AT230378B - Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären α,ω-Bis-[pyridyl-(4)-thio]-alkanen und -dialkyläthern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären α,ω-Bis-[pyridyl-(4)-thio]-alkanen und -dialkyläthern

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären   cx :, Cù-Bis-[pyridyl- (4) -thio]-alkanen   und   - dialkyläthern    
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen diquatären cx,   Cù-Bis-[pyridyl- (4) -     thioj-alkanen und-dialkyläthern   der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.1 
 
In dieser Formel bedeuten Reinen bifunktionellen Alkanrest mit 2-10 Kohlenstoffatomen, dessen Kette gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochen sein kann, R'einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen und A ein Halogenatom. 



   Die neuen Verbindungen lassen sich erfindungsgemäss in folgender Weise herstellen :
Umsetzung von Pyridiniumsalzen der allgemeinen Formel II : 
 EMI1.2 
 mit Verbindungen der Formel III : 
Y-R-Y (III)
In diesen Formeln besitzen R und R'die oben angeführten Bedeutungen ; A bedeutet ein Halogenatom, X bedeutet entweder ein Halogenatom oder eine Mercaptogruppe und Y bedeutet entweder eine Mercaptogruppe, falls X ein Halogenatom ist, oder ein Halogenatom, falls X eine Mercaptogruppe ist. 



   Je Mol des Pyridiniumsalzes wird ein halbes Mol oder ein geringer Überschuss der Verbindung   Y-R-Y   eingesetzt. Die Umsetzung erfolgt bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei Temperaturen über 80   C, gegebenenfalls in Gegenwart eines säurebindenden Mittels. Als säurebindende Mittel können anorganische oder organische Basen verwendet werden. 



   Die Reaktion wird vorteilhaft in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie Äthylalkohol, Dioxan, Benzol, Toluol, Dimethylformamid, Butanol usw. durchgeführt ; die Aufarbeitung erfolgt auf die übliche Weise durch Umkristallisation oder Umfällen nach Abtrennung des gebildeten Salzes der anorganischen oder organischen Base und nach Abdestillieren des gegebenenfalls vorhandenen Lösungsmittels. 



   In den so erhaltenen Verbindungen kann dann das Anion A gewünschtenfalls in ein beliebiges anderes Anion einer organischen oder anorganischen Säure umgewandelt werden ; dies erfolgt in üblicher Weise, z. B. durch doppelte Umsetzung. 



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten Pyridiniumsalze der Formel II sind entweder bekannt oder können auf an sich bekannte Weise durch Quaternisierung der entsprechenden Pyridine oder durch Umsetzung von halogensubstituierten Pyridiniumsalzen mit Kaliumhydrogensulfid erhalten werden. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Quartärsalze haben eine ausgezeichnete bakterizide und   fungizide Wirkung und sind bekannten Pyridiniumsalzen in dieser Hinsicht wesentlich und in überraschender Weise überlegen. Sie zeichnen sich insbesondere durch ein gutes Diffussionsvermögen aus und zeigen   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   keinen Eiweissfehler. Besonders gut ist ihre Wirkung gegen sonst schwer zu bekämpfende Pilze, wie Aspergil-    lus niger und Candida albicans. Sie sind daher als Arzneimittel und als Desinfektionsmittel für medizinische und technische Zwecke verwendbar.

   Da sie ein gutes Haftvermögen auf Fasern und Geweben verschiedenster Art besitzen, wobei die Wirkung gegenüber Bakterien und Pilzen weitgehend erhalten bleibt und selbst bei wiederholtem Waschen nur unwesentlich beeinträchtigt wird, eignen sich die   erfindungsgemäss   herstellbaren Verbindungen daher besonders gut zur Imprägnierung von Textilien, Ledererzeugnissen, Papierwaren und Holzprodukten. 



   Die nachstehenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern : 
 EMI2.1 
 nitril umkristallisiert, wobei 1, 2 g (= 18% der Theorie) des Quartärproduktes vom F. =   220-222   C   erhalten werden. 



   Durch Behandlung der wässerigen Lösung des Jodids mit einem basischen Ionenaustauscher in der Chloridform (u. zw. dem im Handel unter der   Bezeichnung Dowex l   X   8" erhältlichen   Produkt) und Einengen der Lösung bis fast zur Trockne lässt sich das   l, 2-Bis- [r-methyl-pyridinium- (4')-thio]-äthan-di-   chlorid vom F. = 230   C gewinnen. 



   Beispiel2 :1,10-Bis-[1'-methyl-pyridinium-(4')-thio]-n-decan-dibromid. 



   Bei 6stündigem Erhitzen von llg4-Chlorpyridinjodmethylat mit 37g Kaliumsulfhydrat in 180ml abs. 



  Äthanol auf   60  C   wird das   4ständige Chloratom   gegen die Mercaptogruppe ausgetauscht. Nach Absaugen vom ausgeschiedenen anorganischen Salz wird das Filtrat eingeengt und die Mercaptoverbindung mit Aceton extrahiert, wobei nach weitgehender Vertreibung des Lösungsmittels 5, 0 g der Substanz erhalten werden. 



    1, 0   g der 4-Mercaptopyridinverbindung und   1,   2   g 1, 10-Decamethylendibromid   werden in Butanol 30 min auf etwa 80   C erhitzt. Der beim Abkühlen ausgefallene Niederschlag wird aus Acetonitril umkristallisiert, 
 EMI2.2 
    00,   9 g 4, 4'-Dichlor-di-n-butyläther und 1, 0 g des in der in Beispiel 2 beschriebenen Weise gewonnenen   N-Methyl-4-mercaptopyridins   wurden in Butanol 4 h am   Rückfluss   erhitzt. Nach dem Erkalten wurde das Quartärprodukt durch Zugabe von Äther ausgefällt und aus Alkohol/Äther umgefällt. Das Produkt, das in einer Ausbeute von 0, 35 g   (=   19% der Theorie) anfiel, zeigte einen F. =   104-106   C.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären &alpha;#-Bis-(pyridyl-(4)-thio)-alkanen und -dialkyläthern der allgemeinen Formel I : EMI2.3 in der R einen bifunktionellen Alkanrest mit 2-10 Kohlenstoffatomen, dessen Kette gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom unterbrochen sein kann, R'einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen und A ein Halogenatom bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pyridiniumsalz der Formel II : EMI2.4 in der R'und A die oben angegebene Bedeutung besitzen und X ein Halogenatom oder eine Mercaptogruppe bedeutet, mit einer Verbindung der Formel III :
    Y-R-Y, (III) in der R die oben angegebene Bedeutung besitzt und Y entweder eine Mercaptogruppe, falls X ein Halogenatom ist, oder ein Halogenatom, falls X eine Mercaptogruppe ist, bedeutet, gegebenenfalls in Gegenwart einer äquimolaren Menge eines säurebindenden Mittels, vorteilhaft in Gegenwart eines Lösungsmittels, bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei Temperaturen über 80 C, umgesetzt wird.
AT561162A 1960-05-09 1961-04-27 Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären α,ω-Bis-[pyridyl-(4)-thio]-alkanen und -dialkyläthern AT230378B (de)

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