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Schaltungsanordnung für Fernschreibteilnehmerstellen in Selbstwählanlagen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernschreibteilnehmerstellen in Selbstwählan- lagen, die durch einen Stromrichtungswechsel in der Teilnehmerleitung betriebbereit geschaltet wer- den und bei denen zwischen Teilnehmerletung und Femschreibmaschine ein Femschaltgerät geschaltet ist, dem zur Verringerung des Leitungskreiswiderstandes eine Anruftaste (AT) zugeordnet ist und wel- ches Femschaltgerät einen Netzteil besitzt.
Wird die Teilnehmerstelle durch Netzspannungsausfall oder Netzteilausfall im Innern des Fernschaltgerätes, welches zur Stromversorgung der Schalt- und Anzeigemittel dient, ausser Betrieb gesetzt, so ist sie nicht empfangsbereit, wichtige Nachrichten können verlorengehen. Das gleiche trifft zu, wenn der Teilnehmer seine Empfangsstation durch Ziehen des Netzsteckers ausser Betrieb setzt, z. B. bei unbesetzter Station oder des nachts. Der Teilnehmer setzt sich ausser Betrieb, obwohl er selbst bei unbesetzter Station mit einem eventuell angeschlossenem Empfangslocher oder der Femschreibmaschine selbst empfangsbereit wäre.
Es wäre also erforderlich, dem Telexamt automatisch ein Zeichen zu senden, wenn die Teilnehmerstelle durch Netzspannungsausfall bzw. durch Netzteilausfall im Inneren des Femschaltgerätes nicht betriebsbereit ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diese beabsichtigten oder unbeabsichtigten Spannungsausfälle automatisch zum Telexamt zu signalisieren. Durch Drücken der Anruftaste des Femschaltgerätes wird in diesem der niederohmige Stromkreis eingeschaltet, wodurch in der Teilnehmerleitung eine Stromerhöhung von etwa 5 mA auf 40 mA erfolgt. Durch diese Stromerhöhung wird der Vorwähler in Gang gesetzt und prüft auf einen ersten Gruppenwähler bzw. Leitungsgruppenwähler auf. Wird die Wahl nun nicht zu Ende geführt, so wird dieser Zustand des belegten Vorwählers optisch bzw. akustisch in der Telex-Vermittlungsstelle angezeigt. Über Telegraphie kann mit dem Teilnehmer Rücksprache durchgeführt oder die aufgebaute Verbindung ausgelost und die Teilnehmerleitung gesperrt werden.
Erfindungsgemäss wird nun vorgesehen, dass eine aus zwei Relaiskontakten bestehende"Und"-Schaltung vorgesehen ist, wobei der eine Relaiskontakt zu einem Relais gehört, welches bei Betriebsruhezustand und beim Bestehen einer Femschreibverbindung erregt ist, und der andere Relaiskontakt zu einem Relais gehört, welches bei Lokalbetrieb erregt ist, wobei die"Und"-Schaltung der Schaltstrecke der Anruftaste parallel geschaltet ist, damit bei Netz- oder Netzteilausfall eine Stromerhöhung von Ruhestrom auf Betriebsstrom stattfindet, diese jedoch bei Spannungswiederkehr sofort aufgehoben wird.
Erfolgt während des Schreibzustandes (in der Leitung fliesst bereits Linienstrom von 40 mA) ein Netzspannungsausfall oder Netzteilausfall des Fernschaltgerätes, so würde durch das sofortige Schliessen der "Und"-Schaltung sich zum Trennen der Verbindung ein Drücken der Schlusstaste erforderlich machen, um zwischen Schreibzustand und erneuter Vorwählerbelegung durch Netzspannungsausfall oder Netzteilausfall des Femschaltgerates die Verbindung des Schreibzustandes sicher abzubauen. Um dies zu verhindern, sind die beiden Relais mit den beiden Relaiskontakten der"Und"-Schaltung abfallverzögert.
Das Relais, auf welchem sich der eine Kontakt der"Und"-Schaltung befindet, welcher bei allen amts-
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seitigen Betriebszuständen und im Betriebsruhezustand geöffnet hat, wird um die Zeit, welche zum Abbau der Verbindung im Amt notwendig ist, verzögert geschlossen. Die Verzögerungszeit des Relais, auf welchem sich dieser Kontakt der"Und"-Schaltung befindet, darf dabei nicht auf andere Relais wirksam werden. Dies wird, da der Entladestrom eines Kondensators in umgekehrter Richtung wie der Aufladestrom fliesst, durch Einschalten eines geeigneten Gleichrichters erreicht. Die Arbeitsweise der automatischen Vorwählerbelegung im Amt bei Netzspannungs- oder Netzteilausfall des Femschaltgerätes sei an Hand der Zeichnung, welche eine beispielsweise Ausführungsform darstellt, näher erläutert.
Im Betriebsruhezustand (Relais U angezogen) ist der Sendekontakt SK und der Empfangsmagnet EM in bekannter Weise an die Teilnehmerleitung Tnl angeschlossen, wobei ein den Ruhezustand kennzeichnender Strom von 5 mA fliesst.
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Das Relais ER wird in diesem Stromkreis zeichenseitig (Z) erregt.
Tritt in diesem Zustand Netzspannungsausfall oder Netzteilausfall des Fernschaltgerätes ein, so wird durch Abfall des Relais U. mittels des Relaiskontaktes U6 der "Und"-Schaltung die hochohmige Wicklung der Relais ERlund Al kurzgeschlossen. Es tritt eine Stromerhöhung auf etwa 40 mA ein (Linienstrom), der Vorwähler im Amt läuft an
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(Linienstrom 40 mA). Dieser Zustand entspricht, wie bereits dargestellt, Netzspannungsausfall oder Netzteilausfall des Fernschaltgerätes im Betriebsruhezustand.