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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 17140.
OTTOMAR REISENAUER IN KORNEUBURG.
Schienenjochverbindung für Feldbahnen, insbesondere mit Lokomotivbetrieb.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist, eine Schienenjochverbindung für Feldbahnen herzustellen, die genügend fest ist, um die Strecke auch für Lokomotivbetrieb brauchbar zu machen, dabei aber doch ein rasches Verlegen und Verbinden der einzelnen Joche miteinander gestattet.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Schienenjoch einer Feldbahn, Fig. 2 stellt einen Schnitt nach Linie t-ss der Fig. 1, in der Richtung des Pfeiles 1 gesehen, Fig. 3 denselben Schnitt, in der Richtung des Pfeiles 2 gesehen, dar ; Fig. 4 ist eine Seitenansicht von Fig. 1, Fig. 5 zeigt die Jochverbindung in der Seitenansicht in grösserem Massstabe, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie ('-D der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie E-F der Fig. 6 und Fig. 8 die Unterlagsplatte für die Schienen auf den Zwischenschwellen in Kurven.
Um den eingangs erwähnten Zweck zu erreichen, werden die Schienen eines jeden Joches auf den Schwellen mittels Unterlagsplatten befestigt, welche zu diesem Behufe mit zwei aus dem Material gepressten Lappen-oder Hakenpaaren versehen sind. Das eine Lappenpaar hält die Enden der Schienen des einen Joches auf der Schwelle fest, während das andere Lapponpaar ein Minschieben der zweckmässig etwas verjüngten Enden der Schienen des Nachbarjoches ermöglicht, wobei durch einen in eine Ausnehmung des Schienenfusses eingreifenden Anschlag eine grössere Längsverschiebung der Joche gegeneinander verhindert wird.
Für den Lokomotivbetrieb ist aber eine sichere Verbindung der Schienen am Stoss, die durch die Möglichkeit der Anordnung von Laschen geboten wird, und ausserdem die Lagerung der Oeiselemento auf Zwischenschwellen erforderlich. Die Schienen 1 haben im Schienenfuss an den Enden Ausnehmungen 2 und 3 und sind an dem einen Ende bei 4 verjüngt ; sie sind durch die Stossplatten 5 und die Mittelplatten 6 mit den Stoss-und
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der Platte herausgepresst und dem Schienenfussprofil entsprechend geformt ist. Die Stosspiatten 5, welche je zwei solcher Lappenpaare 8 und 9 besitzen, werden ebenso wie die Mittelplatten 6 durch Holzschrauben 10 oder dgl. an den Schwellen 7 befestigt.
Die Verbindung der Schienen mit den Schwellen geschieht derart, dass die Stossplatten 5 und die Mittelplatten 6 auf den Schienenfuss aufgeschoben und dann an den Schwellen 7 mit Holzschrauben 10 oder dgl. angeschraubt werden. Um ein Verschieben der Schiene in der Längsrichtung zu verhindern, wird eine Backe J mittelst eines Befestigungsnagels 10, Schraube oder dgl. (Fig. 6 und 7) auf der Schwelle befestigt, die den Schienenfuss passend übergreift und dabei mit einer Nase 12 durch die erwähnte Ausnehmung 3 des Schienenfusses und gleichzeitig durch eine Ausnehmung 13 der Stossplatte 5 hindurchgreift. Die Lappen S halten im Verein mit der Backe 11 den Schienenfuss fest, während die Lappen. 9 zur Aufnahme des verjüngten Schienenendes des nächstfolgenden Joches bestimmt sind.
Zur Verlegung des Gleises wird ein Joch an das andere gefügt, indem man die verjüngten Schienenenden 4 in die Lappen 9 des vorhergehenden Joches einschiebt, wobei bei gelegtem Joch eine Grenzschraube 14 (Fig. 6) in die Ausnehmung des Schienenfusses eintritt, wodurch die Joche an einer grösseren gegenseitigen Längsverschiebung verhindert
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schienenjochverbindung für Feldbahnen, insbesondere für Lokomotivbetrieb, gekennzeichnet durch aus einer Unterlagsplatte (5) gepresste Lappen (8, 9), von denen die einen (8) die Enden der Schienen des einen Joches festhalten und die anderen (9) ein Einschieben der zweckmässig etwas verjüngten Enden der Schienen der Nachbarjoches erlauben, welche hiebei mit einer Ausnehmung (2) im Schienenfuss in den Bereich eines Anschlages (14) gelangen, der die Längsverschiebung der Joche gegeneinander begrenzt.