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Anlage zur Datenverarbeitung
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Anlagen zur Datenverarbeitung mit daten aufnehmenden. durch eine Tastatur od. dgl. gesteuerten Eingabegeräten, in die bestimmte Daten eingetragen werden und die mit datenaufzeichnenden Geräten beliebiger Art zusammenwirken, welche befähigt sind, die in die Eingabegeräte eingetragenen Daten auf irgendeine Weise automatisch aufzuzeichnen. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf datenaufnehmende Saldier- oder Buchungsgeräte, die mit datenaufzeichnenden
Lochgeräten für die Herstellung von Lochkarten zusammenwirken.
Bei üblichen Anlagen dieser Art ist für jedes Eingabegerät ein eigenes Lochgerät vorgesehen. Die Zeit, welche die Bedienungsperson benötigt, um am Eingabegerät eine bestimmte Datenkombination einzustel- len, ist nun aber viel länger als die Zeit, welche das Lochgerät oder sonstige Aufzeichnungsgerät zur Ver- arbeitung der eingetragenen Daten benötigt. Aus diesem Grunde ist das Aufzeichnungsgerät für einen Grossteil der Gesamtbetriebszeit der Anlage frei.
Bei Anlagen, die ein grosses Arbeitspensum zu erledigen haben und eine grosse Anzahl von Eingabegeräten umfassen, ist nun eine erhebliche Kapitalsanlage erforderlich, um für jedes Eingabegerät ein eigenes'Aufzeichnungsgerät vorzusehen ; ferner ergeben sich hiebei erhebliche Kosten für die Instandhaltung und Bedienung der vielen Geräte.
Nach einem älteren, nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlag wird zur Verminderung des erforderlichen Aufwandes an Auswertegeräten bei einer Datenverarbeitungsanlage mit mehreren Eingabegeräten ein Zwischenspeicher vorgesehen, der für jedes Eingabegerät einen eigenen Kanal aufweist, wobei die einzelnen Kanäle des Zwischenspeichers durch eine programmgesteuerte Schalteinrichtung der Reihe nach zu einem geeigneten Auswertegerät durchgeschaltet werden.
Demgegenüber umfasst eine gemäss der Erfindung ausgebildete Datenverarbeitungsanlage inKombina- tion eine Mehrzahl von Daten-Eingabegeräten, denen je eine individuell elektrisch betätigbare Antriebseinrichtung, ein Anlassstromkreis zur Speisung dieser Antriebseinrichtung sowie eine Schalteinrichtung zugeordnet ist, die zwecks Speisung des Anlassstromkreises betätigbar ist, wenigstens ein Daten - Aufzeich- nungsgerät, das von den Eingabegeräten entfernt angeordnet ist und eine elektrisch betätigbare Antriebseinrichtung sowie einen Speisestromkreis für diese Antriebseinrichtung enthält, und eine Rufeinrichtung für jedes Eingabegerät, eine Abtasteinrichtung für das bzw.
jedes Aufzeichnungsgerät sowie elektrische Schaltrelaiskreise für jedesEingabegerät zur betriebsmässigen Verbindung des jeweils rufenden Eingabegerätes mit dem bzw. einem verfügbaren Aufzeichnungsgerät ; dabei ist durch Betätigung der Schalteinrichtung eines bestimmten Eingabegerätes nach der Eintragung der Daten in dieses die zugeordnete Rufeinrichtung erregbar und die Abtasteinrichtung ist befähigt, die erregte Rufeinrichtung zu suchen und bei Auffindung derselben die elektrischen Schaltrelaiskreise zu erregen, um das rufende Eingabegerät mit dem bzw.
einem verfügbaren Aufzeichnungsgerät zu verbinden und die Antriebseinrichtung dieses Gerä- tes zwecks Aufzeichnung der Daten über die elektrischen Schaltrelaiskreise zu speisen, so dass die Abtasteinrichtung nach Auffinden des rufenden Eingabegerätes und Speisung der elektrischen Schaltrelaiskreise wieder frei für das Suchen eines andern rufenden Eingabegerätes verfügbar ist, während das vorher belegte Aufzeichnungsgerät noch die Datenaufzeichnung vornimmt.
Die Ruf- und Abtasteinrichtungen sind in wenigstens einen Suchschalter einbezogen, von denen je einer einem Aufzeichnungsgerät zugeordnet ist, wobei jeder Suchschalter wenigstens eine Kontaktbank
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und in dieser wenigstens einen Kontakt aufweist, der einen Teil der Rufeinrichtung je eines Eingabege- rätes bildet, während der als Schleifkontakt ausgebildete Sucherarm einen Teil der Abtasteinrichtung bil- det. DerSucherarm ist dabei befähigt, die Kontaktbank zu bestreichen, um abwechselnd eine elektrische
Verbindung mit jedem Kontakt derselben herzustellen. Ferner ist eine Fortschalteinrichtung für die Ver- stellung des Sucherarmes sowie ein von der Schalteinrichtunng gesteuerter Speisekreis für die Speisung der Fortschalteinrichtung vorgesehen.
Jedem Eingabegerät ist zur Speisung seiner Schaltrelaiskreise ein
Speisekreis zugeordnet, welcher den dem Eingabegerät zugeordneten Kontakt der Kontaktbank des Such- schalters enthält und durch den elektrisch mit diesem Kontakt in Verbindung kommenden Sucherarm schliessbar ist. Die Rufeinrichtung enthält einen Markierkreis zum Anlegen eines elektrischen Potentials an den dem rufenden Eingabegerät zugeordneten Kontakt der Kontaktbank und in Serie zu diesem Mar- kierkreis liegt eine steuerndeRelaisspule für die Fortschalteinrichtung des Sucherarmes, welche Spule be- fähigt ist, bei ihrer Erregung ein im Speisekreis der Fortschalteinrichtung für den Sucherarm liegendes Kontaktpaar zu öffnen, sobald der Sucherarm elektrisch mit dem einem rufenden Eingabegerät zugeord- neten markierten Kontakt in Berührung kommt.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der zwischen denEingabegeräten und dem Aufzeichnungsgerät bzw. den Aufzeichnungsgeräten liegenden Verbindungseinrichtungen werden später beschrieben.
Speziell ist die Erfindung für Anlagen geeignet, bei denen als Aufzeichnungsgeräte Kartenlochge- räte vorgesehen sind, welche die Datenaufzeichnung durch Lochung von Karten vornehmen ; in diesem Falle weist zweckmässig jedes Lochgerät einen Zubringerkanal für die Zuführung eines Stapels von blan- ken, ungelochten Karten zum Lochgerät auf und es ist ein Verbindungskreis zur Verbindung des Lochge- rätes mit einem elektrischen Alarmkreis vorgesehen, in dem wenigstens zwei parallele Sätze von Schliesskontakten liegen, von denen der eine Kontaktsatz im Zubringerkanal angeordnet und in Abhängigkeit vom Gewicht des Stapels an blanken, ungelochten Karten betätigbar ist und anspricht, sobald dieses Gewicht unter einen vorgegebenen Minimalwert absinkt, während der zweite Kontaktsatz sich im Lochgerät befindet und anspricht,
wenn eine zu lochende Karte nicht die richtige Lage für die Lochung einnimmt.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung einer Anlage mit einer Vielzahl von Buchungsgeräten hervor, von denen jedes über Schaltrelais mit einem beliebigen aus einer viel kleineren Anzahl von Lochgeräten verbunden werden kann. Die Beschreibung erfolgt unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen Fig. l ein Blockschema der gesamten Anlage, Fig. 2 ein Schaltbild für die Verbindungen, die zu einem Buchungsgerät führen, Fig. 3 die gemeinsamen Startkreise der ein rufendes Buchungsgerät suchenden, von diesen betätigten Suchschalter, Fig. 4 ein Schaltbild eines Suchschalters und eines Satzes von Schaltrelais für ein Buchungsgerät.
Fig. 5 ein Schaltbild der von den Schaltrelais betätigten Stromkreise für die Inbetriebnahme eines der Lochgeräte, Fig. 6 ein Schaltbild der mit jedem Lochgerät verbundenen Schaltungselemente, Fig. 7 das Schaltbild eines durch die Schaltrelais gesteuerten Stromkreises zur Betätigung eines Relais für die Steuerung eines Lochgerätes in bezug auf ein mit diesem verbundenes Buchungsgerät, Fig. 8 ein Schaltbild für die Betätigung eines jedem Buchungsgerät zugeordneten Summenzählers unter der Steuerwirkung der Schaltrelais, Fig. 9 ein schematisches Schaltbild eines Kreises für die Verringerung des Ingangsetzens eines Buchungsgerätes und Fig. 10 einen Überwachungskreis zeigt, der anzeigt, wenn die in ein Eingabegerät eingetragenen Daten aufgezeichnet worden sind und dieses Gerät für die Eintragung bzw. Aufzeichnung weiterer Daten verfügbar ist.
Vor der ausführlichen Beschreibung der Anlage sollen zunächst einige Erläuterungen bezüglich des allgemeinen Aufbaues der Schaltkreise, der in der Anlage verwendeten Einzelteile und der bei der Beschreibung der verschiedenen Schaltkreise verwendeten Symbole vorausgeschickt werden.
In Fig. l sollen die mit I - XXV bezeichneten Blöcke 25 Eingabegeräte, u. zw. speziell Buchungsgeräte, andeuten, die einzeln über Schaltrelais 100, 102, 104 mit einem beliebigen aus einer kleineren Anzahl Schreibgeräten in Form von Lochgeräten 108, 110, 112 verbunden werden können. Alle Buchungsgeräte sind anRufkontakte 114, 116, 118, 120 von Suchschaltern 122, 124 und 126 nach Art von Anrufsuchern angeschlossen. Diese Kontakte sind in Kontaktbänken 128, 130, 132 angeordnet, die von den Schleifarmen 134, 136, 138 der Suchschalter bestrichen werden, wenn diese nach markierten Rufkontakten suchen.
Die Sucherschleifarme 134, 136, 138 sind je mit einem Lochgerät-Steuerkreis 140, 142 bzw. 144 verbunden, welcher die Aufgabe hat, ein zugeordnetes Schaltrelais 100, 102 bzw. 104 zu betätigen und dadurch
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Die andern Relais sind in analoger Weise bezeichnet. Ein einen dieser Kontaktsätze bildendes Kontaktpaar ist in Fig. 2 mit RMS 1 und 2 bezeichnet ; dieses Kontaktpaar wird durch Betätigung des Relais geschlossen und hält dann das Relais erregt. Ein weiteres Kontaktpaar des Relais RMS ist im unteren Teil der Fig. 2 ersichtlich, nämlich das Kontaktpaar RMS 25 und 26.
Diese Kontakte erregen beim Schliessen
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WeitereBuchungsger ätes verhindernden Stromkreises und in Fig. 10 Kontakte RMS 23 und 24 als Teile eines Überwachungskreises vorgesehen, der eine Anzeige vermittelt, wenn die am Buchungsgerät eingestellten Daten ordnungsgemäss aufgezeichnet worden sind bzw. wenn in diesem Gerät weitere Daten, die bereits eingestellt worden sind, verarbeitet bzw. der Aufzeichnung zugeführt werden können.
Die einander entsprechenden Kontaktbänke 154a. 154b. 154c und 154d der Suchschalter (Fig. 4) können über Leitungen 151 a, 151b, 151c und 151d parallelgeschaltet sein.
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nungen bei jedem eine Relaisspule andeutenden Symbol, d. h. bei jedem Rechteck, in Form eines Nenners in einem Bruch angeben, in dessen Zähler das das Relais angebende Bezugszeichen steht. In der nachfolgenden Beschreibung werden die durch das Relais betätigten Kontakte nur durch diese Bezugszeichen
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durch die Spule 150 erregt wird und sich sodann durch die Spule 148 im erregten Zustand hält.
Die Schleifarme 152a, 152b, 152c und 152d in Fig. 4 sind an einer gemeinsamen (nicht dargestellten) Spindel befestigt und bestreichen die zugeordneten Kontaktbänke 154a, 154b, 154c und 154d, wobei alle vier Schleifarme Teile eines einzigen Suchschalters bilden. Die Arbeitsweise eines solchen Suchschalters wird später noch genauer erläutert.
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4 mit-bezeichnete Rechteck,lais, das normal anspricht, aber verzögert abfällt. Ferner ist das Relais FK so justiert, dass es bei 350 mA sicher, bei 250 mA aber nicht anspricht. Alle übrigen Relais arbeiten normal.
Die Buchungsgeräte I - XXV (Fig. l) der in den Zeichnungen dargestellten Anlage werden zweckmässig in Zellen einer grossen Halle, z. B. eines Warenhauses, aufgestellt und jedes Buchungsgerät wird von einem Kassier bedient. Ein Kunde, der seine Rechnung begleichen will, begibt sich zu einem dieser Kassiere und legt die Rechnung vor ; der Kassier übernimmt das Geld für die Begleichung der Rechnung, drückt die Tasten des Buchungsgerätes, welche den Betrag der zu begleichenden Rechnung angeben, legt die Rechnung in das Buchungsgerät ein und setzt dieses in Gang, wodurch der Quittungsbetrag In Zahlen auf die Rechnung gedrückt wird.
Die Ingangsetzung des Buchungsgerätes bewirkt auch die Betätigung von Verbindungseinrichtung für die Verbindung dieses Gerätes mit einem beliebigen der Lochgeräte 108, 110 und 112 zwecks Aufzeichnung dieser Transaktion. Der Kassier gibt dem Kunden das Wechselgeld samt der Quittung und damit ist die Transaktion abgeschlossen.
Die Aufzeichnung der dieser Transaktion entsprechenden Daten erfolgt mit Hilfe von Lochkarten, die nach der Lochung in üblicher Weise verarbeitet werden.
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Wenn ein Kunde gleichzeitig mehrere Rechnungen begleichen will, die von den Lochgeräten getrennt aufgezeichnet werden sollen und bezüglich welcher nur einmal Wechselgeld gegeben werden soll, so er- gibt sich ein Sonderfall. Eine solche Transaktion sei als"Listen-Transaktion"bezeichnet. Die Anlage ist so eingerichtet, dass sie solche Listen-Transaktionen auf Wunsch desKassiers mit Vorrang gegenüber andem
Transaktionen behandelt.
Vorerst soll die Arbeitsweise der Anlage bei einer normalen Transaktion und anschliessend die Arbeits- weise bei einer Listen-Transaktion beschrieben werden.
Die Betätigung der Motorschiene eines der Buchungsgeräte I - XXV nach dem Eintragen der für die betreffende Transaktion massgeblichen Daten mittels der Tastatur dieses Gerätes bewirkt die Ingangsetzung des Buchungsgerätes und das sofortige Schliessen der Kontakte SC in Fig. 2, wodurch ein Stromkreis von
Erde über dieKontakte SRA, die Kontakte SC, die unbetätigten Kontakte PCR 3 und 4, die Spule des Re- lais RMS und Batterie zurück zu Erde geschlossen wird. Das Relais RMS spricht an und verriegelt sich über seine Haltekontakte RMS 1 und 2.
Nunmehr schliessen die in Hg. 3 aufscheinenden Kontakte RMS 21 und 22 des Relais RMS, wodurch das Relais ST erregt wird. Ein durch dieses Relais betätigbarer Kontaktsatz ist in Fig. 4 eingezeichnet und mit dem Bezugszeichen 156 versehen. Auch die Kontakte RMS 6 und 7 in Fig. 4 werden geschlossen, wo- durch über den nicht induktiven 150 Ohm-Widerstand 158 ein Potential an einen Kontaktsatz in der Kon- taktbank 154a angelegt wird, die einen Teil eines Suchschalters bildet. Die Kontakte dieser Kontaktbank sind über Leitungen 151a mit andern, homologen Kontakten der Kontaktbänke anderer Suchschalter par- allelgeschaltet. Die Anzahl der verwendeten Buchungsgeräte und die Anzahl der Suchschalter und Loch- geräte hängt von Umständen ab, die von Anlage zu Anlage variieren und auch von der Arbeitsweise der verwendeten Geräte abhängen können.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass mit den derzeit handelsüblichen Geräten und Zubehörteilen ein einzelner Suchschalter, der mit einem einzigen Lochgerät zusammenar- beitet. ohne unzulässige Verzögerungdie Transaktionen verarbeiten kann, die in 25 Buchungsgeräten eingetragen werden. Es kann somit für die Verbindung eines jeden Buchungsgerätes eine Vielzahl vonKontak- ten vorgesehen werden, von denen jeder in der Kontaktbank des Suchschalters eines der Lochgeräte liegt.
Durch das Schliessen der Kontakte RMS 6 und 7 wird somit in der Kontaktbank eines jeden Suchschalters jener Kontakt markiert, der dem rufenden Buchungsgerät zugeordnet ist.
Durch das Schliessen der Kontakte 156 (Fig. 4) werden die Stromkreise aller freien Suchschalter 122.
124, 126 geschlossen ; der Stromweg verläuft von Erde über die Kontakte FK 1 und 2, die betätigten Kon- takte 156, die Kontakte OP 5 und 6, die Kontakte D 21 und 22 (die als Alarmkontakte dem betreffenden Lochgerät zugeordnet und normalerweise geschlossen sind, wenn dieses Gerät für die Inbetriebnahme zur Verfügung steht) und sodann über die Schliess- und Trennkontakte 160 einer Treibermagnetspule 162 für den Suchschalter zur Batterie und zurück zu Erde. Die Treibermagnetspule 162 für den Suchschalter hat einen (nicht gezeichneten) Anker, der unter Federvorspannung steht und eine Klinke trägt, die in ein an der Spindel für die Schleifarme 152a, 152b, 152c und 152d befestigtes Klinkenrad eingreift.
Der Kontaktsatz 160 öffnet nachArt einesSelbstunterbrechers den Stromkreis der Spule 162, sobald ihr Anker verstellt worden ist, und die Anordnung ist so getroffen, dass das Klinkenrad von der Treibermagnetspule schrittweise verstellt wird, um die Spindel des Suchschalters in Drehung zu versetzen.
Das Relais D (Fig. 6) ist dauernd erregt, solange das zugeordnete Lochgerät 108 angeschaltet ist und sich im Betriebszustand befindet. Die Kontakte FK 1 und 2 sowie OP 5 und 6 sind in der normalen, geschlossenen, d. h. unbetätigten Lage gezeichnet. Demnach werden die Spindeln aller freien Suchschalter in Drehung versetzt, um nach einem markierten Rufkontakt zu suchen. Der erste Schleifarm, der einen solchen Kontakt erreicht, z. B. der Schleifarm 152a, führt eine Prüfung durch, indem sein Relais FK im Stromkreis über die Relaiswicklung 150, die Kontakte D 23 und 24 des Relais D, die Kontakte 163 des nicht betätigten Relais L, den Schleifarm 152a, den markierten Kontakt, der eben gefunden worden ist, die Kontakte RMS 7 und 6 sowie den nicht induktiven Widerstand 158 zu Batterie und zurück zu Erde anspricht.
Das ansprechende Relais FK schliesst einen Arbeitsstromkreis für das Relais OP sowie einen Haltestromkreis für sich selbst von Erde über die Kontakte FK 2 und 3, die nun durch das Ansprechen des Relais FK geschlossen sind, die nicht betätigten Kontakte PH 6 und 5, die Wicklung 148 des Relais FK, die Wicklung des Relais OP zuBatterie und Erde. Durch das Ansprechen des Relais FK öffnen die Kontakte FK1 und 2 und schalten dadurch die Treibermagnetspule 162 ab, so dass die Spindel des Suchschalters stillgesetzt. wird und der Schleifarm 152a in Berührung mit dem markierten Rufkontakt bleibt. Das Ansprechen des Relais OP bewirkt das Schliessen der Kontakte OP 1 und 2, wodurch alle Relais AA-AF, welche dem rufenden Buchungsgerät zugeordnet sind, über den Schleifarm 152d, der mit der Suchschalterspindel fest verbunden ist, erregt werden.
Der Schleifarm 152d wird durch die Suchschalterspindel im Zeitpunkt der
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bis AF des dem markierten Rufkontakt entsprechenden, rufenden Buchungsgerätes verbunden sind. Wenn ein Suchschalter in seiner Kontaktbank einen markierten Rufkontakt findet, so wird also der Prüfkreis diesesSuchschalters (Fig. 4) geschlossen, und es wird bewirkt, dass die entsprechenden Kontakte in den Kontaktbänken der übrigen Suchschalter ihr Potential verlieren, d. h. entmarkiert werden.
Das Ansprechen des einem rufenden Buchungsgerät zugeordneten Schaltrelais AE in Fig. 5 bewirkt das Schliessen eines Stromkreises für das Relais PS von Erde über die Kontakte AE 28 und 27, die betätigten Kontakte OP 22 und 21, die unbetätigten Kontakte PH 3 und 4, das Relais PS und Batterie zu Erde. Das ansprechende Relais PS schliesst seine Kontakte PS l und 2 (Fig. 6) und löst damit denLochvorgang aus. Ein
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der Locher für die Dauer des Lochvorganges erregt gehalten werden. Durch das Ansprechen des Relais PH wird der Stromkreis des Relais OP und des Relais FK bei den Kontakten PH 5 und 6 (Fig. 4) getrennt und ferner wird ein neuer Haltestromkreis für die Relais AA-AF über die Kontakte PH 1 und 2 geschaffen (Fig. 4).
Der verzögerte Abfall des Relais OP gewährleistet, dass dieser neue Haltestromkreis geschlossen wird, bevor das Relais OP abfällt und den Stromkreis über die Kontakte OP 1 und 2 unterbricht.
Die Zeit, die zwischen dem Ansprechen des Relais FK zwecks Betätigung des Relais OP und dem An- sprechen des Relais PH zwecks Abschaltung des Relais OP verstreicht. ist, verglichen mit der zur Lochung einer Karte benötigten Zeit, relativ kurz ; um die Belegungszeit der Sucherschalter zu begrenzen, ist die Schaltung so getroffen, dass dieSuchschalter schon nach dem nächsten rufenden Buchungsgerät suchen kön- nen, sobald das vorher bediente Buchungsgerät schaltungsmässig mit einem Lochgerät verbunden worden ist, also nicht erst auf den Abschluss des betreffenden Lochzyklus warten müssen.
Sobald die Durchschaltung erfolgt, prüft das Relais FK beim nächsten rufendenBuchungsgerät auf und hält sich ilberseine Wick- lung 150 bis zum Abfallen des Relais PH, wonach das Relais OP abermals anspricht und der Schaltzyklus wiederholt wird. Diese Vorauswahl mit Hilfe eines Suchschalters, der das nächste rufende Buchungsgerät schon aufsucht, während das zugeordnete Lochgerät noch mit der Aufzeichnung der von einem andern Buchungsgerät kommenden Daten befasst ist, erfolgt auf folgende Weise :
Wenn nach dem Ansprechen des Relais OP zwecks Erregung der Schaltrelais AA - AF des eine Verbindung anforderndenBuchungsgerätes das Relais PH erregt wird, so wird der Haltestromkreis der Relais OP und FK durch Öffnung der Kontakte PH 5 und 6 (Fig. 4) unterbrochen.
Dies bewirkt, dass die Kontakte FK 1 und 2 und OP 5 und 6 in ihre Ruhestellung gelangen und dadurch den Suchschalter freigeben, so dass dieser wieder für einen Suchvorgang nach einem Rufkontakt verfügbar ist, der durch ein anderes Buchungsgerät markiert worden ist.
Am Ende oder nahe dem Ende eines Lochzyklus wird vom Locher über einen nicht dargestellten Nokken ein Fortschaltimpuls zur Betätigung des Relais AS (Fig. 6) abgegeben, das sodann im Zähler dieses Lochgerätes den Einer-Schalter über die betätigten Kontakte AS 1 und 2 (Fig. 8), die betätigten Kontakte AF 1 und 2 und den Einer-Treibermagneten 164 weiterschaltet. Die Zehner-, Hunderter- und Tausender-Schalter 166, 168 usw. werden durch die AS-Impulse mittelbar jeweils dann betätigt, wenn der vorhergehende Zählerschalter die Position 9 erreicht. Jeder Zählerschalter kehrt durchselbstunterbrechenden Antrieb über die Kontakte 170, 172 und die Schliess- und Trenn-Kontakte174, 17Gausder Position 9 in die Position 0 zurück.
Der Zehner-Treibermagnet 178 arbeitet ähnlich wie derEinur-Treibermagnetl64 ; die Leitung 180 ist mit dem nicht gezeichneten Hunderter-Treibermagneten verbunden.
Wenn ein Kassier eine Listen-Transaktion durchführen will, so bringt er in seinem Buchungsgerät die Schalters SRA, SRB (Fig. 2) aus der gezeichneten Ruhestellung in die Arbeitsstellung, in der sie die Kontakte 182 bzw. 184 berühren, wodurch das Relais AL erregt wird, sobald die Kontakte RMS 26 und 25 geschlossen werden. Der Stromkreis für das Relais RMS verläuft nunmehr über den Schalter SRA, der am Kontakt 182 anliegt. Sobald nun das Buchungsgerät in Gang gesetzt wird, wird das Relais RMS erregt und hält sich dann über seinen Haltestromkreis ; das hiedurch erregte Relais AL bewirkt durch Schliessen seiner Kontakte AL l und 2, dass das Relais L (Fig. 3) betätigt wird.
Aus Fig. 4 geht ferner hervor, dass durch die gleichzeitige Betätigung der Kontakte AL 21 und 22 das Markierpotential an einen Kontakt in der Kontaktbank 154b und über die Leitungen 151b an homologe Kontakte in den andem Suchschaltern angelegt wird.
Das Ansprechen des Relais L bewirkt, dass der Prüfkreis des Relais FK über die vom Relais L betätigten Kontakte 163 (Fig. 4) vom Schleifarm 152a auf den Schleifarm 152b umgeschaltet wird. Dies gewährleistet eine rasche Abtastung der den Vorrang anfordernden Buchungsgeräte und ermöglicht es, dass eine ListenTransaktion mit minimaler Verzögerung durchgeführt wird. Das Ergebnis ist also, dass das Buchungsgerät in eine bevorzugte Rufgruppe anstatt in die gewöhnliche Rufgruppe einbezogen wird.
Wie schon erläutert,
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ist die Listen-Transaktion von Bedeutung, wenn ein Kunde wünscht, mehrere Rechnungen gleichzeitig zu begleichen und wenn es daher erforderlich ist. dass jede Rechnung mit möglichst geringer Verzögerung aufgezeichnet wird, so dass die Rechnungssumme vom Buchungsgerät angegeben werden kann, sobald die einzelnen Beträge aufgezeichnet worden sind, und daher der Betrag des Wechselgeldes für denKunden fest- gestellt und diesem ausgehändigt werden kann.
Gemäss Fig. 10 ist für jedes Buchungsgerät, z. B. das Gerät I, ein Überwachungskreis vorgesehen, in dem z. B. eine roteLampe 186 angeordnet ist, die durch Aufleuchten anzeigt, dass diean diesem Buchungs- gerät durchzuführende Transaktion noch nicht auf einer Lochkarte aufgezeichnet worden ist. Solange diese
Lampe leuchtet. wird jede weitere in die Tastatur des betreffenden Buchungsgerätes eingetragene Transak- tion gespeichert, weil eine Ingangsetzung des Buchungsgerätes durch die Unterbrechung des Stromkreises an den betätigten Kontakten RMS 3 und 4 oder PCR 5und 6 (Fig. 9) verhindert wird.
Ein (nicht dargestell - tes) Speicherrelais im Buchungsgerät verzögert die Ingangsetzung dieses Gerätes'so lange, bis ein freies
Lochgerät verfügbar ist, das die betreffende Transaktion verarbeiten kann.
DieKontaktbank 154c ist eine Reservebank am Suchschalter, die für allfällige weitere Verbindungen zur Verfügung steht.
Die Bemessung des Relais FK in der Weise, dass es auf Ströme von 350 mA, nicht aber auf Ströme von 250 mA anspricht, dient zur Verhinderung dessen, dass zwei oder mehr Suchschalter gleichzeitig das gleiche Buchungsgerät aufprüfen. Der Stromfluss im Stromkreis über den markierten Rufkontakt, der die Kontakte RMS 6 und 7 und den Widerstand 158 umfasst, wenn der Schleifarm des Suchschalters 152a aufprüft, wird durch den Widerstand 158 begrenzt. Falls zwei oder mehr Suchschalter gleichzeitig aufprüfen, dann wird der Strom im markierten Stromkreis durch den Widerstand 158 herabgesetzt und er reicht nicht mehr aus, um die Relais FK der Suchschalter an deren Wicklungen 150, die dann parallelgeschaltet sind, zu erregen.
Dies bewirkt, dass die Suchschalter die Rufkontakte des rufenden Buchungsgerätes bei dem beschriebenen Versuch wieder verlassen, wobei diese Rufkontakte aber markiert bleiben und für einen späteren Prüfvorgang verfügbar sind, bei dem es unwahrscheinlich ist, dass abermals zwei Suchschalter gleichzeitig aufprüfen ; ist dies dennoch der Fall, so laufen die Suchschalter wieder weiter, bis einmal nur ein einziger Suchschalter aufprüft.
Die Leistungsversorgung für das Durchschaltsystem erfolgt zweckmässig durch eine im Pufferbetrieb geladene Akkumulatorenbatterie von etwa 50 V, oder über eine Gleichrichtereinheit direkt aus dem Wech- selstromnetz.
Gegebenenfalls kann an den Buchungsgeräten noch eine Anzeigelampe vorgesehen werden, die dem Kassier anzeigt, dass Betriebsspannung für die Ingangsetzung des Gerätes vorhanden ist. Die zum Antrieb der Buchungs-undLochgerätebenötigte Leistung wird von einer andern Stromquelle entnommen als die Leistung für das Durchschaltsystem, zweckmässig direkt aus dem Netz.
In Fig. 1 stellen die mit den Bezugszeichen 88 und 90 versehenen gestrichelten Linien Verbindungen mit andern Buchungsgeräten dar, die in ähnlicher Weise wie die in Fig. 1 dargestellten Geräte an die Kontakte der Kontaktbänke 128, 130 und 132 angeschlossen sind. Diese Anschlüsse sind aber zur Wahrung der Deutlichkeit der Darstellung nicht vollständig gezeichnet worden.
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