AT94213B - Verfahren zur Herstellung diastasehaltiger Präparate. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung diastasehaltiger Präparate.

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  Verfahren zur Herstellung diastasehaltiger Präparate. 



   Das unter dem   Namen"Diastase"bekannte   Agens besteht, wie dies auch in der einschlägigen Literatur behauptet wird, höchstwahrscheinlich aus zwei verschiedenen Enzymen, dem Stärke verflüssigenden und dem   verzuckernden.   Das letztere ist gegen physikalische, chemische und mechanische Einflüsse weitaus empfindlicher als das erstere. Daher kommt es, dass alle nach den bisher üblichen Methoden hergestellten diastatischen Präparate in ihrer Wirkung, namentlich was die Verzuckerung anbelangt, gegenüber dem Ausgangsmaterial erheblich geschwächt sind.

   Dabei ist überdies anzunehmen, dass auch die nach den üblichen Analysenmethoden gefundenen Werte für die diastatische Kraft des letzteren nicht der wirklich vorhandenen Aktivität entsprechen, da schon bei der für die Analyse erforderlichen Bereitung eines Auszuges ein Teil des sehr empfindlichen Enzyms vernichtet wird. 



   Diastatische Lösungen sind kolloide Systeme und ihre völlige oder teilweise Inaktivierung ist einer Veränderung ihres Dispersitätsgrades   zuzusehreiben.   Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, solche schädliche Zustandsänderungen durch Zusatz eines geeigneten Schutzkolloids zu verhindern. Zur Erzielung dieser schützenden Wirkung haben sich Eiweissstoffe, namentlich Leim und Gelatine am besten geeignet erwiesen. Ein mit einer   Leim-oder Gelatinelosung gemaischtes   Grünmalz zeigt gegenüber dem mit Wasser allein extrahierten eine bedeutend gesteigerte Aktivität. Die Steigerung beträgt z. B. bei einer in bezug auf das   Grüp. malz 10%igen,   in bezug auf den Leim   2-5 % igenMaische 60 %.   



   Dass hier tatsächlich eine Schutzwirkung vorliegt und nur zum kleinsten Teil eine spezifische Begünstigung wie sie in der Literatur z. B. als Wirkung von Asparaginsäure beschrieben wird, geht daraus 
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 der. diastatischen Kraft verursacht. Dasselbe gilt für Darrmalz und diastatische Präparate, bei denen eben das sehr labile Enzym schon vernichtet ist. 



   Nach der österreichischen Patentschrift Nr. 38841 wird durch Vermischung von zerkleinertem Grünmalz mit einer Lösung, die u. a. auch Eiweiss enthält, eine Grünmalz-Dauerware hergestellt. Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren unterscheidet sich von dem dortigen Verfahren dadurch, dass es die Herstellung eines diastatischen Extrakts bezweckt, dessen Diastase durch den Eiweisszusatz beim Extrahieren und Eindampfen geschützt wird, während die Arbeitsweise nach obiger Patentschrift nur in der einfachen, mechanischen Vermischung von Grünmalz mit einer Lösung besteht, die neben andern für die Hefeernährung in Betracht kommenden Stoffe auch Eiweiss oder dessen Ahbauprodukte enthält. 



   Beim Maischen von Malz nach dem bisher üblichen Verfahren hat die Maische einen Säuregehalt, der einer zirka   0-02-n Milchsäurelösung   entspricht. Steigt der Säuregehalt höher an, was infolge von Bakterieninfektionen manchmal vorkommen kann, so wird bei gleichzeitiger Erhöhung der verflüssigenden Kraft das Verzuckerungsvermögen weitgehend   geschädigt.   Bei Anwesenheit der in Rede stehenden Schutzkolloide in der Maische, tritt eine Schädigung des verzuckernden Enzyms nicht ein, während die Förderung der verflüssigenden Wirkung sich dennoch geltend macht.

   Man kann auch dem fertigen kolloidhaltigen Extrakt organische oder Mineralsäuren in einer Menge zusetzen, die bei normal hergestellten Extrakten bereits Schädigung des verzuckerndem Enzyms verursachen würden und erreicht damit eine bedeutende Verstärkung der   verflüssigenden'Wirkung,   ohne eine gleichzeitige Schädigung der verzuckernden befürchten zu müssen. Durch geeignetes Konzentrieren der leimhaitigen Auszüge, wobei der Zusatz die schädigende Wirkung dieser Operation paralysiert, lassen sich feste Präparate herstellen, die viel handlicher und in bezug auf Verpackung   ökonomischer   sind als die bisher üblichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung diastasehaltiger Präparate, zweckmäss g in fester Form, dadurch 
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 Zusatz eines geeigneten Schutzkolloids erhält, zum Zwecke die diastatische Wirkung auch beim   Konzern-   trieren des Extrakts nach Möglichkeit zu erhalten. 

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Claims (1)

  1. 2. Eine Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hiebei ein Säuregrad zur Anwendung kommt, der die bei der normalen, bisherigen Extraktion übliche Azidität übersteigt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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