CH129805A - Verfahren zum Mottenechtmachen von Waren. - Google Patents
Verfahren zum Mottenechtmachen von Waren.Info
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Description
Verfahren zum mottenechtmachen von Waren. Die Mittel zum Schutze von Waren gegen Mottenfrass zerfallen in zwei Gruppen. Die erste Gruppe umfasst flüchtige Stoffe, die durch ihren Geruch mottenabschreckend wir ken. Die Wirkung hört naturgemäss auf, so bald sich das Mittel vollständig verflüchtigt hat. Eine gleichmässige Verteilung auf der Ware ist nicht notwendig, da infolge der Flüchtigkeit die Gase überall hindringen. Die zweite Gruppe umfasst nicht oder sehr schwer flüchtige Stoffe. Ihre Schutzwirkung ist nicht eine vorübergehende, sondern von Dauer. Sie beruht darauf, dass die Waren für Motten ungeniessbar gemacht werden. Die Mittel müssen also gleichmässig an allen Stellen der Ware verteilt sein. Diese gleich mässige Verteilung suchte man bisher in der Weise zu erreichen, dass man die wirksamen Mittel in Flüssigkeiten löste, die Ware damit durchfeuchtete und das Lösungsmittel ver dunsten liess. Dieses Verfahren hat verscbie- dene Nachteile; zum Beispiel können Lösung- _nittel die Ware schädigen, Pelze zum Bei spiel we den durch Behandlung mit Wasser oft hart und auch organische Lösungsmittel ent ziehen ihnen Stoffe, wodurch die Geschmeidig keit leidet. Ferner bietet es zum Beispiel Schwierigkeiten, die Lösungen gleichmässig eintrocknen zu lassen. Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile vermeiden und das Verfahren noch einfacher gestalten kann, wenn man die Ware mit einem dieselbe dauernd mottenecht ma chenden, in Pulverform gebrachten Motten schutzmittel, allein oder in Mischung mit fein verteilten Stoffen, wie Kieselgur, Talkum, Holzmehl usw. auf mechanischem Wege in innige Berührung bringt. Es ist dabei über raschend, dass sich bei dieser mechanischen Behandlungsweise die wirksamen Mittel so innig mit der Ware verbinden lassen, dass sie zum Beispiel aus einem Pelz oder Woll stoff durch Klopfen und Bürsten nicht wieder entfernt werden können, und ihn dauernd mottenecht machen. Es ist nicht notwendig, dass die aufzu bringenden Stoffe oder ihre Mischungen ab solut trocken sein müssen. Sie können geringe Mengen von Wasser oder andern Flüssig keiten enthalten. Das wesentliche ist nur, dass sie noch die Pulverform besitzen, das heisst nicht zu Klumpen zusammenbacken. Bei Verwendung von Trägerstoffen, wie zum Beispiel Tallzum oder Kieselgur, kann man also sogar wirksame Flüssigkeiten auf diese Weise der Ware auf trockenem Wege ein verleiben. Die Behandlung kann gegebenen falls auch bei erhöhter Temperatur vorge nommen werden. <I>Beispiel 1:</I> Talkum, das 51/9 Chlorkresotinsäure ent hält und ein völlig trockenes Pulver darstellt, wird in einer Trommel mit Pelzen oder an dern Waren einige Zeit gerollt. Die Ware ist nach Entfernung des Talkums, das nunmehr nur noch den Überschuss an Chlorkresotin- säure enthält, mottenecht. <I>Beispiel 2:</I> Ein mit D. R. P.<B>347722</B> beschriebenes Mottenschutzmittel wird auf Holzmehl mit oder ohne Zusatz von etwas Essigsäure ver teilt und in einer Trommel mit der motten echt zu machenden Ware zwei Stunden ge rollt. Das nur noch den Überschuss an Motten schutzmittel enthaltende Holzrnehl wird nach der Behandlung durch Klopfen oder in einer Entstäubun"trornmel entfernt. Die Ware ist jetzt mottenecht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Mottenechtmachen von Waren, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware mit einem dieselbe dauernd mottenecht machenden, in Pulverform gebrachten Motten- schutzmittel auf mechanischem Wege in in nige Berührung gebracht wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mottenschutzmittel in Mischung mit einem feinverteilten Stoff angewandt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129805X | 1926-06-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH129805A true CH129805A (de) | 1929-01-02 |
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ID=5663275
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|---|---|---|---|
| CH129805D CH129805A (de) | 1926-06-23 | 1927-06-16 | Verfahren zum Mottenechtmachen von Waren. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH129805A (de) |
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1927
- 1927-06-16 CH CH129805D patent/CH129805A/de unknown
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