CH317472A - Verfahren zur Herstellung halogenierter Naphthochinonimine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung halogenierter Naphthochinonimine

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CH317472A
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Ernst Dr Merian
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B13/00Oxyketone dyes
    • C09B13/02Oxyketone dyes of the naphthalene series, e.g. naphthazarin

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Description


  Verfahren zur Herstellung     halogenierter        Naphthochinonimine            Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Herstellung        halogenierter          Naphthochinonimine,    welches darin besteht,     -          dass    man     2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-naphtho-          chinone,    welche in 6-     undloder        7-Stellung        wei-          terhalogeniert    sein können, in konzentrierter  Schwefelsäure mit reduzierenden Mitteln,

   vor  zugsweise mit     Schwefelsesquioxyd,    behandelt.  



       Halogenierte        Naphthochinonimine    sind be  reits bekannt. Sie färben     Celluloseesterfasern     in echten blauen bis     violetten    Tönen an und  zeichnen sich besonders durch ihre grosse  Affinität zu Polyesterfasern vom Typus der  im Handel befindlichen     Dacron    und     Terylene        o     aus. Im Gegensatz zu den     bekannten    blauen  und violetten     Dispersionsfarbstoffen    der     An-          thrachinonreihe    weisen diese Farbstoffe ein  gutes Ziehvermögen und gleichzeitig eine gute  Lichtechtheit auf Polyesterfasern auf.

   Natur  gemäss besitzen sie auch eine gewisse Affini  tät zu andern Chemiefasern, wie z.     B.    zu den       Polyamidfasern,    den     Polyvinylfasern    und den       Polyacrylnitrilfasern.     



  Die Herstellung dieser wertvollen Farb  stoffe erfolgte bisher nach einem nicht, sehr  wirtschaftlichen Verfahren, indem als Aus  gangsprodukt     1,5-Dinitronaphthalin    verwen  det wurde. Da bei der     Nitrierung    von Naph  thalin nur     ungefähr    25-33%     1,5-Dinitronaph-          thalin    erhalten werden und für das in einer  Ausbeute von ungefähr 65 % anfallende Haupt  produkt     1,8-Dinitronaphthalin    keine tech  nische Verwendung gefunden werden konnte,    ist die     Ausbeute    an     halogenierten        Naphtho-          chinoniminen.bezogen    auf Naphthalin gering.  



  Es     wurde    nun überraschenderweise gefun  den, dass sich     2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-näph-          thochinone,    welche in 6-     undloder        7-Stellung          weiterhalogeniert    sein können, in Schwefel  säure in     halogenierte        5-Nitroso-8-oxy-1,4-naph-          thoehinöne        umlagern    und sich diese zu     halo-          genierten        Naphthochinoniminen    reduzieren  lassen.

   Die erhaltenen Farbstoffe sind zum  Teil neu; so sind     2,3-Dihalogen-naphthochinon-          imine    der Zusammensetzung  
EMI0001.0056     
    erstmals nach dem neuen Herstellungsverfah  ren zugänglich geworden. Die verfahrens  gemäss hergestellten Produkte färben     Cellu-          loseesterfasern    und Polyesterfasern in     wasch-          und    lichtechten violetten Tönen an.  



  Die Herstellung der     als    Ausgangsprodukte  verwendeten     halogenierten        5-Nitro-1,4-naph-          thochinone    aus     2,3-Dihalogen-1,4-naphthochi-          nonen,    welche in 6-     und/oder.        7-Stellung        wei-          terhalogeniert    sein können, ist. bekannt.

   Im      Gegensatz zur     Nitrierimg    des     Naphthalins    ver  läuft hier die N     itrierung    einheitlich, und die       2,3-dihalogenierten        1,4-Naphthochinone    sind  billige     Handelsprodukte.     



  Zur Herstellung der     halogenierten        Naph-          thochinonimine    werden die     2,3-Dihalogen-5-          nitro-1,4-naphthochinone,    welche in 6-     und/oder          7-Stellung        weiterhalogeniert    sein können, in  konzentrierter Schwefelsäure, vorzugsweise in       Schwefelsäure-Monohydrat,    oder in rauchen  der Schwefelsäure gelöst. Je höher die Kon  zentration der Schwefelsäure ist, desto niedri  ger kann die Reaktionstemperatur gewählt  werden.

   Als reduzierende Mittel werden mit  Vorteil Schwefelverbindungen eingesetzt,- wie  sie durch die Einwirkung von rauchender       Schwefelsäure    auf elementaren     Schwefel    ent  stehen, z. B.     Schwefelsesquioxyd.    Die Reduk  tion setzt schon bei mässig hoher Temperatur  ein     und    verläuft     exothermisch,    so dass man sie  durch geeignetes Kühlen der Reaktionsmasse  leicht steuern kann. Als weitere Reduktions  mittel, welche sich für das vorliegende Ver  fahren eignen, sind Metalle in feiner Vertei  lung, z. B. Zinn- oder Eisenspäne, zu nennen.  Die     Reaktionsprödukte    werden vorzugsweise  durch Ausgiessen der Massen auf Eiswasser  abgeschieden und durch Filtrieren isoliert.

    Der Filterkuchen     wird    säurefrei gewaschen  und zu Färbepräparaten aufgearbeitet, die so  wohl in     Pastenform    als auch als Trockensub  stanzen verwendet werden können.  



  Die     nachfolgenden    Beispiele veranschau  lichen die     Erfindung.    Die Mengen- und Tem  peraturverhältnisse können dabei in weitem  Umfange variiert werden. Unter Teilen wer  den Gewichtsteile verstanden, und die Tem  peraturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  27,2 Teile     2,3-Dichlor-5-nitro-1,4-naphtho-          ehinon    werden in 270 Teilen 100%iger Schwe  felsäure angerührt. Man versetzt die Masse  mit 5 Teilen Schwefelpulver und tropft ihr  hierauf innerhalb von 2 Stunden 100 Teile  rauchende     Schwefelsäure    von     ungefähr    64 /o  Gehalt an S03 zu.

   Die Temperatur der Masse       steigt    auf 40  und wird durch leichte     Kühliuig       von aussen auf dieser Höhe gehalten. Wenn  die- rauchende Schwefelsäure eingetropft ist,  rührt man die Masse noch 4 Stunden lang bei  40 , lädt sie dann auf Eiswasser aus und fil  triert den abgeschiedenen Farbstoff ab. Man  wäscht ihn säurefrei und arbeitet ihn in übli  cher Weise als Paste oder in getrockneter  Form zu einem Färbepräparat auf. Der neue  Farbstoff ist ein dunkles Pulver, welches sich  in Äthylalkohol violett, mit Absorptionsbanden  bei 635     mit,    585     mit    und 540 mit löst. Die Lö  sungsfarbe in reiner konzentrierter Schwefel  säure ist karminrot.

   Als Färbepräparat färbt  er in Form. einer     wässrigen    Dispersion bei  erhöhter Temperatur     Acetatkunstseide    und  Polyesterfasern in reinen violetten Tönen von  hervorragenden Echtheitseigenschaften an.  Namentlich -die Lichtechtheit auf der Poly  esterfaser      Dacron     ist als hervorragend     zti     bezeichnen.  



  <I>' Beispiel<B>29</B></I>  Ersetzt man im vorstehenden Beispiel die  27,2 Teile     2,3-Dichlor-5-nitro-1,4-naphtho-          chinon    durch 38,1 Teile     2,3-Dibrom-5-nitro-1,4-          naphthochinon,    -so erhält man einen     Disper-          sionsfarbstoff    von     ähnlichen    Eigenschaften.

           _        Beispiel   <I>3</I>  30,7 Teile     2,3,6-Trichlor-5-nitro-1,4-naph-          thochinon    (erhalten durch Nitrieren von     2,3,6-          Trichlor-1,4-naphthochinon)    werden in 400  Teilen 100%iger Schwefelsäure angerührt.  Man erhitzt die Masse auf 120  und trägt bei  dieser Temperatur 5 Teile Schwefel     portionen-          weise    ein. Wenn die in Alkohol gezogenen Pro  ben an     Farbintensität    nicht mehr weiter zu  nehmen, wird die rote Masse auf Eiswasser  ausgeladen. Man filtriert den abgeschiedenen  violetten Farbstoff ab und wäscht. ihn säure  frei.  



  Das Färben kann z. B. wie folgt geschehen:  Der Farbstoff des Beispiels 1 wird durch  trockenes     Vermahlen    mit der gleichen Menge  eines     Dispergiermittels    und der halben Menge  Glaubersalz oder durch     Verpasten    mit der 11/2  fachen Menge eines     Dispergiermittels    und  Trocknen des erhaltenen Teiges z. B. in einem  Zerstäuber in ein Färbepräparat     übergeführt.         4 Teile eines solchen Präparates werden  in 2000 Teilen Wasser in üblicher Weise dis  pergiert. Man geht mit 100 Teilen      Dacron      (eingetragene Schutzmarke) in die Färbeflotte  ein, erhöht die Temperatur und färbt 1 Stunde  bei 125  C.

   Man erhält nach dem Spülen und  Seifen Färbungen mit vorzüglicher Wasch- und  Lichtechtheit.         Ähnliche    Färbungen erhält man,     wenn    man  der Flotte     geeignete    Färbehilfsmittel (sog.       Carriers),    z. B.     Benzolcarbonsäure,        1-Oxy-2-          phenylbenzol    oder     Trichlorbenzol,        zusetzt    und  bei 95  färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung halogenierter Naphthochinonimine, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-naphtho- chinone in konzentrierter Schwefelsäure mit reduzierenden Mitteln behandelt. ' UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, . da durch gekennzeichnet, dass man 2,3-Dihalogen- 5-nitro-1,4-naphthochinone einsetzt, welche weiterhalogeniert sind. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-naphthochinone einsetzt, welche in 6-Stellüng halogeniert sind. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss man 2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-naphthochinone einsetzt, welche in 7-Stelh-mg halogeniert sind.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,3-Dihalogen-5-nitro-1,4-naphthochinone einsetzt, welche in 6- und 7-Stellung halo- geniert sind. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als reduzieren des Mittel Schwefelsesquioxyd wählt.
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