AT203493B - Verfahren zur Herstellung von Thiazolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiazolen

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AT203493B AT283757A AT283757A AT203493B AT 203493 B AT203493 B AT 203493B AT 283757 A AT283757 A AT 283757A AT 283757 A AT283757 A AT 283757A AT 203493 B AT203493 B AT 203493B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Thiazolen 
Es ist bekannt, Thiazole durch Kondensation von   a-Halogenketonen   bzw.   Gc-Halogenaldehyden   mit Thioamiden herzustellen. 



   Es wurde gefunden, dass Thiazole der allgemeinen Formel :. 
 EMI1.1 
 worin   R. i, R   und R3 H, Alkyl, Aralkyl, Aryl und Cycloalkyl bedeuten, mit einfachen Mitteln und in guten Ausbeuten erhalten werden, wenn man die nach neueren Verfahren leicht zugängigen   A-3, 4-Thiazoline   einer Dehydrierung unterwirft. 



  Für die Umsetzung kommen nur solche Thiazoline in Frage, deren einfach gebundene Kohlenstoffatome mindestens noch 1 Wasserstoffatom tragen. 



   Es sind Dehydrierungen mit Schwefel unter Bildung von Schwefelwasserstoff bekannt, wozu im allgemeinen Temperaturen von   2000 C   notwendig sind. Die Ausbeuten sind dabei im übrigen wenig befriedigend. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich jedoch um den erstmaligen Fall einer Dehydrierung mit Schwefel, die zwischen   100-130  C   verläuft und ausserdem hervorragende Ausbeuten liefert. Weiterhin sind Thiazol bzw. dessen Homologe noch niemals durch Dehydrierung von Thiazolinen hergestellt worden, abgesehen davon, dass   A-3, 4-Thiazoline   bisher unbekannt waren. 



   Die Dehydrierungsreaktionen sind wie folgt zu formulieren : 
 EMI1.2 
   R1, R2   und   R3   können, wie bereits einleitend angegeben, H, Alkyl, Aralkyl, Aryl und Cycloalkyl   sein ; Ri   und R2 können ausserdem ringartig miteinander verbunden sein. Die Substituenten können ausserdem funktionelle Gruppen, wie   - OH, -NH2, -COOH   usw., tragen, soweit diese nicht von dem jeweils verwendeten Dehydrierungsmittel verändert werden. 
Als Dehydrierungsmittel kommen praktisch alle bekannten Oxydationsmittel in Frage, wie Chromate, Permanganat, Wasserstoffsuperoxyd, Eisen-III-chlorid und Cu-II-Salze. Besonders gute Ausbeuten werden mit gepulvertem Schwefel erzielt, wie überhaupt die milden Oxydationsmittel, z. B. auch das Kaliumferricyanid, am besten geeignet sind.

   Die Dehydrierungen werden zweckmässig in schwach saurem Medium durchgeführt. Die Dehydrierung wird je nach der Art des Dehydrierungsmittels verschieden vorgenommen. So kommt man bei Schwefel ohne Lösungsmittel aus, während in andern Fällen in wässeriger oder alkoholischer Lösung gearbeitet wird. 



   Eine Dehydrierung der   A-3, 4-Thiazoline   ist immerhin ungewöhnlich, denn sie ist mit der 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 mit 32 g gepulvertem Schwefel gemischt und auf   100-115  C   erhitzt. Es setzt eine stürmische Schwefelwasserstoffentwicklung ein. Nach deren Beendigung wird das Reaktionsprodukt der Destillation unterworfen. Das erhaltene Thiazol destilliert bei   1170 C.   Die Ausbeute beträgt 81 g, entsprechend 95% der Theorie. Das Pikrat 
 EMI1.6 
 
C.A-3, 4 werden in wässeriger, schwach schwefelsaurer Suspension mit einer konzentrierten Lösung von 319 g Kupfersulfat tropfenweise versetzt. 



  Das Reaktionsgemisch wird auf   60-70 C   erhitzt. Nach beendeter Dehydrierung, angezeigt durch die Entfärbung des Kupfersulfats, wird das Reaktionsgemisch schwach alkalisch gemacht und ausgeäthert. Nach dem Verdampfen des Äthers destilliert 5-Methyl-4-äthyl-thiazol bei 169 bis   1700 C.   Die Ausbeute beträgt 91 g, entsprechend 70% der Theorie. Das Pikrat zeigt einen Schmelzpunkt von 127 bis   128   G.   



   Beispiel 3 : 129 g 5-Methyl-4-äthyl-thiazolinA-3, 4 werden bei einer Reaktionstemperatur von 60 bis   700 C   tropfenweise mit einer gesättigten, 

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   schwach schwefelsauren Lösung von 458 g Kaliumcyanoferrat- (III) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird nach beendeter Dehydrierung, erkenntlich daran, dass nur noch Kaliumcyanoferrat- (II) vorliegt, schwach alkalisch gemacht und ausgeäthert. Nach dem Verdampfen des Äthers destilliert 5-Methyl-4-äthyl-thiazol bei 169 bis 1700C. Die Ausbeute beträgt 101, 5g, entsprechend 80% der Theorie. Der Schmelzpunkt des Pikrats beträgt 127-1280 C. 



  Beispiel 4 : 129 g 2, 4, 5-Trimethylthiazolin- A-3, 4 werden in 200 cm3 absolutem Äthanol gelöst und bei einer Temperatur von 60 bis 70   C tropfenweise mit einer Lösung von 325 g FeCl3 (wasserfrei) in absolutem Äthanol versetzt. Nach beendeter Reaktion wird das salzsaure Produkt ausgeäthert. Die wässerige Mutterlauge wird anschliessend alkalisch gemacht und ebenfalls ausgeäthert. Dieser Ätherextrakt wird neutral gewaschen und der Äther abgedampft. Bei der anschliessenden Destillation destilliert das 2, 4, 5- Trimethylthiazol bei 57   C/12 mm. Die Ausbeute beträgt 108 g, ensprechend 85% der Theorie. 



  Das Pikrat zeigt einen Schmelzpunkt von 133   C.    
 EMI2.1 
 weise mit einer gesättigten, schwach schwefelsauren Lösung von 98 g Kaliumbichromat versetzt. Nach beendeter Dehydrierung, angezeigt durch die vollständige Grünfärbung des Reaktionsproduktes durch entstandene Chrom- (III)Salze, wird das Reaktionsgemisch schwach alkalisch gemacht und ausgeäthert. Nach dem Verdampfen des Äthers destilliert 5-Methyl-4-äthyl-2-phenylthiazol bei 140  C. Die Ausbeute beträgt 142 g, entsprechend 70% der Theorie. Das Pikrat zeigt einen Schmelzpunkt von 183 bis 184   C. 
 EMI2.2 
 und tropfenweise unter Rühren mit einer gesättigten Lösung von 82 g K3Fe (CN) 6 in Wasser versetzt. Der Verlauf der Dehydrierung lässt sich auf Grund des Farbumschlags von Gelb nach Grün quantitativ verfolgen. Das Reaktionsgemisch wird mit Natronlauge alkalisch gemacht 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. (80%PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Thiazolen der allgemeinen Formel : EMI2.4 worin R1, R2 und R3 H, Alkyl, Aralkyl, Aryl und Cycloalkyl bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass A-3, 4-Thiazoline, deren einfach gebundene Kohlenstoffatome mindestens noch 1 Wasserstoffatom tragen, einer Dehydrierung unterworfen werden.
AT283757A 1956-11-24 1957-04-29 Verfahren zur Herstellung von Thiazolen AT203493B (de)

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