckluft in die Leitung 35 und damit auch in den Zylinderraum unterhalb des Kolbens 22 treten läßt. Dadurch wird die Gegenpreßplatte 20 mit der an ihr in bekannter, nicht gezeichneter Weise befestigten oberen Formkastenhälfte gehoben, sobald man durch Einwärtsschwenken des Hebels 30 die Arretierung der Kolbenstange 23 aufhebt.
Statt in den Preßkolben einen Rüttelzylinder oder nur einen Rüttelkolben einzusetzen, kann in an sich bekannter Weise der Preßkolben selbst zugleich auch als Rüttelkolben dienen. In der Regel werden allerdings die Verhältnisse so liegen, daß für das Rütteln die Wahl eines Kolbens von kleinerem Durchmesser sich empfiehlt.
Die die selbsttätige Bewegung der Gegendruckplatte zulassende oder beeinflussende Einrichtung ist auch für Formmaschinen ohne Rüttelbewegung mit Vorteil verwendbar.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:·
    i. Wendeformmaschine, bei welcher der die Preßvorrichtung und die Form tragende Rahmen um eine waagerechte Achse gewendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdichten des Sandes sowohl durch Pressen als auch durch Rütteln erfolgen kann.
  2. 2. Wendeformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Preßkolben (3) ein Rüttelzylinder (4) mit Rüttelkolben (5) eingesetzt ist.
  3. 3. Wendeformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenpreßplatte (20) um das Maaß des Aushebehubes heb- und senkbar und in der Preßlage feststellbar ist.
  4. 4. Wendeformmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenpreßplatte (20) nebst den zugehörigen Führangen u. dgl. in freiem Fall beweglich ist, der durch eine Luft- oder Flüssigkeits- o. dgl. Bremsung verlangsamt wird.
  5. 5. Wendeformmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teil der Aushebebewegung der Gegenpreßplatte durch allmähliche Freigabe der Fallbewegung der letzteren beeinflußt wird.
  6. 6. Wendeformmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckplatte (20) durch ein exzentrisch zu ihrer Drehachse stehendes Vorlagestück (29) feststellbar ist.
  7. 7. Wendeformmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckplatte (20) durch Luft- oder Flüssigkeitsdruck hebbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEZ17396D 1928-03-06 1928-03-06 Wendeformmaschine, bei welcher der die Pressvorrichtung und die Form tragende Rahmen um eine waagerechte Achse gewendet wird Expired DE518612C (de)

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