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Verfahren und Vorrichtung zum Rösten und Sintern von Erzen.
Nach dem im Anspruch 5 des Patentes Nr. 37331 geschützten Vorfahren wird beim Rösten oder Sintern von feinen Erzen und dgl. die Erzmasse einem hindurchgeleiteten Luftstrom ausgesetzt und während dieser Behandlung als Ganzes bewegt. Zu diesem Zweck wird die Erzmassc
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stimmten Punkt erfolgt.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun dieses Verfahren dahin abgeändert, dass die rostartigen Erzbehälter, auf welche das Hut aufgegeben wird, unbeweglich gehalten werden, während die Aufgebevorrichtung über der Unterlage hinbewegt und die Entzündungszone in dem Gut vorwärtsschreitend fortgepflanzt wird. Durch diese Abänderung wird der in ma. nchen Fällen für die Anwendbarkeit des Verfahrens ins Gewicht fallende Vorteil erreicht, dass die zur Bewegung der Aufgebevorrichtung erforderliche Kraft geringer ist. als wenn statt der Aufgebevorrichtung die mit Erz gefüllten Behälter in Bewegung gesetzt werden.
Auch ist es bei den hohen Temperaturen. welchen die Ofenteile bei der Ausführung des Verfahrens ausgesetzt sind, für die Haltbarkeit der Erzbehälter und der damit verbundenen Teile vorteilhafter, wenn dieselben unbeweglich sind.
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weise geschnittener Grundriss einer Ausführungsform der Vorrichtung : Fig. 2 ist ein senkrechter Aufriss davon : Fig. 3. 4 und 5 sind Schnitte in vergrössertem Massstabe von Einzelheiten der in Fig. l und 2 dargestellten Teile : Fig. 6 und 7 zeigen einen senkrechten Querschnitt bzw.
Grundriss einer weiteren Ausführungsform ; Fig. 8 ist eine teilweise Ansicht bzw. ein teilweiser Grundriss einer dritten Ausführungsform: Fig. 9 ist ein Längsquerschnitt von Fig. 8 ; Fig. 10 und 11 zeigen einen senkrechten Aufriss durch den Fülltrichter bzw. durch die Entleerungsseite der Vorrichtung : Fig. 12 ist eine scitliche Ansicht des Fülltrichters : Fig. 13. 14, 15, 16 und 17 zeigen verschiedene bauliche Details.
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durch ein Gewölbe in einen oberen Raum o und einen unteren Raum 1) geteilt wird. Der obere Raum a ist zweckmässig durch eine Anzahl radial angeordneter Zwischenwände d in kleinere Abteilungen geteilt, die mittels Klappen e mit dem unteren Raum b in Verbindung stehen.
Diese
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des Ofens hineinragen und hier mit Hebelarmen al versehen sind, durch welche auf später zu beschreibende Weise das öffnen und Schliessen der Klappen c vermittelt wird. Über dem Raum a
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Kegelrades bl von der Treibwelle E in Drehung versetzt werden. Am Drehmantel D sitzt ein Rahmen F, der den nockenartigen Teil e1 trägt, wie Fig. 5 zeigt. Die Anordnung dieser verschiedenen Teile ist derart, dass der Nocken e1 nacheinander die an der Klappenwelle d1 sitzenden Arme al betätigen wird, um so die Klappen mehr oder weniger zu öffnen, je nachdem das Erz während der verschiedenen Stadien des Verblaseprozesses mehr oder weniger Luftzufuhr bedarf.
Der obere Teil der rotierenden Hülse D trägt den Zahnkranz y, in den das auf der Welle h befestigte
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auf einem festen kreisförmigen Zahnkranz t1 läuft und so das Gewicht der rotierenden Teile tragen hilft. Die Welle h ruht in Lagern k, die von einem Rahmen l getragen werden, welcher sich radial von der zentralen Säule 0 aus erstreckt, auf der er frei drehbar angeordnet ist. Wie aus
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durch Gewichtsbolastung geschlossen gehaltenen Entleerungsklappen versehen ist. Dieser runde Aufnahmsbehälter kann in verschiedene Abteilungen geteilt sein und kann seinen Inhalt automatisch oder in anderer Weise in Karren oder dgl. entleeren.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform der Vorrichtung ist folgende : Das zu behandelnde Gut wird in geregelter, durch das Flügelrad m bestimmter Menge auf den Rost t'beschickt, indem der FüHtrichter sich in der Richtung des Pfeiles in Fig. 1 dreht. Die Bewegung des Fülltrichters G geschieht genügend langsam, um dem Gas- oder Ölbrenner H ein vollständiges Entzünden des : tus dem Trichter kommenden Erzes zu gestatten, worauf der durch das Erz hindurchgoleitetc Luftstrom die völlige Verbrennung bewirkt.
Der Betrieb kann zweckmässig so geleitet werden, dass nach piner voltständigen Umdrehung des Fülltrichters der zuerst entzündete Teil des Erzes t'lueend kalziniert, geröstet, agglomeriert oder gesintert ist, so dass er von der Roatfläche ent-
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Die in Fig. 6 und 7 dargestellte Ausführungsform weist den Unterschied auf, dass der Antriebsmechanismus für den rotierenden Trichter aus dem Zahnkranz r und den Zahnrädern r1 und r2 besteht, wcl'h letzteres auf der Triebwelle EI sitzt. Der Zahnkranz r ist an herabhängenden Armen s befestigt, deren untere Enden mit Rädern s1 versehen sind, die auf dem Rundgeleise ruhen.
Ein ähnliches Armpaar t Illit Rädern t'an ihren unteren Enden läuft auf dem Geleise t2 derart, dass der den Beschickungstrichter mit Beiwerk tragende Rahmen an beiden Enden
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Strichen gezeigten Gurttransmissionen in Drehung versetzt, so dass die Beschickung des Rostes vom Trichter aus in gleichmässiger Schichtung erfolgt. Durch Brenner H wird die Beschickung entzündet, worauf mittels eines von oben nach unten oder umgekehrt geführten Luftstromes die Verbrennung sich vollzieht, deren Verlauf in den einzelnen Abteilungen des oberen Ofenteiles von der Einstellung der Klappen e abhängt.
Doch können diese Klappen in einzelnen Fällen vollständig ausser Betrieb bleiben oder sie können teilweise oder ganz mit der Hand betätigt werden statt automatisch. Die Einrichtung zur selbsttätigen Betätigung der Klappen e bei geradlinigen Ofen besteht aus an der Stange dl befestigten Hebeln z und dem an der Welle z8 befestigten Hebel z, wobei diese Hebel durch ein Zwischenglied il miteinander verbunden sind. Die Welle z3 trägt auch einen auf ihr frei beweglichen Arm zt, auf welchem ein federnder Vorsprung z6 befestigt
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In den Zeichnungen, die den geradlinige-n Ofen veranschaulichen, ist die volle Offen-und Schliessstellung der Klappen gezeigt, welche Stellungen an denjenigen Punkten des Rostes stattfinden, an welchen die Beschickung im Stadium der stärksten Verbrennung bzw. im Stadium der fertigen Verbrennung und der bevorstehenden Entleerung steht. Bei dem kreisförmigen Ofentypus dagegen ist, wie Fig. 3 zeigt, die Anordnung derart, dass die Klappen vom Entzündungspunkt anfangend in verschiedene Zwischenstellungen gebracht werden können.
Bei beendeter Vorwärtsbewegung des Trichters beim geradlinigen Ofentypus muss derselbe selbstverständlich in die Anfangslage zurückkehren. Zu diesem Zweck müssen die Pflüge p2 emporgehoben werden, so dass sie während des Rückwärtshubes des Wagens J nicht die Beschickung des Rostes berühren. Dies kann bewirkt werden, indem man den die Pflüge tragenden Rahmen hebt und während der Rückbewegung des Trichters in gehobener Lage erhält. Demgemäss ist der Rahmen./ mittels Schwingarmen am Hauptrahmen J des Wagens befestigt und mit Querwellen m2 versehen, deren Aussenenden die Rollen m4 tragen.
Wenn der Wagen sich dem Ende des Vorwärtshubes nähert, stossen die Rollen m4 auf nach unten vorstehende Teile s3, s* der Führung L und gehen die dadurch geschaffene schräge Bahn hinauf, wobei sie die aufwärts drehbaron Teile t, der Führung L emporschwingen, bis der Rahmen J1 die erforderliche Hochstellung erreicht hat, worauf die Rollen m4 auf den ebenen Teil der Führung L jenseits der Drehstücke t3 heraustreten und letztere in ihre Anfangsstellung zurückfallen. Nachdem die Führung L somit wieder ununterbrochen ist, bleibt Rahmen J1 mit den Räumpftügen r während
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eine Vorwärtsbewegung des Wagens mit den in die Erzmasse eingreifenden Pflügen gestattet wird.
Zur Entfernung des fertigen Hutes von dem Rost kann statt der Räumpflüge auch folgende Einrichtung Verwendung finden : Die einzelnen Abteilungen des Rostes werden auf Kipp-
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