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SelbsttätigeTelegraphiervorrichtung.
Vorliegende Erfindung hat Neuerungen an selbsttätigen Telegraphiervorrichtungen zum Gegenstande, durch welche eine gegenseitige Beherrschung zwischen Geber und Empfänger erzielt wird.
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Geber und Empfänger an einer Station. Fig. 3 veranschaulicht schematisch zwei miteinander verbundene Stationen.
A ist ein Umschalter, welcher die Linie L mit dem Morse-Apparat J\ und der Batterie oder durch den Draht a mit dem Geber und Empfänger verbindet. b ist das Geberband, welches durch eine Rinne C von einer Rolle B durch Rollen D, E, F abgezogen wird. Zu beiden Seiten einer Öffnung c in der Rinne C sind zwei Geberstromschlussfedern G, 1I in Klötzen g und 112 angeordnet, von denen die erstere mit einer Feder g2 verbunden ist und durch dieselbe beim Geben gegen das Band gedrückt wird. Eine oberhalb der Rinne angeordnete Stange 7 wird für gewöhnlich durch eine Feder i, wie gezeigt, nach rechts gedrückt, welche mit dieser Stange durch den Hebel I' verbunden ist und ein Stift g3 hält dann die Stromschlussfedprn C ausser Wirkung und ebenso, durch die Klinke E'die
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getrieben werden.
Ist der Geber in Tätigkeit, so wird die Stange I in der linken Endstellung durch eine Klinke j gehalten, welche vom Anker eines Magneten J getragen wird.
An der Stange ist eine Platte K angebracht, welche ein Stromschlussstück k mit drei
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getriebene Trommel, über welche das Empfangsband läuft und F'eine Aufnahmsrolle, die mit Reibung auf einer Achse sitzt, welche von der Welle der Trommel M'aus durch eine
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Schreibstifte tragender Klotz und 0 ist eine mit der Walze M'zusammenarbeitende Andrückrolle. Ist der Empfänger, wie in der Zeichnung angenommen, nicht in Tätigkeit, so werden der Klotz X und die Rolle 0 durch Stifte o, n an einer Stange P von der Trommel ill'abgehalten, welche Stange in der rechtsseitigen Endstellung entgegen dem Zug der Federn o', n' durch eine Klinke q am Anker des Magneten Q festgehalten wird.
Eine an der Stange befestigte Stromschlussplatte R stellt die Verbindung zwischen dem Stromschlussstück r und den Stromschlussstücken r', r2 her.
Will man von der entfernten Station durch Vermittlung des Streifens Zeichen selbsttätig übermitteln, so ruft die entfernte Station den Beamten am Empfänger durch den Morse-Apparat X an, der für gewöhnlich mit der Linie in Verbindung steht. Der Beamte meldet sich und legt den Umschalter A an den Leitungsdraht a. Der gebende Beamte drückt dann eine Taste S gegen ihren Anschlag s und schiebt den Hebel I' nach links
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links schiebt und den Stiften V, V' und der Rolle 0 gestattet, sich gegen die Rolle M' zu legen. Gleichzeitig trifft ein Stift o2 an dem die Rolle 0 tragenden Hebel gegen einen Hebel 0'und kippt eine Klinke O2 um, welche in Zähne F4. eingreift und gestattet so der Rolle Fi sich zu drehen.
Bei der Verschiebung der Stange I nach links wird auch der Hebel EI verstellt, wobei sich sein unteres an dem die Rolle E tragenden Arm anliegendes Ende nach rechts schiebt und hiedurch die Rolle E gegen das Papier drückt (Fig. 1), dabei geht der Stift e nach links und dreht den Hebel E2 derart, dass seine Klinke E3 aus den Sperrzahnes der Rolle F ausgehoben wird. Diese wird somit in Drehung versetzt und zieht das Papier b ab.
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die Stromschlussplatte R von ri auf,. 2, wodurch der Draht 3 ausgeschaltet und in die Linienleitung der Draht 6 eingeschaltet wird, welcher mit dem Stift F'verbunden ist, von welchem die Leitung durch den chemisch präparierten Streifen zum Stift V' und Draht 7 und durch das polarisierte Relais W zur Erde oder zur Rückleitung führt.
Das Relais W ist behufs Verringerung seiner Selbstinduktion und des Widerstandes der Leitung mit einem Nebenschluss versehen, so dass Zeichenströme seine, wie gezeigt, an Ruhekontakt liegende Zunge nicht umlegen können. Dieses Relais ist aber hinreichend empfindlich, um auf einen etwas länger dauernden Strom von geeigneter Richtung anzusprechen, der von der Gebestelle ausgesendet wird, wenn der Empfänger abgestellt werden soll. Durch einen solchen Strom wird die Zunge des Relais an den Arbeitskontakt w gelegt und hiedurch die Ortshatterie lb' über den Magneten W'geschlossen, dessen Anker, wenn er angezogen
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Tätigkeit gesetzt wird.
Damit der Beamte an der Empfangsstelle den Geber an der entfernten Station nach Belieben abstellen könne, ist eine Klemme eines im Nebenschluss zu einem stellbaren Widerstand liegenden Magneten X'durch einen Draht 8 mit den Schleiffedern G verbunden, von denen die Leitung durch Löcher des Streifens zu den Federn H weiter geht. Eine der letzteren ist durch den Widerstand Rh mit einem Pol der Batterie MB verbunden, während die andere durch den Widerstand Rh'und Draht 9, die gewöhnlich aneinander liegenden Stromsclllussstiicko A',/ und den Draht 10 mit dem anderen Pol der in der Mitte geerdeten Batterie verbunden ist.
Die andere Klemme der Bewicklung des Magneten X'ist durch Draht 11 mit dem Stromschlussstück k3 verbunden, von wo die
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ist so eingestellt, dass er auf von uer Batterie MB kommende Zeichenströme nicht anspricht ; vom Empfänger an der entfernten Station aus jedoch kann der Geber dadurch abgestellt werden, dass ein Strom von irgendeiner Polarität in die Linie gesendet wird,
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seinen Anker an den Vorderkontakt z legt, wodurch die Ortsschliessung der Batterie lb2, die den Magneten. J enthält, hergestellt wird. Dieser Magnet zieht seinen Anker an und hebt hiedurch die Klinke j aus der Stange I aus, welche sodann nach rechts geschoben wird. Wenn der Streifer b eines Gebers abläuft, so werden der Empfänger an der entfernten Stelle und der Geber selbsttätig abgestellt.
Läuft nämlich der Streifen ab, so treten die Geberschleiffedern G, H durch das Loch c in der Rinne C miteinander in leitende Verbindung und es geht somit von der Batterie MB ans ein Strom von längerer Dauer durch den : Magneten Xi der Geberstelle und das Relais W der Empfangsstelle, so dass beide ansprechen und in der bereits beschriebenen Weise das Abstellen des Gebers bezw. das Abstellen des Empfängers herbeiführen.
Molge des Ablaufens des Streifens b wird auch der sonst von diesem Streifen hochgehaltene Hebel H' durch die Feder h umgelegt, wobei er in ein in der Papierführung C angebrachtes Loch c'eintritt. Das obere Ende des Hebels H' hebt hiedurch das Stromschluss-
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Die unteren Federn H des Gebers sind nach Fig. 1 aus je einem einzelnen Stücke hergestellt, sie können aber auch ans je mehreren voneinander isolierten Drähten oder Blechstreifen bestehen, die mit der Batterie durch Leitungen von verschiedenen Widerständen verbunden sind, wie in den Zeichnungen angedeutet. Auf diese Weise würde der
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von jedem Loch im Streifen herrührende Strom allmählich zu seinem Höchstwert ansteigen und dann abnehmen.
Benützt man diese Einrichtung nicht, so ist jede Fadeur, ob sie nun aus einem einzelnen Stück oder aus einem Bunde ! von Drähten besteht, unmittelbar mit
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an derselben Seite des Streifens liegen, eine Rolle mit nichtleitender Oberfläche zu benutzen, und zwar deshalb, weil, wenn der zur Aufnahme der einlangenden Zeichen dienende Streifen abreisst oder abläuft und Linien- und Erdanschluss durch die Metalloberfläche der Rolle miteinander in Verbindung treten, die Stromschtussstücke durch den Strom beschädigt werden könnten. Die gleiche Wirkung kann man auch mit einer Rolle mit Metalloberfläche erzielen, wenn letztere durch einen isolierenden Ring in zwei voneinander isolierte Teile geteilt ist.
Die Feder tir besteht zweckmässig aus einem Kern aus Eisen oder anderem leicht rostenden Metall mit einem Überzug aus nicht rostendem Metall, wie Platin oder Silber, der auf das Eisen durch Platieren oder galvanoplastisch aufgebracht werden kann.
Sollen von der in Fig. 3 oben gezeichneten Stelle an die in Fig. 3 unten gezeichnete Stelle Zeichen gegeben werden, so wird in den Geber zunächst der gelochte Streifen b eingezogen und dann durch Umlegen des Hebels l'die Stange 1 nach links gerückt, wobei die Schleiffedern < ? auf den gelochten Streifen b herabgedrückt werden. Die Stange wird von der Klinke j gefasst und festgehalten. Infolge der Bewegung der Stange I geht, wie oben angegeben, ein Stromstoss vom Stromschlussstl1ck k2 über die Linie zum Relais T der Empfangsstelle (Fig. 3 unten), wodurch unter Vermittlung des Magneten Q die Stange ausgelöst wird und sich nach links schiebt.
Dabei werden die Federn V, V', die bis dahin ausser Berührung mit dem Papier M standen, gegen dieses gedrückt und zugleich die Rolle 0 gegen die Rolle M'gepresst, mit welcher sie bis dahin nicht in Berührung stand, so dass das Papier M still stand. Die Stange 1 der Empfangsstello (Fig. 3 rechts unten) befindet sich natürlich in der Ruhelage.
Es läuft nun der gelochte Streifen b durch den Geber (Fig. 3 oben) und wenn ein Loch desselben zwischen den Federn G, H hindurchgeht, gelangt ein Zeichenstromstoss durch die Linie zum Empfänger, und zwar gehen die Zeichenstromstösse der Richtung von
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befindlichen Streifen M durch die Feder V, T'verzeichnet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Telegraphenapparat mit gelochtem Sendeband und mit Schreibfingern, lie zwecks Ein-und Ausrückung an einer in der Längsrichtung verstellbaren Schiene an-
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Arbeitsstellung durch eine Klinke (j) gehalten wird, deren Ausklinkung durch einen Elektromagneten (J) erfolgt, der durch einen Stromstoss von der Empfangsstation erregt wird und dass die die Empfangsfinger führende Schiene (P) in der Ruhestellung gleichfalls durch eine Klinke (q) gehalten wird, deren Ausklinkung durch einen Elektromagneten (Q) erfolgt, der selbsttätig erregt wird, wenn die Sendeschiene (1) der Sendestation behufs AbsendungeinesTelegrammesindieArbeitsstellunggebrachtwird.