AT22369B - Selbsttätige Telegraphiervorrichtung. - Google Patents

Selbsttätige Telegraphiervorrichtung.

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AT22369B
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Description


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  SelbsttätigeTelegraphiervorrichtung. 



   Vorliegende Erfindung hat Neuerungen an selbsttätigen   Telegraphiervorrichtungen   zum Gegenstande, durch welche eine gegenseitige Beherrschung zwischen Geber und Empfänger erzielt wird. 
 EMI1.1 
 Geber und Empfänger an einer Station. Fig. 3 veranschaulicht schematisch zwei miteinander verbundene Stationen. 



   A ist ein Umschalter, welcher die Linie L mit dem   Morse-Apparat J\ und   der Batterie oder durch den Draht a mit dem Geber und Empfänger verbindet. b ist das Geberband, welches durch eine Rinne C von einer Rolle B durch Rollen D, E,   F   abgezogen wird. Zu beiden Seiten einer Öffnung c in der Rinne C sind zwei Geberstromschlussfedern G, 1I in Klötzen g und   112 angeordnet,   von denen die erstere mit einer Feder g2 verbunden ist und durch dieselbe beim Geben gegen das Band gedrückt wird. Eine oberhalb der Rinne angeordnete Stange 7 wird für gewöhnlich durch eine Feder i, wie gezeigt, nach rechts gedrückt, welche mit dieser Stange durch den Hebel I' verbunden ist und ein Stift g3 hält dann die   Stromschlussfedprn   C ausser Wirkung und ebenso, durch die Klinke E'die 
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 getrieben werden.

   Ist der Geber in Tätigkeit, so wird die Stange I in der linken Endstellung durch eine Klinke j gehalten, welche vom Anker eines Magneten J getragen wird. 



  An der Stange ist eine Platte K angebracht, welche ein   Stromschlussstück   k mit drei 
 EMI1.3 
 getriebene Trommel, über welche das Empfangsband läuft und F'eine Aufnahmsrolle, die mit Reibung auf einer Achse sitzt, welche von der Welle der Trommel   M'aus   durch eine 
 EMI1.4 
 Schreibstifte tragender Klotz und   0   ist eine mit der Walze M'zusammenarbeitende Andrückrolle. Ist der   Empfänger,   wie in der Zeichnung angenommen, nicht in Tätigkeit, so werden der Klotz   X und   die Rolle 0 durch Stifte o, n an einer Stange P von der   Trommel     ill'abgehalten, welche   Stange in der rechtsseitigen Endstellung entgegen dem Zug der Federn o', n' durch eine Klinke q am Anker des Magneten Q festgehalten wird. 



  Eine an der Stange befestigte Stromschlussplatte R stellt die Verbindung zwischen dem Stromschlussstück r und den Stromschlussstücken r', r2 her. 



   Will man von der entfernten Station durch Vermittlung des Streifens Zeichen selbsttätig übermitteln, so ruft die entfernte Station den Beamten am Empfänger durch den Morse-Apparat X an, der für gewöhnlich mit der Linie in Verbindung steht. Der Beamte meldet sich und legt den Umschalter A an den Leitungsdraht a. Der gebende Beamte drückt dann eine Taste S gegen ihren Anschlag s und schiebt den Hebel I' nach links 
 EMI1.5 
 

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 links schiebt und den Stiften V, V' und der Rolle 0 gestattet, sich gegen die Rolle   M'   zu legen. Gleichzeitig trifft ein Stift o2 an dem die Rolle 0 tragenden Hebel gegen einen Hebel 0'und kippt eine Klinke O2 um, welche in Zähne   F4.   eingreift und gestattet so der   Rolle Fi sich   zu drehen. 



   Bei der Verschiebung der Stange I nach links wird auch der Hebel EI verstellt, wobei sich sein unteres an dem die Rolle E tragenden Arm anliegendes Ende nach rechts schiebt und hiedurch die Rolle E gegen das Papier drückt (Fig. 1), dabei geht der Stift e nach links und dreht den Hebel E2 derart, dass seine Klinke E3 aus den   Sperrzahnes   der Rolle F ausgehoben wird. Diese wird somit in Drehung versetzt und zieht das Papier b ab. 
 EMI2.2 
 die Stromschlussplatte R von   ri auf,. 2, wodurch   der Draht 3 ausgeschaltet und in die Linienleitung der Draht 6 eingeschaltet wird, welcher mit dem Stift   F'verbunden   ist, von welchem die Leitung durch den chemisch präparierten Streifen zum Stift V' und Draht 7 und durch das polarisierte Relais W zur Erde oder zur Rückleitung führt.

   Das Relais W ist behufs Verringerung seiner Selbstinduktion und des Widerstandes der Leitung mit einem Nebenschluss versehen, so dass Zeichenströme seine, wie gezeigt, an   Ruhekontakt   liegende Zunge nicht umlegen können. Dieses Relais ist aber hinreichend empfindlich, um auf einen etwas länger dauernden Strom von geeigneter Richtung anzusprechen, der von der Gebestelle ausgesendet wird, wenn der Empfänger abgestellt werden soll. Durch einen solchen Strom wird die Zunge des Relais an den Arbeitskontakt w gelegt und hiedurch die Ortshatterie lb' über den Magneten   W'geschlossen,   dessen Anker, wenn er angezogen 
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 Tätigkeit gesetzt wird. 



   Damit der Beamte an der Empfangsstelle den Geber an der entfernten Station nach Belieben abstellen könne, ist eine Klemme eines im Nebenschluss zu einem stellbaren Widerstand liegenden Magneten X'durch einen Draht 8 mit den Schleiffedern G verbunden, von denen die Leitung durch Löcher des Streifens zu den Federn H weiter geht. Eine der letzteren ist durch den Widerstand Rh mit einem Pol der Batterie   MB   verbunden, während die andere durch den Widerstand   Rh'und   Draht   9,   die gewöhnlich aneinander liegenden   Stromsclllussstiicko A',/   und den Draht 10 mit dem anderen Pol der in der Mitte geerdeten Batterie verbunden ist.

   Die andere Klemme der Bewicklung des Magneten X'ist durch Draht 11 mit dem Stromschlussstück   k3   verbunden, von wo die 
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 ist so eingestellt, dass er auf von uer Batterie MB kommende Zeichenströme nicht anspricht ; vom Empfänger an der entfernten Station aus jedoch kann der Geber dadurch abgestellt werden, dass ein Strom von irgendeiner Polarität in die Linie gesendet wird, 
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 seinen Anker an den Vorderkontakt z legt, wodurch die Ortsschliessung der Batterie lb2, die den Magneten. J enthält, hergestellt wird. Dieser Magnet zieht seinen Anker an und hebt hiedurch die Klinke j aus der Stange I aus, welche sodann nach rechts geschoben wird. Wenn der Streifer b eines Gebers abläuft, so werden der Empfänger an der entfernten Stelle und der Geber selbsttätig abgestellt.

   Läuft nämlich der Streifen ab, so treten die Geberschleiffedern G, H durch das Loch c in der Rinne C miteinander in leitende Verbindung und es geht somit von der Batterie MB ans ein Strom von längerer Dauer durch den   : Magneten Xi der   Geberstelle und das Relais W der Empfangsstelle, so dass beide ansprechen und in der bereits beschriebenen Weise das Abstellen des Gebers bezw. das Abstellen des Empfängers herbeiführen. 



     Molge des Ablaufens   des Streifens b wird auch der sonst von diesem Streifen hochgehaltene Hebel H' durch die Feder   h   umgelegt, wobei er in ein in der Papierführung C angebrachtes Loch c'eintritt. Das obere Ende des Hebels H' hebt hiedurch das Stromschluss- 
 EMI2.6 
 



   Die unteren Federn   H   des Gebers sind nach Fig. 1 aus je einem einzelnen Stücke hergestellt, sie können aber auch ans je mehreren voneinander isolierten Drähten oder Blechstreifen bestehen, die mit der Batterie durch Leitungen von verschiedenen Widerständen verbunden sind, wie in den Zeichnungen angedeutet. Auf diese Weise würde der 

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 von jedem Loch im Streifen herrührende Strom allmählich zu seinem Höchstwert ansteigen und dann abnehmen.

   Benützt man diese Einrichtung nicht, so ist jede   Fadeur,   ob sie nun aus einem einzelnen Stück oder aus einem   Bunde !   von Drähten besteht, unmittelbar mit 
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 an derselben Seite des Streifens liegen, eine Rolle mit nichtleitender Oberfläche zu benutzen, und zwar deshalb, weil, wenn der zur Aufnahme der einlangenden Zeichen dienende Streifen abreisst oder abläuft und Linien- und Erdanschluss durch die Metalloberfläche der Rolle miteinander in Verbindung treten, die   Stromschtussstücke   durch den Strom beschädigt werden könnten. Die gleiche Wirkung kann man auch mit einer Rolle mit Metalloberfläche erzielen, wenn letztere durch einen isolierenden Ring in zwei voneinander isolierte Teile geteilt ist. 



   Die Feder   tir   besteht zweckmässig aus einem Kern aus Eisen oder anderem leicht rostenden Metall mit einem Überzug aus nicht rostendem Metall, wie Platin oder Silber, der auf das Eisen durch Platieren oder galvanoplastisch aufgebracht werden kann. 



   Sollen von der in Fig. 3 oben gezeichneten Stelle an die in Fig. 3 unten gezeichnete Stelle Zeichen gegeben werden, so wird in den Geber zunächst der gelochte Streifen b eingezogen und dann durch Umlegen des Hebels l'die Stange 1 nach links gerückt, wobei die   Schleiffedern < ? auf   den gelochten Streifen b herabgedrückt werden. Die Stange wird von der Klinke j gefasst und festgehalten. Infolge der Bewegung der Stange   I   geht, wie oben angegeben, ein Stromstoss vom   Stromschlussstl1ck   k2 über die Linie zum Relais T der Empfangsstelle (Fig. 3 unten), wodurch unter Vermittlung des Magneten Q die Stange   ausgelöst   wird und sich nach links schiebt.

   Dabei werden die Federn V,   V',   die bis dahin ausser Berührung mit dem Papier M standen, gegen dieses gedrückt und zugleich die Rolle 0 gegen die Rolle M'gepresst, mit welcher sie bis dahin nicht in Berührung stand, so dass das Papier   M   still stand. Die Stange 1 der Empfangsstello (Fig. 3 rechts unten) befindet sich natürlich in der Ruhelage. 



   Es läuft nun der gelochte Streifen b durch den Geber (Fig. 3 oben) und wenn ein Loch desselben zwischen den Federn G, H hindurchgeht, gelangt ein Zeichenstromstoss durch die Linie zum   Empfänger,   und zwar gehen die Zeichenstromstösse der Richtung von 
 EMI3.2 
 befindlichen Streifen M durch die Feder V, T'verzeichnet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Selbsttätiger Telegraphenapparat mit gelochtem Sendeband und mit   Schreibfingern,     lie   zwecks   Ein-und Ausrückung   an einer in der Längsrichtung verstellbaren Schiene an- 
 EMI3.3 
 Arbeitsstellung durch eine Klinke (j) gehalten wird, deren Ausklinkung durch einen Elektromagneten (J) erfolgt, der durch einen Stromstoss von der Empfangsstation erregt wird und dass die die Empfangsfinger führende Schiene (P) in der Ruhestellung gleichfalls durch eine Klinke (q) gehalten wird, deren Ausklinkung durch einen Elektromagneten (Q) erfolgt, der selbsttätig erregt wird, wenn die Sendeschiene (1) der Sendestation behufs AbsendungeinesTelegrammesindieArbeitsstellunggebrachtwird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zum Einrücken des Gebers von Hand aus dienenden Organ (I) eine Stromschlussplatte (ici) angebracht ist, welche bei der Verschiebung dieses Organes über ein festes Stromschlussstück (k2) wegschleift, wobei ein Strom über die Linie zu einem Relais (T) der Empfangsstation gesendet wird, dessen Elektromagneten (Q) dadurch erregt und die Klinke (q) von der Schiene (P) des Empfangsapparates löst.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass EMI3.4 vorgesehen ist, welche bei der Arbeitsstellung die Linie (L) durch eine feste Stromschlnss- platte (t') mit einer festen Stromschlussplatte () verbindet, die durch den Schreibstift (V) EMI3.5 und daher auch der Linie mit dem Relais (T) des Feststellmagneten unterbrochen ist, indem die bewegliche Stromschlussplatte (R) von der mit diesen Relais verbundenen festen <Desc/Clms Page number 4> Stromschlussplatte (r')losgekommen ist, so dass von der Gebestelle über die Linie ein- langende Zeichenstromskösse vom Schreibstift verzeichnet werden, jedoch das träge Relais (W) nicht zum Ansprechen bringen.
    EMI4.1 verbunden ist, während die erstere feste Stromschlussplatte (k'), auf der die Stromschlussplatte (E) bei ausgerücktem Geber aufliegt, unmittelbar mit dem Relais (T) des Feststellmagneten für den Empfänger in Verbindung steht, so dass bei eingerücktem Geber Zeichenstromstösse von diesem in die Linie durch das träge Relais (X') hindurchgesendet werden können, ohne letzteres zu beeinflussen, während das Relais (T) des Feststellmagneten des Empfängers von der Linie abgeschaltet ist.
    5. Ausführungsform der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das träge Relais (W), welches so gewickelt ist, dass es zwar nicht auf Zeichenstromstösse, wohl aber auf von der entfernten Station kommenden Stromstösse von grösserer Dauer oder Stärke anspricht, einen Elektromagneten (W') beherrscht, vor dessen Anker das zum Einrücken des Empfängers dienende Organ (P) angeordnet ist, so dass beim Einlangen eines solchen längeren oder stärkeren Stromes der Magnet (W) seinen Anker anziehend das Organ (P) derart verschiebt, dass der Empfänger ausser Tätigkeit gesetzt wird und somit der Beamte an der Gebestelle den Empfänger der Empfangsstelle nach Belieben abstellen kann.
    6. Ausführungsform der Vorrichtung nach den Ansprüchen 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass in der das Geberband (b) führenden Rinne (C) ein Loch (e) vorgesehen ist, durch welches die Goberschleiffedern miteinander in unmittelbare Berührung treten, wenn das Band abgelaufen ist, so dass ein Stromstoss von längerer Dauer durch das träge Relais (X') des Gebers die Linie und das träge Relais (tuf) des Empfängers an der entfernten Stelle gesendet wird, wodurch sowohl der Geber als auch der Empfänger abgestellt werden.
    7. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Empfänger in die Verbindung zwischen Linie und Erde oder Rückleitung, in welcher auch das träge Relais (Ff) enthalten ist, ein Scllreibstift (IT) (an Draht 6 angeschlossen) und neben diesem liegende davon isolierte Stifte (V') (an Draht 7 angeschlossen) eingeschaltet sind, die sämtlich auf dem Schreibstreifen gegenüber einer Führungsfläche (JP) EMI4.2 einzelnen Stiften gegenüberliegenden Ringen oder Streifen von leitendem Material besteht, wobei der gegenüber dem Schreibstift (V) liegende isoliert ist, von jenen die dem oder EMI4.3 zum nichtschreibenden Stift oder Stiften nur durch das Schreibband fliessen kann und daher unterbrochen wird, wenn das Band abreisst oder abläuft.
    8. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welchem ein gelochtes Geberband (b) benützt wird, durch dessen Lochungen die Geberschleiffedern (G, H) untereinander in Berührung treten, um Zeichenstromstösse über die Linie zu senden, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (H) aus einer Anzahl von voneinander isolierten Drähten oder Streifen besteht, die einzeln mit einem Pol der Hauptbatterie (MB) durch Widerstände von verschiedenem Wert verbunden sind, so dass jeder Zeichonstromstoss allmählich zu einem Höchstwert anschwillt und dann wieder abnimmt.
AT22369D 1903-02-10 1903-02-10 Selbsttätige Telegraphiervorrichtung. AT22369B (de)

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