DE17264C - Darstellung fester Fettsäuren aus Oelsäure oder Oelsäure-Glyceriden - Google Patents

Darstellung fester Fettsäuren aus Oelsäure oder Oelsäure-Glyceriden

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DE17264C
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oleic acid
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fatty acids
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A. MÜLLER JACOBS in Moskau
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die auf mindestens + 6° C. abgekühlten OeIe werden mit 30 bis 40 pCt. ebenfalls abgekühlter Schwefelsäure vom specifischen Gewicht 1,8230 bis 1,8 259 versetzt. Sobald die Temperatur der Masse ca. 35 ° C. erreicht hat, wird das doppelte Volumen kalten Wassers unter Umrühren beigegeben. Das nach 24-stündigem Stehen abgeschiedene Sulfofettsäuregemenge wird hierauf abgezogen und mit seinem mehrfachen Volumen Wasser anhaltend gekocht. Die gebildete Sulfosäure setzt sich bei dieser Operation glatt um in eine der Stearinsäure ähnliche, bei 70,6° C. schmelzende Fettsäure und in flüssige Oxyolemsäure.
Folgende beiden Reactionsformeln mögen den wahrscheinlichen Verlauf des Processes verdeutlichen.
i. Bildimg der Olemsulfosäure, z. B. aus Glyceriden:
(Cn H33 O) 3
3 C17 Hs]. SO3H- CO OJI+ C3 Hs O3.
■" 3 -"s "^ —
2. Zersetzung derselben beim Kochen mit Wasser:
2 C17 JI32 · SO, H. CO OH+ 3 H1 O =
C11 H3, ■ COOH+ C17 H33 O-CO OH
-+- 2 H2 SOi.
Die Zusammensetzung und Constitution der Olemsulfosäure sowohl als der entstehenden Zersetzungsproducte bedürfen noch eingehenderer wissenschaftlicher Untersuchungen.
Aus dem ausgeschiedenen, in Alkohol klarlöslichen Fettsäuregemenge läfst man die feste Fettsäure durch zwei- bis dreitägiges Stehen in der Kälte auskrystallisiren, prefst hierauf vermittelst der Centrifuge oder einer hydraulischen Presse den ca. 40 pCt. betragenden flüssigen Theil ab und reinigt den Prefskuchen nach den bekannten Methoden durch Waschungen mit geeigneten Mitteln (Alkohol, Petroleumbenzin u. s. w.) sowie durch Destillation.
Die erhaltene Fettsäure wird zur Kerzenfabrikation an Stelle 7der Stearinsäure verwendet.
Die flüssige Fettsäure wird in Alkalisalz umgewandelt, als Beize an Stelle der bis jetzt gebräuchlichen, unreinen, öligen Mordants in der Türkischrothfärberei verwendet und liefert vorzügliche Farben.
Aus den wässrigen Mutterlaugen können Schwefelsäure und Glycerin durch Fällen mit kaustischem Baryt oder Chlorbarium und Eindampfen gewonnen werden.
Wird der Procefs des Verseifens mit Schwefelsäure nicht bei sehr niedriger Temperatur vorgenommen oder zu starke Schwefelsäure verwendet, so entstehen unter Entweichung grofser Mengen von Schwefeldioxyd Zersetzungsproducte der Fettsäuren, die keinen Werth für die Kerzenbezw. für die Türkischroth - Industrie besitzen. Wird weniger als das angegebene Quantum Schwefelsäure verwendet, so setzt sich nur ein Theil des Oeles in angegebener Weise um; das nun nicht vollkommen in Alkohol klar lösliche Fettsäuregemisch enthält geringere Mengen von krystallisirender, fester Fettsäure (neben flüssiger Oxyolemsäure) und unverändertes OeI, und die Trennung der verschiedenen Körper
ist eine so schwierige, dafs die Vornahme dieser Processe keine lohnende ist.
Als Rohmaterial sind namentlich geeignet: Oleinsäure, Baumwollsamenöl, Rüböl, Olivenöl (geringe Sorten), Sonnenblumenöl und Thrane, woraus vermittelst der angegebenen Methode ca. 55 pCt. fester Fettsäure neben der sehr werthvollen Oxyoleinsäure zu gewinnen sind.
Der flüssige Rückstand kann auch in der Seifenfabrikation an Stelle der Oleinsäure Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ueberführung der Oleinsäure, Erucasäure, sowie deren Glyceride in feste Fettsäuren durch Einwirkung von Schwefelsäure auf dieselben bei niedrigerer Temperatur und Zersetzung des entstehenden Sulfosäuregemisches durch kochendes Wasser. Verwendung der entstehenden Fettsäuren als Kerzenmaterial und der flüssigen Fettsäure zur Seifen-Industrie oder als Türkischrothmordant.
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