AT67703B - Verfahren zur Herstellung von fett- bzw. öllöslichen Phenolformaldehydharzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fett- bzw. öllöslichen Phenolformaldehydharzen.

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  Verfahren zur Herstellung von fett-bzw. öllöslichen Phenolformaldehydharzen. 



    Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung von in fetten Ölen löslichen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd zum Gegenstand und besteht   
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 solche Lösungsvermittler für die hier in Frage kommenden Zwecke eignen sich vorzug- weise Harze und Elarzverbindungen jeder Art, Harzester, Harzsauren und deren Salze, die sogenannten Resinate und andere mehr. Die Verwendung von Lösungsvermittlern an sich ist insofern bekannt, als man beispielsweise Alkohol benutzt, um   ätherische   Öle wasser-   löslich   zu machen, wobei jedoch die erwirkte Löslichkeit der heterogenen Komponenten Öl und Wasser eine sehr begrenzte bleibt.

   Im   übrige) n alter liegen dabei   die Verhältnisse insofern wesentlich anders, als der   Lösungsvermittler Alkohol   ein Lösungsmittel sowohl für ätherische Öle, als auch für Wasser darstellt. wahrend die festen Harze nicht als   Lösungsmittel   für die   Kondensationsproduktp   aus   Phenolen   und Formaldehyd und noch viel weniger als Lösungsmittel für Öle angesprochen werden konnen ;   % vielmehr   können nur umgekehrt die Öle als Lösungsmittel für Harze gelten. Der Gedanke, Harze und dgl. als   Lösungsüberträger   zur Herstellung   öllöslicher     Phenolformaldebydharze   zu verwenden, war hienach keineswegs nahegelegt.

   Zudem aber geht die hier erzielte Wirkung insofern weit über die durch jenen Alkoholzusatz erreichte hinaus, als die Löslichkeit der erzeugten
Harze in fetten Ölen eine unbegrenzte ist. 



    Öllösliche Phenolformaldehydharze   werden   war   auch nach   dem Patente Nr.   254411 er- halten. Dort aber werden die Harze, Balsame und dgl. bereits den Reaktionsmasse als
Katalysatoren beigegeben und so direkt die öllöslichen Produkte erhalten. Es war aber nicht erkannt worden und war danach auch nicht vorauszusehen, dass es auch möglich sein würde, die bekannten   gewöhnlichen   Phenolformaldehydharze, die alle an sich in fetten und   ätherischen Ölen unlöslich   sind, durch Verschmelzen mit in Ölen löslichen Harzen und dgl.   öllöslich   zu machen.

   Durch diesen hervorragenden technischen Effekt ist es nunmehr möglich, die an sich ausserordentlich harten und widerstandsfähigen, dabei hoch antiseptischen
Phenolharze einer weitgehenden Verwendung, die bisher nicht möglich war, entgegenzuführen, da man sie nun leicht zu Lacken jeder Art verarbeiten kann. Die erhaltenen   öllöslichen   Harze sind auch in Terpentinöl, Benzol, Benzin und einer Reihe anderer bekannter Lösungs- mittel löslich. Gleichzeitig bietet sich durch das vorliegende Verfahren die Möglichkeit, die den schmelzbaren und löslichen Phenolaldehydharzen zäh anhaftenden   Pbenolreste   dadurch zu paralysieren, dass man sie durch längeres Erhitzen mit Harzsäuren in die betreffenden geruchlosen Ester überführt, die ebenfalls   leich öllöslich   sind. 



    Die Lösungsübertrfiger werden   je nach dem   beabsichtigten Verwendungszweck gewählt :   auch können Mischungen der verschiedensten Harze, Balsame, Terpenverbindungen, Wachse,   fotte Ö le usw.   zur Anwendung kommen. Die Kondensation von Phenolen und Formaldehyd kann dabei nach Belieben ohne oder mit den verschiedensten   Kontaktmassen   durchgeführt worden. Auch lassen sich die Harze usw. in die noch heissen Reaktionsmassen eintragen 

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 und die so gewonnenen Schmelzen beliebig weiter erhitzen,   11m     gegebenen Falles nüchtige   Anteile zu entfernen, oder es werden die fertigen Phenolharze mit den   LÖ8ungsUberträgern   verschmolzen. 



   Als Phenole für die herzustellenden Harze kommen alle Phenole im weitesten Sinne in Betracht ; 80 können auch Kresole, Naphtole sowie deren Derivate, Halogenverbindungen, Karbonsäuren usw. zur Herstellung der Harze Verwendung finden, ebenso wie an Stelle von Formaldehyd dessen Polymere, Trioxymethylen, Hexamethylentetramin oder andere Aldehyde angewendet werden können. 
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   schussigem   Phenol in geeigneter Weise entfernt. Hierauf gibt man 30 g Kolophonium zu dem in der Wärme noch flüssigen Harz und erhitzt die Masse noch etwa zwei Stunden. Das erhaltene gelbliche Harz löst sich in Leinöl, Terpentinöl, Benzol, Alkohol und ähnlichen Lösungsmitteln und schmilzt bei etwa   1500.   
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 lich wird die Masse durch Abtreiben flüchtiger Bestandteile gereinigt.

   Das erhaltene gelbbraune, durchsichtige Harz löst sich in fetten Ölen. Diese Lösungen können mit Terpentinöl oder Benzin und dgl. beliebig verdünnt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von fett- bzw. öllöslichen Phenolformaldehydharzen. dadurch gekennzeichnet, dass man den an sich in fetten Ölen schwer oder   unlöslichen   Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd bzw. solche abspaltenden Körpern solche   Lösungsvermittler zugibt, welche sowohl   in den gebildeten Aldehydharzen als auch in fetten Ölen löslich sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsvormittler Harze oder Harzverbindungen, wie Harzsäuren, Harzester, Resinate und dgl., Anwendung finden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Condensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd oder dgl. längere Zeit mit den Harzen oder dgl. erhitzt werden.
AT67703D 1913-06-26 1914-03-14 Verfahren zur Herstellung von fett- bzw. öllöslichen Phenolformaldehydharzen. AT67703B (de)

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