AT246145B - Verfahren zur Herstellung von neuen Pseudoxanthinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Pseudoxanthinderivaten

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AT246145B
AT246145B AT775863A AT775863A AT246145B AT 246145 B AT246145 B AT 246145B AT 775863 A AT775863 A AT 775863A AT 775863 A AT775863 A AT 775863A AT 246145 B AT246145 B AT 246145B
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Austria
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pseudoxanthine
new
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found
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AT775863A
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Herbert Dr Goldner
Guenther Dr Dietz
Ernst Dr Carstens
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Dresden Arzneimittel
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Pseudoxanthinderivaten 
Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Herstellung neuer Pseudoxanthinderivate folgender Struktur 
 EMI1.1 
 worin Rl und/oder Ru ein Wasserstoffatom, geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen, deren Kette durch Heteroatome unterbrochen sein kann, die Carbalkoxy- oder Cyangruppen bedeuten. 



     Rg   und/oder R4 bezeichnen gegebenenfalls durch Halogenatome, Hydroxy- oder Aminogruppen substituierte Alkyl-, Cyclo-alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Hydroxyalkylgruppen, wobei die Alkylreste auch zu einem gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen Ring geschlossen sein können. Pseudoxanthinderivate obiger Struktur sind bislang noch nicht beschrieben worden. Als Bezeichnung für das Ringsystem sind noch Isoxanthin oder 8-H-Xanthin möglich. Es unterscheidet sich vom Xanthin, mit dem es isomer ist, durch die Verschiebung zweier Doppelbindungen. Diese neuen Pseudoxanthinderivate enthalten das   2-Isoimidazol- = 2H-Imidazolgerüst,   das zuerst von M. Weise, J. Am. Chem. 



  Soc. 74,5193 (1952) aufgeführt wird, im Purinmolekül. 



   Es wurde überraschenderweise gefunden, dass man zu den Verbindungen der oben aufgeführten Struk- 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Die Reaktion kann sowohl durch trockenes Erhitzen als auch durch Erhitzen in Lösungsmitteln durchgeführt werden. Beim trockenen Erhitzen variieren die Temperaturen je nach der Verbindung. In der   Regel werden hiezu Temperaturen bis zu 200 0 C benötigt. Teilweise setzt sich die Reaktion beim trockenen    Erhitzen nach Zündung an einer Stelle durch die ganze Substanz fort. 



   Für die Umsetzung in Lösung sind z. B. folgende Lösungsmittel geeignet : Dimethylformamid, Benzol, Toluol, Xylol, Alkohole, wie Äthanol, Propanol, Butanol. 



   Die Umsetzung in Lösung ist leicht und einfach durchzuführen und gleicht technologisch einer Umkristallisation der Nitrosoverbindungen, wobei jedoch Pseudoxanthinderivate entstehen. Hier zeigt sich besonders deutlich die einfache Herstellung dieser Substanzen. Das Ende der Umsetzung ist leicht an der vollständigen Entfärbung des Reaktionsgutes zu erkennen, da die eingesetzten Nitrosoderivate gefärbt, die Endprodukte dagegen ungefärbt sind. Die Reaktionszeit ist von der gewählten Reaktionstemperatur   abhängig ;   mit steigender Temperatur wird sie   verkürzt, so dass   meist nur ein Erhitzen von wenigen Minuten erforderlich ist. Längeres Erhitzen stört aber nicht, da sich die Endprodukte nicht weiter umsetzen. 



   Die Ausgangssubstanzen lassen sich nach bekannten Methoden in einfacher Weise herstellen :
1. Durch Umsetzung von entsprechend 1, 3-substituierten 4-Chloruracilen mit den entsprechenden Aminen der Struktur 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 158 (1958) und anschliessende Nitrosierung. Die benötigten 4-Chloruracile sind leicht zugänglich und teilweise in einer Reaktionsstufe zu erhalten (G. Strauss, A. 638, 205   [1960]).   



   2. Durch Umaminierung von entsprechend   1, 3-substituierten 4-Aminouracilen   mit den entsprechenden Amin-hydrochloriden 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 



   KernrC :ber.51,9%,gef.52,1%. 



   H :ber.5,81%,gef.6,03%;
N : ber. 26,9%, gef. 27,04%. 



   Beispiel 4 : 4, 8 g (0, 02 Mol) 1,3-Dimethyl-4-sek. butylamino-5-nitrosouracil werden mit 50 ml Butanol eine Stunde unter Rückfluss erhitzt. (Entfärbung !). Das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert und die erhaltene Rohsubstanz mehrmals aus Butanol umkristallisiert. Ausbeute : 3 g   8-Methyl-8-   äthylpseudotheophyllin, Fp : 136-138  C. 



   MG :222:C10H14N4O2. 



   C : ber.   54, 0%, gef. 54, 23% ;  
H : ber.   6, 35%, gef. 6, 47O .   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Pseudoxanthindcrivatcn der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 worin   Rl   und/oder R2 ein Wasserstoffatom, geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen, deren Kette durch Heteroatome unterbrochen sein kann, sowie die Carbalkoxy- oder Cyangruppe bedeuten können, und R3 und/oder   R4   gegebenenfalls durch Halogenatome, Hydroxy- oder Aminogruppen-substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- Aralkyl- oder Hydroxyalkylgruppen, wobei die Alkylreste auch zu einem gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen Ring geschlossen sein können, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Amino-5-nitrosouracile der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 wobei   R. i, Rg, Rg   und R4 die oben genannte Bedeutung besitzen, durch Wasserabspaltung zu den jeweiligen 
 EMI3.4 


Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung unter Erhitzen durchgeführt wird.
AT775863A 1962-09-29 1963-09-26 Verfahren zur Herstellung von neuen Pseudoxanthinderivaten AT246145B (de)

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