AT162939B - Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle

Info

Publication number
AT162939B
AT162939B AT162939DA AT162939B AT 162939 B AT162939 B AT 162939B AT 162939D A AT162939D A AT 162939DA AT 162939 B AT162939 B AT 162939B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
niobium
tantalum
separation
nitrogen
mixture
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Metallurg De Hoboken Sa Soc Ge
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallurg De Hoboken Sa Soc Ge filed Critical Metallurg De Hoboken Sa Soc Ge
Application granted granted Critical
Publication of AT162939B publication Critical patent/AT162939B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G33/00Compounds of niobium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Behandlung der Metalle der fünften Gruppe des periodischen Systems, im besonderen auf die Trennung von Tantal und Niobium. Bekanntlich sind diese beiden Metalle sehr schwer voneinander zu trennen. Das neue Verfahren bringt einen wesentlichen Fortschritt gegenüber dem Stande der Technik. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine schnelle Trennung der beiden Metalle in einer einzigen Stufe zu erreichen. Die Erfindung besteht aus einem Verfahren zur Trennung von Tantal und Niobium (im allgemeinen von Metallen der fünften Gruppe des periodischen Systems), die in einem Gemisch ihrer Pentoxyde enthalten sind, in der Weise, dass das Niobium selektiv in eine Stickstoffverbindung übergeführt wird, die sodann der Einwirkung eines Halogens (Chlor, Brom, Jod oder dissozierbarer Verbindungen dieser Elemente) unterworfen wird, wodurch die Niobiumstickstoffverbindung in eine flüchtige Halogenverbindung verwandelt und dass sodann durch Destillation und Kondensation der erwähnten Niobium-Halogenverbindung die Trennung von Tantalpentoxyd erreicht wird. Die eintretende Reaktion kann wie folgt formuliert werden. 
 EMI1.1 
 



   Prüfungen mit Röntgenstrahlen haben gezeigt, dass die Nitrierung des Niobiums (Anlagerung von Stickstoff) bei etwa 600   C beginnt, während die Reaktion mit Tantal nicht unter 800   C einsetzt. Die selektive Nitrierung des Niobiums kann daher bei Behandlung im Temperaturintervall zwischen 600  C und 800  C bewirkt werden. 



   Empfohlen wird eine Temperatur von 700   C. 



   Die physikalische Natur der gemischten Oxyde ist ebenfalls von Bedeutung. Vorzuziehen sind Oxyde in Form von Niederschlägen, auch sind die Bedingungen der Reduzierbarkeit etwas veränderlich, je nach der Natur der Oxyde und je nach der Temperatur, auf die sie vorher erhitzt wurden. 



   Bei 700  C ist Ammoniak leicht dissozierbar und es hat sich gezeigt, dass man zum Zwecke der Nitrierung ebenso gut von einem Gemisch aus Stickstoff und Wasserstoff ausgehen kann. 



  Jedoch ist in diesem Falle die Temperatur der Nitrierung höher, z. B. 900   C für eine Mischung von Wasserstoffgas und Stickstoff im gleichen Mengenverhältnis wie in der Formel für Ammoniak. 



   Es ist zu beachten, dass mitunter etwas Tantal in das kondensierte Chlorür gerät. Daran sind die parasitären Reaktionen schuld. Da das Tantal eine höhere Affinität zum Stickstoff hat als das Niobium, kann sich ein Austausch des Stickstoffs nach der Gleichung vollziehen : 
 EMI1.2 
 
Die Tantal-Stickstoffverbindung wird danach chloriert und TaC15 verseucht die kondensierten Produkte. Diese Reaktion geht jedoch verhältnismässig langsam vor sich, denn sie vollzieht sich durch Berührung und Diffusion. Um eine saubere Trennung zu erhalten, muss man bei niederen Temperaturen während einer kurzen Zeit und mit einem pulverförmigen Gemenge operieren. 



   Eine weitere Quelle der Verunreinigung des Niobiumchlorürs resultiert aus der Bildung von Niobiumoxychlorür nach folgender Reaktion : 
 EMI1.3 
 
Diese Reaktion findet während der Chlorierung statt, wenn das Niobiumchlorür eine dicke Schicht Tantaloxyd oder Oxydgemisch passiert. Sie verursacht erhebliche Verluste von Tantal, wenn man die Temperatur örtlich steigert. Das Nitrid reagiert heftig mit dem Chlor und die Substanz überhitzt sich. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, dem Chlor ein indifferentes Gas beizumischen, wie z. B. Stickstoff. Die stickstoffhältigen, durch die Chlorierung entstehenden Gase können hiezu ausgenützt werden. Jedenfalls wird man vorteilhaft mit dünnen Schichten arbeiten und bei der niedrigsten Temperatur, die mit einem ausreichend raschen Gang der Reaktion vereinbar ist, chlorieren. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Als typisches Ausführungsbeispiel sei folgender Versuch beschrieben :
Man lässt ein Gemisch von Niobiumpentoxyd und Tantalpentoxyd bei 900  C in Ammoniak reagieren. Das Oxyd enthält z. B. : 
 EMI2.1 
 Nach zweieinhalb Stunden wird der Wasserstoff durch Stickstoff ersetzt und die Temperatur auf 400  C erniedrigt sein. Sodann wird eine Stunde lang mit reinem Chlor chloriert. Der danach verbleibende Rückstand enthält : 
 EMI2.2 
 Im ganzen werden somit   83 5% Niobium   ausgeschieden. 



   Bei Anlagerung von Stickstoff (Nitrierung) bei   700  C   durch   18t   Stunden enthält der Rückstand nach der Chlorierung : 
 EMI2.3 
 Es werden also   88%   Niobium ausgeschieden. Jedoch gelangen   4-6%   Tantal in das kondensierte Niobiumchlorür. Bei Verwendung einer Mischung von Chlor und Stickstoff erhält man eine bessere Trennung. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer Metalle der fünften Gruppe des periodischen Systems, die in einem Gemisch von Pentoxyden enthalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Niobium selektiv nitriert wird, dass die erhaltene Niobiumstickstoffverbindung unter Einwirkung eines Halogens (Chlor, Brom, Jod oder dissozierbarer Verbindungen dieser Elemente) selektiv in eine flüchtige Halogenverbindung des Niobiums umgewandelt und sodann durch Destillation und Kondensation der erwähnten Niobiumhalogenverbindung die Trennung des Niobiums vom Pentoxyd erreicht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung von Ammoniak als nitrierendes Reagens.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung von Chlorgas zur Halogenisierung.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nitrierung bei einer Temperatur zwischen 500 C und 9000 C vollzogen wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Gemisch von Wasserstoff und Stickstoff nitriert und danach mit Chlor chloriert wird.
AT162939D 1945-12-07 1947-09-15 Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle AT162939B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US162939XA 1945-12-07 1945-12-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT162939B true AT162939B (de) 1949-04-25

Family

ID=21776376

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT162940D AT162940B (de) 1945-12-07 1947-09-15 Verfahren zur Trennung von Tantal und Niobium sowie ähnlicher Metalle
AT162939D AT162939B (de) 1945-12-07 1947-09-15 Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT162940D AT162940B (de) 1945-12-07 1947-09-15 Verfahren zur Trennung von Tantal und Niobium sowie ähnlicher Metalle

Country Status (2)

Country Link
AT (2) AT162940B (de)
DE (2) DE824340C (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1073463B (de) * 1960-01-21 Ciba Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz) Verfahren zur Trennung von Niob- und Tantalchloriden
DE1017601B (de) * 1955-03-01 1957-10-17 Ciba Geigy Verfahren zur Trennung von Niob- und Tantalverbindungen
DE1056105B (de) * 1956-02-06 1959-04-30 Ciba Geigy Verfahren zur Trennung von Niob und Tantal in Form ihrer Chloride

Also Published As

Publication number Publication date
DE809195C (de) 1951-07-23
AT162940B (de) 1949-04-25
DE824340C (de) 1951-12-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2360706B2 (de) Verfahren zur Regeneration von Schwefelsäure
AT162939B (de) Verfahren zur Trennung von Niobium und Tantal sowie anderer ähnlicher Metalle
DE1082238B (de) Verfahren zum Herstellen von Silizium
DE2439540B1 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Antimonpentachlorid aus zur Fluorierung von chlorierten Kohlenwasserstoffen eingesetzten Katalysatorlösungen
DE1132901B (de) Verfahren zur Herstellung von pyrophorem Silicium und Polysiliciumhalogeniden
DE888540C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol
DE1670453A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbenzthiazolen
DE3878465T2 (de) Methode zum reinigen von alkylseleniden und alkyltelluriden.
DE1017611B (de) Verfahren zur Abtrennung von Begleitstoffen aus festen, kristallinen Stoffen oder Stoffgemischen
DE2135250C3 (de) Verfahren zur Reinigung von technischem Titantetrachlorid von den dieses begleitenden Beimengungen
DE370972C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalsaeure
DE695690C (de) Abtrennung von 1, 4-Dichlornaphthalin aus Gemischen von Mono- und Dichlornaphthalinen
DE1172046B (de) Verfahren zur Herstellung von spektralreinem Wismut
DE653772C (de) Verfahren zur Gewinnung von Vanadin aus Erzen oder Schlacken
CH412346A (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Wismut
DE873838C (de) Herstellung von Kaliumsulfat aus Kaliumchlorid und Ammonsulfat
DE523523C (de) Verfahren zur Darstellung von 1,2-Diaminoanthrachinon
DE2509517A1 (de) Verfahren zur herstellung einer bromfreien alkali- oder erdalkalichloridloesung
DE1134973B (de) Verfahren zur Herstellung von hochreinen Siliciumhalogeniden
AT71168B (de) Verfahren zur Darstellung aromatischer Amine.
AT232982B (de) Verfahren zur Herstellung von ω-Lactamen
DE869338C (de) Verfahren zur Herstellung von Natriummonoxyd
DE892539C (de) Verfahren zur Herstellung eines insbesondere zur Entrostung oder als Rostschutz geeigneten Mittels
DE839108C (de) Verfahren zum Pruefen des Reinheitsgrades von Selen
DE1221629B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 4, 5, 4&#39;-Tetrachlordiphenylsulfid