AT288400B - Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden

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AT288400B
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Karl Thomae Ges Mit Beschkraen
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden 
In der Patentschrift Nr. 281822 wird ein Verfahren zur Herstellung von Zimtsäureamiden der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der    Rl   ein Brom- oder Jodatom bedeutet, beschrieben. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich neue   Zimtsäureamide   der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom darstellt, nach folgendem Verfahren herstellen lassen :
Eliminierung des Sauerstoffatoms aus einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 [n der Hal wie eingangs definiert ist. 



   Die Eliminierung   des Sauerstoffatoms   aus einer Verbindung der Formel II erfolgt unter Bildung einer Doppelbindung durch Reduktion, z. B. mittels Triphenylphosphin in Gegenwart von Hydrochinon, bei erlöten Temperaturen, z. B. bei 170 C, gegebenenfalls ohne Lösungsmittel   (Lit. : ehern. Ber. 88 [1955],   3. 1654. 



   Die bei dem Verfahren verwendeten Ausgangsstoffe sind teilweise neu und lassen sich nach be-   kannten   Methoden darstellen. So lässt sich beispielsweise ein Epoxyd der Formel II durch Umsetzung sines 4-Halogen-benzaldehyds mit einem entsprechenden Halogenessigsäureamid in Gegenwart von Natriumamid herstellen. 



   Das erfindungsgemäss hergestellte neue Zimtsäureamid der Formel I   besitztwertvollepharmakolo-   gische Eigenschaften, insbesondere eine antiphlogistische und antipyretische Wirkung. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Substanz
A = 4-Chlorzimtsäure-(4-hydroxypiperidid) wurde hinsichtlich ihrer antiphlogistischen Wirkung im Vergleich zu
B = Phenylbutazon und hinsichtlich ihrer temperatursenkenden Wirkung im Vergleich zu
C = Aminopyrin und
D   = Phenacetin untersucht.   



   1. Die antiphlogistische Wirkung der zu untersuchenden Substanzen wurde als antiexsudative Wir- kung gegenüber dem Carrageeninödem der Rattenhinterpfote nach der Methode von Winter et   al. (Proc.   



  Soc. exper. Biol. Med. 111 [1962], S. 544 bis 547) und gegenüber dem Kaolinödem der Rattenhinterpfote 
 EMI2.1 
 



   Die Messung erfolgte nach der Methode von Doepfner und   Cerletti   (Int. Arch. Allergy al appl. 



   Immun. 12   [1958],   S. 89 bis 97), es wurde die Dosis graphisch ermittelt, welche eine   35%igue   Abschwä-   i chung (ED)   der jeweiligen Schwellung bewirkt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Carrageenin <SEP> -Ödem <SEP> Kaolin-Ödem
<tb> Substanz <SEP> ED <SEP> mg/kg <SEP> ED <SEP> mg/kg
<tb> A <SEP> 31 <SEP> 55
<tb> B <SEP> 74 <SEP> 62 <SEP> 
<tb> 
 
2. Die Prüfung auf eine temperatursenkende Wirkung der zu untersuchenden Substanzen erfolgte an normothermen Ratten nach oraler Gabe von mindestens 4 Dosen an mindestens 10 Tieren pro Dosis. 



   Aus den mit den verschiedenen Dosen erzielten gemittelten Werten für maximale Temperaturer-   niedrigung des Einzeltieres wurde durch graphische Interpolation die Dosis bestimmt, die eine Senkung der Körpertemperatur um 1,5 C (ED¯-1.5 C) bewirkt:   
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Substanz <SEP> ED <SEP> -1, <SEP> 50C <SEP> mg/kg <SEP> 
<tb> A <SEP> 5,5
<tb> c <SEP> 70
<tb> D <SEP> 80 <SEP> 
<tb> 
 
Die akute Toxizität der Substanzen A bis D wurde an Gruppen zu mindestens je 10 Ratten mit mindestens 3 Dosen pro Gruppe bestimmt.

   Es wurde die   LD, die   Dosis bei deren peroralen Verabreichung   5eo   der Tiere innerhalb 14 Tagen verstarben, graphisch bestimmt : 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Substanz <SEP> LD <SEP> g/kg <SEP> 
<tb> A-5, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> B <SEP> 0, <SEP> 98 <SEP> 
<tb> C <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> D <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> 
 Das nachfolgende Beispiel soll die Erfindung näher erläutern : 
 EMI2.5 
 wart von Natriumamid), 394 mg (1,5 Mol) Triphenylphosphin und 55 mg Hydrochinon wird 30 min auf 1700C erhitzt. Man nimmt das Reaktionsgemisch in Chloroform auf, extrahiert mit verd. Sodalösung und mit Wasser, trocknet die Chloroformlösung über Natriumsulfat und entfernt das Lösungsmittel im Vakuum. Der Rückstand wird einer Säulenchromatographie an Kieselgel unterworfen (Chloroform/ 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Aceton = 6 : 1).

   Das erhaltene 4-Brom-zimtsäure- (4-hydroxy-piperidid) kristallisiert man aus Essigester um. 
 EMI3.1 
    :4-Chlorzimtsäure- (4-hydroxy-piperidid), Fp. :   168 bis 1700C
4-Jodzimstsäure-(4-hydroxy-piperidid), Fp.: 175 bis 1760C. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen der Formel I lassen sich nach an sich bekannten Methoden in übliche pharmazeutische Anwendungsformen, gegebenenfalls in Kombination mit andern Wirksubstanzen, einarbeiten. 



   Die Einzeldosis beträgt bei Erwachsenen 200, 00 bis 600, 00 mg, bevorzugt   300,00 bis 400,00 mg.   



     Tagesdosis : 400, 00   bis 1200, 00 mg, bevorzugt 600, 00 bis   800, 00 mg.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Zimtsäureamiden der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 inderHaleinChlor-, Brom-oderJodatombedeutet,dadurchgekennzeichnet,dassauseiner Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 in der Hal wie eingangs definiert ist, das Sauerstoffatom eliminiert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in einem Lösungsmittel durchgeführt wird.
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