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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 16419. SIEMENS & 1VALSER. AKTIENGESELLSCHAFT m BERLIN.
Elektromagnetische Schaltvorrichtung.
Vorliegende Erfindung betrifft einen elektromagnetisch bewegten Mechanismus, welcher die in gesetzmässiger Aufeinanderfolge ankommenden, verschieden langen Stromimpulse in entsprechende sichtbare Zeichen-und Zahlenkombinationen umzusetzen bestimmt ist. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass der Anker des Elektromagneten mit Hilfe eines eigenartigen Schaltorganes nacheinander auf mehrere mit Zeichenrädern versehene Schaltmechanismen wirkt, in solcher Weise, dass dieses Organ bei jedem kurzen Impuls das jeweilig in Eingriff benndliche Zeichenrad um ein Stück weiterdreht und bei jedem langen Impuls das bisher in Eingriff gewesene Rad aus-und das nächste dafür einschaltet.
Das der Ausführung zugrunde liegende Prinzip ist folgendes : Die Bewegung des Magnetankers wird durch eine Verzögerungseinrichtung gedämpft, welche bewirkt, dass kurze Beeinflussungen durch den
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erzeugen. Die grösseren Ausschls. ge rücken ein Sperrad um je einen Zahn fort und setzen dadurch eine Umschaltevorrichtung in Tätigkeit, welche sofort das nächste Zeichenrad in Eingriff bringt. Die kleinen Ausschläge können jedoch das Sperrad nicht fortklinken und wirken daher durch die Umschaltevorrichtung hindurch auf das jeweilig eingeschaltete Rad, dieses bei jedem Hube um ein Stück weiterdrehend.
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Erläuterung dienen.
Die schematische Darstellung zeigt einen Apparat, welcher bestimmt ist, bei Feuprmeldeanlageu die Nummer der Alarmstelle auf der Feuermeldestation selbst-
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Anker b ist an eine Verzogerungsvorrichtung derart angegliedert, dass er schnell angezogen wird, aber langsam wieder abfällt. Der diesen Anker tragende Hebel greift durch einen Sperradhaken in die Zähne des Sperrades e ein. Die Wellef dieses Sperrades besitzt die drei Hebelarme h1, h2, h3, welche der Zahnteilung des Sperrades entsprechend gegeneinander versetzt sind. Jeder Hebel hat eines der drei Schaltwerke il, , ig zu bewegen. Diese besitzen eine gemeinsame Achse, sind jedoch unabhängig voneinander drehbar.
Samtliche Sporradgetriebe spannen Spiralfedern an und werden durch Klinken in ihrer jeweiligen erreichten Lage festgehalten. Diese Klinken können jedoch von Hand abgezogen werden, damit nach erfolgter Zeiehenübermittluug sämtliche Sperräder und die mit ihnen verbundenen Teile unter der Einwirkung der Spiralfedern in ihre Anfangslage zurückkehren können, und damit der Apparat für eine neue Anzeige bereitgestellt wird. Die Wirkungsweise ist bei Verwendung von Ruhestrom folgende. Sobald der Strom unterbrochen wird, fällt der Anker unter der Wirkung einer Abzugsfeder vom Magneten langsam ab. Die Geschwindigkeit der Bewegung wird dabei durch die Verzögerungseinrichtung reguliert.
Dauert die Stromunterbrechung so lange, bis der Anker den Anschlag cl erreicht, so wird das Sperrad e um einen Zahn weiterbewegt und dann in seiner neuen Lage durch die Sperrklinke A-festgehalten. Zu gleicher Zeit kommt der Hebel li, mit dem Sperrad il ausser, und der lebel "2 mit dem Sperrad ! g in Angriff. Beim Wiederschliessen des Stromes wird der Anker bis in die durch Anschlag c2 gegebene Endstellung rasch wieder angezogen und der Zughaken des Sperrades e fasst nun don nächsten Zahn desselben.
Dauert dagegen die
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Stromunterbrechung nur relativ kurze Zeit, so kommt der Ankerhebel nur dazu, eine kleine Bewegung auszuführen ; das Sperrad e wird nur um einen Bruchteil der Zahnteilung gedreht und kehrt in seine alte Lage zurück, welche schwingende Bewegung der Hebel h1 mitmacht und damit seinerseits das am Zeichenrad sitzende Sperrad il um einen Zahn vorwärts dreht. Der Mechanismus bewirkt somit bei kurzen Stromunterbrechungen das Drehen der Zeichen. räder und schaltet bei langen Stromunterbrechungen von einem auf das andere Rad um, so dass die Endstellung der Räder schliesslich der Kombination der kurzen und langen Stromintervallo entspricht und ein direktes Ablesen der Zeicbenkombination gestattet.