DE224923C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE224923C DE224923C DE1909224923D DE224923DA DE224923C DE 224923 C DE224923 C DE 224923C DE 1909224923 D DE1909224923 D DE 1909224923D DE 224923D A DE224923D A DE 224923DA DE 224923 C DE224923 C DE 224923C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- grate
- movement
- flaps
- frame
- hopper
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 13
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 9
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 7
- 206010061218 Inflammation Diseases 0.000 claims description 3
- 238000007664 blowing Methods 0.000 claims description 3
- 230000004054 inflammatory process Effects 0.000 claims description 3
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims description 2
- 230000000644 propagated effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000005245 sintering Methods 0.000 claims description 2
- 230000003009 desulfurizing effect Effects 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 4
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 2
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 2
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 2
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 2
- 238000005054 agglomeration Methods 0.000 description 1
- 230000002776 aggregation Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 1
- 230000010006 flight Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N iron(III) oxide Inorganic materials O=[Fe]O[Fe]=O JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B21/00—Open or uncovered sintering apparatus; Other heat-treatment apparatus of like construction
- F27B21/06—Endless-strand sintering machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
ΑΦ
KLASSE 40«. GRUPPE
einer Bewegung der Gutteilchen.
Zusatz zum Patente 204083 vom 30. Juli 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1909 ab.
Längste Dauer: 29.JuIi 1922.
Nach dem in dem Patent 204082 geschützten Verfahren wird beim Entschwefeln, Sintern
oder Agglomerieren von Erzen u. dgL in der Weise verfahren, daß dem zu verarbeitenden
Gut eine fortschreitende (z. B: geradlinige oder kreisrunde) Bewegung erteilt und dabei
das Gut so · lange einem hindurchgeleiteten Luftstrom ausgesetzt wird, bis der für den
nachfolgenden Verwendungszweck geeignete Zustand erzielt ist. Zu diesem Zwecke wird
das zu verarbeitende Gut auf eine rostartige Unterlage aufgegeben und dieser eine fortschreitende
Bewegung erteilt, wobei durch geeignete Vorrichtungen die Beschickung des
Gutes auf die Unterlage und seine Entzündung gesichert wird.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun dieses Verfahren dahin weiter ausgebildet,
daß die sich hierbei abspielenden Bewegungsvorgänge kinematisch umgekehrt werden, d. h.
daß die röstartige Unterlage, auf welche das Gut aufgegeben wird, unbeweglich gehalten
wird, während der Aufgebebehälter über der Unterlage hinbewegt und die Entzündungs-
a5 zone in dem Gut vorwärts schreitend fortgepflanzt
wird. Durch diese Abänderung des durch das Patent 204082 geschützten Verfahrens wird der in manchen . Fällen für die'
Anwendbarkeit des Verfahrens ins Gewicht fallende Vorteil erreicht, daß die zur Bewegung
des Aufgebebehälters erforderliche: Kraft geringer ist als in dem Falle, in welchem
statt des Aufgebebehälters die rostartige Unterlage mit samt dem darauf lagernden Erz
in Bewegung gesetzt wird. Auch ist es bei den hohen Temperaturen, welchen die Ofen- <
teile bei der Ausführung des Verfahrens ausgesetzt sind, für die Haltbarkeit der rostartigen
Unterlage und der damit verbundenen ' Teile vorteilhafter, wenn dieselben unbeweg-.lieh
sind. . ν
Die Zeichnungen stellen mehrere Ausführungsformen des zur Ausführung der Erfindung
geeigneten und deren wesentliche Merk- ., male verkörpernden Apparates dar. '
Fig. ι ist ein teilweise geschnittener Grundriß einer Ausführungsform der Vorrichtung.
Fig. 2 ist ein senkrechter Aufriß davon/
Fig. 3, 4 und 5 sind Querschnitte in vergrößertem Maßstab von Einzelheiten der in
Fig. ι und 2 dargestellten Teile.
Fig. 6 und 7 zeigen einen senkrechten Querschnitt bzw. Grundriß einer weiteren Ausführungsform.
Fig. 8 ist eine teilweise Ansicht bzw. ein teilweiser Grundriß einer dritten Ausführungsform.
Lagerexem
Fig. 9 ist ein Längsquerschnitt von Fig. 8.
Fig. ίο und ii zeigen einen senkrechten
Aufriß durch den Fülltrichter bzw. an der Entleerungsseite der Vorrichtung.
Fig. 12 ist eine seitliche Ansicht des Fülltrichters.
Fig. 12 ist eine seitliche Ansicht des Fülltrichters.
Fig. 13, 1.4, 15, 16 und 17 zeigen verschiedene später beschriebene bauliche Details.
Im folgenden soll zunächst die in den Fig. i, 2, 3, 4 und 5 dargestellte Ausführüngsform der Vorrichtung beschrieben werden:
Im folgenden soll zunächst die in den Fig. i, 2, 3, 4 und 5 dargestellte Ausführüngsform der Vorrichtung beschrieben werden:
A bezeichnet den Ofen, dessen ringförmiger Arbeitsraum durch ein Gewölbe in einen oberen
Raum α und einen unteren Raum b geteilt
wird. Der obere Raum α ist zweckmäßig durch eine Anzahl radial angeordneter Zwischenwände
Λ (Fig. 1) in kleinere Abteilungen geteilt, die mittels Klappen e mit dem unteren
Raum b in Verbindung stehen. Diese Klappen e werden durch Stangen betätigt, deren
Enden in einen offenen Schacht B in der Mitte des Ofens hineinragen und hier mit
Hebelarmen a1 versehen sind, durch welche
auf später zu- beschreibende Weise das öffnen und Schließen der Klappen e vermittelt wird.
Über dem Raum« liegt der Rost /, der
auf den Wänden des Ofenbaues A dichtanliegend
befestigt ist, so daß die Luft nur durch die Rostöffnungen hindurchtreten kann. Längs
der inneren Kante des Rostes, f ist ein Flansch oder Schutzring f1 vorgesehen, während am
Außenrand dieser Flansch fehlt, um die Entleerung "des fertig behandelten Produktes in
die für ihre Aufnahme bestimmten Behälter, Wagen u.dgl. zu ermöglichen. In den unter
dem Gewölbe C befindlichen Raum δ mündet eine Gebläsewindleitung, für den Fall, daß
ein. Luftstrom von unten nach oben durch die Erzmasse geblasen werden soll. Wenn
' 40 der Luftstrom von oben' nach unten geführt werden soll, steht der Raum b mit einem
Ventilator oder einem Schornstein in Verbindung.
Dieser Raum δ ist fortlaufend, ohne Trennungswände und bewirkt in den mit ihm
durch die Rostöffnungen verbundenen oberen Abteilungen α eine von der Stellung der verschiedenen
Klappen abhängige Luftzufuhr oder ein Vakuum.
Im zentralen Schacht B befindet sich eine den drenbaren Mantel D tragende feststehende
Säule C. Der auf dem unteren Ende des Mantels D befestigte Zahnkranz c1 kann mittels
des Kegelrades b1 von der Treibwelle E
in Drehung versetzt werden. Am Drehmantel D sitzt ein Rahmen F, der den nockenartigeri
Teil e1 trägt, wie Fig. 5 zeigt. Die Anordnung dieser verschiedenen Teile ist derart,
daß der Nocken e1 nacheinander die an den
Klappenwellen d1 sitzenden Arme a1 betätigen
wird; um so die Klappen mehr oder weniger . zu öffnen, je nachdem das Erz während der
verschiedenen Stadien des Verblaseprozesses mehr oder weniger Luftzufuhr bedarf.
Der. obere- Teil der rotierenden Hülse D trägt den Zahnkranz g, in den das auf der
Welle h befestigte Zahnrad g1 eingreift. Welle h
ist zweckmäßig mit einem weiteren Triebwerk
i versehen, das auf einem festen kreisförmigen Zahnkranz i1 läuft und so das Gewicht
der rotierenden Teile tragen hilft. Die Welle h ruht in Lagern k, die von einem
Rahmen I getragen werden', welcher sich radial von der zentralen Säule C aus erstreckt, auf
der er frei drehbar angeordnet ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht der Rahmen
/ aus radialen und Querteilen und trägt auch den Fülltrichter G für die zu behandelnden
Erze, auf dessen Boden das Flügelrad m,
von der WeIIeA getragen, so angeordnet ist,
daß es der feststehenden Rostfläche f bei der Bewegung des Rahmens I mit dem Trichter G
ein vorbestimmtes Quantum Erz liefert.
Auf einer Seite der Entleerungsöfinung des
Trichters G ist. der Brenner H angebracht
(Fig. 3), der durch einen vom Rahmen I getragenen Behälter η mit öl, komprimiertem
Gas oder ähnlichem Heizmaterial gespeist werden kann. Auf der anderen Trichterseite
sind die Räumpflüge■$, die sich in das Wegschaffen
des fertigen Gutes vom Rost teilen. Der ganze Ofenbau ist schließlich von einem
kreisrunden Aufnahmebehälter I umgeben, de» mit durch Gewichtsbelastung geschlossen gehaltenen
Entleerungsklappen versehen ist. Dieser runde Aufnahmebehälter kann in verschiedene
Abteilungen geteilt, sein und kann seinen Inhalt automatisch oder in anderer
Weise in Karren o. dgl. entleeren.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform der Vorrichtung ist folgende: Das zu behandelnde
Gut wird in geregelter, durch das Flügelrad m bestimmter Menge auf den Rost f
beschickt, indem der Fülltrichter sich in der Richtung .■ des Pfeiles in Fig. 1 dreht. Die
Bewegung des Fülltrichters geschieht genügend langsam, um dem Gas- oder ölbrenner H
ein vollständiges Entzünden des aus dem Trichter kommenden Erzes zu gestatten,
worauf der durch, das Erz hindurchgeleitete Luftstrom die völlige Verbrennung bewirkt, sio
Der Betrieb kann zweckmäßig so geleitet
werden, daß nach einer vollständigen Umdrehung des Fülltrichters der zuerst entzündete
Teil des Erzes genügend kalziniert, geröstet, agglomeriert oder gesintert ist, so daß
er von der Rostfläche entfernt und in den Aufnahmebehälter I befördert werden kann,
was mittels der Räumpflüge f bewirkt wird. Während der Umdrehung des Trichters werden,
wenn nötig, die Klappen β eingestellt, und zwar entweder von Hand oder automatisch
durch die Daumenscheibe e1.
In der in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform
des Apparates ist die Konstruktion und Arbeitsweise dieselbe wie bei der
beschriebenen Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5, mit dem Unterschied, daß der Antriebsmechanismus
für den rotierenden Trichter aus dem Zahnkranz r und den Zahnrädern r1
und r2 besteht, welch letzteres, auf der Triebwelle
E1 sitzt. Der Zahnkranz r ist an herabhängenden
Armen s befestigt, deren untere Enden mit Rädern s1 versehen sind, die auf
dem Rundgleis s2 ruhen. Ein ähnliches Arm-
, paar t mit Rädern t1 an ihren unteren Enden
läuft auf dem Gleis i2 derart, daß der den
Beschickungstrichter mit Beiwerk tragende Rahmen/ an beiden Enden gestützt wird
und das Halslager entlastet ist. Der das ferig behandelte Produkt aufnehmende Trichter 7*
ist mit einer Entleerungsklappe versehen,
ao deren Stange mit einem auf Gleis v1 laufenden
Rad ν versehen ist; durch an bestimmten ,Stellen der Trichterbahn angeordnete Unter-
; brechungen kann der Trichter I an bestimmten
Stellen automatisch entleert werden.
Die Fig. 8 bis 17 zeigen die Hauptteile einer geradlinigen Ausführungsform. Der
Raum unter der Rostfläche f kann auch bei dieser Ausführüngsform zweckmäßig in einen
oberen Teil α und unteren Teil b mittels des Zwischengewölbes c getrennt sein, während
der obere Teil α seinerseits durch Querwände .d
in einzelne Räume geteilt ist. Das Gewölbe c kann auch hier mit Klappen e versehen sein,
die je nach Bedarf nacheinander geöffnet werden können, von Hand oder automatisch.
Der Trichter G, dessen Flügelrad das zu
behandelnde Material jn regelmäßigen Schichten von gleichmäßiger Dicke auf die Rostfläche
schüttet, wird in dieser Ausführangsform
von einem Wagen / getragen, dessen Räder dem Rand der Platten w entlang laufen.
Die Platten w sind mit nach innen ein- ■ springenden Flanschen versehen, auf welche
sich die einzelnen Sektionen des Rostes/" anlegen. Der Rost f ist an 'seiner inneren
Kante mit einer nach oben vorstehenden Flansche f2 versehen, während die Außenkante
ohne Flanschen ist. Diese Anordnung gestattet den am Wagen / befestigten Rä.umpflügen
p°, das fertige Rost- oder Sinteigut
vom Rost über die Schrägfläche w1 hinunter
in Karren χ oder sonstige Behälter zu befördern. Für diesen besonderen Zweck ist ein
auf einem Gleis fahrbarer Karren χ vorteihaft, da er der langsamen Bewegung- des Schlittens
/ entsprechend langsam fortbewegt wer-.
den kann. Es ist selbstverständlich, daß der Wagen mit dem Trichter G, Brenner H, ölbehälter
n1 und Pflugscharen p2 durch irgendwelche
geeignete Zugvorrichtung in der durch den Pfeil gezeigten Richtung in Fig. 12 bewegt
wird. Durch die Fortbewegung des Wagens wird das Flügelrad m mittels der in
Fig. 12 in punktierten Strichen gezeigten Gürtu. dgl. Transmissionen in Drehung versetzt,
so daß die Beschickung des· Rostes vom ;■ Trichter aus in gleichmäßiger Schichtung erfolgt.
Durch Brenner H wird die Beschickung entzündet, worauf wie in den früher beschriebenen
Ausführungsformen mittels eines von oben nach unten oder umgekehrt geführten ,
Luftstromes die Verbrennung sich vollzieht, deren Verlauf in den einzelnen Abteilungen
des oberen Ofenteiles von dem Grad der Öffnung der Klappen e abhängt. Doch können
diese Klappen in einzelnen Fällen vollständig ,: außer Betrieb bleiben, oder sie können teilweise oder ganz von Hand betätigt werden
statt automatisch. Die Einrichtung zur selbsttätigen Betätigung der Klappens bei geradlinigen
öfen besteht aus an der Stange d1
befestigten Hebeln z2 und dem an der Welle z3
befestigten Hebel z, wobei diese Hebel durch ein Zwischenglied z1 miteinander verbunden
sind. Die Welle z3 trägt auch, einen auf ihr
frei beweglichen Arm zl, auf welchem ein federnder Vorsprung z& befestigt ist, dessen
eines mit einem Knopf versehenes Ende mit «inem Vorsprung zs am Glied ζ zusammen
arbeitet. Der Knopf des federnden Armes z*, z5 ist in der Bahn eines knieartigen
Führungsstückes ez, das am Wagen / des Trichters angebracht ist. Durch das Anstoßen
des vorhergehenden, nach oben gerichteten Endes des Führungsstückes an die
Knopfe der Arme ζ 5 werden diese Arme gegen
die Vorspränge 26 gepreßt, die Hebelverbindung schließt dann langsam die Klappen &
und diese bleiben geschlossen, bis der Wagen vorüber ist, wie in Fig. 11 und 16 gezeigt.
Sobald der Wagen vorüber ist, nehmen die Teile die in Fig. 15 gezeigte Stellung mit
offenen Klappen e ein. Wenn beim Rückwärtshub das Führungsstück den Arm z5 trifft,
schwingt sie diesen und Arm 2* in * die in 1.05-Fig.
15 punktiert gezeigte Stellung, ohne die
Klappe zu betätigen. Vermöge dieser Anordnung der -Teile werden die Klappen an dem
Punkt der Wagenbahn geschlossen, wo das fertige Produkt von der Rostfläche zu ent- uo
leeren ist, bleibten aber ganz offen da, wo die Entzündung der Beschickung stattfindet,
so daß an letzterem Punkt der größte Luftzutritt stattfindet. Selbstverständlich kann die
Klappenbetätigung durch geeignete Änderung an der Daumenführung beliebig eingestellt werden.
In den Zeichnungen, die den geradlinigen Ofen veranschaulichen, ist die volle Offen-
und Schließstellung der Klappen gezeigt; welche Stellungen an denjenigen Punkten des Rostes iac»
stattfinden, an welchen die Beschickung im Stadium der stärksten Verbrennung bzw. im
Stadium der fertigen Verbrennung und bevorstehenden Entleerung steht. Bei dem kreisförmigen
Ofentypus dagegen ist, wie Fig. 3 zeigt, die Anordnung derart, daß die Klappen, vom Entzündungspunkt anfangend, in verschiedene Offen- oder Schließstellungen gebracht
werden können.
Bei beendeter Vorwärtsbewegung des Trichters beim geradlinigen Ofentypus'muß derselbe
selbstverständlich in die Anfangsläge zurückkehren. Zu diesem Zweck müssen die Pflüge p2
emporgehoben werden, so daß sie während des Rückwärtshubes des Wagens / nicht die
Beschickung des Rostes berühren. Dies kann bewirkt werden, indem man den die Pflüge
tragenden Rahmen hebt und während der Rückbewegung des Trichters in gehobener
Lage erhält. Demgemäß ist der Rahmen /l mittels Schwingarme m1 am Hauptrahmen /
des Wagens befestigt und mit Querwellen wa
versehen, deren Außenenden die Rollen mi
. tragen. Wenn der Schlitten sich dem Ende des Vorwärtshubes nähert, stoßen die Rollen m4
auf nach unten vorstehende Teile s3, s4 der Führung L und gehen die dadurch geschaffene
schräge Bahn hinauf, wobei sie die aufwärts drehbaren Teile t3, t* der Führung L emporschwingen,
bis der Rahmen J1 die erforderliche Hochstellung erreicht hat, worauf die
Rollen m* auf den ebenen Teil der Führung L
jenseits der Drehstücke t3 heraustreten, und letztere in ihre Anfangsstellung zurückfallen.
Nachdem die Führung L somit wieder ununterbrochen ist, bleibt Rahmen 71 mit den
Räumpflügen ft* während der Rückkehr des Schlittens in gehobener Stellung, und es blei-^
ben somit die Räumpflüge außer Berührung mit der Erzmasse; nach Beendigung der Rückwärtsbewegung
gleiten, wie Fig. 13 zeigt, die Rollen m4 auf ähnlichen Gleitflächen t5, t6 zum
Ende der Gleisführung L herunter und nehmen ihre Ausgangsstellung wieder ein, worauf
die Gleitflächen tB, te, die mittels Federn in
der oberen Stellung gehalten werden, sich wieder in der Höhe der Führung L einstellen
und so eine Vorwärtsbewegung des Wagens mit den in die Erzmasse eingreifenden Pflügen
gestattet.
Zur Entfernung des fertigen Gutes von dem
so Rost kann statt der Räumpflüge auch folgende
Einrichtung Verwendung finden: Die einzelnen Abteilungen des Rostes, werden auf
Kippvorrichtungen angeordnet, z. B. nach Art der bei Feuerungen bekannten Kipproste, indem
der Rost auf halbkreisförmig gebogenen Tragschienen ruht. Die Entleerung der einzelnen
Abteilungen erfolgt dann in der Weise, daß durch die Kippvorrichtung der Rost
schräg oder senkrecht gestellt wird und so das Gut von demselben herunterrutschen kann.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:ι. Eine Ausbildung des Verfahrens zum Entschwefeln und Zusammensintern von metallhaltigem, pulverigem Gut durch Verblasen unter Verhinderung einer Bewegung der Gutteilchen nach Patent 204082, gekennzeichnet durch die kinematische Umkehrung der bei dem Verfahren sich abspielenden Bewegungsvorgänge in der Weise, daß die Unterlage, auf welche das Gut mittels eines darüber hinwegbeweglichen Aufgebebehälters aufgegeben wird, unbeweglich gehalten wird; während die Entzündungszone in. dem Arbeitsgut fortgepflanzt wird. :
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verblasearbeit so geleitet wird, daß sie am Ausgangspunkt der Bahn des Aufgebebehälters beendet ist, wenn der Aufgebebehälter den Endpunkt seiner Bahn erreicht hai, so daß nunmehr die Entfernung des fertigen Gutes von der Herdfläche stattfinden kann und die Herdfläche für die frische Beschickung frei wird.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einer Auslauföffnung versehener Vorratsbehälter und eine Zündvorrichtung, z. B. ein Brenner, von einem im Kreise drehbaren oder hin und her fahrbaren Gestell getragen werden , welches über einem festliegenden kreisrunden oder geradlinigen Herd hinbewegt wird.
- 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem den Aufgebebehälter tragenden Gestell ein Räumpflug verbunden ist, welcher bei der Vorwärtsbewegung des Gestells das fertige Verblasegut von der Rostfläche hinwegräumt.
- 5. Ausführungsform der Vorrichtungen nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum unter der festliegenden Rostfläche durch senkrechte Querwände in einzelne Abteilungen geteilt ist, deren jede durch eine mittels von Hand oder automatisch einstellbaren Klappen o. dgl. verschließbare öffnung mit einem weiteren Raum in Verbindung steht, an welchen die Saugvorrichtung oder das Drückgebläse angeschlossen ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE204082T | 1907-07-30 | ||
| DE224923T | 1909-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224923C true DE224923C (de) | 1910-08-06 |
Family
ID=485617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1909224923D Expired DE224923C (de) | 1907-07-30 | 1909-04-02 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224923C (de) |
-
1909
- 1909-04-02 DE DE1909224923D patent/DE224923C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE810493C (de) | Muellsammelwagen | |
| DE224923C (de) | ||
| DE728794C (de) | Muellsammelbehaelter | |
| AT51201B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Rösten und Sintern von Erzen. | |
| DE1295756B (de) | Selbstabdichtende Beschickungsvorrichtung fuer einen Schachtofen od. dgl. | |
| DE539901C (de) | Sinteranlage | |
| DE684954C (de) | Selbsttaetige Beschickungs- und Entnahmevorrichtung | |
| DE101247C (de) | ||
| DE158507C (de) | ||
| DE860395C (de) | Selbsttaetige Sandzubringung an Form- und Kernblasmaschinen | |
| DE478163C (de) | Brennstoffbeschicker, insbesondere fuer Ziegeleioefen mit einem ueber der Beschickungs-oeffnung angeordneten, gegen die Ofengase abgeschlossenen Brennstoffbehaelter | |
| DE226033C (de) | ||
| DE1950501B2 (de) | Beschickungsvorrichtung fuer einen muellverbrennungsofen | |
| DE931956C (de) | Austragsvorrichtung an Industrieoefen | |
| DE604842C (de) | Drehrohrofenanlage | |
| DE513451C (de) | Behaelterverschluss bei Sammelbehaeltern fuer Briefschaften | |
| DE443295C (de) | Selbsttaetige Flaschenpflegevorrichtung fuer Kanalkuehloefen | |
| DE918116C (de) | Roest- und Sintereinrichtung mit beweglichem Rost | |
| DE625919C (de) | Einrichtung zum selbsttaetigen Aufrechterhalten eines Abschlusspolsters von feinkoernigem Gut in dem Zufuehrrohr von Zellenraedern fuer die Austragung von Brennstoff ausSchweltrommeln | |
| DE800078C (de) | Vorrichtung zum OEffnen des schwenkbaren Bodenverschlusses senkrechter Ofenkammern | |
| DE484448C (de) | Hohlkoerperbackmaschine mit in einem Gehaeuse auf einer umlaufenden Welle radial angeordneten Backformen und Kernstueckhaltern | |
| DE678356C (de) | Wipper | |
| DE5755C (de) | Ein- und Auslafsmechanismen für horizontale Graupen- und Schälgänge | |
| DE382931C (de) | Mehretagiger mechanischer Roestofen mit selbstaendig beheizten Ofenabteilungen | |
| DE167848C (de) |