AT233543B - Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen bzw. quaternären Ammoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen bzw. quaternären Ammoniumverbindungen

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AT233543B
AT233543B AT601862A AT601862A AT233543B AT 233543 B AT233543 B AT 233543B AT 601862 A AT601862 A AT 601862A AT 601862 A AT601862 A AT 601862A AT 233543 B AT233543 B AT 233543B
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AT
Austria
Prior art keywords
tertiary amines
quaternary ammonium
ammonium compounds
production
fatty acids
Prior art date
Application number
AT601862A
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English (en)
Inventor
Gregoire Ing Kalopissis
Guy Ing Vanlerberghe
Original Assignee
Oreal
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen bzw. quaternären Ammoniumverbindungen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer tertiärer Amine bzw. quaternärer Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formeln 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 standteil eines Heterocyclus sein können, wobei die Gruppe 
 EMI1.3 
 ein Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinradikal darstellt, R3 ein niederes Alkyl- oder Hydroxyalkyl- 
 EMI1.4 
 
B.aliphatischen Carbonsäure höheren Molekulargewichtes, insbesondere einer Fettsäure mit 10-18 Kohlenstoffatomen, mit einem Epihalohydrin und einem sekundären Amin in einem geeigneten Lösungsmittel umsetzt, das Alkalimetallhalogenid abscheidet und gegebenenfalls den entstandenen Aminoester der Formel I unmittelbar einer Quaternisierung unterwirft. 



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens können als aliphatische Carbonsäuren verwendet   werden : Laurinsäure,   Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, und vorzugsweise die Fettsäuren der Kopra und des Talgs. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Als sekundäre Amine kommen in Betracht : Dimethylamin, Diäthylamin,   Diäthanolamin, Morpholin.   



  Piperidin, Pyrrolidin. Als Epihalohydrin verwendet man vorzugsweise Epichlorhydrin. 



   Zur Quaternisierung der erhaltenen tertiären Amine wird vorzugsweise Dimethylsulfat,   Methylbro-   mid,   Äthyljodid,   Benzylchlorid, Glykolchlorhydrin od. dgl. verwendet. 



   Als Lösungsmittel gelangen zweckmässig Isopropylalkohol,   tert.-Butylalkohol   od. dgl. zur Verwendung. 



   Es ist selbstverständlich, dass auch andere Fettsäuren, sekundäre Amine,   Quaternisierungsmittel   und Lösungsmittel als die obgenannten verwendet werden können. 



   Im nachstehenden soll die Erfindung an einigen Beispielen erläutert werden, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. 



     Beispiel l :   Man löst 0, 5 Mol   Kopra- (Kokos)-Fettsäuren   in 11 Isopropylalkohol und fügt die in einem Minimum Wasser gelöste stöchiometrische Menge KOH zu. Unter Rühren verdampft man einen Teil des Lösungsmittels, um das Wasser zu entfernen und fügt die gleiche Menge Isopropanol hinzu. Bei einer Temperatur von 45 bis   500C   fügt man schliesslich unter Rühren 0, 5 Mol Epichlorhydrin und 0, 5 Mol Di- äthylamin hinzu. Man hält das Ganze während   1- 2   h auf   500C   und erhitzt dann während mehrerer Stunden unter Rückfluss, bis die auf   übliche   Weise (volumetrische Messung mit Hilfe von Salzsäure in alkoho-   lischem Milieu und in Gegenwart von Bromphenolblau) bestimmte Aminzahl 1000 konstant Mol. Gew. Ester   bleibt.

   Man konzentriert die Lösung auf die Hälfte und kühlt auf eine zwischen 0 und   50C   liegende Tem-   peratur ab. Das entstandene und ausgefällte Kaliumchlorid wird abgesaugt. 



  Der auf diese Weise erhaltene Aminoester zeigt folgende analytische Charakteristika   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Mol-Gew. <SEP> Mol-Gew. <SEP> 
<tb> theoretisch <SEP> gefunden
<tb> Hydroxylzahl <SEP> 330 <SEP> 322
<tb> Verseifungszahl <SEP> . <SEP> 330 <SEP> 329
<tb> Aminzahl <SEP> 330 <SEP> 332 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.2 
    eine stöchiometrische MengeAminoester   zugesetzt. Hierauf wird 2 h zum Sieden erhitzt, sodann das Lösungsmittel verdampft, u.   zw.   zuerst unter normalem Druck und gegen Ende unter Vakuum, um das Produkt von den letzten Spuren Isopropylalkohol zu befreien. Man erhält auf diese Art eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
 in welcher RCOO einen Koprafettsäurerest darstellt. 



   Das erhaltene Produkt stellt eine viskose gelb gefärbte Masse dar, die in Wasser leicht löslich ist und stark schäumende Lösungen liefert. Auf Grund der Bestimmung der Fettsäuren ergibt sich eine Reinheit dieses Produktes von mehr als   950/0.   



   Beispiel 2 : Ersetzt man das Diäthylamin im Beispiel 1 durch Diäthanolamin, so erhält man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 in welcher RCOO einen Koprafettsäurerest darstellt. Durch Bestimmung der Fettsäuren ergibt sich eine Reinheit des dabei erhaltenen Produktes von   90je.   



   Beispiel 3 : Unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 erhält man ausgehend von Talgfettsäuren eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.1 
 in welcher RCOO einen Talgfettsäurerest darstellt. Durch Bestimmung der Fettsäuren ergibt sich eine Reinheit des erhaltenen Produktes von   940/0.   



   Beispiel 4: Unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 2 erhält man beim Ersatz der Koprafettsäuren durch Talgfettsäuren eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 in welcher RCOO einen Talgfettsäurerest darstellt. Die Bestimmung der Fettsäuren ergibt einen Reinheitsgrad des Produktes von über   920/0.   



   Beispiel 5 : Unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 erhält man beim Ersatz derKoprafettsäuren durch Talgfettsäuren und unter Verwendung von Benzylchlorid als Quaternisierungsmittel eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 in welcher RCOO einen Talgfettsäurerest darstellt. Die Fettsäurebestimmung ergibt einen Reinheitsgrad von etwa   90So.   



   Beispiel 6 : Unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel l, jedoch unter Ersatz des Diäthylamins durch Morpholin und der Koprafettsäuren durch Talgfettsäuren erhält man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI3.4 
 in welcher RCOO einen Talgfettsäurerest darstellt. Der Reinheitsgrad auf Grund der Fettsäurebestimmung beträgt etwa 90%. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



     Beispiel 7 : Unter   den gleichen Bedingungen wie im vorhergehenden Beispiel, jedoch unter Anwendung von Jodäthyl an Stelle von Dimethylsulfat zur Quaternisietung erhält man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI4.1 
 Die Reinheit dieses Produktes liegt bei   85-90%.   



   Die   erfindungsgemässen   neuen Verbindungen der allgemeinen Formel II weisen beachtenswerte oberflächenaktive Eigenschaften auf und sind für mannigfaltige Zwecke verwendbar, z. B. in der Textilindustrie, in der Kosmetik und insbesondere zur Herstellung von Haarwaschmitteln. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen bzw. quaternären Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formeln 
 EMI4.2 
 in welcher R ein Kohlenwasserstoffradikal mit 10-18   Kohlenstoffatomsn,     R und R je   ein niederes Alkyloder Hydroxyalkylradikal mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen,    Rl     und R zusammengenommsn auch Be-   standteil eines Heterocyclus sein können, wobei die Gruppe 
 EMI4.3 
 ein Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinradikal darstellt, R3 ein niederes Alkyl- oder Hydroxyalkylradikal mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen oder einen Aralkylrest, wie   z.   B.   CHCH,   X ein Anion, wie z. B.

   Chlor, Brom, Jod oder die Gruppe CH3SO4 - bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man äquimolekulare Mengen eines Alkalisalzes einer aliphatischen Carbonsäure höheren Molekulargewichtes, insbesondere einer Fettsäure mit 10 - 18 Kohlenstoffatomen, mit einem Epihalohydrin und einem sekundären Amin in einem Lösungsmittel umsetzt, das Alkalimetallhalogenid abscheidet und gegebenenfalls den entstandenen Aminoester der Formel I unmittelbar einer Quaternisierung unterwirft.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als sekundäres Amin Diäthylamin verwendet wird. <Desc/Clms Page number 5>
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als sekundäres Amin Morpholin verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als sekundäres Amin Diäthanolamin verwendet wird.
AT601862A 1961-11-02 1962-07-25 Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen bzw. quaternären Ammoniumverbindungen AT233543B (de)

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