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Bei schnellaufenden Exzenterpressen mit etwa 400 und mehr minutlichen Hüben und mit selbsttätigem Vorschub und selbsttätiger Ausrückung des Stössels nach jeder beendeten Arbeitsrunde ist es mit Rücksicht auf die hohe Arbeitsgeschwindigkeit von wesentlicher Bedeutung, den bewegten Massen die Geschwindigkeiten so anzupassen, dass die Beschleunigungs- und Ver- zögerungskrärte nicht übermässig gross werden.
Um dies zu erreichen, bzw. um die Möglichkeit zu geben, bei solch hohen Arbeit. 8
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unmittelbarer Verbindung mit der Ein-und Ausrückung des Schaltgestänges für das schrittweise zu bewegende Schaltrad unter jeweiliger Voreilung der Ein-und Ausrückung des Arbeitsstössels erfolgt und ausserdem bei der Einrückung das Schaltgestänge. bzw. die Schaltklinke gegenüber dem Arretiergestänge voreilt, während bei der Ausrückung das Arretiergestänge durch das Schaltgestänge an der Bewegung gehindert wird.
Zur Erreichung dieses Zieles werden zur Betätigung der Schaltung und Arretierung zu einander versetzte offene Hubkurven verwendet, von denen die das Schaltgestänge be- einflussende Kurve so ausgebildet ist, dass der den Vorschuh bewirkende Teil sich nicht wie bei normalem Kurbelgetriebe über 180", sondern über etwa 210 erstreckt, wodurch es ermöglicht ist, viel grössere Zeiteinheiten für die zu beschleumgenden und zu verzögernden Schaltgestänge des Teilrades, sowie für die zu bearbeitenden Werkstücke zu gewinnen.
Der abfallende, sich über 140a erstreckende Teil dieser Kurve dient zur Betätigung des Rückganges des leichten Schaltgestänges, während die zwischen dem auf-und absteigenden Teil der Kurve noch verbleibende Strecke von etwa 100 konzentrisch zur Achse verläuft, so dass alle vorher bewegten Teile auf dieser Strecke den Beharrungszustand erreichen, was noch durch Abbremsen des Teilrades und des Hubhebels unterstützt wird. Zur Arretierung des Schaltrades nach jeder Schaltung dient eine besondere Arretierungsklinke, die ebenfalls von einer offenen Kurve gesteuert wird, welche zu der die Schaltklinke beeinflussenden Kurve so versetzt ist, dass der abfallende Teil der letzteren dem entsprechenden Teil der ersteren gegenüber etwas voreilt.
Ferner ist die Einrichtung so getroffen, dass der die Verbindung zwischen dem Arbeitsstössel und dem Pleuelkopf herstellende Drehschieber in einer Kulisse geführt ist, die horizontal verschiebbar gelagert ist, auf Grund welcher Anordnung die Möglichkeit gegeben ist, den Stössel jederzeit verstellen zu können, ohne dadurch die Betätigung des Drehschiebers zu beeinträchtigen, der dessen ungeachtet siets in der höchsten Stellung des Pleuelkopfes ein-und ausgerückt werden kann.
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ansicht, jedoch zu Fig. 1 um 180 verdreht, Fig. 3 ist eine Rückansicht, Fig. 4 eine teilweise geschnittene Vorderansicht, Fig. 5 ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 4, Fig. 6 ein Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 2, während die Fig. 7 bis 12 Einzelheiten in grösserem Massstb darstellen, und zwar zeigen Fig.
7 und 8 die Steuerungskurvenscheiben für das Schalt-
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in ausgerückte Zustand durch'Reibung in seiner höchsten Stellung gehalten wird. Die Pleuet- kopfführung 3 besitzt einen festen Steg 6 und neben diesem eine Aussparung 7 (Fig. 4) ; ersterer kann sich bei ausgerückte Stössel 5 in einer Attssparung S eines Kupplungsdrehschiebers S bewegen, wobei die Aussparung 7 über den massiven Teil des Schiebers : 9 gleitet. Der Schieber 9 ist an seinem hinteren Ende mit einem Arifn. ? fest verbunden, dessen unteres Ende eine Rolle 11
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Stange 26 angeordnet ist, mit der ein auf einer Vierkantwelle 27 sitzender Hebel 28 verbunden ist.
Auf der Welle 27 sitzt ferner ein Arm 29, der vorne eine verstellbare Anschlagschraube 30 trägt, welche von einem keilfötmigen Nocken 31 beeinflusst wird, der auf dem den Vorschub des Werkstückes bestimmten Teilrad 32 angeordnet ist (Fig. 1, 4,6). Das Teilrad 32 sitzt fest auf dem unteren Ende der Sattelstockapindel 33, deren oberes Ende eine an sich bekannte Einspann- vorrichtung 34 für das Werkstück trägt.
Die Schaltung des Teilrades 32 erfolgt von der Welle 1 aus durch eine offene Hubkurvenscheibe 35 (Fig. 7), die auf eine Rolle 36 eines bei 37 drehbaren Doppelwinkelhebels 38 einwirkt, der von einer starken Feder 39 beeinflusst wird (Fig. 2, 9,10). Der nach unten gerichtete Arm des Doppelwinkelhebels 38 stützt sich mittels einer Stellschraube 40 gegen einen bei 41 drehbaren Arm 42 (Fig. 2,9), der, sobald die Berührung zwischen ihm und der Schraube 40 infolge Drehung der Kurvenscheibe 35 aufgehoben wird, durch eine Feder 43, die auf einer mit der Kulisse 12 verbundenen Stange 44 angeordnet ist, zur Seite gedrückt wird. Eine Feder 45 bewirkt die Rückbewegung des Armes 42 (Fig. 3 bis 5).
An den hinteren Arm des Doppelwinkelhebels 38 ist ein Gestänge 46 angelenkt, welches unter Einschaltung von verstellbaren, zur Veränderung des Vorschubes dienenden Kreuzgelenkbolzen 47 an eine Schubstange 48 angeschlossen ist, deren vorderes Ende mit der Schaltklinke 49 in Verbindung steht, die in einem um die Sattelstockspindel 33 drehbaren Arm 50 gelagert ist (Fig. 6,9 bis 11).
Durch den Einfluss der Kurvenscheibe 35 auf das vorbeschriebene Gestänge wird der Vorschub bewerkstelligt. Die Arretierung des Schaltrades 32 nach jeder einzelnen Schaltung und die Aufhebung geschieht ebenfalls von der Welle 1 aus, und zwar durch eine zweite offene
Kurvenscheibe 51 (Fig. 8), indem sie auf eine Rolle 52 einwirkt, die am vorderen Ende eines ebenfalls um die Achse 37 drehbaren Hebels 53 angeordnet ist (Fig. 2,9 bis 11). Der Hebel 53 steht durch eine Stange 54 mit einem auf einer Vierkantwelle 55 sitzenden Arm 56 in Verbindung, die ihrerseits wiederum durch das Kugelgelenk 57 mit der bei 58 drehbar gelagerten Arretierklinke 59 verbunden ist (Fig. 3,6).
Durch die Kurvenscheibe 51 wird die Vierkantwelle 55 verdreht und diese Bewegung überträgt sich durch das Gelenk 57 auf die blinke 58 (Fig. 6), welcht r somit je nach der Stellung der Kurvenscheibe 51 entweder in die Zahnlückenjles Teilrades 32 eindringt oder aus ihnen heraustritt. In ausgerücktem Zustand der Presse (Fig. 2,4) stützt sich der Arretierhebel 53 mittels einer Stellschraube 60 bei 61 auf den hinteren Arm des Doppel- winkelhebels 38 (Fig. 9,12), so dass in dieser Stellung das Hub-und Arretiergestänge nur geringe
Bewegungen ausführen kann.
Da aber die Kurvenscheiben 35 und 51 derart gegeneinander versetzt sind, dass die abfallende Kurve von 35 gegen die abfallende Kurve von 51 mit etwas
Voreilung arbeitet, so entsteht in eingerücktem Zustand der Maschine nach beendeter Schaltung zwischen der Stellschraube 60 und ihrem Auflagepunkt 61 am Hebel 38 ein Spielraum, so dass die Arretierklinke 59 genügend Zeit hat, um zwischen die Zähne des Teilrade8 einzudringen (Fig. 11), was durch eine Feder 62 bewirkt wird. Eine Feder 63 zieht den auf der Welle 16 sitzenden
Arm 18 ständig aufwärts, um die Abwärtsbewegung des Gestänges 9 bei Ausrückung der Prose hervorzurufen.
Das Teilrad 32 und der Hubhebel 56 sind mit zweiteiligen Ringbremsen 64 bzw. 63 versehen (Fig. 2,6), um alle Teile des gesamten Hubgestänges, sobald sie infolge der
Stellung der Hubkurvenscheibe 35 den Beharrungszustand erlangen, in diesem Zustand zu er- halten, bis die weiteren Bewegungen erfolgen sollen.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende :
Nachdem das Werkstück in die Einspannvorrichtung 34 eingespannt und in bezug auf die Werkzeuge ausgerichtet ist, wird die Maschine in Tätigkeit gesetzt, d. h. durch Einrücken der Antriebsriemenscheibe wird die Exzenterwelle 1 in Drehung versetzt, durch welche der
Pleuelkopf 2 samt seiner Führung 3 auf-und abbewegt wird.
Da hiebei der Drehschieber 9 zu- nächst die Stellung der Fig. 4 hat, so kann sich die Pleuelkopfführung 3 im Stössel 5 bewegen, ohne diese mitzunehmen, weil der Steg 6 in der Schieberaussparung 8 und dessen voller Teil
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Da, wie schon erwähnt, die Kurvenscheiben 35 und 51 derart zueinander versetzt sind, dass die abfallende Kurve von 35 der entsprechenden Kurve von 51 etwas voreilt, so entsteht beim Beginn der Rückwärtsbewegung der Schaltklinke 49 zwischen der Anschlagschraube 60 des Hebels 53 und deren Auflagefläche 61 am Hebel 38 (Fig.
9,12) ein Abstand, so dass Zeit genug vorhanden ist, um die Arretierklinke 59 durch die Wirkung der Feder 62 mit dem Teilrad 32 in Eingriff zu bringen, da durch diese Feder 62 der Hebel 53 abwärts gezogen und damit die Stange 54 gesenkt wird, die dabei durch den Arm 56 die Welle 55 dreht und diese ihrerseits durch das Gelenk 57 die Eingriffsbewegung der Klinke 59 verursacht. Hierauf erfolgt der Q+a. nzvorgan3t nach dessen Beendigung zunächst die Klinke 59 durch die Kurvenscheibe 51 ausser Eingriff mit dem Teilrad 32 gebracht wird, worauf sich der vorbeschriebene Schaltvorgang wiederholt, bis eine ganze Runde Stanzarbeit beendet ist.
Alsdann drückt der mit einer schiefen Ebene versehene Nocken 31 des Teilrades 32 den Arm 29 hoch, wodurch die Welle 27 und mit ihr der Hebel 28 nach links gedreht wird, was die Verschiebung der Stange 26 zur Folge hat, wobei die Feder 25 wieder gespannt und die Stange 19 von der Schraube 24 freigehoben wird, so dass die Stange 19 durch die um Aim 18 wirkende Feder 62 gesenkt wird, wodurch erreicht wird, dass der Hebel 15 die Stange 14 nach rechts zieht und damit den Drehschieber 9 wieder in seine Anfangslage (Fig. 4) zurückdreht, wodurch die Presse bzw. deren Stössel wieder ausgerückt ist.
Bei dieser Rückbewegung des Drehschiebers 9 hat die Kulisse 12 auch die Stange 44 mitgenommen und somit wird der Arm 42 wieder in die Bahn der Schraube 40 des Doppelwinkelbebels zurück- gedrückt, so dass auch die Schraube 60 wieder auf die Fläche 61 des Hebels 38 stösst, d. h. es ist der anfängliche Arretierzustand des Hub-und Arretiergestänges der Klinken 49 bzw. 59 wieder hergestellt, so dass also unbeabsichtigte Bewegungen dieser Organe ausgeschlossen sind.
Eine auf der Stange 44 sitzende Feder 45, die ständig gespannt ist, dient nur als Sicherheitsfeder für den Fall, dass die Ausrüekung des Stössels mit der Ausrückung des Hubgestänges nicht genau übereinstimmen sollte, indem sie alsdann den Hebel 42 unter die Stellschraube 40 drängt.
Soll aus trend welchen Gründen während des Arbeitsganges. vor beendigter Arbeitsrunde die Stössetausrückung veranlasst werden, so genügt ein Druck auf den Knopf am freien Ende der Stange-26 (Fig. 4) nach links, worauf genau der gleiche Ausrückvorgang wie vorbeschrie ben stattfindet.