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Beschickungsvorrichtung für Metallschmelzöfen Vorliegende Erfindung
bezieht sich auf Vorrichtungen zur Speisung eines Metallschmelzofens mit Blöcken,
d. h. mit Körpern von festem Metall, welche regelmäßige Gestalt und Abmessungen
besitzen und für gewöhnlich eine langgestreckte Form aufweisen. Es ist im allgemeinen
vorteilhaft, Blöcke einzeln und in Zwischenräumen in den Ofen einzuführen und auf
solche Weise eine übermäßige Abkühlung des im Ofen geschmolzenen Metalls zu vermeiden.
Es ist ein Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, um eine
solche Zuführung der Blöcke selbsttätig entweder mit bestimmter Geschwindigkeit
oder mit einer solchen durchzuführen, welche durch den Schmelzvorgang oder durch
die Spiegelhöhe des geschmolzenen Metalls im Ofen bestimmt wird.
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Gemäß der Erfindung weist die verbesserte Schmelzofenbeschickungseinrichtung
einen Blockbehälter in Verbindung mit einem Förderer auf, wobei der Blockbehälter
eine große Zahl von Blöcken, z. B. zwanzig, aufzunehmen vermag und die Form einer
Trommel besitzt, welche um eine senkrechte Achse drehbar ist. Die Blöcke werden
in gleichförmiger Verteilung um den Umfang der schrittweise drehbaren Behältertrommel
in Haltern mit Stützkörpern für die Blöcke untergebracht und nacheinander an die
Entleerungsstelle befördert, wo sie dem Magazin entnommen und durch den Förderer,
dessen Bewegung im Einklang mit derjenigen des Blockmagazins erfolgt, selbsttätig
dem Schmelzofen zugeführt werden. Der Einklang der Bewegung zwischen Förderer und
Blockmagazin kann dabei dadurch erreicht werden, daß der eine der beiden zusammenwirkenden
Teile der Beschickungsvorrichtung durch den anderen angetrieben wird. Vorzugsweise
wird der Förderer mit einer im voraus bestimmten Geschwindigkeit oder mit einer
Geschwindigkeit angetrieben, welche durch die Spiegelhöhe des geschmolzenen Metalls
im Schmelzofen oder durch die Schnelligkeit des Schmelzvorgangs überwacht wird,
und der Behälter
wird durch den Förderer mit entsprechender Geschwindigkeit
angetrieben. Der Förderer, kann die Blöcke unmittelbar in den Schmelzofen oder auch
in eine besondere Kammer überführen, welche einen Teil des Schmelzofens bildet.
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Die neue selbsttätige Beschickungsvorrichtung ist besonders zur Anwendung
in Verbindung mit einem geneigten Schmelzofen derjenigen Art bestimmt, bei welcher
die zu schmelzenden Blöcke mit einem Ende nach vorn in den Ofen durch eine Tür -am
oberen Ende des Ofens eingeführt werden. Die Erfindung ist aber nicht auf die Verwendung
bei solchen Scliinelzöfen beschränkt.
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Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert, wobei auf den Zeichnungen als Ausführungsbeispiel der Erfindung
eine selbsttätige Speisevorrichtung dargestellt ist, welche der erwähnten Art von
Schmelzöfen im besonderen ausdrücklich angepaßt ist. Im Verlauf der Beschreibung
werden verschiedene Abänderungen, welche getroffen werden können, angedeutet werden.
Diese und auch noch weitereAbänderungengegenüber der zeichnerisch dargestellten
und erläuterten Anordnung können getroffen werden, ohne daß der Boden der Erfindung
verlassen wird.
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Abb. i ist eine Seitenansicht, welche die allgemeine Anordnung des
Schmelzofens und seiner selbsttätigen Speisevorrichtung mit einem Blockbehälter
und einem Förderer zeigt.
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Abb. 2 zeigt in einem Schnitt nach der Linie II-II der Abb. 4. in
größerem Maßstabe in Ansicht und teilweise geschnitten eine Seite des Behälters
und das untere Ende des Förderers, wobei alle Blockhalter mit Ausnahme von zwei
zur Erzielung größerer Klarheit der Zeichnung fortgelassen sind.
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Abb. 3 zeigt ein Bruchstück des Magazins und des unteren Endes des
Förderers in einer Ansicht von der entgegengesetzten Seite her.
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Abb. d. ist ein Grundriß und teilweiser Schnitt eines Teiles des Magazins
und des unteren Teiles des Förderers.
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Abb.5 ist eine Seitenansicht des oberen 1?ndes des Förderers und des
benachbarten Teiles des Schmelzofens.
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All. 6 ist eine Seitenansicht des oberen "feiles des Förderers und
des anstoßenden 'feiles des Schmelzofens in einer Seitenansicht im rechten Winkel
zu, der von Ab.b. 5.
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Abb.7 ist ein Arbeitsstromkreisschema, welches eine bevorzugte Art
der Steuerung des Betriebes der Blockspeisevorrichtung darstellt.
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Der auf den Zeichnungen dargestellte Behälter i besteht aus einer
konischen Trommel 2, welche auf einem zylindrischen Gestell 3 drehbar um eine senkrechte
Achse gelagert ist. Die Trommel besitzt obere und untere Endplatten, welche durch
Streben von U-förmigem Querschnitt in festem Abstande voneinander gehalten werden,
wobei die Streben q. die Endplatten rings umschließen und nebeneinander angeordnet
sind. Die Seitenflanschen der U-förmigen Streben sind mehr oder weniger radial nach
außen gekehrt. Die untere Endplatte der Trommel besteht aus einer Scheibe 5, welche
auf ihrer Oberseite mit einer Nabe 6 und auf ihrer Unterseite mit einem Kranzteil
versehen ist, welcher von einem flachen Ring 7 gebildet wird. Die obere Endplatte
des Behälters wird von einer Scheibe 8 gebildet, welche einen Kranz 9 aus Winkeleisen
trägt. Jede Strebe-4 ist an ihrem oberen Ende mit dem Winkeleisenkranz 9 der oberen
Scheibe 8 und an ihrem unteren Ende mit einem Halter io verbunden, welcher aus einem
Stück mit dem .Kranz 7 der unteren Platte besteht oder mit diesem verschweißt ist.
Der Durchmesser der oberen Endplatte ist kleiner als derjenige der unteren Platte,
so daß die U-förmigen Streben zur Behälterachse in einem Winkel von etwa 2o bis
30° geneigt stehen. Jede Strebe.I bildet einen Halter für einen Block i r, welcher
für gewöhnlich darin durch einen Bügel i:2 gehalten wird, der drehbar auf Zapfen
13 sitzt, hvelche aus den seitlichen Flanschen der Strebe herausragen und
(las untere Ende des Blockes abstützen. Für gewöhnlich wird der Bügel durch einen
Ansatzteil 14 in seiner Lage gehalten, welcher in einen Ringkanal 15
hineinragt,
welcher den größeren Teil der Ringwand des Gestelles 3 umgibt. Die Trommel ist vermittels
des Kranzes 7 drehbar gelagert, welcher auf einer Reihe von Rollen 16 ruht, die
in einer Ringnut 17 an der Oberseite des Gestelles 3 gelagert sind. Koii7entrisch
zur Achse des Gestelles und der Trommel und in Lagern i8 ruhend, welche an Armen
i9 vorgesehen sind, die sich von der zylindrischen Wand des Gestelles nach innen
erstrecken, sitzt eine senkrecht stehende Treibwelle 2o. Das obere Ende dieser Welle
tritt in die Nahe 6 der unteren Endplatte der Trommel ein und ist mit dieser. gegen
Verschiebung in Richtung der Achse durch eine Mutter 2i und gegen Drehung durch
einen Keil 22 gesichert. In ähnlicher Weise ist auf das untere Ende der Welle :2o
ein Schaltrad 23 in Form einer Scheibe aufgesetzt, welches an seinem Umfang auf
seiner Oberseite eine Reihe radial gestellterRippen 24 trägt, welche von kurzen
Abschnitten von Winkeleisen gebildet werden. Diese Rippen bilden die Zähne des Schaltrades
und entsprechen ihrer Zahl nach der Zahl von als Blockhalter dienenden
Streben
4, die an der 1\Zagazintroinmel vorgesehen sind, deren Zahl in dem beispielsweise
dargestellten Fall zwanzig beträgt. Die Drehung der Trommel wird durch einen hin
und her gehenden Arm 25 herbeigeführt, welcher drehbar auf der Welle 2o sitzt und
eine Klinke 26 trägt, welche während jeder Bewegung des Armes nach links im Sinne
der Abb. 4 eine Rippe 24 auf der Scheibe 23 erfaßt und diese um einen Betrag vorschiebt,
der hinreichend ist, um die Trommel um einen Winkel zu drehen, der gleich
einer wollen Umdrehung ist, wobei did Größe it gleich der Zahl der an der Trommel
vorgesehenen Blockhalter 4. ist. Bei einer Zahl von zwanzig Haltern beträgt jedesmal
die Winkeldrehung durch denKlinkenarm 18°. Während jeder Rückbewegung des Armes
25 gleitet die Klinke 26 über eine Rippe 24 hinweg, so daß das Magazin nicht gegenläufig
gedreht wird. Der Klinkenarm kann in beliebiger Weise betätigt werden.
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An der Stelle, an welcher die Blöcke von der Trommel gelöst werden
sollen, weist der Führungskanal 15 eine Abweichung von seiner Kreisbogenform auf
und nähert sich dein Mittelpunkt der Trommel, indem er sich nach einer Aussparung
27 öffnet, welche ein Schwingen des Bügels des Blockträgers so weit nach innen ermöglicht,
daß er die untere Kante des Blockes freigibt. Diese Bewegung des Bügels an dein
Träger an der Auslösestelle für die Blöcke kann durch passende Gestaltung der äußeren
Wandung des Führungskanals 15 ermöglicht werden, so daß der Teil 14 zwangsläufig
nach innen geführt wird, wenn der Träger die Auslösestelle erreicht. Vorzugsweise
wird aber der Kanal 15 an der Auslösestelle erweitert, und der Bügel wird durch
einen Hebel 28 nach innen gedrückt, der an einem Ende einer waagerechten
Welle 29 sitzt, die drehbar in Lagern 3o des Gestelles 3 ruht und auch noch einen
zweiten Hebel 31 trägt, dessen oberes Ende mit einer Rolle 32 versehen ist, die
sich gegen den Ansatzteil 14 des Blockträgerbügels in seiner Auslösestellung legt.
Das Anheben des Hebels 28 entweder von Hand oder selbsttätig in der nachstehend
beschriebenen Weise hat zur Folge, daß der Bügel 12 nach innen schwingt, wobei sein
Ansatz 14 in die Aussparung 27 in der Wand des Traggestelles für den Behälter eintritt
und der Block auf diese Weise frei wird. Wenn der Block freigegeben wird, dann gleitet
er von seinem Halter über eine kanalförmige Führung 33 hinweg, welche an der Wandung
des Gestelles 3 vorgesehen ist, und gelangt zum Förderer. Jenseits der Auslösestelle
rückt die Innenseite des Kanals 15 allmählich von der Achse der Trommel ab, so daß
eine Kurvenfläche 3.4 entsteht, durch welche der Bügel des entleerten Blockhalters
in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird. während der Träger über die Auslösestelle
hinweggeht.
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In Verbindung mit der beschriebenen Form des Behälters wird ein Förderer
4o mit endlosen Ketten benutzt, welcher einen einzigen Blockwagen besitzt, der abwechselnd
aus der Höhe des Behälters zu einem Punkt nahe der Beschickungsöffnung des Ofens
65 und wieder zurückgehoben wird. Ein Förderer ist auf den Zeichnungen dargestellt.
Dieser wird von einem Hauptgestell mit zwei im Abstande voneinander angeordneten,
senkrecht stehenden, U-förmigen Trägern 41 gebildet, welche ihre Flansche einander
zukehren. Ein Paar Kettenräder 42 sind drehbar auf eine Welle 43 aufgesetzt, welche
in Lagern 44 ruht, die in Haltern 45 an den oberen Enden der U-förmigen Träger 41
vorgesehen sind. Ein entsprechendes Paar Kettenräder 4.6 ist nahe dem unteren Ende
des Gestelles auf einer Welle 47 angeordnet, welche in Lagern 48 ruht, die in Haltern
49 sitzen, welche am Gestell durchßolzen 5o befestigt sind, die durch Schlitze 5z
in den Flanschen 52 hindurchgehen. Diese Anordnung gestattet die Einstellung des
Abstandes zwischen den beiden Kettenräderpaaren des Förderers, wobei die Einstellung
durch Lösen der Bolzen 5o und Anheben oder Senken der Halter -9 vermittels einer
Schraube 53, welche auf ein Brückenstück 54 wirkt, herbeigeführt wird. Der Blockwagen
besitzt die Form eines geneigt stehenden, an einem Ende offenen, trogartigen Teiles
55, welcher zwischen zwei Ketten 56 angeordnet ist. Der trogartige Teil ist vermittels
Zapfen 57, welche am oberen Ende des Troges aus jeder Seitenwand herausragen. in
hohle Gelenkzapfen der Ketten eingehängt und außerdem mit einstellbaren Lenkern
58 verbunden, deren obere Enden gelenkig an den Ketten befestigt sind, und zwar
an einem Punkt, der höher liegt als der Punkt, an welchem der Blockwagen mit seinem
oberen Ende an die Ketten angehängt ist. Die Verbindung der unteren Enden der Lenker
58 mit dem Blockwagen erfolgt durch Zapfen 59 an einer Stelle, die in dem mittleren
Teil des trogartigen Wagens liegt. Nahe seinem unteren Ende trägt der Blockwagen
eine waagerechte Welle 6o, auf deren Enden eine Führungsrolle 61 aufgesetzt ist,
welche in dem Kanal des benachbarten einen Trägers 41 des Fördergestelles läuft.
Der Durchmesser dieser Rollen ist etwas kleiner als die Weite -zwischen den Flanschen
der Kanäle, lind ihre äußeren Endflächen sind abgerundet, wie aus Abb. 6 zu ersehen
ist. Die (J-förinigen Träger .11 dienen auf diese Weise als Führungen für den
Blockwagen.
Durch Regelung der Länge der Lenker 58 kann der Anstellwinkel des mit ihm verbundenen
Wagens genau eingestellt werden, unabhängig von der Spannung der Ketten 56.
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Der Ofen 65, welcher in Abb. i dargestellt ist, besitzt die Form eines
geneigt stehenden Rohres, welches auf Trägern 67, 68 ruht. Der untere und weitere
Teil des Ofenrohres bildet eine Schmelzkammer 69, während der obere Teil eine Gasabschlußkammer
7o bildet, welche für gewöhnlich von der Schmelzkammer durch einen Schieber 71 abgeschlossen
ist, der in einem Gehäuse 72 sitzt und durch einePreßluftmaschine 73 oder einen
sonstigen Antrieb betätigt wird. Das obere Ende der Gasabschlußkammer
70 wird gewöhnlich durch einen senkrecht angeordneten Schieber 74 verschlossen.
Die Blöcke werden in die Abschlußkammer einzeln eingeführt und gleiten nach Öffnen
des Schiebers 71 in das untere Ende der Schmelzkammer, wo sie durch die Hitze geschmolzen
werden, welche durch eine Heizmuffel 75 zugeführt wird. Geschmolzenes Metall
wird durch das Rohr 76 abgezogen und dem Einlaß einer Metallbearbeitungs-oder Gießmaschine
zugeführt, z. B. einer ununterbrochen arbeitenden Ausdrückmaschine 77, welche von
einem Motor 79 durch ein Getriebe 78 angetrieben wird.
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Der Blockbehälter, der Förderer und der Ofen sind so zueinander angeordnet,
wie es aus den Zeichnungen ersichtlich ist, so daß, wenn der Förderwagen 55 sich
im Tiefstpunkt seiner Bahn befindet, sich sein oberes Ende, wie aus Abb. 3 zu ersehen
ist, neben der unteren Kante der kanalförmigen Führung 33 unterhalb eines zum Behälter
gehörigen Blockhalters, d. h. in der Auslösestellung, befindet, während, wenn der
Blockwagen sich am Höchstpunkt seiner Bewegungsbahn befindet, sein unteres Ende,
wie aus Abh. 5 ersichtlich ist, neben der unteren Kante der Beschickungsöffnung
8o des Ofens liegt und eine Verlängerung der geneigten Bodenwand 81 der Abschlußkammer
bildet. Der äußere Schieber 74 des Ofens wird durch die Bewegung des Blockwagens
55 in folgender Weise betätigt (Abb. 6) : Am oberen Ende jedes U-förmigen Trägers
41 des Fördergestelles ist ein rinnenförmiger Körper 82 eingesetzt, dessen äußere
Begrenzung dem Innenquerschnitt des Kanals des Trägers 41 entspricht. Dieser Einsatzkörper
82 ist am Träger 41 durch Bolzen 83 befestigt, welche in Löcher des Steges des Einsatzkörpers
82
eingesetzt sind und durch senkrechte Schlitze 84 im Steg des U-förmigen
Trägers 41 hindurchragen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, den Teil 82 in dem
Kanal des Trägers 41 innerhalb gewisser Grenzen auf und ab zu verschieben. An jedem
Schlittenkörper 82 ist ebenfalls durch die Boleen 83 ein waagerecht ausladender
Arm 85 befestigt. Wenn sich der Blockwagen dem Ende seiner Aufwärtsbewegung nähert,
dann stoßen seine Führungsrollen 61 auf den Schlittenkörper 82 und heben ihn hoch,
wodurch die Arme 85 in Eingriff mit den Enden einer waagerechten Schiene 86 kommen,
an deren mittlerem Teil das obere Ende des Schiebers 74 befestigt ist. Wenn das
geschieht, dann wird die Querschiene 86 angehoben und der Schieber 74 geöffnet.
Während der Aufwärtsbewegung des Blockwagens wird. der Block darin durch ein senkrechtes
Führungsband festgehalten, welches an diesem Ende an einem Halter 89 an der Wand
der Abschlußkammer befestigt ist, um sicherzustellen, daß das obere Ende des Führungsbandes
87 sich stets bündig mit der Fläche des Flansches 88 befindet, welcher die Beschickungsöffnung
umschließt. Sobald die untere Kante des im Wagen befindlichen Blockes über die Bodenkante
der Beschickungsöffnung herübertritt, d. h. wenn der Blockwagen die Grenze seiner
Aufwärtsbewegung erreicht hat, dann gleitet der Block in die Abschlußkammer 70.
Wenn der Wagen sich darauf nach abwärts bewegt, dann sinkt der Schlitten 82 und
ermöglicht dadurch dem VerschluB,schieber, unter Schwerewirk ung in die Verschlußstellung
zu gelangen und die Beschickungsöffnung des Ofens zu verschließen.
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Die Ü"beriührung eines Blockes aus dem Behälter in den Förderer wird
vorzugsweise selbsttätig am Ende,-der Abwärtsbewegung des Blockwagens herbeigeführt.
Zu diesem Zlveck ist ein Vorsprung 9i (Abb. 3 und 4) an dem steigenden Teil einer
der Förderketten 56 vorgesehen, welcher das Ende des Hebels 28 erfaßt und anhebt,
wodurch der Bügel des Blockhalters gegen den Blockwagen geschwenkt wird, so daß
der Block freigegeben wird, wenn der Wagen gerade sein unteres Ende erreicht. Wenn
der Wagen dann in die Höhe geht, dann kehrt der Hebel 28
unter dem Einfluß
der Schwerkraft in seine Grundstellung zurück.
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Das wird vermittels eines Ouadranten 92 mit Innenverzahnung (Abb.
3) herbeigeführt, der lose auf das vorragende Ende der Welle 47 des unteren Kettenrades
aufgesetzt ist und von dieser Welle über ein doppeltes Reduktionsgetriebe angetrieben
wird. Dieses Getriebe weist einen auf die Welle 47 aufgekeilten Zahntrieb 93, ein
damit in Eingriff stehendes Zahnrad 94, welches auf einen Wellenstumpf 95 aufgesetzt
ist, der aus dem Halter 49 hervorragt, und einen zweiten Zahntrieb 96 auf, der ebenfalls
auf dem Wellenstumpf 95 sitzt und sich zusammen mit dem Zahnrad 94 dreht, welches
in die Verzahnung des
Quadranten eingreift. Das Übersetzungsverhältnis
ist so gewählt, daß der Quadrant um einen Winkel von etwa 6o° während der Aufwärtsbewegung
des Förderwagens gedreht und während der Abwärtsbewegung in seine Ausgangsstellung
zurückgeführt wird. Der Quadrant trägt einen Zapfen 98, welcher als Kurbelzapfen
dient und an das Ende einer Kupplungsstange 97 angreift, welche durch eine hin und.
her gehende Stange 99 gelenkig mit dem Arm 25 verbunden ist, welcher die Schaltklinke
für das zum Magazin gehörige Schaltrad trägt. Um die Einstellung der Hublänge der
Stange 99 in Anpassung an den Abstand der Vorsprünge 24 zu ermöglichen, welche die
Zähne des Schaltrades bilden, -ist der Kurbelzapfen einstellbar in einem radial
liegenden Schlitz ioo des Quadranten.
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Der Förderer wird vorzugsweise durch einen umsteuerbaren
Motor ioi angetrieben (Abb. i), welcher durch eine Kette 102 - ein Kettenrad
103 treibt, mit dem eine das Drehmoment beschränkende Vorrichtung, wie z. B. eine
Reibungskupplung, zusammenwirkt. Das Kettenrad 103 sitzt drehbar auf einem Wellenstumpf
104, welcher aus dem Halter 49 vorragt, und treibt einen Zahntrieb io5, welcher
ebenfalls auf dem Wellenstumpf sitzt. Der Zahntrieb io5 treibt über ein Zwischenrad
io6 ein Zahnrad 107, welches auf die Welle 47 des Förderkettenrades aufgekeilt
ist. Ein Hinausgehen des Förderers beim Hochgang über seine obere Grenzlage wird
durch Anschläge io8 verhindert, welche die Aufwärtsbewegung des Schlittens 82 und
demgemäß auch der Führungsrollen 61 begrenzen. Ein Überschreiten der normalen Tiefstellung
bei der Abwärtsbewegung des Förderers wird durch Anschläge iog verhindert, welche
unmittelbar auf die Führungsrollen einwirken.
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Der Behälter und der Förderer können nach Wunsch von einer Bedienungsperson
oder auch selbsttätig in fest bestimmten Zeitpunkten betätigt werden, z. B. dadurch,
daß .für den Motor ioi jedesmal nach Laufdauer in einer bestimmten Richtung eine
Umsteuerung in die entgegengesetzte Richtung vorgesehen wird, ohne daß zwischen
dem Lauf des Motors in entgegengesetzten Richtungen eine wesentliche Ruhepause eintritt.
Wenn so gearbeitet werden soll, dann kann die Umsteuerung durch einen Umkehrschalter
herbeigeführt werden, welcher durch den Förderer am Ende seiner Bewegung in jeder
der beiden Richtungen betätigt wird, und das Maß der Beschickung des Ofens kann
dadurch eingestellt werden, daß die Geschwindigkeit des Motors verändert wird, oder
dadurch, daß das Wechselgetriebe, durch welches der Motor den Antrieb bewirkt, geändert
wird. Vorzugsweise wird jedoch der Betrieb der Beschickungseinrichtung durch den
Badspiegel des geschmolzenen Metalls im Ofen überwacht. Zu diesem Zweck wird der
Antriebsmotor durch einen selbsttätig wirkenden, um= steuerbaren Anlasser i io gesteuert,
zu dem zwei elektromagnetische Stromschließer mit Fernsteuerung gehören, von denen
der eine bei durch ihn bewirktem Stromschluß den Motor in einer Drehrichtung einschaltet,
während das Schließen des anderen den Motorlauf in entgegengesetzter Drehrichtung
herbeiführt. Der Anlasser wird durch den Radspiegel des geschmolzenen Metalls im
Ofen in der in Abb.7 dargestellten Weise überwacht. Die Betätigung des einen Stromschließers,
welche eine Drehung des Motors in dem Drehsinn veranlaßt, bei welchem der Blockwagen
des Förderers in die Höhe geht, erfolgt durch Herstellung eines Stromkreises i i
i, der als Aufwärtssteuerstromkreis bezeichnet werden mag, und die Betätigung des
Stromschließers, der die Drehung des Motors in dem Sinne herbeiführt, daß der Blockwagen
eine Abwärtsbewegung ausführt, erfolgt durch Schließung eines zweiten Stromkreises
112, der als Abwärtssteuerstromkreis bezeichnet werden mag. In diesen Steuerstromkreisen
i i i und 112 sind drei Schalter 113, 114, 115 vorgesehen, wie aus dem Stromkreisschema
der Abb. 7 ersichtlich ist. Zum Schalter 113 gehören zwei Paare von Kontaktstücken
116, 117, von denen je eines in einem der beiden Steuerstromkreise liegt. Wenn der
Metallspiegel im Schmelzofen steigt, dann werden die Kontaktstücke 116 im Abwärtsstromkreis,
und wenn der \2eta11-spiegel sinkt, die Kontaktstücke 117 im Aufwärtsstromkreis
voneinander getrennt. Wenn der Badspiegel fällt, dann erfolgt die elektrische Trennung
der Kontaktstücke 116 im Abwärtsstromkreis, und die Kontaktstücke 117 im Aufwärtsstromkreis
werden miteinander leitend verbunden. Der Schalter 113 ist vorzugsweise ein Quecksilberschalter,
welcher durch das Steigen und Fallen eines Schwimmers 118 (Abb. i) betätigt wird,
der in einer Kammer i i9 angeordnet ist, welche in Verbindung mit der Schmelzkammer
69 steht. Der Schalter 114 weist drei Kontaktstücke 121, 122, 123 auf. Dieser Schalter
wird durch die Bewegung des Blockes in die Gasabschlußkammer 7o hinein oder aus
dieser heraus betätigt. Das wird durch einen Gelenkarm 124 erreicht, welcher in
der Kammer angeordnet ist und sich gegen den für gewöhnlich darin befindlichen Block
legt. Der Arm 124 ist mit dein Arm 125 auf der Außenseite der Kamlner gekuppelt.
Wenn der Arm 124 niedersinkt, dann hebt er den Arm 125, welcher seinerseits den
Arm 126 am Schalter anhebt und dadurch den Schalter betätigt. Wenn ein
Block
in die Kammer eingeführt wird, dann nimmt der Schalter wieder seine anfängliche
Stellung ein. Wenn sich kein Block in der Kammer 7 o befindet, dann überbrückt der
Schalter 114 die Lücke zwischen den Kontaktstücken 121 und 123 und öffnet den Abwärtssteuerstromkreis.
Wenn ein Block in der Kammer vorhanden ist, dann verbindet der Schalter 114 die
Kontaktstücke 121 und 123 und öffnet, sofern der Niveauschalter sich in der Hochstellung
befindet, den Aufwärtsstromkreis. Der Schalter 115 sitzt am unteren Ende des Fördergestelles
und wird durch die Bewegung des Förderwagens betätigt, wobei er seinen Antrieb dadurch
erhält, daß er an den Ouadranten 92 durch eine Hilf skupplungsstange 137 angekuppelt
wird. Dieser Schalter überbrückt zwei Kontaktstücke 135 im Aufwärtsstromkreis
und trennt zwei Kontaktstücke 136 im Abwärtsstromkreis, wenn der Förderwagen
sich an der unteren Grenze seiner Abwärtsbewegung befindet, während er den Aufwärtsstromkreis
unterbricht und die im Abwärtssteuerstromkreis liegenden Kontakte überbrückt, wenn
sich der Förderblockwagen an der oberen Grenze seiner Aufwärtsbewegung befindet:
Der selbsttätige Betrieb des Förderers wird klar, wenn der Verlauf der Vorgänge
verfolgt wird, wobei von der in Abb. ; dargestellten Ausgangsstellung ausgegangen
sein mag, bei welcher der Spiegel des geschmolzenen Metalls hoch ist und sich ein
Block in der Beschickungskammer befindet und der Förderblockwagen einen Block enthält
und an der unteren Grenze seiner Abwärtsbewegung steht, während der Blockhalter
des Behälters, welcher dem Blockwagen des Förderers gegenüberliegt, leer ist. Wenn
dann der Spiegel des geschmolzenen Metalls bis zu einem vorbestimmten Punkt fällt,
dann wird der Schalter 113 wirksam und veranlaßt die Trennung der Kontaktstücke
116 und die Überbrückung der Kontaktstücke 117. Dadurch wird der Aufwärtssteuerstromkreis
geschlossen, und der Motor läuft in dem Drehsinn an, bei welchem der Förderer den
Blockwagen hochhebt. Nachdem der Blockwagen eine gewisse Strecke in die Höhe gegangen
ist, trifft ein Steuerkörper 129, der an einer der nach abwärts laufenden Förderketten
sitzt, auf einen Arm .127 einesArmkreuzes, das an einemHahn 128 sitzt; der im oberen
Teil des Fördergestelles angeordnet ist, u,nd führt eine öffnung des Hahnes herbei,
welcher den Zulauf von Druckflüssigkeit zur Preßluftniaschine 73 regelt, so daß
diese den Schieber 71 zwischen der Gasabschlußkammer und der Schmelzkarniner zu
öffnen vermag. Der in der Abschlußkammer befindliche Block wird dann freigegeben
und gleitet in die Schmelzkammer herüber. Wenn der Block die Abschlußkammer verläßt,
wird der Schalter 114 betätigt, so daß er die Kontaktstücke 121, 122 überbrückt,
und wenn dann der Block in das geschmolzene Metall der Schmelzkammer eintaucht,
dann hebt er im Regelfall den Metallspiegel hinreichend, um den Spiegelschalter
umzuschalten, so daß der Aufwärtssteuerstromkreis ununterbrochen geschlossen bleibt.
Der Förderer fährt dann fort, hochzugehen, und es tritt. ein zweiter Steuerkörper
an der abwärts gehenden Seite einer der Förderketten in Wirkung, indem er auf einen
zweiten Arm des am Hahn 128 sitzenden Armkreuzes trifft und den Hahn in eine Lage
bringt, bei welcher die Preßluftmaschine den von ihr betätigten Schieber wieder
freigibt. Der Förderblockwagen setzt seine Aufwärtsbewegung fort und öffnet den
äußeren Schieber 74 der Abschlußkammer in der früher beschriebenen Weise. Wenn der
Blockwagen an der Grenze seiner Aufwärtsbewegung angelangt ist, dann wird der Grenzschalter
115 betätigt und unterbricht die Verbindung zwischen den Kontaktstücken 135 und
stellt eine Kontaktbrücke zwischen den Kontaktstücken 136 her, wobei der Blockwagen
den darin befindlichen Block an die Abschlußkammer abgibt. Wenn der Block in diese
Kammer übertritt, dann betätigt er den Schalter 114 und v eranlaßt diesen, die Kontaktstücke
121 und 123 zu überbrücken. Dadurch wird der Abwärtsstromkreis geschlossen und der
Motor auf Drehung in dein Sinne geschaltet, daß dine Abwärtsbewegung des Blockwagens
einsetzt. Es mag an dieser Stelle daran erinnert werden, daß während des Hochgehens
des Blockwagens der Behälter gedreht wird und einen einen Block enthaltenden Halter
in Gegenüberstellung zum Förderer bringt, so daß der in dieseln Halter befindliche
Block aus dem Behälter in den Blockschlitten des Förderers überzutreten vermag.
Gleichzeitig wird der die AbwärtsbeNregung begrenzende Schalter betätigt, so daß
die Abwärtsbewegung des Blockwagens aufhört. Der Förderer bleibt dann in Ruhe, bis
der 11letallspiegel in der Schmelzkammer wieder fällt.
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In A11. 7 ist noch ein vierter Schalter 130
im Aufwärtsstromkreis
dargestellt. Dieser Schalter hat die Aufgabe, das Anlaufen des Motors im Sinne einerAufwärtsbewegung
des Förderblockwagens zti verhindern, wenn nicht genug Preßluft da ist, um die Preßluftinaschine
73, welche die Schieberöffnung steuert, in Betrieb zu setzen. Dadurch wird eine
Beschädigung der Anlage verhindert, wie sie eintreten würde, wenn der Förderwagen
nicht ordnungsgemäß von dem darin befindlichen Block entleert wird. Es kann auch
noch ein weiterer Schalter 131 vorgesehen sein, um den Förderer in der einen oder
der
anderen Richtung von Hand zu betätigen. Für diesen Schalter
sind drei Einstellagen vorgesehen. Wenn der Schalter auf das KontaktstÜck 132 gestellt
wird, erfolgt ein Hochgang des Förderers, wenn sich dieser nicht bereits an seinem
Höchstpunkt befindet; wenn der Schalter auf das Kontaktstück 133 gestellt
wird, dann erfolgt eine Abwärtsbewegung des Förderers, sofern er sich nicht bereits
in seiner Tiefstellung befindet; wenn der Schalter schließlich auf das Kontaktstück
134 gestellt wird, dann wird die soeben beschriebene selbsttätige Steuerung eingeschaltet.
Der von Hand zu bedienende Schalter wird im allgemeinen benutzt, um die Beschickungsvorrichtung
unter ungewöhnlichen Umständen zu bedienen, z. B. für die Inbetriebsetzung des Ofens.
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Wenn die Beschickungsvorrichtung-gemäß der Erfindung bei einem Schmelzofen
derjenigen Art angewandt wird, welcher in Patent 662 356 beschrieben ist,
um die Beschickung entsprechend dem Maß des Abschmelzens der Blöcke zu steuern,
dann kann der Spiegelschalter 113 fortgelassen werden, und der Steuerschalter kann
durch Bewegung eines Blockes im oberen Teil der Schmelzkammer betätigt werden. Wenn
keine Abschlußkammer im Schmelzofen vorgesehen ist, dann kann der Spiegelschalter
benutzt und der Steuerschalter 114 fortgelassen werden.