AT253494B - Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a, d] cycloheptadien-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a, d] cycloheptadien-Derivaten

Info

Publication number
AT253494B
AT253494B AT405265A AT405265A AT253494B AT 253494 B AT253494 B AT 253494B AT 405265 A AT405265 A AT 405265A AT 405265 A AT405265 A AT 405265A AT 253494 B AT253494 B AT 253494B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
general formula
tetrahydrofuran
dibenzo
desc
preparation
Prior art date
Application number
AT405265A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT253494B publication Critical patent/AT253494B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/18Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D207/20Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a,d] cycloheptadien-Derivaten 
Es war bereits aus der österr. Patentschrift   Nr. 231425   bekannt, dass man Dibenzo [a, d] cycloheptadien-Derivate der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R1 ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe, Rz und R niedere Alkylgruppen bedeuten, oder R zusammen mit   RoderR   für einen höchstens vier Kohlenstoffatome in gerader Kette enthaltenden Alkylenrest steht, wobei der aus R2 und    R   gebildete Alkylenrest gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochen sein kann, herstellen kann, indem man Dibenzo   [a, d] cycloheptadien-5-on   
 EMI1.2 
 mit Säureamiden resp.

   Lactamen der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 worin   R, R   und R obige Bedeutung besitzen, umsetzt, die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 die erhaltenen Verbindungen gegebenenfalls in ihre Salze überführt. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel A zeichnen sich durch starke und spezifische histaminhemmende Eigenschaften auf. Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass 3-Chlor-5- [l-alkyl-   - pyrrolidyliden- (3)] -5H-dibenzo [a, d] cycloheptadien-Derivate   der allgemeinen Formel 
 EMI2.5 
 worin R eine niedere Alkylgruppe bedeutet, nur schwache histaminhemmende Eigenschaften, jedoch starke, für Antidepressiva typische Wirkungen besitzen. Diese Wirkungen äussern sich am Tier unter anderem in einer Hemmung der durch Reserpin oder Tetrabenazin hervorgerufenen vegetativen und motorischen Symptome, einer Potenzierung der Noradrenalinwirkung und gewissen sedativen und anticholinergischen Effekten. Die antidepressive Wirkung ist spezifisch, indem neuroleptische Eigenschaften zurücktreten.

   Diese Eigenschaften sind insbesondere beim   3-Chlor-5-[1-methyl-pyrrolidyliden-(3)]-di-     benzo [a, d]cycloheptadien (R=CH) ausgeprägt.   Die Toxizität der Verfahrensprodukte ist verhältnismässig schwach. 



   Die neuen Verbindungen sollen zur Behandlung neurotischer und psychotischer Störungen, vor allem des despressiven Formenkreises, Verwendung finden ; ebenso können sie zur Therapie psychosomatischer Erkrankungen verwendet werden. Sie werden vorzugsweise in Form ihrer physiologisch verträglichen wasserlöslichen Salze verabreicht. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die neuen Verbindungen können als Arzneimittel allein oder in entsprechenden Arzneiformen für enterale oder parenterale Verabreichung verwendet werden. Zwecks Herstellung geeigneter Arzneiformen werden diese mit anorganischen oder organischen, pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verarbeitet. Als Hilfsstoffe werden verwendet   z. B.   für Tabletten und Dragées : Milchzucker, Stärke, Talk, Stearinsäure usw., für Injektionspräparate: Wasser, Alkohole, Glyzerin, pflanzliche Öle u. dgl. Zudem können die Zubereitungen geeignete Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel, Lösungsvermittler,   Süss- und   Farbstoffe, Aromastoffe usw. enthalten. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können hergestellt werden, indem man 3-Chlor-di-   benzo [a, d] cycloheptadien -5 -on   mit einem l-Alkyl-pyrrolidon- (2) der allgemeinen Formel 
 EMI3.1 
 worin R eine niedere Alkylgruppe bedeutet, in Gegenwart eines Alkaliamids, beispielsweise Natrium-, Kalium-oder Lithiumamid, in einem geeigneten Lösungsmittel, vorzugsweise in flüssigem Ammoniak und abs. Tetrahydrofuran, umsetzt, und im entstandenen Reaktionsprodukt der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 anschliessend mit Lithiumaluminiumhydrid oder Diboran in einem inerten organischen Lösungsmittel, beispielsweise in abs. Tetrahydrofuran, die   CO-GruppezurCH"Gruppe   reduziert.

   Zur Vervollständigung der Reaktion erhitzt man das Gemisch noch auf höhere Temperatur, zersetzt anschliessend den gebildeten Reaktionskomplex mit gesättigter Natriumsulfatlösung, und isoliert nach Filtration von anorganischen Verbindungen das Reaktionsprodukt der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 nach bekannten Methoden. Es wurd durch Kristallisation gereinigt und gegebenenfalls in Salze übergeführt. Die Wasserabspaltung erfolgt durch Erhitzen der gegebenenfalls in Eisessig gelösten Verbindungen 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 mit starken Säuren,   z. B.   mit konz. Salzsäure. Das Endprodukt fällt dabei in Form eines cis- und trans-Isomerengemisches an, das anschliessend nach bekannten Methoden, z. B. durch fraktionierte Kristallisation der Basen oder geeigneter Salze oder durch Chromatographie, in die einzelnen Komponenten getrennt werden kann. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Verbindungen I sind basische Substanzen, die mit anorganischen oder organischen Säuren beständige, bei Raumtemperatur kristallisierte Salze bilden. Solche Salze sind   z. B.   die mit anorganischen Säuren, wie   Chlorwasserstoffsäure.   Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, oder mit organischen Säuren, wie Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Hexahydrobenzoesäure, Methansulfonsäure usw. 



   Im nachfolgenden Beispiel, das die Ausführung des Verfahrens erläutert, die Erfindung aber in keiner Weise einschränken soll, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelzpunkte sind nicht korrigiert. 
 EMI4.1 
 dien. 



   Zu einer Natriumamidsuspension, die aus   4,     6 g   Natrium und 200   cm3   flüssigem Ammoniak unter Zusatz einer Spatelspitze Ferrinitrat hergestellt wird, lässt man zuerst die Lösung von 12 g   N-Methyl-     pyrrolidon- (2)   in 10 cm3 abs. Tetrahydrofuran und dann die Lösung von 24, 2 g   3-Chlor-dibenzo [a, d] -cy-   cloheptadien-5-on in 80 cm3 abs. Tetrahydrofuran zutropfen. Das Reaktionsgemisch wird noch 2 h bei der Siedetemperatur des Ammoniaks gerührt und dann auf eine Lösung von 11 g Ammoniumchlorid in 200 cm3 flüssigem Ammoniak gegossen. Dann lässt man den Ammoniak verdampfen, giesst den Rückstand auf 500   cm3   Wasser und dekantiert die wässerige Lösung vom ausgeschiedenen Öl ab.

   Dieses wird in Chloroform aufgenommen, die Lösung über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Das zurückbleibende Öl wird zweimal mit je 50 cm3 Hexan ausgekocht und dann in 100 cm3 abs. Tetrahydrofuran gelöst. Diese Lösung lässt man bei   0 - 100   zu einer Suspension von 4, 7 g Lithiumaluminiumhydrid in 150 cm3 Tetrahydrofuran zutropfen. Anschliessend rührt man 1 h bei Zimmertemperatur, kocht dann 2 h unter Rückfluss, kühlt ab und tropft unter guter Kühlung gesättigte Natriumsulfatlösung zu, bis sich ein Niederschlag absetzt. Dieser wird abfiltriert und dreimal mit Tetrahydrofuran ausgekocht. Die vereinigten Filtrate werden eingedampft und der Rückstand aus Methanol kristallisiert.

   Man erhält ein Isomerengemisch des   3 - Chlor-5 -hydroxy -5 - [1-methyl-pyrrolidyl- (3) ] -dibenzo [ a, d] cycloheptadiens   vom Smp.   150 - 1700.   
 EMI4.2 
 misch) werden in 150 cm3 Eisessig und 75 cm3 konz. Salzsäure gelöst und 2   h unter Rückfluss   erhitzt. Dann dampft man bei einem Druck von 15 mm Hg ein, löst den Rückstand in Wasser, stellt die Lösung mit Kalilauge alkalisch und schüttelt dreimal mit Äther aus. Nach Trocknen über Kaliumcarbonat wird das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand in Hexan gelöst. Die nach einiger Zeit kristallisierte Substanz wird abfiltriert und zweimal aus Aceton umkristallisiert. Smp.   125 -1260.   Es ist das a-Isomere des 3-Chlor-5-[1-methyl-pyrrolidyliden-(3)]-5H-dibenzo[a,d] cycloheptadiens.

   Das   B -Isomere   wird aus der Hexanmutterlauge erhalten. Diese wird eingedampft, der Rückstand in Aceton gelöst und die Lösung mit ätherischem Chlorwasserstoff angesäuert, worauf sofort das Hydrochlorid kristallisiert. Es wird zweimal aus Äthanol umkristallisiert. Es färbt sich ab 2600 langsam braun und schmilzt bei 280 bis 2820 (Zers. ). 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo [a, d] cycloheptadien-Derivaten der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 EMI5.2 EMI5.3 mit einem l-Alkyl-pyrrolidon- (2) der allgemeinen Formel EMI5.4 worinReine niedere Alkylgruppe bedeutet, in Gegenwart eines Alkaliamids in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. flüssigem Ammoniak oder Tetrahydrofuran, umsetzt, im entstandenen Reaktionsprodukt der allgemeinen Formel EMI5.5 anschliessend mit einem Hydrid in einem inerten organischen Lösungsmittel, z.
    B. Tetrahydrofuran, die CO-Gruppe zur CH"Gruppe reduziert, den entstandenen Reaktionskomplex mit gesättigter Natriumsulfatlösung zersetzt, aus der erhaltenen Verbindung der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 durch Erhitzen mit starken Säuren, z. B. Salzsäure, Wasser abspaltet und die so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in an sich bekannter Weise in ihre stereoisomeren Formen trennt und gewünschtenfalls in ihre Salze überführt. EMI6.2
AT405265A 1964-05-05 1965-05-04 Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a, d] cycloheptadien-Derivaten AT253494B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH585164 1964-05-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT253494B true AT253494B (de) 1967-04-10

Family

ID=4300357

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT405265A AT253494B (de) 1964-05-05 1965-05-04 Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a, d] cycloheptadien-Derivaten

Country Status (5)

Country Link
AT (1) AT253494B (de)
BE (1) BE663377A (de)
ES (1) ES312539A1 (de)
FR (2) FR2185M (de)
NL (1) NL6505420A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
NL6505420A (de) 1965-11-08
BE663377A (de)
ES312539A1 (es) 1966-02-01
FR137F (de)
FR2185M (fr) 1963-12-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT253494B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzo[a, d] cycloheptadien-Derivaten
AT266127B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Oxazolidinderivaten und ihren Salzen
DE2313256B2 (de) 1 ^-Benzisoxazol-3-acetamidoxim, seine Salze, Verfahren zu seiner Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
AT250948B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 9, 10-Dihydro-4H-benzo[4, 5]cyclohepta [1, 2-b] thiophen-Derivaten
DE2438397A1 (de) Indazol-3-carbonsaeurehydrazide, ihre verwendung und verfahren zur herstellung derselben
AT250378B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenothiazin-Derivaten
AT231425B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Verbindungen und deren Salzen
AT233552B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzocycloheptadien-Derivaten und ihren Salzen
AT250379B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenothiazin-Derivaten
AT246339B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen p-Alkylbenzyltropiniumderivaten
AT262271B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 9,10-Dihydro-4H-benzo[4,5]cyclohepta[1,2-b]thiophen-Derivate und ihrer Salze
AT235268B (de) Verfahren zur Herstellung sekundärer bzw. tertiärer Amine und deren Additionssalze mit Säuren
AT267532B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 4,5-Dihydrothieno[2,3-b][1,5]benzothiazepin-4-onen und ihren Säureadditionssalzen
AT226724B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-Aza-thioxanthen-Derivaten
AT268241B (de) Verfahren zur Herstellung neuer N-Methyl-N-benzyl-propargylamine und ihrer Säureadditionssalze
AT250381B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenothiazinen
AT258299B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Spirosuccinimid-Derivate
AT219600B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrido-benzthiazin-Derivaten
AT267514B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyrrolidinderivate und ihrer Salze
AT256873B (de) Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclisher Guanidinderivate bzw. ihrer Säureadditionssalze
AT312623B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinen und ihren Salzen
AT269368B (de) Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclischer Verbindungen
AT329576B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 2- (morpholino- oder homomorpholino) -1- (3-trifluormethylphenyl) -propanderivaten ihren salzen und optischen isomeren
AT258952B (de) Verfahren zur Herstellung neuer heterocyclischer Guanidinverbindungen und ihrer Säureadditionssalze
AT227713B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1,5-Diazacyclooctan-Derivaten