DE730342C - Verfahren zur Herstellung von Progressivpulver - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Progressivpulver

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DE730342C
DE730342C DEW106222D DEW0106222D DE730342C DE 730342 C DE730342 C DE 730342C DE W106222 D DEW106222 D DE W106222D DE W0106222 D DEW0106222 D DE W0106222D DE 730342 C DE730342 C DE 730342C
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DE
Germany
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powder
water
production
soluble
progressive
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Expired
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DEW106222D
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English (en)
Inventor
Dr Herbert Pauling
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WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
Original Assignee
WESTF ANHALTISCHE SPRENGSTOFF
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008Compounding the ingredient
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Progressivpulver Es ist bekannt, rauchschwaches Pulver einer Oberflächenbehandlung zu unterwerfen, um ein progressives Pulver herzustellen. Vor der Oberflächenbehandlung werden ,die in der geformten Pulvermasse enthaltenen Lösungsmittel zum größten Teil. durch Tracknen, gi.:-gebenenfalls im Vakuum, entfernt. Die letzten ]Reste det Lösemittel werden dadurch beseitigt, .daß das Pulver bei höherer Temperatur mit Wasser behandelt wird. Im Anschluß an den Wässerungspro.zeß wird abermals getrocknet. Das Pulver befindet sich hierbei in einem Zustand, der erhebliche Gefahren. mit sich -bringt. So haben schon crft Brände und Explosionen stattgefunden, die durch elektrostatische Aufladung der trokkenen, noch unbehandelten Pulverelemente verursacht wurden..
  • Die Phlegmatisierung der #Pulveroberflächc wird allgemein nun so. vorgenommen, daI? das Pulver in, einer DrehtrommeL entweder mit einem geschmodzcnen Phltgmatisator oder mit der Lösung eines Phlegmatisators behandelt wird. Als. Lösungsmittel für den Phlegmatisator kommen nur solche Flüssigkeiten in Betracht, welche, wie z. B. Benzol oder Tuluol, die Nitrocellulose der Pulverteilchen nicht angreifen. Für dien Zweck ist u. a. auch Methyi- oder Äthylalkohol vorgeschlagen worden, dem so viel Wasser zugesetzt war, daß seine Lösefähigkeit für Nitrocellu-Iose in ausreichendem Maße herabgesetzt war.
  • Um die Oberflächenbehandlung des Pulvers gefahrloser zu gestalten, wurde in Vorschlag gebracht, die Mischung des Pulvers mit einem der üblichen Phlegmatisatoren, z. B. Dimethyldiphenylharnstoff, mit Wasser anzufeuchten und bei umlaufender Trommel bis auf eine nahe an dem. Schmelzpunkt des Phlegmatisators liegende Temperatur (z. B. 85 bis 9o°) zu erwärmen. Obwohl der Phlegmatisatar schon bei dieser Temperatur eine gewisse Phlegmatisierung der Pulveroberfläche herbeiführt, gelang es doch nicht
    hierbei die erforderliche Gleichmäßigkeit zu
    erzielen- und ein ballistisch einwandfreies Pul-
    ver zu erzeugen.
    Es wurde nun gefunden, daß eine Ober-
    flächenbehandlung auch in wassernassem .7u-
    stande vorgenommen werden kann, wenn statt:
    der üblichen, in Wasser unlöslichen Phleg-
    marisatoren. solche verwendet werden, die,
    wie Urethan und Diphenylamin, eine mehr
    oder minder große Löslichkeit im Wasser be-
    sitzen. Mit diesen Stoffen kann das Pulver
    sofort im Anschluß an die Wässerung bei
    einem Wassergehalt von lieispiels`ve.ise 140,ä
    behandelt werden, so daß ein zearaubender
    und ziemlich gefährlicher Trocknungsprozeß
    gänzlich in Fortfall kommt.
    Weiter wurde festgestellt, daß gleichzeitig
    mit diesen wasserlöslichen Phlegmatisatoren
    oder än Anschluß daran auch nicht wasser-
    lösliche Phlegmatisätoren bekannter Art, ivie
    Dimethyldiphenylhanrsto-ff, Campher, Äthyl-
    phenylurethan, Dinitrotoluol usw., benutzt wer-
    den können. In diesem Falle übernehmen d#e
    wasserlöslichen Phlegmatisatoren die Rolle
    von Lösungsver..nittlern, so da,ß es in ihrer
    Gegenwart gelingt, auch die üblichen Phleg-
    matisatoren für die Oberflächenhehandlung
    wassernasser Pulver heranzugehen.
    Beispiel i
    ioo Gewichtsteile unbehandeltes Nitro-
    celllluloseröhranpulver, das etwa 12 bis 140,10
    Wasser enthält, werden. etwa 5o° -warm. in
    eine Trommel eingebracht. Im Verlauf von
    2 Stunden: wird in kleinen Anteilen eine.Mi-
    schung vom: 2 Gewichtsteilen. Diphenylamin
    ünd i Gewichtsteil Urethan in pulverförmi-
    gem Zustand in die umlaufende Trommel ein-
    gestreut und dadurch die gewünschte Phleg-
    niati;sierung herbeigeführt.
    t=
    Beispiel 2
    i oo Gewichtsteile unbehandeltes Nitro-
    celluloseröhrenpulver, das etwa 12 bis i.lO'o-
    Wasser enthält, werden etwa 5o° wann in
    eine Trommel eingebracht und durch Auf-
    brausen einer siedenden Lösung von i Teil,
    Urethan in 3 Teilen Wasser imprägniert. An-
    schließend daran wird eine geschmalzene Mi-
    schung von 3 Teilen DiTritrotoluol und 0,75
    Tie?ilen Äthylphenylurethan auf das Pulver
    in der Trommel aufgebraust.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Pro- gressivpulver, * dadurch gekennzeichnet, daß dass wassernasse Pulver mit -wasser- löslichen Phlegmatisatoren, insbesondere Urethan oder Diphenyiamin, behandelt wird. 2. Verfahren. nach Ampruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig oder an- schlie&i,!d nicht wasserlösliche phIeg- matisatoien, zur Einwirkung gebracht wer- den..
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