AT231074B - Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexen

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AT231074B
AT231074B AT293661A AT293661A AT231074B AT 231074 B AT231074 B AT 231074B AT 293661 A AT293661 A AT 293661A AT 293661 A AT293661 A AT 293661A AT 231074 B AT231074 B AT 231074B
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Paul David Saltman
Philip James Charley
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Paul David Saltman
Philip James Charley
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F15/00Compounds containing elements of Groups 8, 9, 10 or 18 of the Periodic Table
    • C07F15/02Iron compounds
    • C07F15/025Iron compounds without a metal-carbon linkage
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C229/00Compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C229/76Metal complexes of amino carboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Komplexes aus Metall und reduzierendem Zucker, welcher bei verschiedenen PH-Bereichen stabil ist, nicht toxisch und verträglich gegenüber Tieren und Pflanzen und im allgemeinen durch semipermeable Membranen, wie z. B. Dialyser- beutel, dialysierbar ist. Die nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren herstellbaren   Metall-Zucker-Kom-   plexe sind zum Transport von Metallen durch biologische Membranen geeignet, wobei diese Komplexe besonders wertvoll zur Zuführung von Metallionen an Lebewesen oder Pflanzen sind. 



   Es ist bekannt, dass eine Anzahl mehrwertiger Metallionen, z. B. Eisen, Komplexe mit Polyhydroxy- verbindungen, wie z. B. mehrwertigen Alkoholen, bilden. Jedoch kann bei irgendeiner wesentlichen   PH-Wert-Änderung   die Verschiebung des Gleichgewichtes bewirken, dass sich der Komplex zersetzt und das Metallion in Gegenwart von Hydroxylion zur Niederschlagsbildung neigt. Dies vermindert erheblich die Brauchbarkeit derartiger Komplexe zum Halten der Metallionen in Lösung bei Änderungen des   pH-Be-   reiches und beschränkt entsprechend die Brauchbarkeit derartiger Komplexe für den Spurenmetallstoffwechsel bei Tieren und Pflanzen, einschliesslich dem Menschen. 



   Unter dem   Ausdruck"Spurenmetallstoffwechsel" wird   die Einführung von solchen Metallionen, die in geringen Mengen für biologische Prozesse wesentlich sind, in das biologische System und die Weise, in der derartige Metalle in der speziellen biologischen Umgebung unter Bildung bestimmter Verbindungen reagieren, verstanden. Metall in grösseren Massen, wie   z. B. Calcium   und Magnesium, die nicht toxisch sind, können in grösseren Mengen eingeführt werden. 



   Bezüglich therapeutischen Metallkomplexen, beispielsweise   Eisen-Cholin-Citrat   und Eisenfumarat, die für denEisenstoffwechsel im   menschlichen Körper   angewandt werden, ist die Absorptionsgeschwindigkeit des Eisens durch die die Intestinal-Wand bildende Membran und in das Blut oftmals relativ gering. 



   Obwohl die Ursachen dafür nicht bekannt sind, wird angenommen, dass diese bekannten Eisenzusammensetzungen und-komplexe, die für diesen Zweck verwendet werden, eine unzureichende Löslichkeit und Stabilität unter den unterschiedlichen pH-Bedingungen, die im Magen und im Darm auftreten, aufweisen. Bei der Passage von der sauren Umgebung, die im Magen auftritt,   z. B.   in der Grössenordnung des   pub-sertes   von etwa 1 bis 3 in die alkalische Umgebung von etwa 7 bis 8 im Darm, tendiert das Eisen entweder dazu, als Hydroxyd auszufallen oder in einer Form vorzuliegen, in der es wenig durch die Darmwand absorbiert wird. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen wasserlöslichen Metallionenkomplexe bestehen aus einem oder mehreren reduzierenden Zuckern und einem oder mehreren Ionen, wie Calcium, Magnesium, Strontium, Barium, Titan, Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer oder Zink. Das Verfahren zur Herstellung der vorerwähnten wasserlöslichen Metallionenkomplexe ist dadurch gekennzeichnet, dass man eines oder mehrere der vorerwähnten Metallsalze mit einem oder mehreren reduzierenden Zuckern wieFruktose, Glukose, Galactose, Mannose   oderinvertzucker   in einem Molverhältnis von reduzierendem Zucker zu Metall von wenigstens 2 : 1 umsetzt, sodann gegebenenfalls eine alkalische Reaktionskomponente zusetzt und dass man gegebenenfalls das Umsetzungsprodukt aus der Lösung, zweckmässig durch Fällung mit einem organischen Lösungsmittel, isoliert. 



   Der Komplex kann der Nahrung oder Trinkflüssigkeit für Mensch und Tier oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Verabreichung für Mensch oder. Tier auf oralem oder Injektionswege zuge- 

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 setzt   werden, u. zw.   in solchen Mengen, dass die Konzentration an Komplex so gross ist, dass sich pro Tag 0, 1 mg bis 10 g Metallionen je kg Tiergewicht ergeben. Vorzugsweise ist das Metallion Eisen oder Calcium. 



   Neben den bereits erwähnten Verwendungszwecken können die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Metallkomplexe verwendet werden, um die Ausfällung von Metallen, wie z. B. in alkalischen Lösungen die Abscheidung von bestimmten Metallen, wie   z. B. Eisen,   Chrom oder Nickel, aus Lösungen, wie z. B. Platierlösungen, und von ändern technisch gebrauchten Lösungen zu verhüten, um Rost oder Schmutz in Boilerbestandteilen zu entfernen. Sie können weiters als Zusatz in Reinigungs- und Waschmittelzusammensetzungen und als Pflanzennährstoff, um fehlende Metalle, wie z. B. Eisen, an Pflanzen zu verabreichen, verwendet werden. 



   Es wird angenommen, dass die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Komplexe Chelate aus einem Metall der Gruppe der Erdalkalielemente, Calcium, Magnesium, Strontium und Barium und der Elemente 22-30, nämlich Titan, Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer und Zink mit dem reduzierenden Zucker sind. Die komplexe Zusammensetzung hat ein Durchschnittsmolekularverhältnis von Zucker zum Metallbestandteil, z. B. Eisen, von mindestens 2 : 1. Derartige komplexe Zusammensetzungen können einen kleineren Teil eines Chelates mit einem molekularen Verhältnis von Zucker zu Metall, das unter   2 : 1   liegt, enthalten. Jedoch ist das Vorhandensein irgendeines wesentlichen Anteiles an Chelat, in welchem dieses Verhältnis weniger als   2 : 1   beträgt, nicht erwünscht, da derartige Chelate nicht leicht dialysierbar sind. 



   Die verwendeten Komplexe oder Chelate können erfindungsgemäss in Form eines Salzes, beispiels- 
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 Bezüglich der Verwendung des Salzes aus dem Komplex in biologischen Systemen kann jede beliebige Base angewandt werden, so lange das gebildete Salz biologisch nicht toxisch ist. Anorganische oder organische Basen, beispielsweise Trimethylamin oder Äthylendiamin, können verwendet werden. Die be-   vorzugteForm dererfindungsgemäss   herstellbaren Chelate ist eine solche, die innerhalb des weiten pH-Bereiches von etwa 3 bis 12 löslich und stabil ist, so dass die Ausfällung auf einem Minimum gehalten wird und vorzugsweise bei den in einem Tierkörper, wie   z.

   B.   einem Säugetier vorkommenden   pH-Änderun-   gen vermieden wird, wodurch sich eine wirksame und rasche Absorption des Metallbestandteiles dieser Komplexe durch die physiologischen Membranen und in das Blut ergibt. Jedoch können unter bestimmten physiologischen Bedingungen, die während der Anwendung der Komplexe oder Chelate für therapeutische oder andere Zwecke auftreten, nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Komplexe oder Chelate verwendet werden, welche die Tendenz besitzen, in einem pH-Bereich von etwa 5 bis etwa 9 auszufallen, welche jedoch bei niederen oder höheren pH-Werten wieder gelöst werden können. 



   Zur Bildung der Komplexe oder Chelate werden wässerige Lösungen aus einem reduzierenden Zucker und aus einem löslichen Metallsalz angewandt, wobei ein wesentlicher molarer Überschuss des Zuckers gegenüber dem Metallbestandteil des Salzes eingehalten wird. So enthält die wässerige Lösung des bei der Reaktion erhaltenen Komplexes im allgemeinen einen wesentlichen molaren Überschuss des Zuckers über den metallischen Bestandteil des Komplexes, wie nachfolgend ausführlich beschrieben wird. Diese wässerige Lösung des Komplexes kann zur Einführung des Metallbestandteiles in das Blut angewandt werden.

   Solche wässerigen Lösungen können getrocknet werden, um eine feste Zusammensetzung zu erhalten,   die- z.   B. ein Alkali- oder Ammoniumsalz des Komplexes mit praktisch demselben molaren Verhältnis an reduzierendem Zucker zum Metall, wie in der wässerigen Lösung vorhanden, enthalten. Wenn die wässerigeLösung des Chelats am isoelektrischen pH-Wert ist, ergibt sich bei Verdampfung der Flüssigkeit eine feste Zusammensetzung, die das Chelat enthält, wobei kein Kation der Base, wie   z. B.   der gebundene Alkali- oder Ammoniumrest, vorhanden ist. In alternativer Weise kann die wässerige Lösung des Komplexes mit ausfällenden Mitteln, wie z. B. Alkohol, behandelt werden, um den Komplex in der Form von beispielshalber dem festen Alkali- oder Ammoniumsalz des Komplexes auszufällen.

   Diese festen Zusammensetzungen können ebenfalls als Trägerstoffe für die Einbringung des metallischen Bestandteiles in das Blut verwendet werden. Wie nachfolgend beschrieben wird, kann dieser Niederschlag ein geringeres molares Verhältnis von reduzierendem Zucker zu Metallbestandteil enthalten als das molare Verhältnis von reduzierendem Zucker zum Metallbestandteil in der wässerigen Lösung ausmachte. 



   Zur Herstellung der Komplexe oder Chelate nach der Erfindung wird eine lösliche Verbindung oder Verbindungen von einem'oder mehreren der Metalle, Calcium, Magnesium, Strontium, Barium, Titan, Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Cobalt, Nickel, Kupfer oder Zink in wässeriger Lösung mit einem oder mehreren reduzierenden Zuckern der nachfolgend ausführlich beschriebenen Art umgesetzt, wobei 

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 die Reaktion etwa bei Raumtemperatur abläuft. Zu diesem Zweck kann eine wässerige Lösung einer sol- chen löslichen metallhaltigen Verbindung mit einer   wässerigen   Lösung des reduzierenden Zuckers ver- mischt werden oder eine oder beide Reaktionspartner können in fester Form in Wasser gegeben werden, um eine wässerige Lösung der Reaktionspartner zu ergeben.

   Die Metallionen können aus irgendeiner lös- lichen Verbindung derselben herstammen,   z. B.   den Chloriden, Nitraten, Sulfaten und Acetaten. Lös- liche Komplexe der Metallionen können auch angewendet werden und die Bildungsgeschwindigkeit des
Komplexes ist eine Funktion der Konzentration des Zuckers und dessen relativer Affinität für das Metall- ion. 



   Wenn die Metallionenquelle eine unlösliche Verbindung ist, hängt die Bildung des Komplexes von der Geschwindigkeit ab, mit welcher das Ion für den in der Lösung befindlichen Zucker erhältlich ist. 



   Die   zur Bildung derChelate   nach der Erfindung angewandten Zucker gehören zur Klasse, die   als "re-   duzierende Zucker" bekannt sind. Vorzugsweise werden die Mono- und Disaccharide verwendet. Zu die- sen gehören die Triosen, Tetrosen, Pentosen und Hexosen. Unter den Monosacchariden zeigte es sich, dass mit den Hexosen, nämlich Fructose, Glucose, Gelatose und Mannose, die besten Ergebnisse erzielt wer- den,   d. h.   die Chelate mit der grössten Löslichkeit und Stabilität. Invertzucker, zusammengesetzt aus einer Mischung aus Fructose   und Glucose, kann ebenso angewandt werden. Fructose oder Glucose können   in ihrer rechts-oder linksdrehenden Form oder als Mischungen derselben angewandt weraen. Fructose er- wies sich am   günstigsten.

   DiePentosen, wie   Ribose, Ribulose, Xylose und Arabinose können ebenfalls ver- wendet werden, desgleichen die Tetrosen, wie z. B. Erythrose und die Triosen wie z. B. Dihydroaceton, jedoch sind diese Materialien nicht bevorzugt, da die daraus gebildeten Chelate weniger stabil sind und ein grösseres molares Verhältnis von Zucker zu Metallion erforderlich machen. Unter den Disacchariden können beispielsweise die Dihexosen, wie z. B. Lactose und Maltose und Cellobiose angewandt werden. 



   Mischungen von einem oder mehreren der obenstehenden Zucker können ebenso eingesetzt werden. Zukker, die nicht von der reduzierenden Art sind, wie z. B. Saccharose (sucrose) sind nicht geeignet. Jedoch wird der Ausdruck "reduzierende Zucker" hier nicht angewandt, um eine bekannte Funktion der Zucker der Bildung der Chelate nach der Erfindung zu bezeichnen, sondern wird im wesentlichen zur Definition der Klasse der Materialien, die sich geeignet zur Bildung der Chelate nach der Erfindung erwiesen, verwendet. 



   Es wurde gefunden, dass zur Herstellung der löslichen und stabilen Chelate nach der Erfindung die wässerige Lösung des Metallions bequemerweise in einem solchen Konzentrationsbereich angewandt werden kann, dass die Endlösung des Komplexes etwa   0,     01 - 1molar   bezüglich des Metalles ist, d. h. 0, 01 bis 1 Grammatom Metall je Liter Lösung, üblicherweise etwa   0,     1 - 1molar.   Der molare Überschuss des angewandten Zuckers bezüglich der molaren Konzentration des Metalles in der Endlösung ist vorzugsweise mindestens 2   : 1   und bevorzugt 4 : 1. Dieses molare Verhältnis kann bis zu   32 : 1   oder darüber betragen.

   Es wird angenommen, dass der Grund für diesen grossen molaren Überschuss an reduzierendem Zucker gegenüber dem Metallion die Konkurrenz zwischen (I) dem OH-Ion zur Erzeugung der Hydroxyde mit dem Metallion unter wässerigen alkalischen Bedingungen einerseits und (2) dem Zucker zur Erzeugung der komplexen Chelate mit dem Metallion unter den gleichen wässerigen alkalischen Bedingungen anderseits ist. Es wurde gefunden, dass zur Überwindung der Tendenz der Metallionen, Hydroxyde zu bilden und an Stelle dessen die erfindungsgemässen Chelate zu erzeugen, der oben   aufgeführte   grosse molare Überschuss von Zucker zu Metallbestandteil angewandt werden muss. Jedoch ist die Erfindung im Hinblick auf die vorstehend gegebene Theorie der Wirkung der Reaktionsteilnehmer nicht als beschränkt aufzufassen. 



   Je höher die molare Konzentration des bei der Herstellung des Komplexes verwendeten Metallions ist, umso niedriger ist das Verhältnis von molarer Konzentration des Zuckers zu angewandtem Metallion ; und je niedriger die molare Konzentration des angewandten Metallions in der wässerigen Lösung desselben ist, umso höher ist das erforderliche Verhältnis der molaren Konzentration an Zucker zu Metallion. Beispielshalber   kann Ferriion als wÅasserige   Lösung von Ferrichlorid angewandt werden und die Eisenkonzentration kann zwischen 0, 01 und 1 Mol in der Endlösung liegen. Die molare Konzentration des reduzierenden Zuckers, z. B.

   Fructose, der für die Zusammenmischung mit dem Ferrichlorid angewandt wird, kann zwischen einer molaren Konzentration von   2 : 1   und vorzugsweise 4   : 1   von Fructose zu Eisen bis zu   9 : 1   oder höher liegen. Mindestens wird ein molarer Überschuss von etwa 2 : 1 an Fructose angewandt, wenn eine Imolare Lösung von Eisen verwendet wird und mindestens ein   9 : molarer   Überschuss an Fructose wird angewandt am unteren Ende des Konzentrationsbereiches des Eisens in der Lösung,   z. B.   wenn eine 0,01molare Ferrichloridlösung verwendet wird.

   So wird, wenn die absolute Konzentration des Metallbestandteiles niedrig ist, ein grosser Überschuss an reduzierendem Zucker bezüglich des Metallbestandteiles angewandt und umgekehrt. 

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   Grundsätze bezüglich der KonzentrationWenn bei einer gegebenen Konzentration an   Eerriinn   für die Erzeugung des Chelates die Konzentra- tion der Fructose im Bereich Il an der   linken Seite derKurve   B liegt, kann ohne Rücksicht auf den pH-Wert kein   lösliches Chelat   gebildet werden. Wo die Konzentration der Fructose im Bezirk III zwischen den Kur- ven A und B liegt, ist das Chelat bei einem pH-Wert von etwa 3 bis etwa 5 löslich und bei einem hohen pH-Wert oberhalb 9, d. h., ein Hauptteil,   z. B. 80-900/0   des gebildeten Chelates, fällt zwischen PH-Wert
5 und 9   aus, löst sichjedoch beieinem niederenpH-Wert zwischen 3 und 5oder bei hohenpH-Werten ober-   halb 9. So ergibt   z.

   B.   bei einer   0,1molaren   Konzentration an Ferriion die Verwendung einer Lösung von
Fructose mit einer Molarität grösser als 0,35 und weniger als 0,7 ein Chelat des letzteren Typs. Dieses
Chelat kann unter Bedingungen verwendet werden, bei denen die spezielle Umgebung des Tieres,   z. B.     eines Säugetieres, bei   welchem das Chelat anzuwenden ist, einen solchen PH-Wert aufweist, dass das
Chelat unter diesen Bedingungen des pH-Wertes löslich ist. 



   Bei einer   bevorzugtenAusführungsform   zur Herstellung der bei dem   erfindungsgemässen Verfahren   an- gewandten Chelate wird, nachdem die lösliche Metallverbindung in wässeriger Lösung mit dem reduzie- renden Zucker in den erforderlichen molaren Konzentrationen reagiert hat, die Lösung auf einen biologisch verträglichen pH-Wert von etwa 8 durch Zugabe eines alkalischen Materials, wie   z. B. Natrium- oder  
Kaliumhydroxyd oder Ammoniumhydroxyd eingeregelt. Dies stellt den angenäherten pH-Wert dar, wel- cher für intravenöse oder   intramuskuläre Injektionen   der hier in Betracht kommenden Chelate erforderlich ist.

   Falls der Komplex oder das Chelat oral genommen werden soll, besitzt diese Einregelung auf einen pH-Wert von 8 den speziellen   Vorteil, dass dieSchmackhaftigkeit   der Verabreichungsform verbessert wird. 



   Jedoch kann das Chelat oral bei einem andern pH-Wert als 8 verabreicht werden,   z. B.   unterhalb 7, wie   z. B.   bei einem pH-Wert von 4 oder 5. 



   Die Chelate sind mässig geladen, besitzen jedoch einen isoelektrischen PH-Wert, d. h., einen pH-Wert, bei welchem sie praktisch ungeladen sind. Obwohl die Chelate nach vorliegender Erfindung nicht bei ihrem isoelektrischen pH-Wert vorliegen müssen, um überlegene therapeutische Ergebnisse zu erzielen,   z. B.   überlegene Metallabsorptionseigenschaften, ist es zweckmässig, obgleich nicht notwen- dig, zu dem Chelat einen Puffer zuzusetzen, um so den isoelektrischen PH-Wert in der Umgebung,   z. B.   im Darm, zu erreichen, um eine raschere Absorption des Metallbestandteiles des Chelats zu erleichtern. 



  Diese Wirkung dauert während des Zeitraumes der Pufferwirkung an. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Chelate können den Lebewesen oral, intra- venös oder intramuskulär in der Form einer wässerigen Lösung des Chelates verabreicht werden, wobei die molare Konzentration des Metallion im Bereich von 0,01 bis 0,5 liegt und wobei der Zucker in dem vorstehend beschriebenen molaren   Überschuss   gegenüber dem Metallion vorhanden ist. Beispielshalber kann in dem Fall des   Ferri-Fructose-Chelats,   wenn die Konzentration des Eisens   0,   01-0, 5molar ist, die molare Konzentration der Fructose im Bereich von etwa 0, 16 bis 2, 0 liegen.

   Im Fall der Chelate von Ferriion und Glucose ist die molare Konzentration des dreiwertigen Eisens üblicherweise ebenso etwa 0,   01 - 0,   5 und die molare Konzentration der Glucose kann im Bereich von etwa 0, 32 bis 2,5 liegen. Puffermittel, wie   z. B. Natriumacetat-Essigsäure,   können in der   wässeriges   Lösung des Chelates vorhanden sein, sind jedoch in die Komplexbildung nicht verwickelt. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten Chelate können ebenso oral in Form von Pillen oder Tabletten genommen werden. Derartige Pillen können durch Entfernung des Wassers aus der wässerigen Lösung des Chelates hergestellt werden, ohne dass das Chelat nachteilig beeinflusst wird, z. B. durch Schnellverdampfung oder durch Ausfällung des Chelates aus der Lösung,   z. B.   durch Äthanol. Das feste, isolierte Chelat wird getrocknet, und gegebenenfalls kann ein Überschuss Zucker zugegeben werden. Vorzugsweise wird auch Natriumacetat der Pillenzusammensetzung zugegeben, um sie zu puffern. 



   Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung. 



     Beispiel l :   Eine   0, 02molare wässerige Lösung von Ferrichlorid   wird mit einem gleichen Volumen einer etwa 0,32molaren wässerigen Lösung von Fructose bei einer Temperatur von 210C (700F) gemischt, wobei die erhaltene Lösung etwa 0, 01molar bezüglich Eisen und 0, 16molar bezüglich Fructose ist. Der pH-Wert der Lösung wird von einem pH-Wert von etwa2 bis 3 auf einen pH-Wert von etwa 8 durch rasche Zugabe von wässeriger   Natriumhydroxydlösung   eingestellt. Das gebildete Chelat bleibt löslich und stabil bei pH-Werten zwischen etwa 3 und 12 und geht rasch durch eine Dialysiermembrane. Ein Beispiel für eine derartige Membrane ist   eine"Visking"-Wursthülle ("Visking"sausage   casing),   d. h.   regenerierte Zellulose. 



   Dialysiermembranen, wie   z.     B."Visking"-Hüllen   sind künstliche halbdurchlässige Membranen. Die Eignung der erfindungsgemäss   angewandtenMetall-reduzierendenZucksr-Chelate,   durch eine biologische Membrane, wie z. B. Mucosa-Zellen des Darmes, absorbiert zu werden, können direkt mit der Moleku- 

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<tb> 
<tb> 



  A <SEP> Molarität <SEP> B <SEP> Molarität
<tb> Calciumnitrat <SEP> 0,5 <SEP> Galactose <SEP> 2
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Ribose <SEP> 1
<tb> Strontiumchlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Lactose <SEP> 1
<tb> Bariumacetat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Lactose <SEP> 1
<tb> Cuprinitrat <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> Maltose <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 
<tb> Zinksulfat <SEP> 0,01 <SEP> Maltose <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 
<tb> Ferrichlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Arabinose <SEP> 2,0
<tb> Calciumchlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Glucose <SEP> 1,0
<tb> Chromchlorid <SEP> 0,01 <SEP> Fructose <SEP> 0, <SEP> 15
<tb> Cuprinitrat <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> Fructose <SEP> 0,9
<tb> Zinksulfat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> Glucose <SEP> 0, <SEP> 9
<tb> 
 
Beispiel 13 :

   Eine wässerige Lösung mit etwa   einerO. lmolaren Konzentration von Magnesium-   ionen, wird mit Fructose behandelt, indem die letztere Verbindung in einer solchen Menge zugegeben wird, dass die Lösung 0,9molar bezüglich der Fructose ist und der pH-Wert auf 8 oder höher eingeregelt. 



  Der erhaltene Komplex hält praktisch die gesamten   Magnesiumionen   in Lösung und erniedrigt die Konzentration dieser Ionen auf ein sehr niedriges Mass. 



   Beispiel 14 : Zu einer alkalischen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 11 bis 12, die ausgefälltes dreiwertiges Eisen als Hydroxyd in einer Konzentration von etwa 0,1molar bezüglich dreiwertigem Eisen enthielt, wird Fructose in einer Menge zugegeben, die die Lösung etwa 2molar bezüglich Fructose macht. Der Niederschlag löst sich allmählich und ergibt eine praktisch klare Lösung mit einer sehr geringen Ferriionenkonzentration. 



   Beispiel 15 : Es wird eine feste Zusammensetzung hergestellt, indem das Chelat nach Beispiel 1 mit Alkohol ausgefällt und der erhaltene Niederschlag getrocknet wird. Dieses Material kann an Pflanzen, vorzugsweise durch Aufbringung auf die Blätter, als eine   Eisenergänzung   zur Verminderung der Vergilbung des Blattwuchses oder des dürftigen Wachstums auf Grund von Eisenmangel, verabreicht werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines   wasserlöslichen Metallkomplexes,   bestehend aus einem oder mehreren reduzierenden Zuckern und einem oder mehreren Kalzium-, Magnesium-, Strontium-, Barium-, Titan-, Vanadium-, Chrom-, Mangan-, Eisen-, Kobalt-, Nickel-, Kupfer- oder Zinkmetallionen, sowie von Salzen des Komplexes, dadurch gekennzeichnet, dass man eines oder mehrere der vorerwähnten Metallsalze mit einem oder mehreren reduzierenden Zuckern wie Fruktose, Glucose, Galactose, Mannose oder Invertzucker in einem Molverhältnis von reduzierendem Zucker zu Metall von wenigstens 2   : 1   umsetzt, sodann gegebenenfalls eine alkalische Reaktionskomponente zusetzt und dass man gegebenenfalls das Umsetzungsprodukt aus der Lösung, zweckmässig durch Fällung mit einem organischen Lösungsmittel, isoliert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallion vorzugsweise Eisen oder Kalzium verwendet wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Salz des Komplexes mit Natrium, Kalium, Ammonium oder einer organischen Base wie Trimethylamin oder Äthylendiamin gebildet wird.
AT293661A 1960-04-12 1961-04-12 Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexen AT231074B (de)

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