AT159379B - Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole. 



   Im Stammpatent Nr. 144997 ist ein Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole geschützt, das darin besteht, dass man Keimdrüsenhormone, deren Abkömmlinge und synthetischen Verwandten mit metallorganischen Verbindungen, insbesondere solchen, die zur Bildung ungesättigter Kohlenwasserstoffe neigen, umsetzt. Die dabei entstehenden Anlagerungsverbindungen werden durch Einwirkung hydrolysierender Mittel gespalten. 



   Es wurde nun gefunden, dass man zu in 17-Stellung einen ungesättigten Alkylrest enthaltenden   Cyclopentapolyhydrophenanthrendiolen- (3.   17) gelangen kann, wenn man ungesättigte Alkylmagnesiumhalogenide, vorzugsweise im Entstehungszustand, auf   Cyclopentanopolyhydrophenanthrol- (3)-one- (17),   wie z. B.   Androsten- (5)-ol- (3)-on- (17),   deren Hydroxylgruppe gegebenenfalls verestert oder veräthert sein kann, einwirken lässt, hierauf die entstehenden Anlagerungsverbindungen in an sich bekannter Weise durch Einwirkung hydrolysierender Mittel spaltet und in den so erhaltenen Verbindungen allenfalls vorhandene Äther-bzw. Estergruppen in üblicher Weise in Hydroxylgruppen überführt. 



   Als Ausgangsstoffe kommen z. B. Östron bzw. dessen Analoge, Androsteron, Androsten- (5)-ol-   (3)-on- (17)   oder deren Stereoisomeren in Betracht. 



   Als ungesättigte Alkylmagnesiumhalogenide verwendet man die z. B. aus Magnesium und den Halogeniden des Acetylens, Äthylens, ihrer Homologen sowie ihrer Substitutionsprodukte gewonnenen. 



  Die ungesättigten Alkylmagnesiumhalogenide lässt man entweder im fertigen Zustand auf das Ausgangsketon einwirken, oder aber man   verfährt-besonders   im Falle der Anwendung wenig beständiger Alkylmagnesiumhalogenide-in der Weise, dass man die einzelnen Reaktionsteilnehmer (das Ausgangsketon, Magnesium und ein Halogenid eines ungesättigten Kohlenwasserstoffes) gleichzeitig miteinander zur Reaktion bringt. 



   Die folgenden Formelbilder sollen einige   Ausführungsformen   des erfindungsgemässen Verfahrens erläutern : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 unter ständigem Durchleiten von Acetylen zum schwachen Sieden erwärmt. Dazu gibt man unter Rühren, Schütteln und ständigem Durehleiten von Acetylen eine Lösung von   0#5 g Androsten-(5)-     ol- (3)-on- (17)-acetat   in 20 cm3 Äther. Nach drei Tagen wird das Reaktionsgemisch mit Eiswasser versetzt, mit verdünnter Schwefelsäure schwach angesäuert und mit Äther ausgezogen. Nach dem Trocknen und Verdampfen des Äthers entfernt man aus dem Rückstand unverändertes Ausgangsketon 
 EMI2.2 
 



   Wenn der ölige Rückstand nicht von selbst kristallisiert, empfiehlt es sich, daraus mit Silbernitrat die   schwerlösliche   Silberverbindung herzustellen und abzuscheiden, diese dann mit Salzsäure wieder zu zerlegen und für sieh zur Kristallisation zu bringen. 



   Beispiel 2 : 3 g Acetylendimagnesiumbromid in 50   cm3   Äther werden wie im Beispiel 1 mit   0-7 Androsten- (5)-ol- (3)-on- (17)-acetat   umgesetzt. Man erhält bei der Aufarbeitung das 3. 3'Diacetat 
 EMI2.3 
 erwärmt. Dazu gibt man unter Rühren, Schütteln und ständigem Durchleiten von Acetylen eine Lösung von 0'5   g Östron   in 20 em3 Äther. Bei der analog Beipsiel 1 durchgeführeten Aufarbeitung erhält man als Endprodukt das 17-Äthinyl-östadiol-(3.17). 



   Beispiel 4 : Zu einer Lösung von   10 g Acetylen-monomagnesiumbromid   in 100   fMt   Äther gibt man eine solche von 3 g   Androsteronacetat   in 20   Äther.   Man erwärmt das Reaktionsgemisch längere Zeit zum Sieden, lässt noch 24 Stunden stehen und giesst die Lösung in eiskalte verdünnte Schwefelsäure. Darauf wird das Reaktionsprodukt mit Äther ausgezogen und der Äther nach dem Trocknen verdampft. Mittels Semicarbazidlösung entfernt man aus dem in Alkohol aufgenommenen   Rückstande   geringe Mengen Ausgangsketon, giesst die Lösung in Wasser und äthert aus. Der nach dem Verdampfen verbleibende   Rückstand   liefert beim Umkristallisieren aus verdünntem Methanol das 3-Acetat des 17-Äthinylandrostandiols-(3. 17). 



   Beispiel 5 : 0'5 g geschmirgeltes Magnesiumband werden mit   5cm3 absolutem Äther.   und   0'5 cm3 Allylbromid   in der Kälte angeätzt und nach   dem Abgiessen der Flüssigkeit   mit   10 em3   Äther innerhalb von 75 Minuten tropfenweise mit'einer Lösung von 1 g   Androsten- (5)-ol- (3)-on- (17)-acetat   und   1'5     cm3   Allylbromid in 11 em3 Äther versetzt. Während der Reaktion wird kräftig geschüttelt und alle 20 Minuten neuerlich etwas Magnesium hinzugegeben, um die eingeschlossenen Reste zu ersetzen. 



  Unter den angegebenen Bedingungen verläuft die Umsetzung ohne äussere Erwärmung. Nach halbstündigem Kochen der Reaktionslösung wird der Äther abdestilliert und der Rückstand mit Eis und   10% iger   Salzsäure zersetzt. Der entstehende Niederschlag wird nach dem Abfiltrieren und Waschen mit Wasser aus Aceton und schliesslich aus Essigester umgelöst. Das 3-Acetat des 17-Allyl-   androsten- (5)-ol- (3)-ons- (17)   wird in einer Ausbeute von 88% in Form kleiner nadelförmiger Kristalle   vom F = 151  (unkorr. ) erhalten.   



   In den nach den Beispielen erhältlichen Aeylderivarten können die Esterguppen durch Abspaltung des Acylrestes in üblicher Weise in Hydroxylgruppen übergeführt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens gemäss Stammpatent Nr. 144997, dadurch gekennzeichnet, dass man ungesättigte Alkylmagnesiumhalogenide, vorzugsweise im Entstehungszustand, auf Cyclo-   pentanopolyhydrophenanthrol- (3)-one- (17),   wie z. B.   Androsten- (5)-ol- (3)-on- (17), deren Hydroxyl-   gruppe gegebenenfalls verestert oder veräthert sein kann, einwirken lässt, hierauf die entstehenden Anlagerungsverbindungen in an sich bekannter Weise durch Einwirkung hydrolysierender Mittel spaltet und in den so erhaltenen Verbindungen allenfalls vorhandene Äther-bzw. Estergruppen in üblicher Weise in Hydroxylgruppen überführt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als ungesättigte Alkylmagnesiumhalogenide Vinyl-bzw. Äthinylmagnesiumhalogenide, insbesondere Bromide verwendet.
AT159379D 1933-10-21 1936-11-07 Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole. AT159379B (de)

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