AT226648B - Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der Caro'schen Säure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der Caro'schen Säure

Info

Publication number
AT226648B
AT226648B AT435660A AT435660A AT226648B AT 226648 B AT226648 B AT 226648B AT 435660 A AT435660 A AT 435660A AT 435660 A AT435660 A AT 435660A AT 226648 B AT226648 B AT 226648B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sodium
ammonium
acid
caro
peroxodisulfate
Prior art date
Application number
AT435660A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Application granted granted Critical
Publication of AT226648B publication Critical patent/AT226648B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen
Natrium-Ammonium-Salzes der Caro'schen Säure 
 EMI1.1 
 Formel (NaNH)   (HSO)   in fester kristalliner Form. Dieses Salz hat einen Aktivsauerstoffgehalt von etwa 5,5 bis 6,   51o   (bezogen auf das technische Produkt) und bildet weisse Kristalle. Es lässt sich in einer kühlen und trockenen Atmosphäre lagern und hat einen leichten Ozongeruch. In 100 ml Wasser lösen sich bei Zimmertemperatur 140 g. Bei   92 C   zersetzt sich das Salz unter Abspaltung von Sauerstoff. Eine lige wässerige Lösung hat einen pH-Wert von 2,3.   h. s ist bekannt, das aUumsalz   der   (Jaro'sehen bäure in   fester Form herzustellen.

   Versuche, andere Alkali- oder Erdalkalisalze oder das Ammoniumsalz der Caro'schen Säure in fester kristalliner Form zu gewinnen, haben zu keinen Ergebnissen geführt. Entweder entstehen beim Eindampfen solcher Lösungen Schmieren oder aber die erhaltenen Salze sind unbeständig. 



   Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass es möglich ist, das Natrium-Ammonium-Salz der Caro'schen Säure in fester kristalliner und recht stabiler Form zu gewinnen. Hiezu versetzt man eine wässerige Lösung der Caro'schen Säure oder eines   Salzes der Caro'schen Säure im   Gemisch mit Schwefelsäure mit Ammoniak, Ammoniumhydrogencarbonat oder Ammoniumcarbonat und mit Ätznatron, Natriumhydrogencarbonat oder Natriumcarbonat. Die entstandene Lösung wird dann, gegebenenfalls nach Abtrennen der in fester Form ausgeschiedenen   Sulfate und Hydrogensulfate, bei niederer   Temperatur bis zur Trockene eingedampft. 
 EMI1.2 
 oder ihrerwenden. 



   Zweckmässig nimmt man die Umsetzung bei einer Temperatur von 20 bis   700C   vor. Bei höheren Temperaturen tritt die Gefahr einer Zersetzung ein. 



   Das Eindampfen wird vorteilhaft bei einer Temperatur bis 55 C ausgeführt, wobei man einen verminderten Druck anwendet. Auch diese Massnahme dient zur Erhöhung der Ausbeute und zur Verminderung der Zersetzungsverluste. 



   Am besten geht man so vor, dass man zuerst das Oleum mit dem Wasserstoffperoxyd, dem Ammoniumperoxodisulfat oder dem Natriumperoxodisulfat zusammengibt und dann erst die alkalischen Ammonium- und Natriumverbindungen zusetzt. Die verwendeten Stoffe können hiebei in Form ihrer wässerigen Lösungen, vorzugsweise ihrer konzentrierten Lösungen, verwendet werden. 



   Das Umsetzungsgemisch wird zweckmässigerweise vor dem Zusatz der alkalischen Ammonium- und Natriumverbindungen mit Wasser verdünnt, vorteilhaft mit so viel, dass auf 1    Gew. -Teil Gesamt-S03   bis zu 3   Gew.-Teile   Wasser vorhanden sind. 



   Um ein Salz der gewünschten Zusammensetzung zu erhalten, werden zweckmässig auf 1 Mol Ammoniak 0,   3- 1,   6 Mol, vorzugsweise   0,     4 - 1, 4   Mol, Natrium verwendet. 



   Der Gesamtzusatz der alkalischen Ammonium- und Natriumverbindungen sollte so bemessen werden, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Mol,setzt man eine 10%ige wässerige Lösung von 1, 962 Mol Ammoniak und eine gesättigte Natriumcarbonatlösung mit 0, 981 Mol zu. Die Ausbeute beim Neutralisieren beträgt   95%.   Die erhaltene Lösung wird im Vakuum eingedampft. Das hiebei entstehende trockene Salz enthält 6, 48% Aktivsauerstoff. 



     Beispiel 2 : 25% iges Oleum   mit 3, 11 Mol Gesamt-SO wird unter Kühlung   auf 30 - 400C mit   2, 21 Mol H202 als 92 gew.-%ige Lösung versetzt. Die Mischung wird mit kaltem Wasser auf   l l verdünnt.   
 EMI2.2 
 Die Ausbeute beim Neutralisieren beträgt   96, 30/0.   Beim Eindampfen im Vakuum erhält man ein trockenes haltbares Salz mit 5, 1% Aktivsauerstoff. 
 EMI2.3 
 Form der Caro'schen Säure vor. Man neutralisiert mit einer verdünnten wässerigen Lösung von 0, 164 Mol Ammoniak und einer gesättigten wässerigen Lösung von 0, 5265 Mol Natriumcarbonat. Die Ausbeute beim 
 EMI2.4 
 auf   600C   verdünnt man unter Kühlung mit Wasser auf 500 ml. 90, 5% des aktiven Sauerstoffes gehen hiebei in Caro'sche Säure über.

   Dann neutralisiert man mit einer gesättigten wässerigen Lösung von 0, 6178 Mol Natriumhydrogencarbonat. Beim Eindampfen der Lösung im Vakuum erhält man ein trockenes haltbares Salz mit 5, 9% Aktivsauerstoff. 



   Beispiel 5 : Zu 11 einer Lösung, die 1, 992 Mol   Caro'sche   Säure und 1, 019 Mol Schwefelsäure enthält, werden unter Rühren und Kühlen 1, 962 Mol Ammoniak als 10%ige wässerige Lösung und 0, 981 Mol Natriumcarbonat als gesättigte Lösung hinzugegeben.   95%   der eingesetzten Caro'schen Säure werden hiebei in ihr Salz übergeführt. Die erhaltene Lösung wird im Vakuum eingedampft. Man erhält ein trockenes kristallines Salz mit 6, 48% Aktivsauerstoff. Die Trocknungsausbeute beträgt   89, 20/0.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der 
 EMI2.5 
 gensulfaten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein mit Wasser   verssünntes   Gemisch von Caro'scher Säure und Schwefelsäure mit Ammoniak, Ammoniumhydrogencarbonat oder Ammoniumcarbonat und mit Ätznatron, Natriumhydrogencarbonat oder Natriumcarbonat versetzt, wobei man auf 1 Mol Ammoniak 0, 3 bis   1, 6 Mol, vorzugsweise 0, 4 - 1, 4 Mol   Natrium verwendet und eine solche Menge dieser Stoffe zusetzt, dass auf 1 Mol Hydrogensulfat 0, 8-4 Mol, vorzugsweise 1-3 Mol neutrales Sulfat entstehen, und die entstande Lösung sodann, gegebenenfalls nach Abtrennen der ausgeschiedenen Sulfate und Hydrogensulfate, bei niedriger Temperatur zur Trockene eindampft.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle eines Gemisches von Caro'scher Säure und Schwefelsäure ein Gemisch von Oleum mit Wasserstoffperoxyd, Ammoniumperoxodisulfat und/oder Natriumperoxodisulfat verwendet, wobei auf 1 Mol Oleum etwa 0,65 bis 1, 50 Mol der Per Verbindung entfallen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei einer Temperatur von 20 bis 700C vornimmt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Eindampfen der Lösung unter etwa 550C bei vermindertem Druck ausführt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst das Oleum mit dem Wasserstoffperoxyd, dem Ammoniumperoxodisulfat oder dem Natriumperoxodisulfat zusammengibt, hierauf mit Wasser verdünnt und dann die alkalischen Ammonium- und Natriumverbindungen zusetzt.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch des Oleums mit dem <Desc/Clms Page number 3> Wasserstoffperoxyd, dem Ammoniumperoxodisulfat oder dem Natriumperoxodisulfat zweckmässig mit sol- chen Mengen Wasser verdünnt, dass auf 1 Gew.-Teil Gesamt-SO, bis zu 3 Gew.-Teile Wasser vorhanden sind.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das Wasserstoffperoxyd, das Ammoniumperoxodisulfat, das Natriumperoxodisulfat und die alkalischen Ammonium- und Natriumverbindungen in Form wässeriger, vorzugsweise konzentrierter Lösungen verwendet.
AT435660A 1959-06-13 1960-06-08 Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der Caro'schen Säure AT226648B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE226648X 1959-06-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT226648B true AT226648B (de) 1963-03-25

Family

ID=5866343

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT435660A AT226648B (de) 1959-06-13 1960-06-08 Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der Caro'schen Säure

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT226648B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT226648B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen, festen, kristallinen Natrium-Ammonium-Salzes der Caro&#39;schen Säure
CH638464A5 (de) Verfahren zur herstellung von natriumpercarbonat aus einer sodaloesung bzw. -suspension.
CH419083A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Addukten
DE1125892B (de) Verfahren zur Herstellung feinteiliger Kieselsaeure
DE1113212B (de) Verfahren zur Herstellung von festem, kristallinem Natrium-Ammonium-Salz der Caro&#39;schen Saeure
GB988356A (en) Improvements in or relating to permonosulphates and the preparation thereof
DE1284953B (de) Verfahren zur Herstellung eines an Kaliummonopersulfat reichen Salzgemisches
AT235243B (de) Verfahren zur Herstellung von festen, Alkali- bzw. Magnesium-bzw.-Ammoniumperoxomonosulfat enthaltenden Produkten
DE1804833B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methallylsulfonsäure und deren Salzen
AT236988B (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumchlorid
AT209864B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliummonopersulfat (KHSO5)
AT215956B (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen, insbesondere Alkalisalzen, der Peroxomonoschwefelsäure
DE1146870B (de) Verfahren zur Herstellung von Propensulton
DE900745C (de) Verfahren zur Herstellung von Wirkstoffadsorbaten
DE825549C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem, luftbestaendigem 1-(+)-Monokalium-Glutamat
DE576799C (de) Verfahren zur Gewinnung von Duengesalzen
DE2738709C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Amidosulfonsäure
DE1468032A1 (de) Verfahren zur Gewinnung hellfarbiger Gemische aus Kapillaraktivsubstanzen mit einem Gehalt an Salzen von Sulfofettsaeuren oder deren Estern
DE1127878B (de) Verfahren zur Herstellung von Kalium- oder Ammoniumsalzen der Caroschen Saeure
AT229266B (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxomonophosphorsäure
AT234635B (de) Verfahren zur Herstellung eines kaliumperoxomonosulfathaltigen Salzgemisches
DE866190C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalichloriten
DE649884C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalipercarbonat enthaltenden Produkten
DE555055C (de) Herstellung stabiler Wasserstoffsuperoxyd-Phosphat-Verbindungen
DE1093805B (de) Verfahren zur Ammonisierung von sauren, Calcium-, Phosphat- und gegebenenfalls Fluorionen enthaltenden Loesungen oder Maischen