DE10016632A1 - Kraftfahrzeug-Türschloß mit elastisch auslenkbarem Kupplungselement - Google Patents
Kraftfahrzeug-Türschloß mit elastisch auslenkbarem KupplungselementInfo
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist ein Kraftfahrzeug-Türschloß, mit einer Schloßmechanik (4) mit mehreren miteinander zusammenwirkenden Elementen, wobei ein von Hand zu betätigendes Betätigungselement (5) über ein Kupplungselement (6) in eingekuppelter Stellung ein Auslöseelement (7) betätigen kann, wobei das Kupplungselement (6) von einem von Hand oder motorisch zu betätigenden Verstellelement (8) bei nicht betätigtem Betätigungselement (5) aus einer eingekuppelten Stellung in eine ausgekuppelte Stellung und umgekehrt verlagerbar ist, wobei das in ausgekuppelter Stellung befindliche Kupplungselement (6) bei betätigtem Betätigungselement (5) durch eine Betätigung des Verstellelementes (8) in eine der eingekuppelten Stellung vorgelagerte Speicherstellung verstellbar ist, wobei dem Kupplungselement (6) ein Federelement (9) zugeordnet ist, das bei Verlagerung des Kupplungselementes (6) in die Speicherstellung gespannt wird und wobei sich das Kupplungselement (6) dann bei Wegfall der Betätigung des Betätigungselementes (5) unter Wirkung des Federelementes (9) aus der Speicherstellung in die eingekuppelte Stellung verlagert. Hier wird eine konstruktive Vereinfachung bei gleicher Funktionalität dadurch erreicht, daß das Federelement (9) integraler Bestandteil des Kupplungselementes (6), insbesondere in Form eines federelastischen Abschnittes des Kupplungselementes (6), ist. Von besonderem Vorteil ist die Lehre der Erfindung bei einem Kraftfahrzeug-Türschloß, bei dem das ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Türschloß mit einem fe
derelastisch auslenkbaren Kupplungselement mit den Merkmalen des Ober
begriffs von Anspruch 1.
Das bekannte Kraftfahrzeug-Türschloß, von dem die Erfindung ausgeht
(DE 43 13 248 A1) weist Schließelemente wie eine Schloßfalle und eine die
Schloßfalle in Schließstellung sperrende Sperrklinke sowie eine Schloßme
chanik mit mehreren miteinander zusammenwirkenden und die Schließele
mente ggf. betätigenden Elementen auf. Die Schloßmechanik weist unter an
derem einen gegen Federkraft betätigbaren, unter Federkraft in seine Ruhe
stellung zurückkehrenden Innenbetätigungshebel sowie einen Innensiche
rungshebel auf. Der Innensicherungshebel ist an den Innenbetätigungshebel
so angekoppelt, daß eine Betätigung des Innenbetätigungshebels bei in Si
cherungsstellung stehendem Innensicherungshebel zunächst den Innensi
cherungshebel in Entsicherungsstellung bringt und danach die Sperrklinke
zur Freigabe der Schloßfalle aushebt.
Bei in Sicherungsstellung stehendem Innensicherungshebel ist der Innenbe
tätigungshebel von der Sperrklinke entkuppelt. Der Innenbetätigungshebel
führt somit bei zunächst noch in Sicherungsstellung stehendem Innensiche
rungshebel einen Leerhub aus und bringt zunächst nur den Innensiche
rungshebel in Entsicherungsstellung. Nach Freigabe des Innenbetätigungs
hebels und Rückkehr des Innenbetätigungshebels in seine Ruhestellung
wird mittels eines unter Federkraft einfallenden Kupplungselementes der In
nenbetätigungshebel mit der Sperrklinke gekuppelt. Bei erneuter Betätigung
des Innenbetätigungshebels erfolgt dann ein Ausheben der Sperrklinke.
Als die Kupplung des Innenbetätigungshebels mit einem Sperrklinkenbetäti
ger bewerkstelligendes Kupplungselement ist eine Kuppelstange vorgesehen,
die in Richtung der eingekuppelten Stellung durch Federkraft vorgespannt,
aber entgegen der Federkraft auslenkbar ist. Die Federkraft wird von einer
gesonderten, am Ende der Kuppelstange angreifenden Rückhubfeder er
zeugt.
Bei diesem Stand der Technik wird die Entsicherungsstellung nach erstmali
gem Betätigen des Innenbetätigungshebels praktisch gespeichert, indem das
Kupplungselement die Speicherstellung erreicht, aus der es dann unter Wir
kung der Federkraft bei Loslassen des Innenbetätigungshebels die einge
kuppelte Stellung erreicht. Durch die zuvor erläuterte, aus dem Stand der
Technik bekannte Konstruktion wird erreicht, daß ein versehentliches Öffnen
einer Kraftfahrzeugtür sicher vermieden wird. Man bezeichnet das als "Dop
pelhubfunktion".
Bei dem zuvor erläuterten, den Ausgangspunkt für die Lehre bildenden
Kraftfahrzeug-Türschloß ist auch in gleicher Weise ein weiteres bedienungs
technisches Problem gelöst. Es wird nämlich erreicht, daß man dieses Kraft
fahrzeug-Türschloß von innen auch dann entsichern kann, wenn gleichzeitig
von außen eine Öffnungsbetätigung erfolgt, der Außenbetätigungshebel also
gezogen worden ist. Es wird nämlich erreicht, daß auch dann die Entsiche
rung möglich wird, weil die entsicherte Stellung mechanisch unter Federkraft
gespeichert wird. Nach erneutem Loslassen des Türaußengriffs und damit
Freigabe des Außenbetätigungshebels erreicht das entsprechende Kupp
lungselement unter Federkraft eines ebenfalls separaten Federelementes die
eingekuppelte Stellung, aus der heraus bei nochmaligem Ziehen am Türau
ßengriff ohne weiteres die Türöffnung erfolgt. Man bezeichnet das als "Kom
fortfunktion".
Der Lehre liegt nun das Problem zugrunde, die zuvor erläuterte Konzeption
mit Erreichung einer federbelasteten, der eingekuppelten Stellung vorgela
gerten Speicherstellung des Kupplungselementes mit konstruktiv einfacheren
Mitteln zu erreichen.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist bei einem Kraftfahrzeug-Türschloß mit den
Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kenn
zeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist das Federelement integraler Bestandteil des Kupp
lungselementes insbesondere dadurch, daß es in Form eines federelastischen
Abschnittes des Kupplungselementes ausgebildet ist. Auch das Kupplungs
element insgesamt kann als federelastisches Element ausgebildet sein, so daß
es einerseits zwar die Kraftübertragung zwischen Betätigungselement und
Auslöseelement, insbesondere also dem Sperrklinkenbetätiger, leistet, ande
rerseits aber in sich die federelastische Funktion realisiert. Damit spart man
eine zusätzliche bewegliche Lagerung des Kupplungselementes, eine zusätz
liche Feder und den Montageaufwand zum Einbau dieser Bauteile.
Die Lehre der Erfindung läßt sich für die weiter oben erläuterte "Doppelhub
funktion" ebenso verwirklichen wie für die weiter oben zum Stand der
Technik bereits erläuterte "Komfortfunktion". Besondere Bedeutung kommt
der Lehre allerdings in einem weiteren Zusammenhang zu, der nachfolgend
erläutert wird.
An den hinteren Seitentüren und an Hecktüren bei einigen Kombikraftwagen
befindet sich regelmäßig eine Kindersicherung. Kindersicherungen sind in
verschiedenen Ausführungsformen bekannt, sei es mechanisch, sei es in jün
gerer Zeit auch bereits motorisch (elektromotorisch) betätigt. In jüngerer Zeit
ist es auch bekannt geworden, eine Kindersicherung so zu realisieren, daß die
Kindersicherungsbetätigung stets nur gleichsinnig gegen eine Rückstell-Fe
derkraft am Kindersicherungshebel betätigbar ist (DE 195 12 573 A1). Bei
dieser rein mechanischen Kindersicherung wird also durch jedes gleichsin
nige Betätigen der Kindersicherungsbetätigung ein Stellungswechsel des
Kindersicherungshebels in die jeweils andere Stellung erreicht. Eine solche
Zweiwegrastung ist eine bequeme und leichte Betätigungsmöglichkeit.
Bei dem zuvor erläuterten, eine Kindersicherung offenbarenden Stand der
Technik ist die Lehre der Erfindung besonders zweckmäßig einsetzbar. Dazu
ist dann vorgesehen, daß das Betätigungselement ein von einem Türinnen
griff betätigbarer Innenbetätigungshebel, das Auslöseelement ein Sperrklinkenbetätiger
und das Verstellelement ein von einem Kindersicherungssteller
und/oder, insbesondere, von einem motorischen Kindersicherungsantrieb
betätigbarer Kindersicherungshebel ist. Insbesondere bei einem motorischen
Kindersicherungsantrieb bringt die Lehre der Erfindung steuerungstechnisch
einen besonderen Vorteil. Man kann nämlich die Kindersicherung zu jeder
Zeit betätigen, ohne auf die jeweilige Stellung des Innenbetätigungshebels
achten zu müssen. Eine zusätzliche Steuerung, die den Antriebsmotor für die
motorische Kindersicherung erst dann starten läßt, wenn der
Innenbetätigungshebel seine Grundstellung erreicht hat, ist elektronisch
steuerungstechnisch mit Aufwand verbunden, würde aber darüber hinaus
auch die Abfrage der Stellung des Innenbetätigungshebels beispielsweise
über einen Mikroschalter erfordern. Letzteres ist jedoch teuer, und kann mit
der Lehre der Erfindung vermieden werden. Gerade bei der Realisierung der
Lehre der Erfindung in Verbindung mit einer motorischen Kindersicherung
ergeben sich also besondere Vorteile.
Schließlich ist festzuhalten, daß es aus einer älteren Patentanmeldung dersel
ben Anmelderin bereits bekannt ist, bei einem Kraftfahrzeug-Türschloß eine
kombinierte elektrische und mechanische Kindersicherung einzusetzen sowie
in einer besonderen Ausführung auch eine Öffnungshilfe zu integrieren. Auf
diese parallele Anmeldung 199 63 910.8 ist zu verweisen.
Im folgenden wird nun die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 in einer Prinzipdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfin
dungsgemäßen Kraftfahrzeug-Türschlosses mit einer sowohl
mechanischen als auch motorischen Betätigung einer Kindersi
cherung, Innenbetätigungshebel nicht betätigt, Kindersicherung
eingeschaltet,
Fig. 2 in einer Fig. 1 ähnlichen Darstellung das Ausführungsbeispiel
mit Innenbetätigungshebel gezogen, Kindersicherung einge
schaltet,
Fig. 3 das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 mit dem gezogenen In
nenbetätigungshebel, jetzt allerdings Kindersicherung ausge
schaltet,
Fig. 4 das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 nach Rückkehr des Innenbe
tätigungshebels in die Grundstellung.
Die Lehre der Erfindung ist grundsätzlich anwendbar für verschiedene An
wendungsbeispiele in der Mechanik eines Kraftfahrzeug-Türschlosses. In
Fig. 1 erkennt man für ein solches Kraftfahrzeug-Türschloß gemäß dem be
vorzugten Ausführungsbeispiel zunächst angedeutet Schließelemente wie
eine Schloßfalle 1 und eine Sperrklinke 2, die die Schloßfalle 1 in einer
Schließstellung hält, sowie einen Grundträger 3 des Kraftfahrzeug-Türschlos
ses.
Allgemein gesprochen hat ein solches Kraftfahrzeug-Türschloß eine Schloß
mechanik 4 mit mehreren miteinander zusammenwirkenden Elementen, wobei
ein von Hand zu betätigendes Betätigungselement 5 über ein Kupplungs
element 6 in eingekuppelter Stellung ein Auslöseelement 7 betätigen kann,
wobei das Kupplungselement 6 von einem von Hand oder motorisch zu be
tätigenden Verstellelement 8 bei nicht betätigtem Betätigungselement 5 aus
einer eingekuppelten Stellung in eine ausgekuppelte Stellung und umgekehrt
verlagerbar ist, wobei das in ausgekuppelter Stellung befindliche Kupp
lungselement 6 bei betätigtem Betätigungselement 5 durch eine Betätigung
des Verstellelementes 8 in eine der eingekuppelten Stellung vorgelagerte
Speicherstellung verstellbar ist, wobei dem Kupplungselement 6 ein Feder
element 9 zugeordnet ist, das bei Verlagerung des Kupplungselementes 6 in
die Speicherstellung gespannt wird und wobei sich das Kupplungselement 6
dann bei Wegfall der Betätigung des Betätigungselementes 5 unter Wirkung
des Federelementes 9 aus der Speicherstellung in die eingekuppelte Stellung
verlagert.
Im allgemeinen Teil der Beschreibung ist darauf hingewiesen worden, daß es
verschiedene Einsatzbereiche für die erfindungsgemäße Lehre gibt. So kann
man wie im Stand der Technik bereits realisiert vorsehen, daß das Betäti
gungselement 5 ein von einem Türaußengriff betätigbarer Außenbetätigungshebel,
das Auslöseelement 7 ein Sperrklinkenbetätiger und das Verstell
element 8 ein von einem Türinnengriff, einem Innensicherungsknöpfchen
und/oder einem Zentralverriegelungsantrieb betätigbarer Innensicherungs
hebel ist.
Hier handelt es sich dann um eine Realisierung der "Komfortfunktion".
Man kann die Lehre der Erfindung realisieren auch dergestalt, daß das Betäti
gungselement 5 ein von einem Türinnengriff betätigbarer Innenbetätigungs
hebel, das Auslöseelement 7 ein Sperrklinkenbetätiger und das Verstellele
ment 8 wiederum der vom Türinnengriff betätigbare Innenbetätigungshebel
ist. In diesem Fall hätte man ein Kraftfahrzeug-Türschloß mit einer "Doppel
hubfunktion" und dort die Lehre realisiert.
Das bevorzugte und im dargestellten Ausführungsbeispiel erläuterte Anwen
dungsbeispiel der Erfindung zeigt, daß das Betätigungselement 5 ein von ei
nem Türinnengriff betätigbarer Innenbetätigungshebel, das Auslöseelement 7
ein Sperrklinkenbetätiger und das Verstellelement 8 ein von einem Kindersi
cherungssteller 10 und/oder, insbesondere, von einem motorischen Kindersi
cherungsantrieb 11 betätigbarer Kindersicherungshebel ist.
Für die Erfindung ist in allen Fällen wesentlich, daß das Federelement 9 inte
graler Bestandteil des Kupplungselementes 6 ist. Integraler Bestandteil heißt,
daß es sich beim Federelement 9 nicht um ein gesondertes, mit dem Kupp
lungselement 6 zusammenwirkendes Bauteil handelt, sondern daß das Fe
derelement 9 durch Formgebung und Materialwahl des Kupplungselementes
6 selbst realisiert ist. Das dargestellte und insoweit bevorzugte Ausführungs
beispiel zeigt, daß das Federelement 9 von einem federelastischen Abschnitt
des Kupplungselementes 6 gebildet ist.
Man erkennt dabei in Fig. 1, daß das Kupplungselement 6 als vorzugsweise
aus Kunststoff bestehender Federhebel ausgeführt ist mit einem festen An
lenkpunkt 12 und einem davon beabstandeten, gegen den Anlenkpunkt 12
federelastisch auslenkbaren Kuppelbolzen 13 o. dgl., der in eingekuppelter
Stellung mit dem Auslöseelement 7 zusammenwirkt. Von dem Abschnitt des
Kupplungselementes 6 zwischen dem festen Anlenkpunkt 12 und dem Kuppelbolzen
13 wird das Federelement 9 gebildet. Durch die Bemessung und
Materialwahl dieses Abschnittes läßt sich die Federcharakteristik bestimmen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedenfalls dieser Abschnitt des
Kupplungselementes 6 aus Kunststoff, ggf. durch Fasern oder andere Zu
sätze verstärkt, ausgeführt.
Fig. 1 zeigt eine besondere Ausführungsform, bei der der das Verstellelement
8 bildende Kindersicherungshebel sowohl von einem mechanischen Kinder
sicherungssteller 10 über eine drehbare Nuß 14 als auch von einem elektro
motorischen Kindersicherungsantrieb 11 betätigbar ist. Dazu ist auf dem Ver
stellelement 8 eine in einer Richtung federbelastete Ratsche 15 gelagert, die
in die Betätigungsbahn eines Nockens 16 an einem Schneckenrad 17 des
Kindersicherungsantriebs 11 ragt. Das Verstellelement 8 wirkt mit einer herz
kurvenförmigen Kulisse 18 einer Kugelschreibermechanik derart zusammen,
daß durch jedes Betätigen des Verstellelementes 8 ein Umschalten aus der
Stellung "ein" in die Stellung "aus" oder umgekehrt erfolgt.
Fig. 1 zeigt die Stellung des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Türschlosses
mit nicht betätigtem Betätigungselement 5 (hier Innenbetätigungshebel) und
in ausgekuppelter Stellung befindlichem Kupplungselement 6. Das Betäti
gungselement 5 trägt ein Langloch, in dem der Kuppelbolzen 13 des Kupp
lungselementes 6 in Fig. 1 so steht, daß er von einer Mitnahmefläche am
Auslöseelement 7 frei ist. Zwischen dem Auslöseelement 7, hier dem Sperr
klinkenbetätiger, und der Sperrklinke 2 befindet sich noch ein weiterer Über
tragungshebel 19, der konstruktionsbedingt vorhanden sein kann, aber nicht
vorhanden sein muß.
Fig. 2 zeigt, wie sich der Innenbetätigungshebel 5 verlagert, wenn bei dem
hier erläuterten Ausführungsbeispiel am nicht dargestellten Türinnengriff ge
zogen wird. Der Kuppelbolzen 13 wird dabei mitgenommen, ohne daß das
Federelement 9 gespannt wird.
Fig. 3 zeigt, wie sich das Verstellelement 8, im dargestellten Ausführungsbei
spiel der Kindersicherungshebel, verlagert, wenn bei der Position von Fig. 2
eine Kindersicherungsbetätigung, also ein Einschalten der Kindersicherung
erfolgt. Der Kindersicherungshebel (Verstellelement 8) ist von Fig. 2 nach
Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt worden, und zwar in diesem
Fall durch mechanische Betätigung der Nuß 14, was hier nicht weiter erläu
tert werden muß. Entsprechend könnte das auch durch Anlaufen des elek
tromotorischen Kindersicherungsantriebs 11 erfolgt sein.
Da sich das Betätigungselement 5, hier der Innenbetätigungshebel, aber noch
in seiner betätigten Stellung befindet, weil der Türinnengriff im vorliegenden
Ausführungsbeispiel noch weiterhin gezogen ist, hat der Kuppelbolzen 13
des Kupplungselementes 6 seine Stellung beibehalten, obwohl sich der feste
Anlenkpunkt 12 des Kupplungselementes 6 von Fig. 2 nach Fig. 3 verlagert
hat. Der Abstand hat sich vergrößert, das wird durch eine Aufbiegung des
bogenförmigen Abschnittes zwischen Anlenkpunkt 12 und Kuppelbolzen 13
aufgefangen. Das Federelement 9, das von diesem Abschnitt gebildet ist, ist
vorgespannt. Der Kuppelbolzen 13 liegt unter Vorspannung an der bogen
förmigen Anlagefläche des Auslöselementes 7 an.
Wird nun das Betätigungselement 5 (hier: Innenbetätigungshebel) losgelas
sen, so schnappt das Betätigungselement 5 unter eigener Federkraft von Fig.
3 nach Fig. 4 im Uhrzeigersinn zurück. Der Kuppelbolzen 13 läuft unter Er
höhung der Vorspannung des Federelements 9 auf der Anlagefläche 20 des
Auslöseelementes 7 nach oben, überschreitet die Kante und springt dann
durch Wirkung der Federkraft des Federelementes 9 in der Kulisse 18 nach
unten in die in Fig. 4 dargestellte Stellung. Hier ist dann die eingekuppelte
Stellung des Kupplungselementes 6 erreicht, was bei dem hiesigen Ausfüh
rungsbeispiel das Abschalten der Kindersicherung bedeutet.
Im dargestellten und bevorzugten Auführungsbeispiel wird der Kuppelbol
zen 13 in der Kulisse 18 des Betätigungselementes 5 verschiebbar geführt
und dadurch vom Betätigungselement 5 bei Schwenkung um seine
Schwenkachse mitgenommen. Aus der Konstruktionslehre für Kraftfahrzeug-
Türschlösser sind aber auch andere Kupplungssysteme mit entsprechendem
Resultat bekannt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist noch besonders
zweckmäßig, daß das Betätigungselement 5 und das Auslöseelement 7 auf
ein und derselben Schwenkachse 21 schwenkbar gelagert sind.
Gerade bei dem motorisch angetriebenen Kindersicherungshebel als Verstell
element 8 hat die hier erläuterte Lehre der Erfindung die im allgemeinen Teil
der Beschreibung erläuterten besonderen Vorteile. Aber auch bei den ande
ren erläuterten Varianten lassen sich ggf. insbesondere Mikroschalter einspa
ren.
Claims (6)
1. Kraftfahrzeug-Türschloß,
mit einer Schloßmechanik (4) mit mehreren miteinander zusammenwirkenden Elementen,
wobei ein von Hand zu betätigendes Betätigungselement (5) über ein Kupplungselement (6) in eingekuppelter Stellung ein Auslöseelement (7) be tätigen kann,
wobei das Kupplungselement (6) von einem von Hand oder motorisch zu be tätigenden Verstellelement (8) bei nicht betätigtem Betätigungselement (5) aus einer eingekuppelten Stellung in eine ausgekuppelte Stellung und umge kehrt verlagerbar ist,
wobei das in ausgekuppelter Stellung befindliche Kupplungselement (6) bei betätigtem Betätigungselement (5) durch eine Betätigung des Verstellelemen tes (8) in eine der eingekuppelten Stellung vorgelagerte Speicherstellung verstellbar ist,
wobei dem Kupplungselement (6) ein Federelement (9) zugeordnet ist, das bei Verlagerung des Kupplungselementes (6) in die Speicherstellung ge spannt wird und
wobei sich das Kupplungselement (6) dann bei Wegfall der Betätigung des Betätigungselementes (5) unter Wirkung des Federelementes (9) aus der Speicherstellung in die eingekuppelte Stellung verlagert, dadurch gekennzeichnet
daß das Federelement (9) integraler Bestandteil des Kupplungselementes (6), insbesondere in Form eines federelastischen Abschnittes des Kupplungsele mentes (6) ist.
mit einer Schloßmechanik (4) mit mehreren miteinander zusammenwirkenden Elementen,
wobei ein von Hand zu betätigendes Betätigungselement (5) über ein Kupplungselement (6) in eingekuppelter Stellung ein Auslöseelement (7) be tätigen kann,
wobei das Kupplungselement (6) von einem von Hand oder motorisch zu be tätigenden Verstellelement (8) bei nicht betätigtem Betätigungselement (5) aus einer eingekuppelten Stellung in eine ausgekuppelte Stellung und umge kehrt verlagerbar ist,
wobei das in ausgekuppelter Stellung befindliche Kupplungselement (6) bei betätigtem Betätigungselement (5) durch eine Betätigung des Verstellelemen tes (8) in eine der eingekuppelten Stellung vorgelagerte Speicherstellung verstellbar ist,
wobei dem Kupplungselement (6) ein Federelement (9) zugeordnet ist, das bei Verlagerung des Kupplungselementes (6) in die Speicherstellung ge spannt wird und
wobei sich das Kupplungselement (6) dann bei Wegfall der Betätigung des Betätigungselementes (5) unter Wirkung des Federelementes (9) aus der Speicherstellung in die eingekuppelte Stellung verlagert, dadurch gekennzeichnet
daß das Federelement (9) integraler Bestandteil des Kupplungselementes (6), insbesondere in Form eines federelastischen Abschnittes des Kupplungsele mentes (6) ist.
2. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (5) ein von einem Türaußengriff betätigbarer Außen
betätigungshebel, das Auslöseelement (7) ein Sperrklinkenbetätiger und das
Verstellelement (8) ein von einem Türinnengriff, einem Innensicherungs
knöpfchen und/oder einem Zentralverriegelungsantrieb betätigbarer Innensi
cherungshebel ist.
3. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (5) ein von einem Türinnengriff betätigbarer Innen
betätigungshebel, das Auslöseelement (7) ein Sperrklinkenbetätiger und das
Verstellelement (8) wiederum der vom Türinnengriff betätigbare Innenbetäti
gungshebel ist.
4. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement (5) ein von einem Türinnengriff betätigbarer Innen
betätigungshebel, das Auslöseelement (7) ein Sperrklinkenbetätiger und das
Verstellelement (8) ein von einem Kindersicherungssteller (10) und/oder, ins
besondere, von einem motorischen Kindersicherungsantrieb (11) betätigbarer
Kindersicherungshebel ist.
5. Kraftfahrzeug-Türschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungselement (6) als vorzugsweise aus Kunst
stoff bestehender Federhebel ausgeführt ist mit einem festen Anlenkpunkt
(12) und einem davon beabstandeten, gegen den Anlenkpunkt (12) federela
stisch auslenkbaren Kuppelbolzen (13) o. dgl., der in eingekuppelter Stellung
mit dem Auslöseelement (7) zusammenwirkt.
6. Kraftfahrzeug-Türschloß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kuppelbolzen (13) o. dgl. in einer Kulisse (18) im Betätigungselement (5)
verschiebbar geführt ist.
Priority Applications (4)
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Owner name: BROSE SCHLIESSSYSTEME GMBH & CO.KG, 42369 WUPPERTA |
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