AT157117B - Verfahren zur Mitverarbeitung von Seifenabfällen bei der Herstellung von Kernseifen. - Google Patents
Verfahren zur Mitverarbeitung von Seifenabfällen bei der Herstellung von Kernseifen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Mitverarbeitung von Seifenabfällen bei der Ilerstellung von Kernseifen. Bei der üblichen Herstellung von Kernseife entstehen während der Zuschneidung des Fertigerzeugnisses Abfälle in Höhe von 15-30%, die zweckmässig zur Weiterverarbeitung in den Siedekessel zurückgegeben werden. Enthalten diese Abfälle als Füllmasse das meist zur Verwendung kommende Wasserglas, so geht diese Füllung für die Seifenherstellung verloren und erschwert sogar den Arbeitsgang, weil sie sich im Siedekessel als schwierig zu entfernende Silikathaut abscheidet. Es entstehen also nicht zu unterschätzende Umarbeitungskosten, und es besteht das Bedürfnis, dieses unwirtschaftliche und technisch unbefriedigende Verfahren zu verbessern. Die sich hieraus ergebende Aufgabe besteht darin, eine Arbeitsweise zu finden, bei der man die EMI1.1 ungefüllten abgesetzten oder dem bereits gefüllten Seifenleim zusetzt, ohne dadurch die Güte des Enderzeugnisses in Aussehen und Beschaffenheit ungünstig zu beeinflussen. Die an sieh nächstliegende Arbeitsweise, die erstarrten Seifenabfälle auf einer Lösung mit genügend hoher elektrolytischer Wirkung, beispielsweise auf Natronlauge oder Kochsalz, zum Schmelzen zu bringen, hat sieh als praktisch nicht brauchbar erwiesen, da sie zu einem unerwünscht hohen Gehalt der Fertigseife an diesen Stoffen führt und bei den notwendigerweise über 100 liegenden Arbeitstemperaturen Schaumbildung auftritt, die die homogene Verbindung der geschmolzenen Abfallseife mit dem Frischseifenleim verhindert. Gemäss vorliegender Erfindung werden die Forderungen, die an ein einwandfreies Umschmelzen der Seifenabfälle gestellt werden müssen, mit bestem Erfolg erfüllt, wenn die Natronlauge bzw. das Kochsalz durch Alkalimetasilikat-, vorzugsweise Natriummetasilikatlösung ersetzt werden. Metasilikate sind Stoffe, welche eine genügende elektrolytisehe Wirkung in wässriger Lösung ausüben, so dass beim Umschmelzen der Abfälle sich auf dem Silikat eine Seifenlösung von einwandfreier Beschaffenheit ansammelt, d. h., es wird eine schaumfreie, ausgesalzene Seife von niehtleimartiger Beschaffenheit erhalten. Zur Durchführung des Schmelzvorganges wird eine Temperatur zwischen 90 und 100'go- wählt, die mit Hilfe eines Wasserbades leicht erreicht werden kann. Die abgesetzte Abfallseifenschmelze mischt sieh einwandfrei mit der Frischseife, so dass die oben angegebenen Nachteile der Schaum-und Streifenbildung nicht eintreten. Etwa in die Fertigseife miteingebrachtes Metasilikat ist im Gegensatz zu Natronlauge oder Kochsalz vollkommen unschädlich. Es stellt im Gegenteil eine sehr wertvolle Füllmasse dar, da es sich nicht nur als Füllmittel, das weder zu Ausblühungen oder andern nachteiligen Erscheinungen am Enderzeugnis Anlass gibt, an sieh vorzüglich eignet, sondern ausserdem noch bei Verwendung der Seife die reinigende Wirkung derselben erhöht. Als besonderer Vorteil des vorliegenden Verfahrens gegenüber den bekannten ist zu werten, dass die Aufarbeitung der Abfälle und im Bedarfsfalle die Füllung der Frischseife in einem Arbeitsgang auf einfache Weise ohne zeitraubendes Wägen und Analysieren des Enderzeugnisses beendet werden können. EMI1.2 Natriummetasilikat-5-Hydrat in 110 kg Wasser hergestellt. Auf dieser Lösung werden bei 90-100 die in einem früheren Arbeitsgang angefallenen 200 leg Seifenabfälle geschmolzen. Die Schmelze trennt <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 lösung, die während des Schmelzvorganges die Füllmasse aus den Seifenabfällen aufgenommen hat, wird unter Zugabe von 100 kg Wasserglas auf etwa 500 C gebracht und ebenfalls der Frischseife zugesetzt. Es entsteht ein Enderzeugnis mit etwa 50% Fettsäure von einwandfreier Beschaffenheit. 2. In ein eisernes Gefäss mit einer Vorrichtung zum Erwärmen mit direktem und indirektem Dampf werden 120 kg Natriummetasilikat-9-Hydrat mit 70 kg Wasser eingebracht, darauf 300 kg Seifenabfälle zugesetzt und anschliessend durch Erwärmen mit indirektem sowie direktem Dampf die Lösung bzw. Schmelzung bewirkt. Die abgesetzte Seife wird abgeschöpft und in 1000 kg abgesetzte Frischseife mit etwa 63% Fettsäure eingedrückt, während die im eisernen Kessel verbliebene Lösung mit 300 kg Wasserglas ergänzt und nach dem Erwärmen auf etwa 70 C ebenfalls der Frischseife zugeführt wird. Die Fiillung der Frischseife unter Aufarbeitung der Sehnittabfälle ist damit beendet. Die gestreckte Seife weist etwa 40% Fettsäure auf. Es ist im Bedarfsfalle ohne besondere Umstände möglich, in bekannter Weise auch noch andere gewünschte Zusätze, z. B. Farbstoffe, Riechstoffe, Überfettungsmittel, organische Kolloide, wie Stärke oder Leim, einzuverleiben. Vor allem bei letzteren, bekanntlich sehr temperaturempfindlichen Stoffen ist die neue, vorgeschlagene Arbeitsweise von Vorteil, da die Verarbeitung bei Temperaturen unterhalb 1000 erfolgt, so dass der schädliche Einfluss der im Siedekessel herrschenden höheren und langanhaltenden Temperatur vermieden wird.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Mitverarbeitung von Seifenabfällen bei der Herstellung von Kernseifen und gegebenenfalls zumfrillen der letzteren mittels Silikaten, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer wässrigen Lösung von Alkalimetasilikat, vorzugsweise Natriummetasilikat, die Seifenabfälle zum Schmelzen gebracht, nach ihrer einwandfreien Absetzung in flüssigem Zustand der flüssigen Frischseife zugesetzt werden und im Bedarfsfalle in demselben Arbeitsgang die beim Schmelzprozess der Abfälle abgetrennte Metasilikatlösung unter Zugabe von Wasserglas der Frischseife zum Zwecke der Füllung einverleibt wird.
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