AT165505B - Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen

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AT165505B
AT165505B AT165505DA AT165505B AT 165505 B AT165505 B AT 165505B AT 165505D A AT165505D A AT 165505DA AT 165505 B AT165505 B AT 165505B
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Benedikt Dipl Ing Dr Te Kudrna
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Benedikt Dipl Ing Dr Te Kudrna
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Description


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  Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in   Fernmeldeanlagen,   insbesondere
Fernsprechanlagen 
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit mehreren, den Teilnehmern zur Verfügung stehenden Leitungen. 



   Die bisher bekanntgewordenen Anordnungen lösen die Aufgabe nur sehr unvollkommen. 



  Meist werden Fernsprechapparate mit Ortsbatteriespeisung verwendet. Bei den anderen Anordnungen mit modernen Wählapparaten (vgl. hiezu beispielsweise die deutsche Patentschrift Nr. 734994), ist die Parallelschaltung mehrerer Teilnehmergruppen unmöglich, wodurch sich unter Umständen ein relativ hoher Leitungsbedarf ergibt, da jede Gruppe ihr eigenes Leitungsbündel benötigt. 



   Die Erfindung überwindet bei geringstem Aufwand an Schaltmittel alle Schwierigkeiten und erlaubt sowohl die Verwendung von modernen Wählapparaten mit Zentralbatteriespeisung, als auch die Parallelschaltung mehrerer Teilnehmergruppen an ein gemeinsames Leitungsbündel. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, auf welche sich diese jedoch nicht beschränkt, ist in den Fig.   1-4   dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen den Teilnehmeranschluss   TnA   in zwei Ausführungsarten sowie die Gesellschaftsleitungs- übertragung   G Ü I, G Ü II   usw., der Aussenstelle. 



   Fig. 3 (4) zeigt die Übertragung je Gesellschafts- leitung im Wählamt. 



   Die Erfindung besteht darin, dass durch den abgehenden Teilnehmerruf ein sich selbst- 
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 Fig. 1 und 2) über die Apparatschleife und über alle freien Verbindungsleitungen und Leitungs- übertragungen   (0 I, 0 II, 0 III   usw. in Fig. 3) impulsweise anspricht, bis im Endamt eine freie   Leitungsübertragung   den Ruf (durch Anzug des An-Relais) übernimmt. 



   Die periodischen Unterbrechungen des Teilnehmer-Relais S erzeugen. Potentialschwankungen, welche in einem Nebenkreis durch kapazitive oder induktive Kopplungen Wechsel-   ströme hervorrufen,   die über Gleichrichteranordnungen ein Relais F anwerfen und die Belegung einer freien Leitungsübertragung einleiten. 



   Durch diese Anordnung wird in einfachster Weise erreicht, dass Fehlerden auf Teilnehmerleitungen ohne   Einfluss   auf den Betrieb der gesunden Leitungen bleiben. Die Fehlerde wird im Endamt durch Ansprechen eines Relais (Ü-Relais in Fig. 3) signalisiert und kann gelegentlich durch das aufmerksam gewordene Bedienungspersonal durch Abschalten der kranken Leitung bei den Sicherungen vollständig schadlos gemacht werden, bis die Leitungsstörung endgültig behoben ist. 



   Eine weitere Verbesserung der Unempfindlichkeit gegen Leitungseinflüsse wird durch ein zweites Teilnehmerrelais Z (mit Wicklungen Z 1, Z II in Fig. 2) erreicht. Mit Hilfe dieses Relais, dessen Wicklung   Z II hochohmig   ist, kann auch der Widerstand des Teilnehmeranschlusses Wi (Fig. 2) sehr hochohmig gewählt werden, wodurch die gegenseitige Beeinflussung der Teilnehmerleitungen gering wird. 



   Selbstverständlich kann für verkabelt Ortsnetze-wo Störungen selten sind-die Einleitung der Belegung auch dem Gleichstromrelais   0   übertragen werden. 



   Ein Merkmal der Erfindung ist auch, dass das jeder Leitung (Leitung 1,   2)   zugeordnete Relais   (K-Relais   in Fig. 1), welches in den Schaltpausen der Impulse für die Wählerrelais beim Erreichen eines freien Teilnehmeranschlusses erregt wird und mit seinen Kontakten (k I, k II in Fig.   l)   einen Prüfkreis über einen Gleichrichter Gl 3 schliesst. 



   Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung ist die Belegung der Leitungsübertragungen direkt vom   Gruppenwähler   (d. h. die Belegung erfolgt nicht so wie bei bekannten ähnlichen Anordnungen vom Leitungswähler ; die Gesamtanordnung wird dadurch vereinfacht und verbilligt), sowie das
Anwerfen des gemeinsamen Trennrelais   (Tr in  
Fig. 3) durch das fur den Ruf vorgesehene   R-Relais   (Fig. 3) der-Leitungsübertragung, wo- durch in einfachster und billigster Weise ein fehlerhaftes Anlassen einer Leitungsübertragung beim Abheben eines passiv gerufenen Teil- nehmers verhindert wird. 



   Im nachfolgenden wird das dargestellte Aus- führungsbeispiel der Erfindung (Fig.   1-4),   auf welche sich diese jedoch nicht beschränkt, beschrieben. Alle für das Verständnis der 

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 Erfindung unwesentlichen Einzelheiten sind weggelassen. 



   Hebt ein Teilnehmer z. B. Teilnehmer 1   (T, i il) ab,   so spricht das S-Relais (Fig. 1) an : Erde, s   (Fig. l), S-Relais, Teilnehmerschleife Tnl,     Gll, Wi, s/l, Gl2 (der   Gesellschaftsübertragung   G     I),   Nullstellung des   b-Armes   des Schrittschaltwerkes   c II, b l-Ader   der Leitung 1 (weiter in Fig. 3), p   III,   e II, a II, i II, wO III oder Gl2 der GÜ II (Fig. 1) Nullstellung des   b-Armes vII, b 2-Ader,   und in ähnlicher Weise über alle b-Adern aller freien Verbindungsleitungen und gemeinsam weiter über tr II (Fig. 3),   0,   Si, Minuspotential. Durch die Erde auf   tr II-Kontakt   (Fig. 3) wird der Konden- 
 EMI2.1 
 aufgeladen.

   Spricht das S-Relais (Fig. 1) des Teilnehmeranschlusses an, so wird der vorerwähnte Stromkreis unterbrochen, das F-Relais (Fig. 3) kommt über den Kondensatoren-Ladestrom zum Ansprechen (Ko 3 in Fig. 3,   8, Si 1,   F II, Wi4, Ko3) und bindet sich über die zweite Wicklung über Erde tr I, f I, F I, wO II- 
 EMI2.2 
 



   Die An-Relais aller freien Leitungen sprechen an. Gehalten wird nur das An-Relais (Fig. 3) der ersten freien Leitung, welches über den eigenen Kontakt an   I   (Fig. 3) und die zweite Wicklung An II gehalten bleibt, während die in der Relaiskette dem Kontakt an I nachfolgenden An-Relais abgetrennt werden : Erde, an I (Fig. 3), Relais An II der Leitung 1 oder Kontakt an I (Ruheseite) der Leitung 1, Kontakt an I der Leitung   2, An-Relais   der   Übertragung II   usw. 



  Gleichzeitig spricht in diesem Stromkreis das
Tr-Relais (in Fig. 3) an, welches mit Relais   Tr II   den ersterwähnten Anrufkreis und mit Kontakt tr I den lokalen Anwurf-Stromkreis für die An-Relais sowie den Haltekreis des F-Relais (Fig. 3) auftrennt. 



   Nach dem Ansprechen des An-Relais (Fig. 3) einer freien Leitungsübertragung werden die
Schrittschaltwerke der Anschlüsse (W in Fig.   l)   
 EMI2.3 
 Minuspol der Batterie B. Das E-Relais bewirkt den ersten Impuls. Erde, e II (Fig. 3), p   III,   b-Ader, W, wO   I,     Gl 1,   a-Ader bzw. über die 
 EMI2.4 
   W, p III e II,   a II, i II, wO III, c III, Si, Minuspol der Batterie B. Das A-Relais bringt vermittels des Kontaktes a V das J-Relais und mit Kontakt a I bzw. a   II   den Schaltimpuls für die Schrittschaltwerke.

   Das A-Relais bindet sich über einen eigenen Kontakt vermittels seiner zweiten Wicklung : Erde,   a IV, i V, A 11, Si.   Dieser Haltekreis wird durch i V aufgetrennt, so dass das A-Relais abfällt und nach Abfall des J-Relais wieder anspricht usw. Die Schrittschaltwerke laufen, bis der Rufende gefunden ist.
Bei jedem Schritt des Schaltwerkes wird in der Leitungsübertragung in an sich bekannter Weise geprüft, ob der Anschluss frei oder besetzt ist : Erde, i IV, a III, an II, P I, P II, W 2-Arm des Schrittschaltwerkes   hein,   Si 1.

   Ist der Anschluss frei, so werden eie Kontakte p I und p   III   umgelegt, wodurch in der Aussenstelle das K-Relais anspricht, welches die Prüfung auf die Schleife des Rufenden bewirkt : Erde, S II, p III,   b-Ader,   weiter in Fig. 1, K,   v III, w I,   
 EMI2.5 
   K-Relais   nicht ansprechen. Ist der Rufende gefunden, so spricht das Teilnehmerrelais S (Fig. 1) und das S-Relais im Wählamt (Fig. 3) an : Erde, s I (Fig. 1), S, Teilnehmerschleife Tn 1, 
 EMI2.6 
 Teilnehmer S-Relais über das S-Relais in der Übertragung gehalten bleibt. Das P-Relais bleibt gehalten über: s III (Fig. 3), p V, P II, Wählerarm W 2, Win, Si 1 und sperrt in bekannter Weise gegen Doppelbelegung. Der sI-Kontakt (Fig. 1) schliesst über p   IV   das An-Relais kurz, so dass es abfällt.

   Der Vorwähler mit den Armen a 1, b 1 und c 1 wird nun in nicht näher gezeichneter Weise angelassen und belegt einen I. Gruppenwähler, wodurch das T-Relais (Fig. 3) anspricht. Die Halteschleife zum Gruppenwähler wird über den a   1-Arm   (Fig. 3),   t     II, s II, t I, i   Dr, t III, b 1-Arm gebildet. 



   Bei der nachfolgenden Wahl werden die Wahlimpulse durch den s II-Kontakt (Fig. 3) übertragen. 



   Nach beendetem Gespräch kommt in bekannter Weise durch eine Stromverstärkung auf der c 1-Ader der Zählimpuls zustande. Dieser wird vermittels   z I   (Fig. 3) zum Teilnehmer-Zählwerk GZ n übertragen. Der geringe Strom über Wi 3 ist für die Teilnehmerzähler belanglos. 



  Das S-Relais wird stromlos und die Schrittschaltwerke erhalten mit Hilfe des A-und 
 EMI2.7 
 werke in der Ruhelage sind. 



   In der zweiten   Verkehrsrichtung   sprechen zunächst das C-Relais und das E-Relais an : Erde auf der c 2-Ader (Fig. 3), C, wO IV, E, Si. Das E-Relais gibt, wie eingangs beschrieben, den ersten Impuls für die Schrittschaltwerke auf die Sprechadem. 



   Das C-Relais bleibt über c VI und Wi 5 gehalten. Durch die Wahlimpulse, welche als   Erdimpulse   auf der a 2-Ader gegeben werden, 
 EMI2.8 
 Schrittschaltwerke W in den Fig. 1 und 3. 



   Während der Impulsreihen wird das V-Relais über die   Kontakte/ 7   und i VII erregt und in 

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 Erde,   V III,   r   IV,   P I,   PlI, W hlerarm W 2,   Win, Si 1. 



   Ist der gewählte Anschluss frei, so wird das   R-Relais   impulsweise (z. B. alle 5 sec) erregt und bewirkt den Ruf : Erde von   5'   (Fig. 3), m I, p II, c I, R, Si. Der Rufstrom fliesst über Si, Wechselstromquelle (Fig. 3),   r r, s I, p I,   
 EMI3.2 
 Ruheseite von r I werden beim Abheben des Teilnehmers die S-Relais in Fig. 1 und in Fig. 3 erregt. 



   Das Freizeichen zum Rufenden wird über r V (Fig. 3), p VI, c V, B II, A III und induktiv vermittels   A II, B 1   übertragen. 



   Der s IV-Kontakt (Fig. 3) bringt das M-Relais über die Wicklung M 1. Dieses bleibt über m   II,     c IV, M II   gehalten, bis das C-Relais abfällt. 



  Der Kontakt m III (Fig.   )   gibt das Meldekennzeichen zum   Gruppenwähler.   Der Kontakt m I (Fig. 3) unterbricht den obigen Erregerkreis für das Rufrelais R. Der Rufende erhält über r V (Fig. 3), p VI, C V, B   11     A     III,   Erde und induktiv vermittels   der Wicklungen All,   B I Freizeichen. 



   Ist der gewählte Teilnehmer besetzt, so kann das P-Relais nicht ansprechen und der Rufende erhält über   v III   (Fig. 3), p   VI,   c V, B   II,   A III ? Erde und induktiv vermittels A II, B I Besetztzeichen. Das V-Relais der Aussenstelle (Fig. 1) wird über den Widerstand   Wi 8   (Fig. 3) gehalten, der so dimensioniert ist, dass die Schrittschaltwerke nicht ansprechen können, wohl aber das V-Relais gehalten bleibt. 



   Ruft das Fernamt, so kann die Beamtin durch Anlegen von Minuspotential auf der b   2-Ader   (Fig. 3) das B-Relais erregen, so dass vermittels b II die Haltespannung abgetrennt wird, das   V-Relais   der Aussenstelle (Fig. 1) abfällt und so die Aufschaltung bewirkt. 
 EMI3.3 
 leitet wird. Das A-und das J-Relais arbeiten wieder als Selbstunterbrecher und steuern die Schrittschaltwerke in die Ruhelage. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Schaltungsanordnung für Gesellschafts- leitungen mit mehreren den Teilnehmern zur Verfügung stehenden gemeinsamen Verbindungsleitungen in Femmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass durch den abgehenden Teilnehmerruf ein sich selbstabschaltendes Relais (S-Relais in Fig. 1, 2), oder ein sich selbst kurzschliessendes Relais (Z-Relais in Fig. 2) des Teilnehmeranschlusses (TnA in Fig.   l   und 2) über die Apparatschleife und über alle freien Verbindungsleitungen und Leitungsübertragungen (Ü   1,     0 II, 0 II1 in   Fig. 3) impulsweise anspricht, bis im Endamt eine freie Leitungsübertragung den Ruf (durch Anzug des An-Relais)   übernimmt.  

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch die periodischen Unterbrechungen des TeilnehmerRelais (S) entstehender Wechselstrom kapazitiv (über Ko 3 in Fig. 3) oder induktiv (0 mit Ü 1 und 011 in Fig. 4) ein allen Leitungen gemeinsames Relais (F-Relais in Fig. 3) anwirft, welches das Anlass-Relais (An-Relais mit Wicklungen An 1, An II in Fig. 3) einer freien Leitung erregt.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein allen Leitungen gemeinsames, über die Teilnehmerschleife gleichstrommässig erregtes Relais (i-Relais in Fig. 3) das Anlassrelais (An-Relais in Fig. 3) der ersten freien Leitung anwirft.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das allen Leitungen gemeinsame Relais (0) an Stelle des Anlassrelais (An) ein verzögert ansprechendes Erdschlusssignal bringt.
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeder Hauptleitung zugeordnetes Relais (K-Relais in Fig. 1), welches in den Schaltpausen der Impulse für die Wählerrelais beim Erreichen eines freien Teilnehmeranschlusses erregt wird, mit seinem Kontakt (k I in Fig. 1) einen Prüfkreis über einen Gleichrichter (G13 in Fig. 1) schliesst.
    6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Passiwerkehr die Rufstromabgabe von der Leitungsüber- tragung erfolgt und dass durch einen Kontakt (r III in Fig. 3) des Rufrelais (R) ein allen Leitungen gemeinsames Trennrelais (Tr) erregt wird, welches mit seinen Kontakten (tr I, tr II) die Anlasskreise auftrennt.
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeder Leitungs- übertragung zugeordnete Anlassrelais (An) das allen Leitungen gemeinsame Trennrelais (Tr) erregt.
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