AT349464B - Verfahren zur herstellung von neuen n- benzylamino-oxazolinen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen n- benzylamino-oxazolinen

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AT349464B AT402777A AT402777A AT349464B AT 349464 B AT349464 B AT 349464B AT 402777 A AT402777 A AT 402777A AT 402777 A AT402777 A AT 402777A AT 349464 B AT349464 B AT 349464B
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen, am Stickstoffatom substituierten Benzylaminen, deren aromatischer Kern in der meta-Stellung einen   Trifluormethylsubstituenten   trägt. 



   Gegenstand der Erfindung ist insbesondere ein Verfahren zur Herstellung der   N-oxazolinsubstituierten   m-Trifluormethyl-benzylamine der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der X ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Trifluormethylgruppe, wobei X mit Ausnahme der Stellungen 1 und 3 in bezug auf   die Benzylkette   an einer beliebigen Stelle des Benzolringes stehen kann, Rt eine niedrigmolekulare Alkylgruppe oder eine niedrigmolekulare Cycloalkylgruppe,   R2   ein Wasserstoffatom oder eine niedrigmolekulare Alkylgruppe und R3   und R, die   gleichartig oder verschieden sein können, Wasserstoffatome, niedrigmolekulare Alkylgruppen oder gemeinsam eine Alkylenkette mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, und deren Salze mit anorganischen oder organischen Säuren und deren optisch aktive Isomeren,

   dadurch gekennzeichnet, dass man ein   m-Trif1uormethylbenzylamin   der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 oder ein Salz dieser   Verbindung. worin X, R undR   obige Bedeutung haben, mit einem Halogenameisensäurearylester der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 worin Ar eine Phenylgruppe oder eine durch eine oder mehrere elektrophile Gruppen substituierte Phenylgruppe und Hal ein Halogenatom bedeutet, zu einem Phenylcarbamat der allgemeinen Formel 
 EMI1.4 
   worin X, R, R und Ar wie oben definiert sind, kondensiert, letzteres mit einem Aminoalkohol der allgemeinen Forme    
 EMI1.5 
 worin    R     und R   obige Bedeutung haben,

   umsetzt und den gebildeten ss-Hydroxyalkylharnstoff der allgemeinen Formel 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
    undw-Halogenalkylharnstoff   der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin   R,R,R,R   und X wie oben definiert sind und Hal ein Halogenatom darstellt, überführt, den man dann zu einer Verbindung der allgemeinen Formel (I) cyclisiert, welche man gewünschtenfalls durch Zugabe einer anorganischen Säure oder organischen Säure in ein Salz überführt und/oder durch Kombination mit einem optisch aktiven Reagens in die optischen Isomeren aufspaltet. 



   Die Erfindung erstreckt sich somit auch auf die Herstellung der Salze der Verbindungen der allgemeinen Formel   (1)   mit anorganischen oder organischen Säuren und bevorzugt auf die Salze mit therapeutisch verträglichen Säuren. 



   Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung der optischen Isomeren der Verbindungen der allgemeinen Formel (I). Das Benzylkohlenstoffatom ist durch mindestens drei verschiedene Gruppen substituiert und auf Grund dieser Tatsache asymmetrisch. Ein solches Molekül kann daher in seine optischen Antipoden aufgespalten werden. 



   Da der Oxazolinring durch eine oder mehrere geradkettige oder cyclische Kohlenstoffketten substituiert sein kann, können sich Symmetriezentren ergeben, die zu optischen Isomeren Anlass geben. Die Herstellung der sich hiedurch ergebenden optischen Isomeren ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) und deren Salze entfalten interessante pharmakologische Eigenschaften. Sie besitzen insbesondere sehr starke antihypertensive Wirkungen. Anderseits zeigen sie erst bei sehr hohen Dosierungen, die wesentlich höher liegen als die Dosierungen, die zur Erzielung der antihypertensiven Wirkung erforderlich sind, neurodepressive Eigenschaften. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sowie deren Salze finden daher in der Humantherapie und der Veterinärmedizin Anwendung als antihypertensive Mittel. 



   Sie unterscheiden sich von den in der US-PS Nr. 3,626, 067 beschriebenen Verbindungen analoger Struktur durch ihre erheblich verminderten neurodepressiven Eigenschaften. Das Risiko des Auftretens von Müdigkeitserscheinungen, Sedierungserscheinungen oder Muskellockerungen ist daher stark vermindert. 



   Besonders bevorzugte erfindungsgemäss erhältliche Verbindungen sind die folgenden : dl-2- [   (31-Trifluormethyl-phenyl)- (a-cyclopropyl)-methyl-aminol-oxazolin,   
 EMI2.3 
 dl- [2-   (3'-Trifluormethyl-phenyl)-2- (oxazolin-2'-yl-amino)]-äthan,     dl- [2- (a ;-cyclopropyl)-2- (oxazolin-2'-yl-amino)-2- (3'-trifluormethyl-phenyl)]-äthan    und die optischen Isomeren dieser Verbindungen. 



   Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens sind die folgenden :
Man bewirkt die Cyclisierung der Verbindung der allgemeinen Formel (II) vorzugsweise durch Erhitzen in wässerigem Medium in Gegenwart oder in Abwesenheit eines basischen Mittels, das in der Lage ist, das bei der Cyclisierungsreaktion gebildete Halogenwasserstoffmolekiil zu binden. 



   Als basisches Mittel kann man eine anorganische Base verwenden, beispielsweise ein   Alkalimetallear-     bonat, ein Erdalkalimetallcarbonat, ein Alkalimetallbicarbonat, ein Alkalimetallhydroxyd,   ein Erdalkalime-   talloxyd, Magnesiumoxyd, Aluminiumoxyd, Magnesiumcarbonat, Magnesiumphosphatoder   ein basisches Aluminiumsalz. Als basisches Mittel kann man auch eine organische Base verwenden, beispielsweise ein Dialkylamin, ein Trialkylamin, Dimethylanilin oder eine Pyridinbase. 



   Die Cyclisierung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des Lösungsmittels und der Natur des Moleküls, von dem das Wasserstoffatom abgespalten wird, im allgemeinen bei einer Temperatur zwischen 50 und   1200C.   Vorzugsweise bewirkt man die Cyclisierung bei etwa   1000C.   



   Als Halogenameisensäurearylester der allgemeinen Formel (V) setzt man vorzugsweise einen Chlorameisensäureester oder einen Bromameisensäureester ein. 



   DieArylgruppe stellt vorzugsweise eine   Phenylgruppe, eine Dinitrophenylgruppe, eine   Nitrophenylgruppe oder eine Chlornitrophenylgruppe dar. 



   Die Kondensation des Halogenameisensäurearylesters mit dem m-Trifluormethyl-benzylamin der allge- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 meinen Formel   (hui)   wird vorzugsweise in Gegenwart eines basischen Mittels, wie einem Trialkylamin, einem
Dialkylanilin, Pyridin, Collidin, 4-Dimethylaminopyridin oder Dimethylformamid, bewirkt. 



   Als Halogenierungsmittel setzt man beispielsweise Thionylchlorid, Phosphorpentachlorid, Phosphorpen- tabromid, Phosphoroxychlorid oder N-Bromacetamid ein. i Die Aufspaltung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in die optischen Isomeren wird vorzugs- weise durch die Salzbildung mit einer optisch aktiven Säure, wie beispielsweise d-Weinsäure, N, N-Dime- thyltartramsäure,   Abietinsäure,     d-oder 1-Chrysanthemumsäure, d-Glukose-1-phosphorsäure, 1-Methoxy-   essigsäure oder   d-Dibenzoylweinsäure,   bewerkstelligt. 



   Die als Ausgangsmaterialien eingesetzten Benzylamine der allgemeinen Formel   (IE)   erhält man ganz allgemein ausgehend von einem   1-Halogen-3-trifiuormethyl-benzol   der allgemeinen Formel 
 EMI3.1 
 das man mit einem Metall oder einem Metalloid in Gegenwart von Cadmiumchlorid und dann mit einem Säurehalogenid der Formel   R1   COC1 zu einem Keton der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 umsetzt, das man gegebenenfalls einer alkylierenden Reduktion unterzieht, um den sekundären Alkohol der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 zu gewinnen, den man   in üblicher   Weise in ein Amin überführt, beispielsweise durch Bildung eines Isocyanats, dessen Umwandlung in ein Carbamat und dessen Reduktion. 



   Wenn die Gruppe R2 ein Wasserstoffatom dar stellt, können die Verbindungen der allgemeinen Formel auch dadurch hergestellt werden, dass man ausgehend von einem Keton der allgemeinen Formel 
 EMI3.4 
 ein Oxim der allgemeinen Formel 
 EMI3.5 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 men konzentriert und die kristalline Mischung im Kühlschrank stehen lässt. Durch Filtrieren und anschlie- ssendes Absaugen werden   8,     87g dl-N- [ (a ;-Cyclopropyl) (3-trifluormethylphenyl) methylJ-N'- (ss-chloräthyl)-   harnstoff erhalten, der bei 86 bis 87 C schmilzt. Die Struktur wird durch   IR-Spektrum   bestätigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen N-Benzylamino-oxazolinen der allgemeinen Formel EMI5.1 in der X ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Trifluormethylgruppe, wobei X mit Ausnahme der Stellungen 1 und 3 in bezug auf die Benzylkette an einer beliebigen Stelle des Benzolringes stehen kann, Ri eine niedrigmolekulare Alkylgruppe oder eine niedrigmolekulare Cycloalkylgruppe, R2 ein Wasserstoffatom oder eine niedrigmolekulare Alkylgruppe und R und R, die gleichartig oder verschieden sein können, Wasserstoffatome, niedrigmolekulare Alkylgruppen oder gemeinsam eine Alkylenkette mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, und deren Salze mit anorganischen oder organischen Säuren und deren optisch aktive Isomeren, dadurch gekennzeichnet,
    dass man ein m-TrifluormethylbenzylaminderallgemeinenFormel EMI5.2 oder ein Salz dieser Verbindung, worin X, R, und R2 obige Bedeutung haben, mit einem Halogenameisensäu- rearylester der allgemeinen Formel EMI5.3 worin Ar eine Phenylgruppe oder eine durch eine oder mehrere elektrophile Gruppen substituierte Phenylgruppe und Hai ein Halogenatom bedeutet, zu einem Phenylcarbamat der allgemeinen Formel EMI5.4 worin X, R,R und Ar wie oben definiert sind, kondensiert, letzteres mit einem Aminoalkohol der allgemeinen Formel EMI5.5 worin R3 und R4 obige Bedeutung haben, umsetzt und den gebildeten ss-Hydroxyalkylharnstoff der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 worin R1, R2, R3, R4 und X wie oben definiert sind,
    durch Einwirkung eines Halogenierungsmittels in einen w-Halogenalkylharnstoff der allgemeinen Formel EMI6.2 EMI6.3 anorganischen Säure oder organischen Säure in ein Salz überführt und/oder durch Kombination mit einem optisch aktiven Reagens in die optischen Isomeren aufspaltet.
AT402777A 1974-06-20 1977-06-07 Verfahren zur herstellung von neuen n- benzylamino-oxazolinen AT349464B (de)

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GB2739274A GB1475513A (en) 1974-06-20 1974-06-20 Benzylamine derivatives process for science union et cie benzylamine derivatives process for their production and pharmaceutical compositions containing them
AT471677A AT357243B (de) 1976-07-16 1977-07-01 Verwendung von haertbaren polyesterurethanen zur herstellung von direkt verzinnbaren wickel- draehten

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ATA402777A ATA402777A (de) 1978-09-15
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