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Magnetelektrische Zündvorrichtung.
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die Polschuhkanten verlängert. um die Unterbrechung stets mit der grössten Kraftlinienänderung zusammenfallen zu lassen. Diese Zündvorrichtungen geben nur zwei Funken bei jeder Umdrehung.
Es sind ferner Zündvorrichtungen bekannt, bei welchen zwischen dem feststehenden, senkrecht zum Feld der permanenten Magnete stehenden Doppel-T-Anker und den Polschuhen eine Hülse sich dreht, welche den Kraftliniendurchgang im Anker steuert. Diese Vorrichtungen erzeugen zwar vier Funken bei jeder Umdrehung, haben aber den Nachteil, dass bei der Zündzeitver- verstellung die Unterbrechlmg nicht im Zeitpunkt grösster Kraftlinienänderung erfolgt, wo- durch die Stärke des Zündfunkens vermindert wird.
Die Erfindung vereinigt die Vorteile der beiden bekannten Systeme, ohne deren Nachteile zu besitzen, indem sie vier Funken bei jeder Umdrehung und für alle Ziindzeitpunkte gleich starke Kraftlinienänderung ermöglicht.
Die Erfindung besteht darin, dass bei einer magnetelektrischen Zündvorrichtung, bei welchem zwschen den Polschuhen und dem nicht umlaufenden Anker Leitstücke umlaufen. welche die induzierten Kraftlinien steuern, die Innenflächen der Po ! schuhe als Hülse ausgebildet sind, welch letztere mit dem Anker gekuppelt ist und mit ihm zur Nachführung des permanenten
Feldes bei der ZündzeitversteUung verstellt werden kann. Dabei werden die Kraftlinienleit- stücke zweckmässig durch eine mit geeigneten Ausschnitten versehene Hülse gebildet. Der
Unterbrecher kann hiebei an dem Hülsensystem angeordnet sein und gleichzeitig mit dem Anker und der Verstellhülse verstellt werden.
Man kann aber den Unterbrecher auch in den Verstell- hebel einbauen, mit dem die Verteilerscheibe fest verschraubt ist, oder es kann der Unterbrecher auch unter Anwendung der doppelten Anzahl von Ablenknocken an der Verteilerwelle ange- ordnet sein.
Wenn der Unterbrecher an dem Hülsensystem angeordnet ist. so trägt die hintere Nabe der aus den Kraftlinienleitstücken zusammengebauten rotierenden Hülse die Unterbrecher- nocken und von diesen Nocken aus wird der den beweglichen Platinkontakt tragende Unter- brecherhebel abgelenkt, der auf der Verstellhülse sitzt und zusammen mit dem festen Platin- kontakt den Unterbrecherkontakt bildet. Die Stirnplatte der Verstellhülse ist abgesetzt und besitzt eine Durchbrechung, durch welche der Unterhrecherhebel mit dem Nockenring in Be- rührung treten kann.
Der feste Platinkontakt ist auf einer gegen die Stirnplatte der Verstell- hülse isolierten Brücke befestigt, welcher der Strom von der Primärwicklung des Ankers durch eine geeignete Stromüberführung zukommt, die gleichzeitig auch noch mit dem der runden
Form der Stirnplatte angepassten Kondensator in leitender Verbindung steht.
Die Stirnplatte der Verstellhülse trägt ausserdem noch ein Zahnradsegment, in welche" ein am Verstellhebel befestigtes zweites Zahnradsegment eingreift, so dass die Verstellung der
Hülse direkt von dem Verstellhebel aus erfolgt.
Mit dem Verstellhebel ist die Verteilerscheibe fest verschraubt, so dass sie bei der Ver- drehung des Verstellhebels dessen Bewegung mitmachen muss.
Druch die feste Verbindung von Verteilerstellhebel und Verteilberschiebe wird erreicht, dass bei der Verwendung von Kontaktsegmenten diese wesentlich kürzer sein können. als wenn der Verstellhebel unabhängig von der Verteilerscheibe bewegt werden müsste.
Der mit der Verteilerscheibe verbundene Verstellhebel ist in der hinteren Seitenplatte des Zündapparates gelagert und wird durch zwei Schrauben, unter denen Blattfedern liegen. gegen die hintere Seitenplatte herangezogen.
Ist nicht die Stirnplatte der Verstellhülse als Träger für den Unterbrecher und Kondensator ausgebildet, sondern der Verteilerstellhebel, so sitzt die Nockenscheibe zur Betätigung des Unter- brechers auf dem umlaufenden Verteilerstück und der Kondensator und der feststehende Platin-
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stellhebel trägt auch in diesem Falle ein Zahnradsegmentrad, das in eine Zahnung der Verstell- hülse eingreift, so dass diese bei der Betätigung des Verteilerstellhebels mitgenommen wird.
Bei Vielzylindermotoren können an Stelle der Verteilersegmente und der umlaufenden
Schleifkohle auch tberschlagspitzen angewendet werden, die den Zündstrom anstatt durch gleitende Berührung durch eine kurze Funkenstrecke zu den Zündkerzen überleiten. Hiehel @ können die Stromüberleitunsstücke in der Verteilerscheibe in parallelen Reihen zueinander
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gegenstandes einen entsprechend ausgerüsteten Magnetzündapparat im Querschnitt, im Längsschnitt und einem Querschnitt durch den Unterbrecher.
Die Fig. 4,5, 6,7 und 8 zeigen den Verstellsatz des Zündapparates in einer Seitenansicht, einem senkrechten Schnitt, einer Stirnansicht und einer zweiten Ausführungsform des Kondensators in Schnitt und Ansicht und die Fig. 9 und 10 zeigen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei welcher der Unterbrecher in den Verstellhebel eingebaut ist.
Innerhalb der Polschuhe 1 der magnetelektrischen Zündmaschine von bekanntem Aufbau ist die verstellbare Hülse 2 gelagert. Sie ist auf der Achse 3 des Ankers 4 mittels des Keiles 5 aufgekeilt. Der Anker 4 ruht einerseits mit der Achse 3 in der Seitenplatte 6, andererseits mit dem Zapfen 7 in der Stirnwand der rotierenden Hülse 8. Diese ist mit der Welle 9, welche in bekannter Weise mit einem umlaufenden Teil des Motors gekuppelt ist, in der Seitenplatte 10
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dieser Büchse befinden sich die vier Ablenknocken 12, 12a, 12b, 12c des Unterbrechers und der
Unterbrecherhebel 13 ist an der Stirnwand. ? 4 der verstellbaren Hülse 2 gelagert. Ihm gegenüber ist der feststehende und isolierte Unterbrecherkontakt 15 angeordnet.
Von der rotierenden Hülse 8 wird mittels des Zahnrädergetriebes 16 die Verteilerwelle 17 angetrieben, auf welcher in bekannter
Weise die umlaufende Verteilerschliefkohle 18 befestigt ist. Ihr wird von der Sekundärwicklung 19 des Ankers durch die Klemme 20 der Zündstrom zugeführt. Die Verteilersegmente 21 sind in die Verteilerscheibe 22 eingelassen und diese ist mit dem in der Seitenplatte 6 drehbar gelagerten
Zündmomentstellhebel 23 verschraubt. Am Verstellhebel 23 befindet sich das Zahnsegment 23a, welches mit dem auf der verstellbaren Hülse 2 angeordneten Zahnradsegment 23b zusammen- arbeitet.
Die Primärwicklung 24 ist an den isolierten Unterbrecherkontakt 15 geführt, der t (gegenkontakt des Unterbrechers liegt an Masse und parallel zum Unterbrecher ist der Konden- sor 25 geschaltet. Die Wirkungsweise ist die folgende :
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Bei dem Verstellsatz der magnetelektrischen Zündmaschine, bei welchem die Stimplatte 14 der Verstellhülse als Träger für den Unterbrecher ausgebildet ist, besitzt dieselbe eine Nabe un einen Aufsatz, der zur Aufnahme des an der rotierenden Hülse 8 angeordneten. Nockenrires 12d dient. Der Aufsatz 11 besitzt eine Durchbrechung, durch welche der auf der Stirnplatte drehbar gelagerte, den beweglichen Plattenkontakt 26 tragende Unterbrecherhebel 13 hindrucktreten und mit dem Nockenring ?. < M in Berühung kommen kann. Der feststehende Platinkontakt 15 ist auf einer an dem Aufsatz 11 isoliert befestigten Brücke 27 angeordnet, welche durf h eine geeignete Stromüberführung mit dem auf der Ankerachse sitzenden Strom- überführungsstück 29 in leitender Verbindung steht.
Die Stromüberführung 28 ist ausserdem M : h an den Kondensator 25 gelegt, welcher der runden Form der Stirnplatte angepasst ist. Der Aufsatz trägt ausserdem noch das Zahnradsegment 23b, das mit dem am Verstellhebel sitzenden Zahnradsegment 23a in Eingriff steht, der in der hinteren Seitenplatte des Zündapparates drehbar gelagert ist und mit dem die mit Verteilersegmenten ausgerüstete Verteilerscheibe 22 durch die Schrauben 30 fest verbunden ist.
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Der feststehende Platinkontakt 15 sitzt auf einer auf dem Verteilerstellhebel befestigten Brücke 27, an welcher der Kondensator 26 in ganz ähnlicher Weise angeschlossen ist wie bei der ersten anführungsform und der ebenfalls mit dem Verstellhebel verschraubt is\ und sich dun ? wischen dem Rande des Verteilerstellhebels 23 und der Nockenscheibe 12d freibleibenden . taumes des Verstellhebels anpasst. Von der Brücke 27 aus führt ein kurzes Kabel 32 zu der X wicklung des Ankers.
Die Anordnung des Unterbrechers und des Kondensators auf den Verteilerstellhebel und die Anordnung der Nockenscheibe auf der Verteilerwelle bringt es mit sich, dass diese Teile, sowie die Stromzuführung vom Kondensator zur Primärwicklung des Ankers nach Abnahme der Verteilerscheibe bequem zugänglich sind, um so mehr, als sie wesentlich höher liegen, als wenn sie auf der Stirnplatte der Verstellhülse sitzen, weil sie dann nicht so nahe an die Grundplatte herangerückt sind.
An Stelle der Verteilersegmente können namentlich bei Vielzylindermotoren in die Verteilerscheibe Uberschlagsspitzen eingesetzt sein, wobei sie in parallelen Reihen zu einander angeordnet sein können. Den Überschlagsspitzen in der Verteilerscheibe stehen im rotierenden Verteilerstück eine der Anzahl der Reihen entsprechende Anzahl miteinander leitend verbundener Stromüberleitungsstücke gegenüber und laufen beim Betrieb des Zündapparates an den in der Yerteilerscheibe sitzenden Überschlagsspitzen vorbei.
Diese Anordnung macht es möglich, den Durchmesser der Verteilerscheibe noch weiter zu verringern.
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1. Magnetelektrische Zündvorrichtung, bei der zwischen den Feldpolschuhen wnd dem nicht umlaufenden Anker Leitstücke umlaufen, die die induzierten Kraftlinien steuern, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche der Polschuhe als Hülse ausgebildet ist, die mit dem Anker gekuppelt ist und mit ihm zur Nachführung des permanenten Feldes bei der Zündzeitpunktverstellung verstellt werden kann.