AT242154B - Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen und von deren Salzen und quartären Ammoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen und von deren Salzen und quartären Ammoniumverbindungen

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AT242154B AT171664A AT171664A AT242154B AT 242154 B AT242154 B AT 242154B AT 171664 A AT171664 A AT 171664A AT 171664 A AT171664 A AT 171664A AT 242154 B AT242154 B AT 242154B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen und von deren Salzen und quartären Ammoniumverbindungen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung bisher unbekannter tertiärer Amine der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
In dieser Formel bedeutet X Wasserstoff oder 1-3 Substituenten, wie Halogen, Alkyl-, Aminooder Nitrogruppen. Mit Ausnahme einer 4-Hydroxy-3-methoxy-, einer 3, 4-Dimethoxy- oder einer 3,4Dimethylgruppe kann X auch Alkoxy- oder Hydroxygruppen bedeuten.    R   und    R   können gleich oder verschieden sein und Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen bedeuten oder mit oder ohne weiteres Heteroatom zu einem heterocyclischen Ring verbunden sein. Y bedeutet einen geradlinigen oder verzweigten Alkylrest, einen Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest. 



   Aus der   österr. Patentschrift Nr. 220143   ist bereits bekannt, dass man tertiäre 3, 4-Dimethylphenylaminoalkane erhalten kann, indem man 3,4-Dimethylphenylalkylketone mit sekundären Aminen der reduktiven Aminierung unterwirft. Diese Verbindungen besitzen oxytocische Eigenschaften. Dagegen zeichnen sich die durch die erwähnte allgemeine Formel erfassten Verbindungen durch ausgeprägte blutdruck-   steigerde   Wirkung bei geringer Toxizität aus. Hiebei kann die blutdrucksteigernde Wirkung zwar mit starker zentralstimulierender Wirkung einhergehen, doch wurden auch erfindungsgemäss hergestellte Substanzen aufgefunden, denen bei starker blutdrucksteigernder Wirkung der in der Therapie häufig unerwünschte zentralerregende Effekt fehlt. 



   Man stellt die Verbindungen her, indem man Ketone der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 der reduktiven Aminierung unterwirft. Dabei wird entweder im Sinn der Leuckart-Reaktion das Keton mit einem Formylamin der Formel : 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vorzugsweise bei   170-200 C,   gegebenenfalls unter Zusatz von Ameisensäure und Katalysatoren, wie Magnesiumchlorid, umgesetzt. Oder man führt die katalytische Hydrierung von Ketonen der genannten Formel in Gegenwart von Aminen der Formel : 
 EMI2.1 
 durch. In den vorstehenden Formeln haben die Symbole X, Y, R und Ra die eingangs angegebene Bedeutung. Für die therapeutische Anwendung ist es möglich und vielfach notwendig, die erhaltenen tertiären Amine in an sich bekannter Weise mit Säuren oder quaternisierenden Mitteln zu behandeln. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern :
Beispiel   l : 1-Morpholino-l-phenyIäthan.   



   10,9 g Morpholin werden mit 11, 5 g Ameisensäure versetzt. Man erhitzt langsam auf 200 C. Sobald Wasser und andere niedrig siedende Anteile abdestilliert sind, lässt man abkühlen und fügt 15 g Acetophenon und 11,5 g Ameisensäure zum Reaktionsgemisch. 



    Dann wird die Temperatur wieder erhöht und 18 h auf 1600C und dann noch 6 h auf 1850C gehalten. 



  Nach dem Abkühlen gibt man 17, 2 cm Wasser zum Gemisch. Die obere, nicht wässerige Schicht wird in Benzol aufgenommen und mit 15 cm konz. Salzsäure versetzt. Man erwärmt 1 h lang, trennt die bei-   den Schichten und schüttelt die Benzolschicht noch mit Salzsäure aus. Die vereinigten Salzsäureextrakte werden alkalisch gemacht und mit Äther ausgeschüttelt. Nach dem Abdestillieren des Äthers bleibt ein Öl zurück, das bei 104-1090C/l, 3 mm siedet. Ausbeute : 3, 8 g. F. des Hydrochlorids : 206,   5 C.,  
Beispiel   2: 1-Morpholino-1-phenylpropan.   



   4 g Propiophenon, 1, 6 g   85% ige Ameisensäure   und 13 g Formylmorpholin werden unter Zusatz von 1, 5 g Magnesiumchloridhexahydrat auf 185 C erhitzt und 3 h auf dieser Temperatur gehalten. Es wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält ein Öl, das bei 1, 5 mm bei 124 - 1260C siedet und ein bei 2200C schmelzendes Hydrochlorid ergibt. 



   Beispiel 3 : 1-Pyrrolidino-l-phenylpropan. 



     38, 5   g Formylpyrrolidin, 13 g Propiophenon und 6,5 g Ameisensäure werden mit 5, 9 g Magnesiumchloridhexahydrat auf 185 C erhitzt und 3 h auf dieser Temperatur gehalten. Es wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält ein Öl, das bei 14 mm bei   120 - 1250C   siedet und ein bei 76 C schmelzendes Hydrochlorid ergibt. Ausbeute : 12 g. 



   Beispiel 4 : 1-Piperidino-l-phenylpropan. 



   38,9 g Formylpiperidin, 11,8 g Propiophenon und 7, 8 g Ameisensäure werden mit 7 g Magnesiumchloridhexahydrat auf 1850C erhitzt und 3 h auf dieser Temperatur gehalten. Es wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält ein Öl, das bei 15 mm bei   70 - 800C   siedet und ein bei 2390C schmelzendes Hydrochlorid ergibt. Ausbeute : 13,9 g. 



    B eis pie 1 5 : 1- (3-Methylpiperidino) -1-phenylpropan.    



   38,6 g Formylmethylpiperidin, 10,2 g Propiophenon und 8, 5 g Ameisensäure werden mit 7,4 g Magnesiumchloridhexahydrat auf 1850C erhitzt und 3 h auf dieser Temperatur gehalten. Es wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält ein Öl, das bei 0,8 mm bei 65 - 800C siedet und ein bei   1730C   schmelzendes Hydrochlorid ergibt. Ausbeute = 13 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen der allgemeinen Formel : EMI2.2 in der X Wasserstoff oder 1 - 3 Substituenten, wie Halogen, Alkyl-, Amino- oder Nitrogruppen mit Ausnahme einer 4-Hydroxy-3-methoxy-, einer 3, 4-Dimethoxy- oder einer 3,4-Dimethylgruppe, auch Alk- <Desc/Clms Page number 3> oxy-oder Hydroxygruppen bedeutet, R und R2 gleich oder verschieden sind und Alkyl-, Hydroxyalkyloder Aralkylgruppen bedeuten oder mit oder ohne weiteres Heteroatom zu einem heterocyclischen Ring verbunden sind, wobei ferner Y einen geradlinigen oder verzweigten Alkylrest, einen Aryl-, Aralkyl- EMI3.1 EMI3.2 der reduktiven Aminierung unterwirft und dabei entweder das Keton mit einem Formylamin der Formel :
    EMI3.3 bei 170-200oC, gegebenenfalls unter Zusatz von Ameisensäure und Katalysatoren, wie Magnesiumchlorid, umsetzt oder die katalytische Hydrierung der erwähnten Ketone in Gegenwart von Aminen der Formel EMI3.4 durchführt, wobei in den vorstehenden Formeln die Symbole X, Y, R und R wie oben definiert sind, und dass man ein so erhaltenes tertiäres Amin zur Bildung der Salze mit Säuren behandelt oder dass man es mit quaternisierenden Mitteln umsetzt.
AT171664A 1961-08-10 1962-05-15 Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen und von deren Salzen und quartären Ammoniumverbindungen AT242154B (de)

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