AT20474B - Selbsttätiger telegraphischer Sender. - Google Patents

Selbsttätiger telegraphischer Sender.

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  Selbsttätiger telegraphischer Sender. 



   Die vorliegende Erfindung hat einen selbsttätigen telegraphischen Sender zum Gegenstande, der eine Modifikation des   bekannten Wheatstone-Senders   darstellt und bezweckt, die selbsttätige Weiterbeförderung telegraphischer Nachrichten von einem gemäss österr. 



  Patent Nr. 11474 auf der Empfangsstelle erzeugten gelochten Streifen zu ermöglichen. 



   Bei der durch dieses Patent bekannt gewordenen Einrichtung ähnelt der Senderstreifen dem gewöhnlichen Wheatstone-Streifen, insofern er zu beiden Seiten der zu seiner Fortbewegung durch den Sender dienenden mittleren Lochreihe je eine Reihe von ZeichenLochungen erhält : der Empfängerstreifen hingegen weist auf nur einer Seite seiner Mittellinie eine Reihe oder Zeile solcher Lochnngen auf. Die den Gegenstand der Erfindung bildende Neuerung ermöglicht es nun, dass genau dieselben Zeichen, welche dieselben einzeiligen Streifen hervorbringen, wiederum durch denselben selbsttätg weiterbefördert werden können.

   Auf diese Weise kann der einzeilige Streifen sowohl zum Absenden, als auch zum Aufnehmen benutzt und demzufolge das zweizeilige Band abgeschafft werden ; ferner wird die Tastatur zur Herstellung des   Übertragungsstreifeiis   ganz erheblich vereinfacht, da statt der bisher benötigten zehn Lochstempel nur fünf Löcher samt Zubehör erforderlich sind. 



   Da der auf der   Empfangsstello   erzeugte Streifen der Form nach mit dem Übertragungsstreifen auf der Sendestelle identisch ist, so ist ersichtlich, dass, wenn der aufgenommene Streifen zur Weiterbeförderung der empfangenen Nachricht benutzt wird, die von ihm ausgesandten Zeichen mit den von der ursprünglichen Station ausgegangenen genau übereinstimmen. Man weiss, dass telegraphische Zeichen, die durch gewöhnliche Wiederholungsapparate gehen, je nach der   Übertragungsgeschwindigkeit,   der Anzahl der Wiederholungsstellen und der Länge der Linie mehr oder weniger entstellt ihr Ziel erreichen. 



  Bei selbsttätiger Weitergabe der Zeichen von dem gelochten Empfängerstreifen ist eine solche Entstellung ausgeschlossen ; infolgedessen können auf diese Weise telegraphische Zeichen mit hoher Geschwindigkeit auf jede beliebige Entfernung selbsttätig übertragen werden. Es können ferner Telegramme von beliebig vielen Stellen A, B, C durch eine Stelle D selbsttätig an beliebig viele Stellen E, F, G weitergegeben werden, von denen wieder eine oder mehrere die empfangenen Nachrichten nach Bedarf noch weiter befördern können. Es wird so im Vergleich zu dem gegenwärtig üblichen Verfahren der Weiter-   beförderi.'. ns von   Hand eine beträchtliche Arbeitsersparnis erzielt. 



   Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsformen veranschaulich : Fig. 1 ist eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Draufsicht hiezu ; Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung, Fig. 4 veranschaulicht den Sender-und den Empfängerstreifen, wie sie gegenwärtig in Gebrauch sind, mit Lochungen, die das Wort "Post" bezeichnen und Fig. 5 gibt eine vergrösserte Darstellung einer Gruppe von Löchern in aufgenommenen Streifen und die elektrischen Zeichen, welche sie hervorbringen. 



   Bekanntlich gibt es zwei Methoden zur selbsttätigen Übertragung telegraphischer Nachrichten von einem gelochten Papierstreifen. Die eine ist die direkte Übertragung, bei   welcher Metallbürsten unmittelbar durch   die Löcher des   Streifens hindurch Stromschluss   herstellen ; die andere ist die indirekte Methode, die bei Wheatstones selbsttätigem Sender Anwendung findet. Sie gründet sich auf das Prinzip des Jacquard-Webstuhles, indem die   telegraphischen Zeichen durch Vermittlung einer Anzahl durch den gelochten Streifen beeinnusster kleiner Hebel und Stangen übertragen werden.

   Die Erfahrung hat nun gelehrt,   

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 dass die indirekte Übertragung zuverlässiger als die direkte ist, ausserdem bietet sie auch den praktischen Vorteil, dass durch Einstellung der Hebel und Kontakte die verhältnismässige Dauer der positiven und negativen   Stromstösse   mit grosser Feinheit geregelt werden kann. Ein weiterer Vorzug der indirekten Übertragung besteht darin, dass die Vorrichtung zur Herstellung der gelochten Senderstreifen einfacher ist und schneller arbeitet als diejenige, welche man zur Herstellung eines Streifens für direkte Übertragung durch   Kontaktbürsten   benötigt.

   Beispielsweise können die vier Löcher 1 (Fig. 5) gleichzeitig durch vier Lochstempel ausgeschlagen worden, während die sieben, ineinander greifenden   Löcher 2,   die zur direkten Übertragung desselben Zeichens nötig sind, nacheinander gestanzt werden müssen. 



   Die unmittelbare Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, aus einer Reihe eng benachbarter, getrennter Löcher 1 (Fig. 5) ein fortlaufendes   telegraphiscbcs   Zeichen 3 hervorzubringen, wie es eine über die Lochung 2 gehende Kontaktbürste erzeugen würde. 



  Die Vorrichtung muss den Strom unterbrechen oder wenden, wenn eine oder mehrere   uu-   gelochte   Bandeinheiten   4 (Fig. 5) auftreten und sie muss den Null-oder Gegenstrom in der Leitung aufrecht erhalten, bis sich wieder eine oder mehrere gelochte Bandeinheiten 5 (Fig. 5) darbieten. In der Praxis wird der selbsttätige Wheatstone-Sender gewöhnlich mit Stromwechseln betrieben. Der hier beschriebene neue Sender kann in derselben Weise betrieben werden, wie durch die   starke Zickzacklinie ss   in Fig. 5 angedeutet ist, während die stark gestrichelte Linie die Nullinie bedeutet. 



   Bei dem in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist der übliche WhoatstoncKontakthebel 7 bei 8 drehbar unterstützt und wird durch die Rolle 9 derart   angedrückt,   dass er entweder mit dem die   Spatienbildung veranlassenden Stromschlussstück oder   dem bei der eigentlichen Zeichengebung wirksamen Kontakt 10 scharf und kräftig   Stromschlnss   herstellt. Auf der Zeichnung steht zwar der Hebel 7 in der Mitte zwischen den   beiden   liontakten 10 und   11,   in Wirklichkeit aber kann er diese Stellung nicht einhalten, da die 
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 stellen 10 und 11 verbunden sind. An dem Hebel 7 sind bei 15 und 16 zwei leichte Schub- stangen 17 und 18 angelenkt, die durch Federn 20 und 21 leicht gegen die Reibungsrolle 19 angedrückt werden.

   Die freien Enden der beiden Schubstangen sind ein wenig ausgeschnitten, um sie dem freien Ende 47 des Druckhebels 23 anzupassen ; dieser kann um den Stift 24 frei schwingen, der in dem aufrecht stehenden, seinerseits um die Achse   28   schwingbaren Hebel 27 befestigt ist. An dem letzteren ist mittelst einer Schraube 29 eine Blattfeder 30 befestigt, die an ihrem zu einem Auge ausgebildeten oberen Ende durch einen Stift mit der Treibstange 31 verbunden ist. Diese Stange umschliesst mit ihrem anderen Ende einen Stift 32, der in die Seitenfläche eines auf der Welle 34 sitzenden kleinen exzentrischen Hades 33 eingetrieben ist.

   An dem äusseren Ende 43 des Hebels 23 ist eine dünne Stange 3. 9 abgelenkt, die sich unter dem   Einfluss   einer Feder 41 gegen einen Anschlag 40 legt und so angeordnet ist, dass sie sich gegen die die telegraphischen Zeichen darstellenden Lochungen 38 (Fig. 4) in dem Papierstreifen 36 richtet. An seiner Unterseite trägt der Hebel 23 einen Zahn 25, der sich mit schräger Fläche auf die Reibungsrolle 26 auflegt. Der Drehzapfen 8 des Kontakthebels 7 ist von letzterem isoliert, desgleichen sind die Schubstangen 17,   18,   wie aus Fig. 1 ersichtlich, durch Isolation in je zwei Teile geschieden ; endlich ist auch der Klotz 22, der die Rolle 9 trägt, isoliert. Auf diese Weise sind der Kontakthebel 7 und der Hauptleitungsdraht 12 vom Gestell des Apparates isoliert. 



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende : Wenn sich das Exzenterrad 33 dreht, wird der aufrechte Hebel   27'durch   die Stange 31 um die Achse 28 geschwungen und damit dem Hebel 23 eine wagerecht hin und her gehende Bewegung erteilt. Wenn aber dieser Hebel nach links geht, veranlasst die gegen die Rolle 26 anliegende schräge Fläche 25, dass der Hebel 23 um den Stift 24 schwingt. Iliebei geht das andere Ende des Hebels nieder und zieht die Stange 39 von dem Streifen 36 ab. Bei fortdauernder Drehung des Rades 33 beginnt der Hebel 23 sich in der entgegengesetzten Richtung zu drehen und die Stange 39 wird gegen den Papierstreifen 36 vorgestossen.

   Das Rad 33 wird so getrieben, dass es auf jeden Zahn des Sternrades 35 eine Umdrehung macht und in dieser Weise geht die Stange 39 in jedes Zeichenloch und wieder heraus oder trifft den
Streifen da, wo keine Lochung erfolgt ist, wie man am Streifen 67 (Fig. 4) sehen kann. 



   Besitzt der Streifen an der betreffenden Stelle eine Lochung, so geht die Stange 39 durch dieses Loch und die Spitze 47 des Hebels 23 stösst gegen das Ende der Schubstange 18 ; dadurch wird der Kontakthebel 7 zur Anlage an den Markierkontakt   : t 10   geschwungen. 



   Wenn bei der nächsten Schwingung des Hebels 23 die Stange 39 wiederum durch ein   Loch im Papierstreifen geht, wiederholt sich der eben beschriebene Vorgang ; da aber der I ! p !'c ! 7 bereits an 10 anliegt, so nndet kein Wechsel statt. So lange also eine Folge von   

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 dauernder Zeichen   gebender   Strom, wie in Fig. 5 mit 3 bezeichnet, entsandt. Wenn aber die Stange 39 auf einen ungelochten Teil des Streifens trifft, so wird die Spitze 47 des Hebels 23 hochgehalten und stösst infolge der Schwingung von 27 gegen das Ende der Schubstange 17, was zur Folge hat, dass der Hebel 7 den Kontakt 10 verlässt und zum Kontakt   jfJ'hinüberschwingt. Dadurch   wird Gegen-oder Spatienstrom in die Hauptleitung 12 entsandt.

   Wenn die Stange 39 nochmals gegen einen ungelochten Teil des Streifens stösst, wiederholt sich derselbe Vorgang, nur tritt, da der Hebel 7 bereits mit 11   Strom schluss   herstellt, kein Wechsel ein, und es wird fortdauernd Spatienstrom durch die Leitung entsandt. Die Bewegung des Hebels 7 ist also abhängig von dem Wechsel zwischen gelochten und nicht gelochten Streifenteilen oder umgekehrt. Eine Aufeinanderfolge von Lochungen oder eine Folge von nichtgelochten Streifenteilen verursacht keinen weiteren Wechsel. Die Feder 30 soll nachgeben, wenn der Hebel 7 zur Anlage an 10 oder 11 gebracht ist, da sonst die Gefahr eines Bruches eintreten wurde. Die Feder 42 zieht den Hebel 23 nieder auf die Rolle 26 und bewirkt, dass die Stange 39 gegen den Papierstreifen gestossen wird. 



  Diese Feder kann ganz schwach gewühlt werden, weil, wie man sehen wird, der Streifen 36 nur die Richtung des Stosses des Hebels 23 beeinflusst. Im Wheatstone-Sender hängt die Stärke des Stosses gegen den Hebel 7 gänzlich von der Dicke des Papierstreifens   ab,     während   bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung der Streifen ganz dünn sein kann, da ein kräftiger Stoss unmittelbar vom Antriebsmechanismus erzielt wird. Das hat den Vorzug, sehr feste Kontakte des Hebels 7 mit 10 und 11 zu sichern, was in der praktischen Telegraphie als ein äusserst wichtiger Punkt gelten muss. Die Doppelpfeile 44 und 46 geben die Richtungen an, in denen sich das Ende des Hebels 23 bewegt. 



   An Stelle der Rolle 26 und der Schräge 25 kann man sich einer in Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeuteten kleinen Abänderung bedienen. Im Hebel 27 wird ein Stift 48 befestigt, während vom Hebel 23 ein Zahn 49 nach unten ragt, der sich gegen den Stift 48 stützt. Die Teile 48 und 49 entsprechen den Teilen 25, 26, nur dass sie eine andere Lage einnehmen ; verwendet man die ersteren, so kommen die letzteren in Fortfall und umgekehrt. Bedient man sich nun der Teile 48, 49, so schwingen die Hebel 23 und 27, 
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 die Spitze 47 des Hebels 23 gegen die Schubstange 18 ; sobald aber ein   nichet gelochten     Streifenteil vor der Stange 39   erscheint, wird diese niedergehalten und die Spitze 47 hebt sich infolge der Schwingung des Hebels 27 und trifft gegen die Stange 17.

   Betrachtet man den gestrichelten Bogen 50 (Fig, 1) des um die Mitte 28 beschriebenen Kreises, so erkennt man, dass bei Benutzung des Stiftes 48 und des Zahnes 49 eine genügende Aufund Abwärtsbewegung durch die Schwingung des Hebels 23 veranlasst wird, um die Stange 39 senkrecht gegen den Streifen 36 hin und her zu bewegen. Tatsächlich schwingt auch die Stange 39 um den Anschlag 40 als Drehpunkt ; das trägt jedoch eher dazu bei, die   Wirkung zu fördern, ls   sie zu verzögern. Beide Anordnungen, die mit dem Stift 48 und dem Zahn 49, wie die mit der Rolle 26 und dem Zahn 25, arbeiten gut ; die erstere ist einfacher und die letztere gibt der Einstellung mehr Raum, da die Rolle auf einem beweglichen Teil gelagert werden kann. 



   Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die dasselbe Ergebnis wie die erste liefert, ist in Fig. 3 zur Darstellung gebracht. Sie schliesst sich der Einrichtung des gewöhnlichen Wheatstono-Senders enger an, insofern der in Fig. 3 veranschaulichte Teil der einzige ist, der wesentlich davon abweicht, ausser dass statt zweier kleinen lotrechten Stangen zum Eingriff mit dem Papierstreifen nur eine vorhanden ist und die beiden wagerechten Stangen 51 und 52 zusammen wagerecllt hin und her gehen, wie bei gewissen in der Kabel-   toll'graphio   verwendeten selbsttätigen Sendern, und nicht abwechselnd, wie beim gewöhn-   ) ichen Wheatstone-Sender.   Die Stangen 51 und 52 sind durch einen leichten biegsamen Streifen 62 miteinander verbunden und werden durch die Feder 65 niedergehalten.

   Die untere Stange 52 geht beständig hin und her, die obere,   51,   dagegen nur dann, wenn ihr dies durch   Locher   in dem   Papiorstreifen gestattet   wird. Wenn sich nur die untere Stange hin und her bewegt, so stösst die auf ihr sitzende Mutter 54 gegen den unteren Rand des   Loches M im Kontakthebel   55 und dieser bei 56 drehbar gelagerte Hebel wird dadurch zur Anlage gegen den Kontakt 57 gebracht. Eine Wiederholung dieses Vorganges ver-   anlasst keinerlei Änderung   in der Stellung des Hebels. Wenn jedoch ein Loch im Streifen 
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   die schräge Ebene 63 hinauf und nun steigen beide Stangen 51 und 53 schräg nach oben, wie es die gestrichelten Pfeile andeuten.

   Dann tritt die Mutter 54 durch das Loch 61   und die Mutter 53 auf der Stange 51 stösst gegen den oberen Rand des Loches 60 und 
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   Es ist zu bemerken, dass im Wheatstone-Sender die Stellung des Kontakthebels nicht durch den Unterschied zwischen gelochten und nicht gelochten   Streifenteilen beeinnusst   wird ; vielmehr ist der Wechsel der   Hebelstellung   davon abhängig, ob Lochungen auf der einen oder der anderen Seite des Streifens auftreten, wie im Streifen 66 (Fig. 4). Beim Wheatstone-Streifen sind die Zeichen durch die Lage einer Reihe von Lochungen zueinander bestimmt ; gemäss der vorliegenden Erfindung hingegen hängen die'Zeichen ab von der bezüglichen Lage von gelochten und nicht gelochten Streifenteilen. 



   In Fig. 4 ist 66 der Streifen mit einer Doppelzeile von Lochungen, wie er gegenwärtig zur Übertragung telegraphischer Nachrichten mittelst Drucktelegraph gemäss Patent Nr. 11474 Anwendung findet. Der Streifen 67 zeigt, wie die durch den Streifen 66 übertragenen Zeichen auf dem Empfänger-Streifen aufgezeichnet werden. Die Erfindung ermöglicht also die Abschaffung des zweiteiligen Streifens 66 und seinen Ersatz durch den einzeiligen Streifen 67. Auf diese Weise werden der Sender-und der Empfängerstreifen vollkommen gleichgestaltig. Die positiven und negativen   Stromstösse,   die durch den Streifen 67 übertragen werden oder die die Herstellung des Streifens 67 bewirken, sind durch die Zickzacklinie 68 bezeichnet, während die gestrichelte Linie Null bedeutet.

   Die   Lochungen dos   Streifens bezeichnen die vier Buchstaben des   Wortes" Post".   



   Statt durch die Feder 30 (Fig. 1) kann die Treibstange 31 auch unmittelbar mit dem aufrecht stehenden Hebel 27 verbunden sein, in welchem Falle die Feder 30 und der Hebel 27 in einem Stück hergestellt sind. Die Aufgabe der Feder 30 kann dann durch eine Federdrahtschlinge 69 (gestrichelt in Fig. 2 dargestellt) erfüllt werden, die in dem Ende des Stosshebels 23 angebracht ist. Diese Anordnung arbeitet gut und hat zudem den Vorteil, dass sie leicht herzustellen und nach der Abnutzung leicht zu erneuern ist. Es könnte allerdings auch jegliche Feder 30 wie auch 69 in Fortfall kommen, doch müssen alsdann 
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 richtung zu verhüten, auch muss man sich dann darauf verlassen, dass die Rolle 9 den Stromschluss vollendet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Selbsttätiger telegraphiscber Sender, bei welchem der den Antrieb vermittelnde Streifen die Lochungen nur in einer einzigen Reihe trägt, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lochung im Streifen das Umlegen des Stromschluss herstellenden Hebels (7) zum 
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 Leitung übertragen wird), in welcher Stellung der Hehel (7) verharrt, bis ein nicht gelochter Streifenteil in der Lochreihe erscheint, worauf der Hebel (7) zum anderen Kontakt (11) hinüberschwingt (was die Entsendung eines die Spatienbildung veranlassenden Gegenstromes zur Folge hat) und so lange in Anlage an diesem Kontakt   (11)   bleibt, bis wiederum eine Lochung im Streifen auftritt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine hin und her gehende Stange (39) entweder in die Lochungen des Streifens (36) eindringt oder von den nicht gelochten Teilen des Streifens abgefangen wird und dementsprechend ein Stosshebel (23) gegen den einen oder den anderen von zwei mit dem EMI4.3 Falle zum Markierkontakt (10) hinüberschwingen zu lassen, wenn er nicht bereits an ihm anliegt, und in : letzteren Falle zum Spatienkontakt () übergehen zu lassen, falls er sich nicht schon mit diesem in Anlage befindet.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Treiber (53, 54) angeordnet sind, von denen der eine (54) beständig hin und her geht und der andere (53) nur dann, wenn seine Stange durch eine Lochung im Streifen hindurchtritt, und von denen der erstere (54) dazu dient, den Stromschlusshebel (55) so lange gegen den einen Kontakt (57) zu halten, bis der zweite Treiber (5tU zur Wirkung gelangt, worauf dieser den ersten Treiber (. 54) ausser Wirkung setzt und den Stromschlusshebel (55) zum anderen Kontakt (58) hinüberführt.
AT20474D 1904-02-12 1904-02-12 Selbsttätiger telegraphischer Sender. AT20474B (de)

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