AT222114B - Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenylmethan und dessen Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenylmethan und dessen Derivaten

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AT222114B AT275061A AT275061A AT222114B AT 222114 B AT222114 B AT 222114B AT 275061 A AT275061 A AT 275061A AT 275061 A AT275061 A AT 275061A AT 222114 B AT222114 B AT 222114B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   4, 4-Dihydroxy-2-amunotriphenylmethan   und dessen
Derivaten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   4, 4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenylmethan   und dessen Derivaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R und R', die gleich oder verschieden sein können, ein Wasserstoffatom, einen niederen Alkyl- oder Acylrest und R" Wasserstoff oder eine durch Wasserstoff ersetzbare Gruppe, insbesondere einen niederen Acylrest, einen gegebenenfalls substituierten Benzolsulfosäurerest oder den Benzylrest, bedeuten. Die Herstellung von   4, 4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenylmethan   war bereits bekannt. Tansescu und Simonescu   [Joum.   prakt.

   Chem., Neue Folge, Band 141, S. 321   (1934)]   erhielten eine Substanz vom F = 195   C durch Kondensation von o-Nitrobenzaldehyd mit Phenol und Reduktion der entstandenen Nitro-Verbindung. 



  Dieses Verfahren ist jedoch für die Herstellung dieser Verbindung im technischen Massstab ungeeignet, da man auf die Verwendung des schwierig herzustellenden und kostspieligen o-Nitrobenzaldehyds angewiesen ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass man erfindungsgemäss in einfacher und wirtschaftlicher Weise mit guter Ausbeute die Verbindungen dadurch erhält, dass man ein Carbinol der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin R und R"die oben angeführte Bedeutung besitzen, mit einem Phenol der Formel 
 EMI1.3 
 in der   R'die   oben angeführte Bedeutung besitzt, unter Wasserabspaltung kondensiert. Zur Durchführung der Umsetzung eignen sich vorzugsweise saure Kondensationsmittel wie Schwefelsäure, Salzsäure, Perchlorsäure, Phosphorsäure, Zinkchlorid, Bortrifluorid, Zinntetrachlorid u. dgl. 



   Man arbeitet dabei bei Raumtemperatur, jedoch kann es sich empfehlen, die Umsetzung auch unter Kühlung, wie z. B. bei der Verwendung von Schwefelsäure, oder unter mässigem Erwärmen, wie z. B. bei der Anwendung von Phosphorsäure, Zinntetrachlorid oder Aluminiumchlorid, durchzuführen. 



   Die Kondensation kann gegebenenfalls auch in Anwesenheit eines geeigneten Lösungsmittels wie Benzol, Toluol, Xylol, Eisessig u. dgl. vorgenommen werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Falls eine Verbindung erhalten wird, in der R und/oder R'und/oder R"eine andere Bedeutung als Wasserstoff besitzen, so kann diese nachträglich auf bekannte Weise in   4, 4'-Dihydroxy-2"-amino-triphenyl-   methan überführt werden ; 0-Alkylderivate beispielsweise durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäure, Pyridinhydrochlorid usw., beispielsweise 0-Acyl-oder N-Acylverbindungen durch Behandeln mit wässerigen Alkalien, N-Benzol-sulfonyl- oder N-Tosylverbindungen durch Erhitzen mit Säuren, N-Benzylverbindun- 
 EMI2.1 
 



   Eine besonders bevorzugte Ausführungsform zur Darstellung von   4, 4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenyl-   methan besteht darin, dass man   o-Amino-p'-methoxy-diphenylcarbinol   mit Phenol in Benzol unter Durchleiten von Salzsäuregas bei Raumtemperatur kondensiert. Aus dem Reaktionsansatz erhält man nach dem Einengen und Behandeln mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie Aceton oder Äther, das kristalline 
 EMI2.2 
 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen sind wertvolle Therapeutica, insbesonders gute
Laxantien. 



   Die Cärbinole der allgemeinen Formel (II) sind durch Reduktion der entsprechenden Ketone in üblicher   Weise leicht zugänglich. So erhält man beispielsweise das o-Amino-p'-methoxydiphenylcarbinol (F = 53 bis      540 C,   aus Cyclohexan) durch Behandeln von o-Amino-p-methoxybenzophenon mit Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel unter mässig erhöhtem Druck und leicht erhöhter Temperatur, z. B. 50 atü und 50  C. Das o-Amino-p'-hydroxydiphenylcarbinol, welches durch Reduktion von o-Amino-p'-hydroxybenzophenon erhalten wird, schmilzt bei 128   C. 



     Beispiel l :   In eine Lösung von 56 g o-Amino-p'-methoxydiphenylcarbinol und 70 g Phenol in 500 ml Benzol leitet man unter Rühren 2 h lang Chlorwasserstoff ein, wobei durch leichtes Kühlen die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 20   C gehalten wird, und lässt dann das Reaktionsgemisch 12 h lang stehen. 



  Hiebei scheidet sich ein zäher Niederschlag ab, von dem man die benzolische Lösung abtrennt. Der Niederschlag wird dann mit 100 ml Aceton versetzt, wobei sich nach kurzem Stehen Kristalle vom   F = 231-2330 C   abscheiden, welche abgesaugt und mit etwas Aceton nachgewaschen werden. Die Ausbeute beträgt 47, 5 g. Die abgetrennte benzolische Lösung wird auf etwa 100 cm3 eingeengt und mit 150 cm3 Äther versetzt. Man erhält nach einigem Stehen nochmals 10 g farblose Kristalle vom F = 225 bis   2320   C. 



   50 g des wie vorstehend erhaltenen Hydrochlorids erhitzt man mit 50 ml Eisessig und 80 ml   48% iger   Bromwasserstoffsäure unter Rückfluss bis eine klare Lösung entsteht, was nach etwa 10 min der Fall ist. 



  Dann verdünnt man mit etwas Wasser, macht mitNatronlauge alkalisch, säuertmit Salzsäure an undneutralisiert mit Natriumcarbonat. Den ausgefallenen Niederschlag kristallisiert man aus Äthanol/Wasser um. 
 EMI2.3 
 Eisessig versetzt man unter Rühren und Kühlen auf 10   C tropfenweise mit 25 ml konz. Schwefelsäure. Nach 12stündigem Stehen wird das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt, mit Natronlauge stark alkalisch gemacht und filtriert. Durch Zugabe von Salzsäure zum Filtrat bis zur sauren Reaktion und Abstumpfen mit Natriumcarbonat fällt man das rohe   4-Hydroxy-4'-methoxy-2"-aminotriphenylmethan   aus, welches gesammelt, mit Wasser gewaschen, an der Luft getrocknet und dann mit wenig kaltem Benzol einige Zeit stehen gelassen wird. Hiebei erhält man 26 g farblose Kristalle, welche abgesaugt und mit Benzol nachgewaschen werden.

   Sie schmelzen bei   85-87   C   und enthalten Kristallbenzol. 



   25 g der Kristalle werden in 30 cm3 Eisessig mit 30 cm3 Jodwasserstoffsäure   (70%zig)   10 min lang unter Rückfluss erhitzt. Man fügt dann Wasser und etwas Natriumbisulfit zu, stumpft durch Zugabe von Natronlauge ab und neutralisiert mit Natriumcarbonat. Man saugt den entstandenen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser aus und kristallisiert ihn aus   70%igem   Äthanol um. Hiebei erhält man 16 g 4, 4'-Dihydroxy-2"amino-triphenylmethan vom F =   215-217   C.   



    Beispiel 3 : Zu 25 g o-Amino-p'-methoxydiphenyl-carbinol und 35g Phenol gibt man bei Raumtempe-    ratur unter Rühren 30 ml einer 35%igen Lösung von Bortrifluorid in Eisessig und lässt den Reaktionsansatz 24 h lang unter gelegentlichem Rühren stehen. Dann verdünnt man mit etwas Wasser, gibt so lange Natronlauge zu, bis der ausfallende Niederschlag gelöst ist, filtriert, macht das Filtrat mit Salzsäure sauer und neutralisiert durch Zugabe von Natriumcarbonat. Der ausgefallene Niederschlag wird gesammelt, mit Wasser ausgewaschen und nach dem Trocknen bei Raumtemperatur mit wenig kaltem Benzol behandelt. Hiebei erhält man Kristallbenzol enthaltende farblose Kristalle des   4-Hydroxy-4'-methoxy-2"-aminotriphenyl-   methans vom F =   85-87   C   in einer Ausbeute von 28 g. 



   Bei der Verwendung von 20 cm3 70%iger Perchlorsäurelösung als Kondensationsmittel an Stelle von Bortrifluorid-Eisessig erhält man dasselbe Ergebnis. 



   Benützt man 40 g Phosphorsäure als Kondensationsmittel, erwärmt 4 h lang auf 50   C und lässt den Ansatz 24 h lang stehen, so erhält man 15 g 4-Hydroxy-4'-methoxy-2"-aminotriphenylmethan. 



   Beispiel 4 : 5g o-Amino-p'-methoxydiphenyl-carbinol, 6, 5g Phenol und 30ml Zinntetrachlorid   erwärmt   man 12 h lang auf   70-90   C.   Nach dieser Zeit dekantiert man die überstehende Flüssigkeit   ab und behandelt den Rückstand mehrmals mit 2%iger Salzsäure, welche dann verworfen wird. Zur Reinigung löst man das Rohprodukt in verdünnter Natronlauge, filtriert, fügt Salzsäure bis zur sauren   

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 Reaktion hinzu, neutralisiert mit Kaliumkarbonat, saugt den entstandenen Niederschlag ab und verreibt ihn nach dem Übertrocknen mit wenig Benzol. Man erhält 5 g Kristalle vom F =   85-87   C.   



   Beispiel 5 : Ein Gemisch aus 5 g o-Amino-p'-methoxydiphenyl-carbinol,   6, 5   g Phenol, 30 ml Benzol und 5 g wasserfreiem Aluminiumchlorid erwärmt man 12 h lang auf etwa 70   C und giesst dann die Benzolschicht ab, welche verworfen wird. Den Rückstand nimmt man in Natronlauge auf, filtriert und säuert dann das Filtrat durch Zugabe von Essigsäure schwach an. Nach dem Absaugen, Waschen mit Wasser und Verreiben mit etwas Benzol erhält man 4, 4 g Kristalle vom F =   85-87   C.   



   Beispiel 6 : 4, 3 g o-Amino-p'-hydroxydiphenyl-carbinol und 9 g Phenol versetzt man unter Rühren und leichtem Kühlen mit 10 ml 70%iger Perchlorsäure. Nach 12stündigem Stehen bei Zimmertemperatur gibt man Wasser zu, macht durch Zugabe von Natronlauge alkalisch, filtriert und fällt durch Zugabe von Essigsäure das   4, 4'-Dihydroxy-2"-amino-triphenylmethan   aus. Man saugt den Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser aus und kristallisiert ihn aus Äthanol/Wasser um. Man erhält 3, 5 g farblose Kristalle vom   F= 215-217  C. 



  PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von   4, 4'-Dihydroxy-2/-aminotriphenylmethan   und dessen Derivaten der allgemeinen Formel 
 EMI3.1 
 worin R und R', die gleich oder verschieden sein können, ein Wasserstoffatom, einen niederen Alkyl-oder Acylrest und R" Wasserstoff oder eine durch Wasserstoff ersetzbare Gruppe, insbesondere einen niederen Acylrest, einen gegebenenfalls substituierten Benzolsulfosäurerest oder den Benzylrest, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Carbinol der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 wobei R und R"die oben angegebene Bedeutung besitzen, mit einem Phenol der Formel 
 EMI3.3 
 in der   R'die   oben angeführte Bedeutung besitzt, unter Wasserabspaltung, vorzugsweise in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, kondensiert und dass man,

   falls man eine Verbindung erhält, in der die Reste R und/oder R'und/oder R"eine andere Bedeutung als Wasserstoff besitzen, diesen Rest oder diese Reste gegebenenfalls durch Wasserstoff ersetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einem Temperaturbereich zwischen 0 und 100 C durchführt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Benzol, Toluol, Xylol oder Eisesssig verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als saure Kondensationsmittel Schwefelsäure, Salzsäure, Perchlorsäure, Phosphorsäure, Zinkchlorid, Bortrifluorid oder Zinntetrachlorid verwendet.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Benzol und unter Einleiten von gasförmigem Halogenwasserstoff durchführt.
AT275061A 1960-04-26 1961-04-05 Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dihydroxy-2"-aminotriphenylmethan und dessen Derivaten AT222114B (de)

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