DE642147C - Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten des Acetylens und seiner Homologen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten des Acetylens und seiner Homologen

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DE642147C
DE642147C DEI52461D DEI0052461D DE642147C DE 642147 C DE642147 C DE 642147C DE I52461 D DEI52461 D DE I52461D DE I0052461 D DEI0052461 D DE I0052461D DE 642147 C DE642147 C DE 642147C
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DE
Germany
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acetylene
weight
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homologues
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Expired
Application number
DEI52461D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Bayer
Dr Johannes Nelles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es wurde gefunden, daß Acetylen und seine Homologen sich unter dem Einfluß von Kondensationsmitteln mit Säurechloriden zu neuen Verbindungen umsetzen. Es ist anzunehmen, daß eine Reaktion nach folgendem Schema eintritt:
R-COCl+ CH = C-R^R-CO-CH=CR7Cl,
worin R und R' beliebige organische Reste darstellen.
Die Halogenvinylketone können in vielen Fällen in guter Ausbeute als solche isoliert werden, in anderen Fällen gehen sie je nach den Arbeitsbedingungen zum Teil oder völlig in höhermolekulare Verbindungen über.
Für die Herstellung der neuen Verbindungen kommen Carbonsäurehalogenide der verschiedensten Gruppen in Betracht; an Stelle des Acetylens können seine Homologen, wie Heptin, Phenylacetylen und Vinylacetylen, treten. Als Kondensationsmittel eignen sich z. B. Chlorzink, ferner Stoffe, die besonders für die Friedel-Craftssche Reaktion Verwendung finden, wie Äluminiumchlorid, Zinntetrachlorid, Eisenchlorid und Borfluorid. Die Umsetzung kann mit oder ohne Anwendung eines Lösungsmittels vorgenommen werden. In manchen Fällen empfiehlt sich das Arbeiten unter Druck. Die gemäß der vorliegenden Erfindung erhältlichen Produkte stellen technisch wertvolle Stoffe dar, die bei
der Herstellung von Farbstoffen, Textilhilfsmitteln, Kunststoffen, pharmazeutischen Produkten und in der Kautschukindustrie Anwendung finden können.
Beispiel 1
In eine Lösung von 10 Gewichtsteilen Isovaleriansäurechlorid in 20 Gewichtsteilen Petroläther werden unter Rühren und Einleiten von Acetylen bei 0 bis 5 ° 8 Gewichtsteile Aluminiumchlorid eingetragen. Nach einigen Stunden wird das Reaktionsgemisch mit Eiswasser zersetzt und mit Benzol mehrere Male extrahiert. Die benzolische Lösung wird mit Kaliumbicarbonatlösung gewaschen. Unter 12 mm Druck destilliert das Isobutyl-^-chlorvinylketon bei 63 bis 65° in einer Ausbeute von 85°/0 über.
Beispiel 2
In 50 Gewichtsteile Acetylehlorid werden unter Rühren und Eiskühlung 85 Gewichtsteile Aluminiumchlorid innerhalb einiger Stunden eingetragen und gleichzeitig Acetylen eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wird in Eiswasser eingerührt und die wäßrige Lösung meh-. rere Male mit Benzol oder Äther ausgezogen.· Nach dem Äbdestillieren des Lösungsmittels geht unter einem Druck von 12 mm bei 35 bis 38 ° Methyl-jS-chlorvinylketon in einer Ausbeute von etwa 75°/0 über. ,
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Johannes Nelles und Dr. Otto Bayer in Leverkusen-I. G. Werk.
An Stelle von Aluminiumchlorid kann mit dem gleichen Erfolg auch wasserfreies sublimiertes Eisenchlorid angewendet werden.;,*
Beispiel 3 """---. -;j-v-.
28 Gewichtsteile Benzoylchlorid werden mit 20 Gewichtsteilen Heptin unter Eiskühlung" verrührt und 26 Gewichtsteile Zinntetrachlorid innerhalb einer Stunde zugegeben. Nach einigen Stunden wird das braune Reaktionsgemisch unter Rühren in Eiswasser eingetragen und mit Benzol extrahiert. Die benzolische Lösung wird mit Sodalösung und Wasser gewaschen und mit Chlorcalcium getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Benzols hinterbleibt ein dunkles Öl, aus dem man durch Destillation bei 0,15 mm Druck zwischen 135 bis 138 ° Phenylchlorheptenylketon erhalten kann. Der Rückstand stellt ein zähflüssiges Öl dar.
Beispiel 4
7 Gewichtsteile Acetylchlorid werden mit 10 Gewichtsteilen Heptin vermischt und unter Rühren bei Temperaturen unter 10 ° innerhalb 3 Stunden 13 Gewichtsteile Aluminiumchlorid eingetragen. Nach üblicher Aufarbeitung destilliert unter 15 mm Druck bei 96 bis 105 ° Methylchlorheptenylketon in guter Ausbeute über.
Beispiel 5
- 100 Gewichtsteile technisches Stearinsäurechlorid werden in 100 ecm Tetrachlorkohlenstoff
gelöst und unter Einleiten von Acetylen 44 Gewichtsteile Aluminiumchlorid unter Ausschluß . der Luftfeuchtigkeit allmählich eingetragen. ■ffeich Bee^igung der Reaktion wird die Masse •■S^Eiswäsier eingerührt und das Reaktions- £$&ödukt :<mit Benzol extrahiert. Nach dem iiWäschen/ Trocknen und Abdampfen des Lösungsmittels hinterbleibt das Heptadecylchlorvinylketon als braunes, dickflüssiges Öl, das eine geringe Menge Stearinsäure enthält.
Beispiel 6
33 Gewichtsteile jS-Chlorpropionsäurechlorid werden in 33 Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und unter Außenkühlung und langsamem Eintragen von 34 Gewichtsteilen Aluminiumchlorid Acetylen unter geringem Überdruck (20 ecm Quecksilber) und unter kräftigem Rühren eingeleitet. Nach Beendigung der Acetylenaufnahme wird das Reaktionsprodukt mit Eiswasser zersetzt und in üblicher Weise aufgearbeitet. Bei der Destillation bei 16 mm Druck geht das jS-Chloräthyl-ß-chlorvinylketon zwischen 78 und 80 ° als farbloses Öl über (Ausbeute etwa 30 Gewichtsteile).

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten des Acetylens und seiner Homologen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese mit Säurehalogeniden in Gegenwart von Kondensationsmitteln umsetzt.
DEI52461D 1935-06-01 1935-06-01 Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten des Acetylens und seiner Homologen Expired DE642147C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0251115A3 (en) * 1986-07-03 1988-09-21 Basf Aktiengesellschaft Method for the production of beta-halovinyl- and beta,bemethod for the production of beta-halovinyl- and beta,beta-dihaloethylarylketones ta-dihaloethylarylketones

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0251115A3 (en) * 1986-07-03 1988-09-21 Basf Aktiengesellschaft Method for the production of beta-halovinyl- and beta,bemethod for the production of beta-halovinyl- and beta,beta-dihaloethylarylketones ta-dihaloethylarylketones

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