CH210201A - Verfahren zur Herstellung von Styrol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Styrol.

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CH210201A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
    • C07C2/54Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms by addition of unsaturated hydrocarbons to saturated hydrocarbons or to hydrocarbons containing a six-membered aromatic ring with no unsaturation outside the aromatic ring
    • C07C2/64Addition to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Styrol.       Es ist bekannt, dass sich     Styrol    bildet,  wenn Benzol mit Acetylen auf hohe Tempe  ratur erhitzt wird.     (Berthelot   <B>1867,</B> Liebigs  Annalen     14\Z,259).    Dieses Verfahren hat sich  für     technische    Herstellung von     Styrol    als  nicht verwendbar erwiesen, weil der weitaus  überwiegende Teil des Acetylens in anderer,  unerwünschter Weise reagiert.

   Zur Nach  prüfung des     Bertlhelot'schen    Verfahrens wur  den zum Beispiel stündlich 75g Benzol zu  sammen mit 20     Liter    Acetylen in gleichmä  ssiger Geschwindigkeit durch ein Rohr aus  einer chromreichen     Chromeisenlegierung          ("Sicromal    12" der Firma Vereinigte Stahl  werke     A.-G.,    Düsseldorf) von 20 mm Weite  und 600 mm beheizter Länge bei<B>600'</B> ge  leitet. Nach zweistündigem Versuch war das  Rohr mit russiger Kohle erfüllt. Es waren  nur 2 g     Styrol    gebildet neben einer     grössern     Menge oberhalb<B>180'</B> siedender Verbindun  gen.

   Bei einem bei<B>800'</B> unter sonst gleichen  Verhältnissen angestellten Versuche betrug    .die     Styrolmenge    3,6 g.     Daneben    entstanden  aber 35 g "Hochsiedendes". Im Rohr fanden  sich 16g     Kohle    vor. Das Abgas enthielt     kein          Acetylen    mehr. Bei Anwendung eines Quarz  rohres an Stelle des     Chromeisenrohres    waren  die Ergebnisse ähnlich ungünstig.  



  Es wurde demgegenüber gefunden, dass  die Erhitzung von     Acetylen-Benzoldampf-          mischungen    überraschend günstig dann ver  läuft, wenn man die Erhitzung statt bei ge  wöhnlichem Druck bei Unterdruck ausführt.         Beispiel   <I>1:</I>    Stündlich wurden 90 g Benzol     gemischt    mit  20 Liter Acetylen (gemessen     unter    760 mm  Druck) durch das oben     erwähnte    Chromeisen  rohr bei     900-950'    geleitet. Das Rohr und  die an dasselbe angeschlossene Kondensa  tionsvorrichtung wurde durch eine Pumpe  auf einen Druck von 40 mm gebracht.

   Die  Dämpfe traten aus dem     Erhitzungsrohr    in  einen mit Wasser gekühlten     Liebigschen         Kühler nebst Vorlage. An diesen schlossen  sich zwei tiefgekühlte     Behälter    an, in denen  sich Benzol, das noch     Styrol    enthielt, kon  densierte. Nach zweistündigem Versuch wur  den alle Kondensate vereinigt fraktioniert.  Es wurden 9.5g     Styral    erhalten. 6 g (gröss  tenteils     Diphenyl)    gingen oberhalb<B>180'</B>  über. Das Rohr enthielt nur wenig Russ. Das  nicht umgesetzte Benzol wurde praktisch  quantitativ zurückgewonnen.

   Das     Abgas    ent  hielt<B>85%</B> Acetylen neben     Wasserstoff,    der  zum Teil durch die Nebenreaktion der     Di-          phenylbildung    entstanden war. Das Gas  kann im Kreislauf wieder verwendet oder  auch einer andern Verwendung zugeführt  werden.  



  Unter den gleichen Arbeitsverhältnissen,  aber ohne Anwendung von Tiefdruck, ver  stopfte sieh das Rohr bereits nach     1/2    Stunde  durch     kohlige    Ausscheidungen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Die Apparatur war die gleiche, wie bei  Beispiel 1. Bei einem Druck von 18-32 mm  wurden stündlich 45 g Benzol und 20 Liter  Acetylen (gemessen unter Normaldruck)  durch das auf     950-1000'    geheizte Rohr ge  leitet. In zwei Stunden wurden 8,5 g     Styrol     und 4,5 g     "Hochsiedendes"    erhalten. Das  Rohr enthielt. sehr wenig Russ. Ein 80%iges  Acetylengas wurde     zurückgewonnen.       Durch     weitere    Druckverringerung konnte  die Bildung der Nebenprodukte noch weiter  zurückgedrängt werden.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Durch die gleiche     Versuchsapparatur    wur  den 45 g Benzol und 5,5 Liter Acetylen  (760 mm) stündlich unter 11 mm Druck bei  900-950   geleitet.     Erhalten    wurden in zwei  Stunden 3,6 g     Styrol    und nur 0,7 g     "Hoch-          siedendes".    Das Acetylen war     80-90%ig.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Styrol durch Erhitzen von Benzol-dampf-Acetylen- Mischungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung unter verringertem Druck vor genommen wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gemisch von Benzoldampf und Acetylen durch auf unge fähr 800-1000' C erhitzte Reaktionsräume geleitet wird.
CH210201D 1938-02-02 1939-02-01 Verfahren zur Herstellung von Styrol. CH210201A (de)

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