AT158148B - Verfahren zur Darstellung von Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-on-(3)-ols-(17) oder deren 17-Methylderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-on-(3)-ols-(17) oder deren 17-Methylderivaten.

Info

Publication number
AT158148B
AT158148B AT158148DA AT158148B AT 158148 B AT158148 B AT 158148B AT 158148D A AT158148D A AT 158148DA AT 158148 B AT158148 B AT 158148B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
ols
testosterone
esters
androstanone
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Chem Ind Basel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chem Ind Basel filed Critical Chem Ind Basel
Application granted granted Critical
Publication of AT158148B publication Critical patent/AT158148B/de

Links

Landscapes

  • Steroid Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es wurde gefunden, dass man zu neuen Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-   on- (3)-ols- (17)   oder deren 17-Methylderivaten gelangen kann, wenn man diese Oxyketone mit solchen acylierenden Mitteln verestert, die mehr als 2 C-Atome enthalten und die neben der die Acylierung bewirkenden Gruppe keine zur Salzbildung befähigte oder in eine solche überführbare Gruppe enthalten. 



   Vor Testosteron und Testosteronacetat zeichnen sich die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Ester durch ihre protrahiertere Wirkung aus. Estern mit Fettsäuren vom Propionat an kommt überdies eine besonders kräftige Wirksamkeit im Rattentest zu. 



   Zur Acylierung können sowohl die freien Säuren selbst als auch z. B. ihre Anhydride, Halogenide oder Ester mit niederen Alkoholen verwendet werden. Geeignete Säurekomponenten sind z. B. die Propionsäure, die Buttersäuren,   die Valeriansäuren, die Caprinsäure, die Benzoesäure, die Croton-   säure usw. 



   Als Ausgangsstoffe kommen beispielsweise folgende Oxyketone in Betracht : Testosteron 
 EMI1.2 
 



   Aus der folgenden Zusammenstellung ergibt sich die besonders hohe Wirksamkeit der nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Verbindungen : 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> Samenblasengewicht <SEP> an <SEP> der <SEP> Ratte <SEP> in <SEP> mg
<tb> Untersuchte <SEP> Verbindung <SEP> I <SEP> nach <SEP> 21 <SEP> Tagen
<tb> nach <SEP> 16 <SEP> Tagen <SEP> # <SEP> nach <SEP> 21 <SEP> Tagen
<tb> Testosteron <SEP> .................................. <SEP> 15 <SEP> 14
<tb> Dihydrotestosteron................................. <SEP> 15 <SEP> 14
<tb> 17-Methyl-testosteron............................... <SEP> 16 <SEP> 14
<tb> 17-Methyl-dihydrotestosteron <SEP> ........................

   <SEP> 16 <SEP> 14
<tb> Testosteron-formiat <SEP> 61 <SEP> 46
<tb> Testosteron-acetat <SEP> ..............................# <SEP> 89 <SEP> # <SEP> 33
<tb> Testosteron-propionat <SEP> 285 <SEP> 106
<tb> Testosteron-n-butyrat <SEP> 375 <SEP> 320
<tb> Tesosteron-iso-butyrat <SEP> ......................... <SEP> 334 <SEP> 135
<tb> Testosteron-n-valerianat <SEP> ......................... <SEP> 400 <SEP> 514
<tb> Testosteron-eaprinat <SEP> .............................. <SEP> 165 <SEP> 190
<tb> Testosteron-benzoat <SEP> ..............................# <SEP> 113 <SEP> 170
<tb> 
 
Zur Durchführung dieser Untersuchungen wurden kastrierte Ratten, die am 1. und 6. Versuehstag je 1 mg der zu untersuchenden Verbindung erhalten hatten, am 16. bzw. 21. Tag getötet und die Gewichte der Samenblasen bestimmt. 



   Die neuen Ester sollen therapeutische Verwendung finden. 



   Beispiel 1 : 1 Gew.-Teil Testosteron wird in 4 Gew.-Teilen trockenem Pyridin gelöst und mit   1#5 Gew.-Teilen   Propionsäureanhydrid   n2 Stunden   auf   1250 erhitzt. Danach   giesst man das 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Hcaktionsgemisch in Wasser und   lässt einige Zeit stehen, wobei Kristallisation eintritt. Die Kristallmasse wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen, über Phosphorpentoxyd getrocknet und liefert nach Umkristallisieren aus Hexan farbloses Testosteron-propionat vom F = 121-123 . 



   Beispiel 2 : Eine Lösung von 1 Gew.-Teil Testosteron in 4   Gew.-Teilen   Pyridin wird mit 2   Gew.-Teilen n-Buttersäure-anhydrid 1   Stunden im Ölbade auf   1250 erhitzt.   Dann versetzt man mit Wasser und lässt längere Zeit stehen, wobei Kristallisation eintritt. Das Kristallisat wird abgesaugt, mit Wasser naehgewaschen und über Phosphorpentoxyd getrocknet. Man kristallisiert aus Hexan oder verdünntem Methylalkohol um und erhält so das Testosteron-n-butyrat in Form feiner, leicht   verfilzter   Nadeln vom   F = 111-1130.   
 EMI2.1 
 gemisch in warmes Wasser und rührt etwas um, wobei schon nach kurzer Zeit Kristallisation eintritt. Hierauf wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und über Phosphorpentoxyd getrocknet. 



  Nach Umkristallisieren aus Hexan oder verdünntem Aceton erhält man das   Testosteron-isobutyrat   in Form derber Nadeln vom F = 134-136 . 



   Beispiel 4 : Man versetzt eine Lösung von 1   Gew.-Teil   Testosteron in 3.   Gew.-Teilen trockenem   Pyridin in der Kälte mit 1 Gew.-teil n-Valeriansäure-chlorid und bewahrt das Ganze längere Zeit bei Zimmertemperatur auf. Danach giesst man die teilweise erstarrte Masse in stark verdünnte Schwefelsäure, äthert aus und   wäscht   die Ätherlösung mit verdünnter Schwefelsäure, Sodalösung und Wasser. Der Eindampfrückstand der Ätherlösung wird aus Hexan und verdünntem Aeeton umkristallisiert und so der Testosteron-n-valeriansäure-ester vom F =   109-111 0 erhalten.   



   An Stelle von Valeriansäure-chlorid kann auch ein anderes   Valeriansäurehalogenid,   wie z. B. das Bromid, Verwendung finden. 



   In ähnlicher Weise gewinnt man auch den Testosteron-isovaleriansäureester vom F = 138 bis 139. 50. 



   Beispiel 5 : Man erhitzt gleiche   Gew.-Teile   Testosteron und Caprinsäure in einer Stickstoffatmosphäre drei Stunden auf   200 .   Dann wird in Äther aufgenommen, die Ätherlösung mit Sodalösung und Wasser gewaschen und eingedampft. Den nach einigem Stehen kristallisierenden   Rückstand   kristallisiert man aus absolutem oder wässerigem Methylalkohol um und erhält so den Testosteroneaprinsäure-ester vom F =   55-57 .   



   Beispiel 6 : 1-44   44 g   Testosteron werden in absolutem Pyridin gelöst und zu dieser Lösung langsam 1 g Benzoylehlorid gegeben. Das Reaktionsgemisch lässt man mehrere Stunden stehen, giesst dann in   verdünnte Schwefelsäure,   äthert aus   und wäscht   die vereinigtenÄtherauszüge wiederholt mit verdünnter Lauge und zuletzt mit Wasser. Den Rückstand der getrockneten Ätherlösung reinigt man durch Umkristallisation aus Hexan und/oder Hochvakuumsublimation und gewinnt so das Testosteron-benzoat vom F =   198-2000.   



   Beispiel 7 :   0#5 Gew.-Teile Dihydrotestosteron   werden in 15 Gew.-Teilen trockenem Pyridin 
 EMI2.2 
 Lösung fast farblos bleibt. Man giesst das Reaktionsgemisch sodann in Wasser und lässt einige Zeit stehen, wobei sofort Kristallisation eintritt. Die Kristallmasse wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen, über Phosphorpentoxyd getrocknet. Das so erhaltene   Dihydrotestosteron-propionat   schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Hexan bei   12012in.   



   In ganz analoger Weise erhält man z. B. auch den Buttersäureester sowie die   n-Valeriansäureester.  
Die Reaktion kann auch in Anwesenheit anderer tertiärer Basen, wie z. B. Dimethylanilin, oder selbst ohne solche durchgeführt werden. 



   In ähnlicher Weise werden z. B. auch   17-trans-Androstanon- (3)-ol- (17)-hexahydrobenzoat   vom   F= 165-166  und 17-eis-Androstanon- (3)-ol- (17)-hexahydrobenzoat   vom F = 136-137" gewonnen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Darstellung von Estern des   Androstanon- (3)-ols- (17)   bzw.   Androsten- (4) -     on- (3)-ols- (17)   oder deren   17-iethylderivaten,   dadurch gekennzeichnet, dass man diese Oxyketone mit solchen acylierenden Mitteln verestert, die mehr als 2 C-Atome enthalten und die neben der die Acylierung bewirkenden Gruppe keine zur Salzbildung befähigte oder in eine solche   überführbare   Gruppe enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Versterung mit Fettsäureabkömmlingen durchführt, deren Säurerest 3 bis 10 C-Atome enthält.
AT158148D 1935-10-05 1936-08-04 Verfahren zur Darstellung von Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-on-(3)-ols-(17) oder deren 17-Methylderivaten. AT158148B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH158148X 1935-10-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158148B true AT158148B (de) 1940-03-11

Family

ID=29256271

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158148D AT158148B (de) 1935-10-05 1936-08-04 Verfahren zur Darstellung von Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-on-(3)-ols-(17) oder deren 17-Methylderivaten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158148B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2020245641A1 (en) * 2019-06-05 2020-12-10 Hafeez Kalak Abdul Novel esters of medroxyprogesterone

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2020245641A1 (en) * 2019-06-05 2020-12-10 Hafeez Kalak Abdul Novel esters of medroxyprogesterone

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT158148B (de) Verfahren zur Darstellung von Estern des Androstanon-(3)-ols-(17) bzw. Androsten-(4)-on-(3)-ols-(17) oder deren 17-Methylderivaten.
DE661384C (de) Verfahren zur Darstellung von Estern von gesaettigten oder ungesaettigten Oxyketonenvom Typus des Androstan-3-on-17-ols
AT157706B (de) Verfahren zur Darstellung neuer Ester.
AT159962B (de) Verfahren zur Darstellung von Estern der Nebennierenrindenhormone bzw. weitgehend gereinigter Nebennierenrindenhormone.
DE957030C (de) Verfahren zur Herstellung der Phenylpropionsaeureester von Steroidhormonen
DE864257C (de) Verfahren zur Herstellung hormonal wirksamer Verbindungen der Oestranreihe
AT240540B (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Chlor-Δ&lt;4&gt;-3-ketosteroidverbindungen
AT233745B (de) Verfahren zur Herstellung von Reserpsäureestern sowie deren Salzen
DE695738C (de) gen der Oestronreihe
AT201585B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen β-Phenyl-Δα,β-butenoliden
AT159379B (de) Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Alkohole.
DE575470C (de) Verfahren zur Darstellung von C, C-disubstituierten Derivaten der Barbitursaeure
AT160853B (de) Verfahren zur Herstellung von ungesättigten und gesättigten in 21-Stellung substituierten Derivaten des Pregnanol-(3)-ons-(20).
DE685031C (de) Verfahren zur Darstellung aliphatischer Ester der Dihydrooestrinreihe
DE912695C (de) Verfahren zur Herstellung eines Oestradiolesters
AT160524B (de) Verfahren zur Darstellung neuer Oxyketone bzw. deren Ester oder Äther.
DE875656C (de) Verfahren zur Darstellung des natuerlichen Oestriols aus Oestron
AT153501B (de) Verfahren zur Darstellung von Estern polycyclischer Alkohole.
DE705529C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureestern aromatischer Sulfondicarbonsaeuren
AT158268B (de) Verfahren zur Darstellung von Androstendionen-(3.17) oder Androstenol-(17)-onen-(3).
DE752371C (de) Verfahren zur Herstellung von Enolaethern von 3-Ketosteroiden
AT201247B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 6-Hydroxy-3:5-cyclopregnan-20-ons
AT362889B (de) Verfahren zur herstellung von neuen estern von androstadien-17-carbonsaeuren
DE882246C (de) Verfahren zur Darstellung von (3)-Ketonalkoholen-(17) der Androstanreihe bzw. deren Derivaten
AT229499B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Monoäthern von 3-Hydroxy-östra-1, 3, 5(10)-trienen