CH192173A - Verfahren zur Herstellung von auslöschbaren Lichtbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von auslöschbaren Lichtbildern.

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CH192173A
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Aktiengesellschaft Zeiss Ikon
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Zeiss Ikon Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung von     auslöschbaren    Lichtbildern.  <B>ei</B>    Die vorliegende Erfindung bezieht sieh  auf ein Verfahren zur Herstellung von     aus-          löschbaren    Lichtbildern. In     derTechnik    tritt  zuweilen die Notwendigkeit auf, Lichtbilder  auf einem Material herzustellen, das bei ge  eigneter Behandlung das ursprüngliche Bild  verliert     und    von neuem lichtempfindlich wird.  Theoretisch gesehen, könnten zwar die be  kannten     Halogen-Silber-Emulsionen    bereits  diesen Zweck erfüllen, weil man bekanntlich  das im Entwickler entstandene     Silbe*rbild    in  lichtempfindliches Halogensilber zurückver  wandeln kann.

   Dieses bekannte Verfahren  ist aber praktisch     tinverwertbar,    weil es sich  um chemische Reaktionen bandelt, die um  ständlich und nicht beliebig oft wiederhol  bar sind.  



  Nach der vorliegenden Erfindung werden  als lichtempfindliches Material an Stelle des  Halogensilbers solche Materialien verwandt,  die unter dem     Einfluss    von Strahlen bestimm  ter Wellenlänge ihre Körperfarbe sichtbar  verändern,     bezw.    die bei Bestrahlung mit    Licht eines bestimmten     Spektralbereicbeem     einen bestimmten Farbton und bei Belichtung  mit Licht eines andern     Spektralbereicbes     einen von dem ersten Farbton     unterschied-          liehen    Farbton     annehmeii.    Derartige Mate  rialien sind bereits bekannt.  



  Beispielsweise verändert das     Triphenyl-          fulgid,        eit)    Körper von der Zusammensetzung       C24111603,    seine an und<B>für</B> sich orangerote  Körperfarbe unter dem     Einfluss    von     blaueni          bezw.    blaugrünem. Licht in braunschwarz.  Diese Verfärbung ist ziemlich beständig. Sie  wird wieder rückgängig gemacht durch     in-          terisive    Bestrahlung insbesondere mit lang  welligem Licht.  



  <B>An</B> Stelle des     Triphet)ylfulgids    kann man  zahlreiche andere     Fulgide    verwenden, bei  spielsweise das     Diphenyl-o-iiitroplieiiylftilgid,     dessen normalerweise rote Körperfarbe unter  dem     Einfluss    von blauem Licht stark ver  dunkelt wird, Während zur Rückverwandlung  ebenfalls langwelliges Licht verwendet wer  den kann.      Einen ähnlichen Effekt zeigen verschie  dene Körper aus der     GruppederHydrazone.     



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist die Verwendung dieser Stoffe in der       Lichtbildtechnik.     



  Ein Anwendungsgebiet besteht beispiels  weise in der Herstellung von Kontrollbildern  von photographischen Negativen. Es ist eine  alte Forderung der photographischen Technik,  die infolge der     Helligkeitswertumkehrung     für das Auge ungewöhnlich erscheinenden  Negative auf einfachem und nicht kostspieli  gem Wege vorübergehend als Positivbilder  zur Anschauung     züi    bringen. Diese Forderung  hat sich in neuerer Zeit durch die Einführung  der     Kleinbildphotographie    noch erhöht. Be  kanntlich werden Kleinbildkameras mit Film  spulen beschickt, die eine Vielzahl von Auf  nahmen, beispielsweise<B>36</B> auf ein und dem  selben Filmband, enthalten.

   Der Amateur  hat sich daher angewöhnt, die einzelnen<B>Ob-</B>  jekte mehrfach zu photographieren und das  beste Negativ zur Positivherstellung zu ver  wenden. Hierbei war der Amateur bisher  gezwungen, zumindest eine Kontaktkopie des       Negatixfilms    herzustellen, um auf Grund der  kleinen Positive,     event.    bei     LupenbetraChtUng,     das geeignete Bild herauszusuchen. Die vor  liegende Erfindung macht eine solche um  ständliche Arbeitsweise, unnötig. Die Negative  werden, und zwar zweckmässig unter gleich  zeitiger Vergrösserung mit Licht passender  Wellenlänge auf eine Schicht     aufkopiert,     die aus einer der oben genannten Substanzen       nait    oder ohne Bindemittel besteht.

   Als  Bindemittel verwendet man die für andere  photographische Materialen bekannten Stoffe,  wie Gelatine, Eiweisskörper,     Alginate,        Zellu-          losederivate,    Kunstharze     usw.     



  Die     apparative    Anordnung besteht     zwe(#k-          mässigerweise    aus einer Projektionseinrichtung.  Diese setzt sich zusammen aus Lampe, einem       Kondensor,    dem das Negativ tragenden  Halter und dem Objektiv. Auf der Projek  tionsfläche ist ferner die lichtempfindliche  Schicht angeordnet. Je nach Ausführung der  Projektionseinrichtung kann die Anordnung  so erfolgen,     dass    die Schicht in     derAufsicht       oder in der Durchsicht betrachtet werden  kann. Auf dem lichtunempfindlichen Schicht  träger befindet sich der lichtempfindliche  Körper, welcher durch ein Bindemittel am  Schichtträger gehalten wird.

   Die Projektions  lampe     muss    entweder geeignet sein, Licht  eines bestimmten     Spektralbereiches        auszu-,     strahlen, oder es sind Filter in Gestalt von  farbigen Gläsern oder     dergl.    zwischen Licht  quelle und lichtempfindlicher Schicht ange  ordnet.  



  Die Bedienung des Apparates erfolgt in  derselben Weise, wie man es bei normalen  Vergrösserungsapparaten gewöhnt ist. Besteht  beispielsweise die Schicht aus     Triplienyl-          fulgid,    so projiziert man das Negativ mit  blauem Licht auf die Schicht. Nach dem  vorher Gesagten wird das     Fulgid    dann an  den von blauem Licht getroffenen Stellen  dunkel, während es an den Stellen, wo kein  oder wenig blaues Licht auftritt, entweder  gar nicht oder nur wenig verdunkelt wird,  also seine hellere Färbung behält. Da die  Stellen geringer Lichteinstrahlung den ge  schwärzten Stellen im Negativ entsprechen,  ist das Projektionsbild gegenüber dem Nega  tiv in den Helligkeitswerten vertauscht,<B>d.</B> h.  aus einem Negativ ist ein Positiv entstanden.

    Das Bild ist bei richtiger Bemessung des  Projektionslichtes ebenso kontrastreich wie  ein mit Silbersalzen hergestelltes Bild; es  ist also zur Kontrolle des Negativs geeignet.  Gegenüber einer     Halogensilberschicht    besitzt  die erfindungsgemässe lichtempfindliche Schicht  den grossen Vorteil,     dass    der Bildeindruck  entweder allmählich von selbst wieder ver  schwindet oder, was zweckmässiger ist, durch  Bestrahlung mit langwelligem Licht in kurzer  Zeit ausgelöscht werden kann. Die licht  empfindlichen Eigenschaften des Materials  werden bei diesem     Auslöschungsvorgang    nur  so unwesentlich     beeinflusst,        dass    man das  Material unzählige Mal verwenden kann.

   Im  übrigen     lässt    sich das einmal lichtunempfind  lich gewordene Material durch chemische  Aufarbeitung wieder regenerieren.  



  Ein anderes Anwendungsgebiet von dem  erfindungsgemässen Verfahren liegt auf dem      Gebiete des     Registrierwesens.    Es wird all  gemein als ein Übelstand empfunden,     dass     das für     Registrieraufzeichnungen    verwendete  Material nach einmaligem Gebrauch ausge  wechselt werden     muss.    In vielen Fällen  kommt es nicht darauf an, eine registrierte  Aufzeichnung zu erhalten, sondern es kommt  nur darauf an, eine Aufzeichnung dem Auge  vorübergehend sichtbar zu machen.

   Da das  erfindungsgemässe Material genügend licht  empfindlich ist, kann man es in normalen       Registrierapparaten    verwenden, sofern man  die Lichtquelle durch eine solche ersetzt, die  Licht des richtigen     Spektralbereiches    aus  sendet.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren     lässt    sich  auch für Bildtelegraphie und Fernsehzwecke  verwenden.  



  Es ist auch möglich, das Material ohne  Bindemittel auf einem zweckmässig mit einer  Haftschicht versehenen Träger aufzubringen.  Ein solcher Träger kann beispielsweise aus  einer oberflächlich gelösten     Zelluloseester-          schiebt    bestehen. Als Träger kann man auch  eine Glasplatte verwenden, die mit einer  Haftschicht aus Wasserglas oder Gelatine  versehen ist.  



  Die Erfindung ist nicht auf die Herstel  lung von Lichtbildern beschränkt, die gegen  über dein belichteten Bild eine Helligkeits  umkehrung aufweist; man kann auch so ver  fahren,     dass    man zunächst die     liebtempfind-          liebe    Schicht durch     diffuse    Belichtung dunkel  färbt und dann auf die dunkel gefärbte  Schicht mit Licht anderer Wellenlänge ein  Bild     aufkopiert.    Dieses erscheint dann mit  der gleichen Helligkeitsverteilung wie das  Original auf dem Kopiermaterial.  



  Man kann also mit Hilfe der vorliegenden  Erfindung nach Belieben direkte Bilder oder  Umkehrbilder erzeugen.  



  Im Rahmen der vorliegenden Erfindung,  liegt es auch, farbige Bilder zu erzeugen,    indem man beispielsweise im Sinne der     Drei-          farbenphotographie    drei verschiedene licht  empfindliche Substanzen nimmt, die bei Be  strahlung mit langwelligem Licht blau-, grün-,  gelb- und purpurrot gefärbt sind Lind durch  Licht verschiedener Wellenlänge dunkel ge  färbt werden. Man kann dann von' Kopier  vorlage entsprechender Färbung oder durch  Kopierlicht entsprechender Färbung gleich  zeitig oder nacheinander die     Parbteilbilder     auf die lichtempfindliche Schicht     aufkopieren,     wobei in den hellen Stellen die Farben ent  stehen, während die dunklen Stellen als       Schwärzung    wiedergegeben werden.

   Es ent  steht also ein farbiges Bild von annähernd  richtiger     Farbtönungswiedergabe,    das für viele  Zwecke ausreichend ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von auslösch- baren Lichtbildern, dadurch gekennzeichnet, dass als lichtempfindliches Material Stoffe verwendet werden, die unter dem Einfluss von Strahlen bestimmter Wellenlänge ihre Körperfarbe sichtbar verändern, bezw. die bei Bestrahlung mit Liebt eines bestimmten Spektralbereiches einen bestimmten Farbton und bei Belichtung mit Licht eines andern Spektralbereiches einen von dem ersten Farb ton unterschiedlichen Farbton annehmen.
    UNTEIRANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als lichtempfindliches Material eine lichtempfindliche Schicht, bestehend aus Fulgiden mit oder ohne Zusatzbindemittel, dient. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung einer lichtempfindlichen Schicht, bestehend aus Hydrazonen.
CH192173D 1935-12-31 1936-11-21 Verfahren zur Herstellung von auslöschbaren Lichtbildern. CH192173A (de)

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DE489762X 1935-12-31
DE192173X 1935-12-31
DE2305693X 1939-06-15
DE216125X 1939-07-06

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