AT234702B - Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 2, 3-Dimerkapto-chinoxalins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 2, 3-Dimerkapto-chinoxalins

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AT234702B
AT234702B AT414162A AT414162A AT234702B AT 234702 B AT234702 B AT 234702B AT 414162 A AT414162 A AT 414162A AT 414162 A AT414162 A AT 414162A AT 234702 B AT234702 B AT 234702B
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quinoxaline
dimerkapto
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AT414162A
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Klaus Dr Sasse
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Bayer Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Derivaten des
2, 3-Dimerkapto-chinoxalins 
Gegenstand des Stammpatentes   Nr. 216520   ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Umsetzungsprodukten des 2,3-Dimerkapto-chinoxalins, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man 2,   3-Dimerkapto-   - chinoxalin oder dessen Kernsubstitutionsprodukte bzw. deren Salze mit anorganischen oder organischen
Säurehalogeniden bzw. Anhydriden oder mit Isocyanaten bzw. Isothiocyanaten in an sich bekannter Weise acyliert. 



   Die im Stammpatent beschriebenen 2,   3-Dimerkapto-chinoxalin-Derivate   zeichnen sich durch eine gute pestizide, insbesondere insektizide, akarizide und ovizide Wirksamkeit aus. 



     Durch Umsetzung von 2, 3-Dimerkapto-chinoxalin bzw. dessen   Kernsubstitutionsprodukten mit bifunktionellen Säurehalogeniden, in denen beide Halogenatome am gleichen Atom gebunden sind, werden gemäss dem im Stammpatent beanspruchten Verfahren 2,   3-Dimerkapto-chinoxalin-Abkömmlingemiteinem   annelliertenheterocyclischen Ring erhalten. Unter diesen Verbindungen haben sich die cyclischen Chinoxalin-2,3-trithiocarbonate wegen ihrer guten Pflanzenverträglichkeit als besonders wertvoll zur Bekämpfung von Insekten, vor allem an lebenden Pflanzen erwiesen. 



   Die zuletztgenannten 2,   3-Dimerkapto-chinoxalin-Derivate   können nach den Angaben des Stammpatentes durch Einwirkung von Thiophosgen auf 2, 3-Dimerkapto-chinoxalin bzw. dessen Kernsubstitutionsprodukte gewonnen werden. 



   Das für diese Reaktion als Ausgangsmaterial erforderliche Thiophosgen wird gewöhnlich durch reduktive Enthalogenierung von Trichlormethan-sulfensäurechlorid (Perchlormethylmerkaptan) hergestellt. Die Darstellung und Handhabung des Thiophosgens muss wegen des äusserst unangenehmen Geruchs, vor allem aber wegen der starken Giftigkeit dieser Substanz unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmassnahmen geschehen und ist deshalb besonders beim Arbeiten in technischem Massstab schwierig und kostspielig. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Herstellung der oben erwähnten cyclischen Chinoxalin-2, 3-trithiocarbonate der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy- oder eine Nitrogruppe. eine Carboxyl-oder Sulfonsäuregruppe oder ein funktionelles Derivat derselben oder einen ankondensierten aromatischen oder heterocyclischen Ring bedeutet und m für eine der Zahlen   1 - 4   steht, we- 
 EMI1.2 
 

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 tels zur Umsetzung bringt und auf diese Weise die   Isolierung des übelriechenden und   giftigen Thiophosgens vermeidet. 



   Als Reduktionsmittel für das erfindungsgemässe Verfahren eignen sich unter anderem die niederen Oxyde, Hydroxyde oder Salze solcher Metalle,   die in mehreren Wertigkeitssmfen auftreten können, z. B.   des zweiwertigen Eisens, Zinns oder Mangans, ferner die Salze von Säuren der Nichtmetalle in den niederen   Oxydationsstufen, z. B.   Salze der schwefeligen oder der phosphorigen Säure sowie des Schwefelwasserstoffes. 



   Falls erforderlich, kann der im Verlaufe der Reaktion freiwerdende Chlorwasserstoff durch Zusatz eines anorganischen oder organischen Säurebindemittels abgefangen werden. 



   Beispiel : Zu einer Lösung von   19, 4g 2, 3-Dimerkapto-chinoxalin in 100 ml Wasser,   die 8 g Natriumhydroxyd gelöst enthalten, fügt man eine Lösung von 13,75 g Natriumsulfit   (Na 2S03.   7   HO)   sowie 8 g Natriumhydroxyd in 100 ml Wasser und tropft anschliessend in dieses Gemisch unter schwacher Kühlung bei etwa 150C 19 g Trichlormethansulfensäurechlorid ein. Daraufwirddie Mischung noch 2 h bei Raumtemperatur   gerührt.   das ausgeschiedene Produkt abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 13 g Chinoxalin-2,3-trithiocarbonat vom Schmelzpunkt   1700C.   Das Präparat ist praktisch chlorfrei und ergibt nach Mischung mit einer unter Verwendung von Thiophosgen hergestellten Vergleichsprobe keine Schmelzpunktdepression.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 2, 3-Dimerkapto-chinoxalinsder allgemeinen Formel : EMI2.1 worin R ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy- oder eine Nitrogruppe, eine Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppe oder ein funktionelles Derivat derselben oder einen ankondensierten aromatischen oder heterocyclischen Ring bedeutet, und m für eine der Zahlen 1 - 4 steht, nach Patent Nr. 216520, dadurch gekennzeichnet, dass 2,3-Dimerkapto-chinoxalin oder dessen obgenannte Kernsubstitutionsprodukte mit Trichlormethansulfensäurechlorid in Gegenwart eines Reduktionsmittels, wie z.
    B. das niedere Oxyd, Hydroxyd oder Salz solcher Metalle, die in mehreren Wertigkeitsstufen auftreten können oder das Salz von Säuren der Nichtmetalle in den niederen Oxydationsstufen, umgesetzt werden.
AT414162A 1958-07-10 1962-05-21 Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 2, 3-Dimerkapto-chinoxalins AT234702B (de)

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