CH412346A - Verfahren zur Herstellung von reinem Wismut - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Wismut

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CH412346A
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bismuth
sep
pure
chloride
production
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CH220666A
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Plust Heinz-Guenther Dipl-Ing
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B30/00Obtaining antimony, arsenic or bismuth
    • C22B30/06Obtaining bismuth

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     reinem    Wismut    Zur Herstellung von Verbindungshalbleitern, wie  sie auch in     thermoelektrischen    Einrichtungen ver  wendet werden, ist es notwendig, dass die Ausgangs  materialien einen sehr hohen Reinheitsgrad aufwei  sen. Ein solches Ausgangsmaterial ist Wismut, das  beispielsweise Bestandteil des     thermoelektrischen    Ma  terials     Wismuttellurid        (Bi2Te3)    ist. Bekannte Ver  fahren zur Reinigung von Wismut sind die wässerige  Elektrolyse, die     Schmelzflusselektrolyse    sowie insbe  sondere ein Verfahren, bei welchem von     Wismutnitrat     ausgegangen wird.

   Bei diesem letzteren Verfahren  wird     Wismutnitrat    in das Sulfid übergeführt, das Sul  fid mit Salpetersäure oxydiert und das Oxyd mittels       Kaliumcyanid    zu reinem Wismut reduziert.  



  Keines der genannten Verfahren liefert jedoch       spektralreines    Wismut. Zudem gelingt es mit den ge  nannten Verfahren nicht, Kupfer- und Silberverunrei  nigungen so weit zu entfernen, dass sie die Eigen  schaften der aus     gereinigtem    Wismut hergestellten  Halbleiter nicht mehr beeinflussen. Besondere Nach  teile haften den bekannten Verfahren auch dadurch  an, dass zu ihrer Durchführung verschiedene andere  Materialien und Hilfsstoffe benötigt werden, die eben  falls in hochreiner Form vorliegen müssen, wenn das  Reinigungsverfahren wirkungsvoll sein soll.  



  Es ist das Ziel der     Erfindung,    ein Verfahren zur  Herstellung von     spektralreinem    Wismut aufzuzeigen,  bei dem die genannten Nachteile vermieden sind und  das darüber hinaus geeignet ist,     spektralreines    Wis  mut in grösseren Mengen zu liefern. Das Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet, dass Wismut durch     Chlo-          rierung    in     Wismut(III)-chlorid    und dieses durch an  schliessende Hydrolyse in     Wismutoxychlorid    überge  führt wird und dass das     Wismutoxychlorid    in reinem  Wasserstoff bei etwa 900  C reduziert wird.  



  Das Verfahren beruht auf der Erkenntnis, dass  durch die Reduktion von     Wismutoxychlorid    mit Was-         serstoff    dieses wider Erwarten nicht in Wismut,  Wasser und Salzsäure umgesetzt wird gemäss der  Gleichung  
EMI0001.0023     
  
    2 <SEP> BiOCl <SEP> -I- <SEP> 3 <SEP> Hz <SEP> @ <SEP> 2 <SEP> Bi <SEP> -f- <SEP> H20 <SEP> -I- <SEP> HCh       sondern dass intermediär     Wismut(III)-chlorid    gebil  det wird.

   Dieses sublimiert bei der Reaktionstempe  ratur von etwa 900  C sofort ab und schlägt sich  am kalten Teil der Apparatur     nieder.    Summenmässig  ist der Umsatz demnach durch die Gleichung  
EMI0001.0026     
  
    3 <SEP> MOCI <SEP> -I- <SEP> <B>3H2</B> <SEP> --> <SEP> 2 <SEP> Bi <SEP> -I- <SEP> 3 <SEP> H20 <SEP> -f- <SEP> BiC13       wiederzugeben. Der Reinigungseffekt wird durch die       Absublimation    des     Wismut(III)-chlorids    bewirkt, das  Chloride anderer     Metalle    mitreissen oder auch in  komplexer Form mitführen kann.  



  Das erzeugte reine Wismut ist     spektralanalytisch          frei    von     Verunreinigungen    wie Bor, Blei, Kupfer,       Silber,Titan    und Aluminium. Ein besonderer Vorteil  liegt     darin,    dass zur Durchführung des Verfahrens  ausser reinem Wasserstoff, der in bekannter Weise  leicht durch Reinigung von technischem Wasserstoff  hergestellt werden kann, keine weiteren reinen Mate  rialien oder     Hilfsstoffe    benötigt werden.  



  Die Herstellung des     Wismutoxychlorids    geschieht  erfindungsgemäss durch     Chlorierung    von Rohwismut  zu     Wismut(III)-chlorid    gemäss der Gleichung  
EMI0001.0039     
  
    2 <SEP> Bi <SEP> -I- <SEP> 3 <SEP> C12 <SEP> > <SEP> 2 <SEP> BiC13       und anschliessender Hydrolyse des     Wismut(III)-chlo-          rids    gemäss der Gleichung  
EMI0001.0042     
  
    BiC13 <SEP> -1- <SEP> H20 <SEP> - <SEP> ' <SEP> BiOCl <SEP> -I- <SEP> 2 <SEP> HCl.       Das entstehende     Wismutoxychlorid    kann direkt  der     Reinigungsreduktion    unterworfen werden.  



  Bei     sehr    starker Verunreinigung des zu reinigen  den Rohwismuts kann das durch     Chlorierung    des      Wismut erhaltene     Wismut(III)-chlorid    vor der Durch  führung der Hydrolyse     vorgereinigt    werden. Dies  geschieht     zweckmässigerweise    durch Sublimation oder  durch Zonenziehen. Anstelle oder zusätzlich zu dieser       Vorreinigung    kann bei der Herstellung des     Wismut-          oxychlorids    durch Hydrolyse des     Wismut(III)-chlo-          rids    eine     Vorreinigung    mittels fraktionierter Hydro  lyse erreicht werden.  



  Zur weiteren Erläuterung des Verfahrens wird  im folgenden ein Beispiel beschrieben.  



  Zur Durchführung der     Chlorierung    von Wismut  wird ein Quarzrohr verwendet, welches auf der einen  Seite Gaszuführungen und auf der anderen Seite ein  gekühltes Sammelgefäss aufweist. Der mittlere Teil  des Quarzrohrs ist von einer Heizeinrichtung, bei  spielsweise einem Ofen, umschlossen. Im geheizten  Teil des     Quarzrohrs    befindet sich -in mit etwa 300 g  metallischem Wismut gefülltes     Schiffchen.    Das Rohr  wird vorerst unter reinem Stickstoff auf etwa 500  C  aufgeheizt. Dann     wird    ein Gasstrom eingestellt, der  sich aus 10 Liter/Stunde Stickstoff und 20 Liter/  Stunde Chlorgas     zusammensetzt.    Die     Heiztemperatur     wird hierbei auf 700-800  C erhöht.

   Das Wismut  reagiert zu     Wismut(11I)-chlorid        (BiC13),    welches  durch den Stickstoff in das gekühlte Sammelgefäss  sublimiert wird. Nach beendeter Reaktion lässt man  unter Stickstoff abkühlen. Es ist     möglich,    auf diese  Weise 300g Wismut innerhalb von 2 Stunden in  das Chlorid überzuführen, wobei sich eine Ausbeute  von 94 bis 98 0 an     Wismut(III)-chlorid    ergibt.  



  Zur Durchführung der anschliessenden Hydrolyse  wird     Wismut(1I1)-chlorid    mit destilliertem Wasser  versetzt und das Wasser dekantiert. Der aus     Wismut-          oxychlorid        (BiOCl)    bestehende Niederschlag wird       abgefiltert    und bei etwa 130  C getrocknet. Die Aus  beute beträgt etwa 97,5  Die Reduktion des     Wismutoxychlorids    erfolgt in  einem von gereinigtem Wasserstoff durchströmten  Quarzrohr, dessen mittlerer Teil von einer     Heizein-          richtung    umschlossen ist.

   In der geheizten Zone des  Rohrs befindet sich ein Schiffchen mit etwa 50 g         Wismutoxychlorid.    Die Durchführung der Reduktion  erfolgt bei etwa 900  C, da bei dieser Temperatur  der Dampfdruck des     Wismutoxychlorids    noch sehr  niedrig ist. Bei einem Wasserstoffstrom von 30 Liter/  Stunde ist die Reduktion nach 15 Minuten beendigt.  Die Ausbeute an Wismut, bezogen auf die Reduk  tionsgleichung  
EMI0002.0030     
  
    3 <SEP> BiOCI <SEP> -I- <SEP> 3 <SEP> H2 <SEP> --@ <SEP> 2 <SEP> Bi <SEP> -i- <SEP> 3 <SEP> H20 <SEP> -f- <SEP> BiCls       beträgt etwa 70 ö.  



  Das gemäss der Reduktionsgleichung entstehende       Wismut(III)-chlorid    sublimiert bei der Reaktions  temperatur von 900  C sofort ab und schlägt sich  auf dem kalten Teil des Quarzrohrs nieder. Es kann  ohne weiteres über die Hydrolyse in     Wismutoxy-          chlorid    übergeführt und zwecks Reinigung erneut der  Reduktionsoperation zugeführt werden. Dadurch  kann die Ausbeute an reinem Wismut wesentlich ge  steigert werden, nämlich auf über 90 0, so dass sich  eine Gesamtausbeute an reinem Wismut aus     unge-          reinigtem    Wismut von 85 bis 90 0 ergibt.  



  Es ist zweckmässig, das nach der Reduktion teil  weise     kugelförmig    anfallende Wismut zu Stäben zu  verarbeiten. Dies lässt sich in einfacher Weise durch  Schmelzen in einem Porzellantiegel und Giessen des  flüssigen     Metalles    in ein vorgewärmtes, unten ge  schlossenes Röhrchen aus feuerfestem Glas erreichen.       Spektralanalytische    Untersuchungen zeigen, dass das  reine Wismut frei von Bor, Blei, Kupfer, Silber, Titan  und Aluminium ist und demnach zur Herstellung von  Halbleiterverbindungen mit günstigen elektrischen  Eigenschaften geeignet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von spektralreinem Wismut, dadurch gekennzeichnet, dass Wismut durch Chlorierung in Wismut(III)-chlorid und dieses durch anschliessende Hydrolyse in Wismutoxychlorid über geführt wird und dass das Wismutoxychlorid in rei nem Wasserstoff bei etwa 900 C reduziert wird.
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