AT42855B - Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen. - Google Patents

Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen.

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AT42855B
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saponification
oleic acid
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Felice Dr Garelli
Pier Alfonso Barbe
Giulio De Dr Paoli
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Felice Dr Garelli
Pier Alfonso Barbe
Giulio De Dr Paoli
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  Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen. 



   Vorliegende   Ernndung   betrifft ein Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und   Ölsäure   mit Ammoniak entstandenen Ammdniakseifen. Ein beliebiger Fettstoff, beispielsweise Talg, tierische Fette, tierische und pflanzliche Öle oder dergl. wird in bekannter Weise in einem mit Rührwerk versehenen Druckkessel mit Ammoniak vermischt, dessen Menge und Konzentration von dem herzustellenden Endprodukte (ob neutrale oder saure Ammoniakseifen) abhängt. Die so erhaltene Masse wird mit Dampf bis auf etwa 5 Atm. erhitzt und gleichzeitig kräftig umgerührt.

   Nach etwa 8 Stunden ist 
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 sprechenden Menge Schwefelsäure von   66      M   unter   Umrühren   behandelt, wobei die Temperatur auf etwa   400   C erhalten und eine schädliche Steigerung derselben durch Abkühlen der Mischung verhindert wird. Nach angemessen langem Stehenlassen der Mischung werden die Sulfoglyzeride und Sulfofettsäuren mit Wasser auf Siedetemperatur erhitzt, wobei die Zersetzung der Mischung in   Schwefelsäure,   Oxystearinsäure,   Oxystearinsäurelakton,   fliissiges Anhydrid der Oxystearinsäure und andere Fettsäuren vor sich geht. Dieses Gemisch von Fettsäuren und Anhydrid wird in einem Autoklaven bohufs vollständiger Verseifung mit Ammoniak behandelt.

   Die Erfindung besteht nun darin, dass das Reaktionsprodukt in noch heissem Zustande in einen stehenden Zylinderkessel übergeführt und hier in einem Dampfstrom zum Sieden gebracht wird. Die sich entwickelnden Ammoniakdämpfe werden in   Kühlschlangen   kondensiert und in geschlossenen   Behältern   gesammelt, so dass die zur   Durchführung   des Verfahrens verwendete Gesamtmenge an Ammoniak zurückgewonnen wird und zur weiteren   Behandlung   von Fettstoffen wieder verwendet werden kann. Die freigewordenen   geschmolzenen Fettsäuren schwimmen   auf der wässerigen Flüssigkeit im Kessel und können nach einiger Zeit durch Abgiessen oder Abschöpfen von der genannten Flüssigkeit getrennt werden. 



    Die Ammoniakseifen der festen Fettsäuren (Stearate, Palmitate usw. ) zersetzen sich   unter Freiwerden des Ammoniaks und der Fettsäure zuerst, während die Seifen der flüssigen   Fettsti. uren (Oleate)   sich schwieriger zersetzen, woraus folgt, dass durch eine zu geeignetem Zeitpunkt erfolgende Unterbrechung im Dampfkocher eine erste teilweise Trennung der festen Fettsäuren (Stearin) von den flüssigen Fettsäuren (Olein) erfolgt und die   nachträgliche Pressarbeit zum   Teil erspart werden kann. 



   Die   Abscheidung   der festen Fettsäuren (Stearin- und Palmitinsäure) von der   ölsäure   kann auch auf Grund des Unterschiedes in der Löslichkeit der Ammoniakseifen erfolgen. 



   Die mit Talg oder tierischen oder Pflanzenölen oder Fetten beliebiger Herkunft in bekannter Weise zubereiteten Ammoniakseifen werden in mit Rührarmen ausgerüstete Behälter eingebracht und mit kaltem Wasser im Verhältnis von 300/0 ihres Gewichtes behandelt. Hierdurch löst sich das Ammoniumoleat im Wasser auf, auf dessen Oberfläche die   unlöslichen Ammoniumstearato   und   Palmitate   schwimmen. Durch geeignete Vorkehrungen 

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 wird das Wasser mit dem in ihm aufgelösten Ammoniumoleat abgeleitet, das mit Natriumoder Kaliumchlorid oder-sulfat behandelt wird. Man erhält auf diese Weise Natron-und 
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 wendet werden kann. 



   Die Vorrichtung zur Zersetzung der Ammoniakseifen in Fettsäuren und Ammoniak durch Kochen besteht aus einem stehenden Behälter mit einem Rohr n zur Einführung 
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 der Ammoniakdämpfe nach dem Kühlapparat. Der mit Flügeln r besetzte Rührer erhält von-einer Scheibe s Antrieb. Die Heizung wird durch zwei Dampfschlangen t, il im unteren Teil des Behälters bewirkt. Die Heizschlange tl besteht aus einem geschlossenen Rohre, die andere t aus einem gelochten Rohre, durch das zu geeignetem Zeitpunkt Dampf in die erhitzte Masse eingeleitet wird. An der einen Behälterwand sind Löcher u und Hähne   u1   zur Überwachung des Verlaufes des Vorganges und zur Entnahme von Proben vorgesehen. Das   Rohr. t ;   unten am Behälter dient zur Entleerung der   glyzerinha1tigen Wasser.   



   Man kann neutrale Ammoniakseifen in geschlossenem Kessel mit Kalium-oder Natriumchlorid bezw.-sulfat behandeln, so dass sich unter Wechselzersetzung die entsprechende Kali-oder Natronseife bildet, die sich aus der wässerigen Flüssigkeit abscheidet, da sie in den Lösungen sowohl der Ammoniaksalze (Chlorammonium und Ammoniumsulfat), als auch der Kali-und Natronsalze wenig löslich ist. Die Verseifung mit Ammoniak kann auch in Gegenwart der berechneten Menge von Alkalichlorid   bezw.-sulfat durchgeführt   werden, um die gewünschte (Kali-oder Natron-) Seife in einem einzigen Vorgange zu erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Trennung der   bej   der Verseifung von Fettstoffen und   Ölsäure   mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen, dadurch gekennzeichnet, dass diese durch Kochen mit Wasser in einem   Dampfstrome   stufenweise zersetzt werden, um zunächst die festen freien Fettsäuren zu gewinnen. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen, dadurch gekennzeichnet, dass diese derart mit kaltem Wasser behandelt werden, dass nur das Ammoniumoleat in Lösung geht. EMI2.3 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT42855D 1906-11-21 1906-11-21 Verfahren zur Trennung der bei der Verseifung von Fettstoffen und Ölsäure mit Ammoniak entstandenen Ammoniakseifen. AT42855B (de)

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